Pascal Pia

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Pascal Pia, geboren als Pierre Durand, (* 15. August 1903 in Paris; † 27. September 1979 ebenda) war ein französischer Schriftsteller, Journalist, Illustrator und Gelehrter. Die Herkunft des Pseudonyms ist unbekannt. Er verwendete auch andere wie Pascal Rose, Pascal Fely, Avinin Mireur und Léger Alype.

1922 veröffentlichte er die erotische Schrift Les Princesses de Cythère. Seine La Muse en rut, eine Sammlung erotischer Gedichte, erschien 1928. Er illustrierte auch erotische Werke wie die Lieder von Bilitis. 1938 gründete er die linke Zeitschrift Alger républicain in Algier, das zu dieser Zeit Teil der französischen Kolonie Algerien war. Die Zeitschrift wurde 1939 verboten.

Während des Zweiten Weltkriegs war Pia Teil des französischen Widerstandes als Mitglied der Gruppe „Combat“. 1944 wurde er Chefredakteur der geheimen Widerstandszeitschrift Combat, wobei er das Pseudonym Pontault verwendete. Er sagte: „Wir werden versuchen eine vernünftige Zeitung herauszugeben. Und weil die Welt absurd ist, wird es missglücken“.

Albert Camus arbeitete als Journalist bei Alger républicain und später auch bei Combat. Pia und Camus wurden Freunde und Camus widmete seinen 1942 erschienenen Essay Der Mythos des Sisyphos Pia. Eine Sammlung ihrer Briefe wurde 2000 veröffentlicht. Pascal Pia war auch ein guter Freund von André Malraux.

Pia war Mitglied („Satrape“) des Collège de ’Pataphysique. Er drückte oft absurde und nihilistische Gefühle aus. An seinem Lebensende forderte er das „Recht auf Nichts“, das anderen verbieten sollte nach seinem Tod über ihn zu schreiben.

Ausgewählte Bücher, die von Pascal Pia geschrieben oder herausgegeben wurden[Bearbeiten]

  • La Muse en rut et autres poèmes (1928)
  • Baudelaire par lui-même (1952)
  • Apollinaire par lui-même (1954)
  • Les livres de l'Enfer: bibliographie critique des ouvrages érotiques dans leurs différentes éditions du XVIe siècle à nos jours (1978) [Die Bücher von der Hölle: Kritische Biographie erotischer Werke in ihren verschiedenen Ausgaben vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart].
  • Correspondance avec Albert Camus (2000)

Bücher und Artikel über Pascal Pia[Bearbeiten]

  • Pascal Pia von Jean José Marchand, Paris 1981
  • Pascal Pia, ou, Le droit au néant von Roger Grenier, Paris 1989
  • Pascal Pia, ou, L'homme libre (1903–1979), von Michaël Guittard, Dissertation, Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines, 1999
  • Bibliophilie: Pascal Pia, le clandesti von J -B Baronian, MAGAZINE LITTERAIRE, no. 375, (1999)

Weblinks[Bearbeiten]