Pasteurs Taggecko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pasteurs Taggecko
P.v.pasteuri.jpg

Pasteurs Taggecko (Phelsuma pasteuri)

Systematik
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Gekkonidae)
Gattung: Taggeckos (Phelsuma)
Art: Pasteurs Taggecko
Wissenschaftlicher Name
Phelsuma pasteuri
Meier, 1984

Pasteurs Taggecko (Phelsuma pasteuri nach Georges Pasteur) ist ein Reptil aus der Familie der Geckos. Wie alle Geckos der Gattung Phelsuma ist er tagaktiv. Der früher als Unterart zur Art Phelsuma v-nigra gezählte Taggecko ist auf der Insel Mayotte endemisch.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pasteurs Taggecko erreicht eine Gesamtlänge von ca. 11,5 cm und eine Kopf-Rumpf-Länge von 5,3 cm.[1] Die Weibchen sind „Eileger“ und nicht wie einige Arten der Gattung „Eikleber“, die ihre Eier an Pflanzen festkleben können. Die Körperfarbe ist hellgrün, der Rücken ist orange gefleckt und im Gesicht befinden sich zwischen den Augen drei orange U-förmige Streifen. Die Augen sind gelb umrandet. Pasteurs Taggecko ist auch durch seinen breiten, blauen Streifen am Nacken zu erkennen. Teilweise ist auch der Schwanz leicht blau pigmentiert. Seine Bauchseite ist weiß, teilweise leicht gelblich.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiet nach IUCN

Pasteurs Taggecko ist in Bäumen und Büschen auf der Komoreninsel Mayotte zu finden. Dort hält er sich meistens an dünnen Ästen und Zweigen auf. Das Klima auf Mayotte unterliegt keinen deutlichen jahreszeitlichen Schwankungen und ist daher ganzjährig feuchtwarm bei einer Durchschnittstemperatur von etwa 25 °C.

Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Taggecko ernährt sich, wie auch alle anderen Arten der Gattung, hauptsächlich von verschiedenen Insekten und pflanzlicher Nahrung, wie Nektar und Pollen.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pasteurs Taggecko wurde als Phelsuma v-nigra pasteuri lange Zeit zu den Unterarten von Phelsuma v-nigra gezählt. Es besteht jedoch eine Kreuzungsbarriere zu den anderen drei Unterarten von Phelsuma v-nigra, so dass diesem Taggecko schließlich der Status als eigene Art Phelsuma pasteuri zuerkannt wurde. Zusammen mit P. v-nigra, P. robertmertensi und P. laticauda wird Pasteurs Taggecko zur Phelsuma laticauda-Gruppe innerhalb der Taggeckos zusammengefasst. Diese verwandtschaftliche Gruppe ist monophyletisch.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Peter Berghof: Taggeckos. Die Gattung Phelsuma. Pflege und Vermehrung. Natur-und-Tier-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-937285-45-8.
  • Gerhard Hallmann, Jens Krüger, Gerd Trautmann: Faszinierende Taggeckos. Die Gattung Phelsuma. Natur-und-Tier-Verlag Schmidt, Münster 1997, ISBN 3-931587-10-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sara Rocha, Herbert Rösler, Philip-Sebastian Gehring, Frank Glaw, David Posada, D. James Harris, Miguel Vences: Phylogenetic systematics of day geckos, genus Phelsuma, based on molecular and morphological data (Squamata: Gekkonidae). In: Zootaxa. 2429, 2010, S. 1–28, (Digitalisat PDF; 1,46 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pasteurs Taggecko (Phelsuma pasteuri) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien