Komoren

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Dieser Artikel beschreibt den Staat Komoren, die gleichnamige Inselgruppe der Artikel Archipel der Komoren.
Udzima wa Komori (komor.)

Union des Comores (frz.)
الاتحاد القمري al-Ittiḥād al-Qumurī (arab.)
Union der Komoren

Flagge der Komoren
Siegel der Komoren
Flagge Siegel
Wahlspruch: Unité – Justice – Progrès (Französisch) „Einigkeit, Gerechtigkeit, Fortschritt“
Amtssprache Komorisch, Französisch und Arabisch
Hauptstadt Moroni
Staatsform islamische Bundesrepublik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident Ikililou Dhoinine
Fläche 1.862 km²
Einwohnerzahl 752.300 (2013)[1]
Bevölkerungsdichte 404 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Nominal
2007[2]
  • 442 Mio. US$ (174.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 691 US$ (147.)
Human Development Index 0,429 (169.)[3]
Währung Komoren-Franc (KMF)
Unabhängigkeit 6. Juli 1975 (von Frankreich)
Nationalhymne Udzima wa ya Masiwa
Nationalfeiertag 6. Juli
Zeitzone UTC+3
Kfz-Kennzeichen COM
ISO 3166 KM, COM, 174
Internet-TLD .km
Telefonvorwahl +269
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Die Komoren (komorischقمرKomori, französisch Comores [kɔˈmɔːʀ]; amtlich seit 2001 Union der Komoren) bilden einen föderalen Inselstaat im Indischen Ozean am nördlichen Ausgang der Straße von Mosambik zwischen Mosambik und Madagaskar. Sie umfassen drei der vier Hauptinseln des Komorenarchipels. Diese sind Grande Comore (Njazidja), Anjouan (Nzwani), Mohéli (Mwali) sowie einige kleinere Inseln. Die vierte Hauptinsel Mayotte (Mahoré) ist Übersee-Département Frankreichs und wird ebenfalls von der Union beansprucht.

Die Komoren wurden 1975 von Frankreich unabhängig und erlebten seither eine wechselvolle Geschichte mit Putschen und Sezessionsbestrebungen. Ihre schätzungsweise 614.000 Einwohner sind von gemischter, vorwiegend ostafrikanischer und arabischer Abstammung und größtenteils Muslime. Der Landesname ist vom arabischen Dschuzur al-Qamar (‏جزر القمر‎) abgeleitet, was so viel wie „Mondinseln“ bedeutet.

Geographie[Bearbeiten]

Naturraum[Bearbeiten]

Die Inselgruppe der Komoren erhebt sich auf einem untermeerischen Rücken. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und haben ein gebirgiges Relief. Vulkanberge mit tief zerfurchten Hängen, Plateaus, Hügelketten und meist nur schmale Küstenstreifen charakterisieren das Landschaftsbild. Die Küsten der Inseln sind überwiegend felsig und von Korallenriffen gesäumt. Im Zentrum der Hauptinsel Grande Comore liegt der 2361 Meter hohe aktive Vulkan Karthala, der den weltweit größten Krater aller Vulkane besitzt. Der letzte größere Ausbruch geschah 1977, hierbei wurde ein ganzes Dorf von der Lava überrollt. Anfang 2005 gab es einen kleineren Ausbruch, der ohne Explosion oder Lavaaustritt verlief. Nur Asche bedeckte nach dem Ausbruch einen beträchtlichen Teil des Vulkanes. Ende Mai 2006 überzog der Vulkan die Hauptstadt Moroni mit einer Wolke aus Staub und Rauch, was lokal zu Evakuierungen führte.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm Moroni/Komoren

Das tropisch-maritime Klima weist im Jahresgang nur geringe Temperaturschwankungen auf. Die Durchschnittstemperatur der kühlsten Monate (Juli/August) liegt bei 22 °C, die der wärmsten Monate (Februar/März) bei 27 °C. Zwischen Mai und Oktober herrscht der trockene Südostpassat, von November bis April der regenbringende Nordwestmonsun. Feuchtester Monat ist der Januar. Je nach Höhenlage werden zwischen 1000 und 4000 mm Jahresniederschlag registriert. In der heißen Jahreszeit ziehen öfter tropische Wirbelstürme über die Inseln.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Vegetation – dichter tropischer Regenwald mit wertvollen Holzarten – ist stark zurückgedrängt und fast nur noch in höheren Lagen erhalten. Plantagen und Savannen prägen heute die Landschaft. In Niederungen kommen vor allem Kokospalmen, Bananen und Mangobäume vor. Die Küsten sind teilweise von Mangroven bewachsen. Die Landfauna ist relativ artenarm und zeigt Ähnlichkeit mit derjenigen Madagaskars. Es gibt seltene Vogel- und Schildkrötenarten sowie eine nur hier anzutreffende Feuchtnasenaffenart, den Mongozmaki. Die Küstengewässer samt den Korallenriffen sind dagegen reich an vielerlei Wassertieren. Eine Besonderheit ist der Quastenflosser; 1938 wurde vor den Komoren erstmals ein Vertreter dieser bis dahin nur als Fossil bekannten Gattung gefangen.

Wichtigste Städte[Bearbeiten]

Die größten Städte sind (Stand: 1. Januar 2005) Moroni (42.872 Einwohner), Mutsamudu (23.594 Einwohner), Fomboni (14.966 Einwohner), Domoni (14.509 Einwohner) und Tsémbehou (11.552 Einwohner).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Anjouan ist die am dichtesten besiedelte Insel des Archipels. 64 % der Einwohner lebten 2004 noch auf dem Lande. Die Lebenserwartung lag im gleichen Jahr bei 63 Jahren. Gut 42 % der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre. Das Bevölkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 bei 2,8 %. Amtssprachen sind Komorisch (verwandt mit Swahili), Französisch und Arabisch. Die Komorer (97 % der Gesamtbevölkerung) stammen von Arabern, Madagassen, Bantu, Indern und Indo-Melanesiern ab. Daneben leben einige hundert Europäer auf den Inseln. Das Bevölkerungswachstum und die hohe Arbeitslosigkeit führen zu Auswanderung, vor allem nach Mayotte und Madagaskar.

Die Komoren gehören zu den ärmsten Ländern der Welt.

Religionen[Bearbeiten]

Die Staatsreligion des Landes ist der sunnitische Islam der schafiitischen Rechtsschule. Ihm gehören etwa 99 % der Einwohner an. Daneben besteht auf den Komoren eine kleine Minderheit indischer Ismailiten (Schia) sowie eine katholisch-karitative Missionstätigkeit. Insgesamt bekennt sich ca. 1 % der Bevölkerung zum Christentum.

Bildung[Bearbeiten]

Nach der Erlangung der Unabhängigkeit und der Beseitigung französischer Lehrer war das Bildungswesen von schlechter Lehrerausbildung und Qualität betroffen.[4] Seit der Bildungsreform 1975 besteht eine Schulpflicht von acht Jahren; darin enthalten ist die zweijährige Koranschule für Vorschulkinder. Die Analphabetenrate wird auf 50 % geschätzt.

Gesundheit[Bearbeiten]

Sozialfürsorge und Gesundheitswesen weisen erhebliche Lücken auf. Unterernährung ist einer der Gründe für die hohe Säuglingssterblichkeit (2004: 5,2 %). Malaria ist weit verbreitet. 2004 hatte das Land 15 Ärzte pro 100.000 Personen.[5] Im selben Jahr lag die Fruchtbarkeitsrate bei 4,7 Kindern pro Frau.[5] Die weibliche Lebenserwartung beträgt etwa 67 und die männliche 62.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Komoren

Urgeschichte[Bearbeiten]

Es ist nicht genau bekannt, wann und woher die frühesten Einwohner des Archipels kamen; Archäologen haben auf Anjouan Spuren einer Siedlung aus dem 6. Jahrhundert gefunden. Es wird vermutet, dass austronesische Einwanderer, die im 1. Jahrtausend n. Chr. auf dem Seeweg aus Indonesien kamen und auf Madagaskar landeten, auch auf den Komoren siedelten. Daneben kamen Bantu aus Ostafrika (v. a. Mosambik).

Islamisierung[Bearbeiten]

Araber und Perser besuchten die Inseln ebenfalls; ab dem 15. Jahrhundert ließen sie sich vermehrt auf den vier Hauptinseln nieder, führten den Islam ein, gründeten Sultanate vorwiegend in der Küstengegend und drängten die alte Bevölkerung in das Innere der Inseln ab. Im 16. Jahrhundert waren die Komoren ein regionales Handelszentrum, das Reis, Gewürze, Ambra und Sklaven in ostafrikanische und nahöstliche Hafenstädte exportierte.

Dominanz arabischer Sultanate[Bearbeiten]

Die ersten europäischen Besucher waren Portugiesen, die 1505 auf Grande Comore landeten. 1527 erscheinen die Komoren erstmals auf einer portugiesischen Karte. Die Europäer vermochten jedoch lange keinen prägenden Einfluss auszuüben. Die von Portugiesen, Niederländern und Franzosen im 16. Jahrhundert gegründeten Niederlassungen wurden schon bald wieder aufgelöst. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts blieb der arabisch-islamische Einfluss dominierend. Die Shirazi-Sultane eigneten sich größere Ländereien an, die sie von einheimischen Arbeitskräften, häufig aber auch von aus Ostafrika importierten Sklaven bewirtschaften ließen. 1865 waren schätzungsweise 40 % der Bevölkerung Sklaven. Ab dem späten 18. Jahrhundert führten die Sakalava aus Madagaskar Sklavenjagden auf den Komoren durch und entvölkerten Mayotte nahezu; diese Überfälle endeten, nachdem die Merina die Königreiche der Sakalava erobert hatten. Danach ließen sich Gruppen von Sakalava und Betsimaraka auf Mayotte und Mohéli nieder.

Französisches Schutzgebiet (ab 1841), dann Überseegebiet (ab 1946)[Bearbeiten]

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Rivalität zwischen Frankreich und Großbritannien um die Inseln im westlichen Indischen Ozean. Im Raum der Komoren setzte sich Frankreich durch, das 1841 Mayotte in seinen Besitz nahm; 1886 kamen auch die restlichen drei Inseln unter französisches Protektorat. 1912 dankte der letzte Sultan ab, und die Komoren kamen unter eine Kolonialverwaltung mit Hauptort Dzaoudzi auf Mayotte. Unter der Kolonialherrschaft wurde die Sklaverei abgeschafft; die Wirtschaft wurde auf den Anbau von Vanille, Ylang-Ylang und weiteren Produkten ausgerichtet, wobei die Gewinne daraus kaum auf den Komoren reinvestiert wurden.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Inseln, die sich für die Vichy-Regierung von Marschall Philippe Pétain erklärt hatten, vorübergehend von britischen Truppen besetzt. 1946 erhielten die nun nicht mehr von Madagaskar aus verwalteten Komoren den Status eines französischen Überseegebiets mit administrativer Autonomie. 1956 garantierte Frankreich das Wahlrecht und den Übergang zu voller innerer Autonomie, die allerdings erst im Januar 1968 schließlich endgültig gewährt wurde. In einem Referendum 1958 entschieden sich die Abstimmenden mit klarer Mehrheit für den Verbleib bei Frankreich. Die zwei etablierten politischen Parteien in den 1960er Jahren – der von Dr. Said Mohammed Cheikh geführte Parti Vert und der Parti Blanc unter Prinz Said Ibrahim – waren beide pro-französisch, konservativ und von den Nachkommen der Sultane dominiert.

Die Unabhängigkeitsbewegung Mouvement de la Libération Nationale des Comores (Molinaco) wurde 1962 von Komorern in Tansania gegründet und begann ab 1967, ihren Einfluss auf die Komoren selbst auszuweiten. Das verbreitete Gefühl, von Frankreich vernachlässigt zu werden, verbunden mit der Unabhängigkeit des nahegelegenen Tanganjika und Sansibar und beginnenden Unabhängigkeitsbestrebungen in Mosambik, vergrößerte vor allem unter jüngeren Komorern die Zustimmung für die Unabhängigkeit. Unter der seit 1972 amtierenden Regierung unter Ahmed Abdallah wurde 1974 ein erneutes Referendum über die Unabhängigkeit abgehalten, bei dem sich etwa 95 % für die Unabhängigkeit aussprachen, auf Mayotte jedoch etwa 63 % für den Verbleib bei Frankreich votierten.

Unabhängigkeit (seit 1975)[Bearbeiten]

Am 6. Juli 1975 wurde einseitig die Unabhängigkeit der Komoren erklärt. Am darauffolgenden 3. August stürzte eine Koalition von sechs Parteien Abdallah; wer hinter dem Putsch stand und insbesondere inwiefern Frankreich eine Rolle spielte, ist bis heute unbekannt. Eine neue Regierung unter Ali Soilih übernahm die Macht.

1975 trat Paris an Bob Denard heran um den Präsidenten der Komoren Ahmed Abdallah durch Ali Soilih zu ersetzen. Denard kam mit nur ungefähr zehn Söldnern auf die Komoren, wo sich Anhänger von Soilih anschlossen. Es gab nur eine kurze Schießerei, Abdallah wurde nach Paris ins Exil geschickt und die Komoren hatten einen neuen Präsidenten Ali Solih.

Politisches System[Bearbeiten]

Gemäß der Verfassung von 2001 sind die Komoren eine Bundesrepublik und der Islam Staatsreligion. Staats- und Regierungschef ist der für vier Jahre direkt gewählte Präsident, wobei nach dem Rotationsprinzip jedes Mal ausschließlich die Bevölkerung einer einzelnen Insel abstimmen darf. Bei den Präsidentschaftswahlen 2006 durften nur Kandidaten der Insel Anjouan antreten, nachdem 2002 Grande Comore den Präsidenten gestellt hatte. Als Sieger ging am 14. Mai der gemäßigte Islamist Ahmed Abdallah Mohamed Sambi hervor. Der auf den Komoren wegen seiner theologischen Studien in Iran auch „Ajatollah“ genannte sunnitische Unternehmer setzte sich mit 58 % der Stimmen gegen den vom bisherigen Präsidenten unterstützten Ibrahim Halidi (28 %) durch. Nach seiner Wahl bestritt Sambi vehement, die Komoren in einen islamischen Staat verwandeln zu wollen.

Die Legislative liegt bei der Unionsversammlung mit 33 Mitgliedern, von denen 18 alle fünf Jahre gewählt werden, während die übrigen 15 Sitze Abgeordneten der regionalen Parlamente vorbehalten sind. Seit 1990 gibt es ein Mehrparteiensystem. Aus den Wahlen 2004 ging das Camp of the Autonomous Islands (CdIA) mit 12 Sitzen vor der Convention for the Renewal of the Comoros (CRC) mit 6 Sitzen als Sieger hervor. 2009 gewann die CdIA die Wahlen erneut. Alle Einwohner im Alter ab 18 Jahren besitzen das Wahlrecht. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof, der zu gleichen Teilen von allen Inseln beschickt wird. Die Komoren sind Mitglied der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit sowie der Gemeinschaft der Sahel-Sahara-Staaten (CEN-SAD).

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die Komoren sind eine föderale Republik mit drei Gliedstaaten, den drei autonomen Inseln, die den drei Hauptinseln jeweils zusammen mit deren Nebeninseln entsprechen.

Die autonomen Inseln werden seit 2011 weiter in 16 Präfekturen und 54 Gemeinden (communes) untergliedert.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der wirtschaftlich wenig entwickelte Inselstaat ist in hohem Maße auf ausländische Unterstützung angewiesen. Die wichtigste Quelle zur Finanzierung des Staatshaushalts sind Budgethilfen aus Frankreich.

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft einschließlich des Fischfangs, der Jagd und der Forstwirtschaft bildete 2001 für 73 % der Bevölkerung die Existenzgrundlage und stellte 2004 mit 41 % den größten Anteil am BIP. Kleine Selbstversorgungsbetriebe bauen hauptsächlich Maniok, Mais, Yams, Süßkartoffeln, Bananen und Reis an. Auf Plantagen, die sich meist in Händen französischer Gesellschafter befinden, wachsen Vanille, Gewürznelken, Pfeffer, Kakao, Sisal und Kokospalmen. Überdies sind die Komoren ein bedeutender Produzent von Ylang-Ylang-Öl.

Hauptenergieträger für die Bevölkerung sind Brennholz und landwirtschaftliche Abfälle. Die kommerzielle Energieerzeugung basiert vor allem auf importiertem Erdöl. Die Industrie ist kaum entwickelt; kleine Betriebe versorgen den Binnenmarkt, einige verarbeiten Agrarprodukte für den Export. Hauptausfuhrgüter waren 2003 Vanille (78 %), Nelken (13 %) und Ylang-Ylang (6 %), von denen 2000 39 % nach Frankreich, 20 % in die Vereinigten Staaten und 7 % nach Deutschland gingen. Importiert wurden zu 20 % Erdölprodukte, zu 18 % Nahrungsmittel, zu 13 % Fahrzeuge und zu 5 % Zement, und zwar zu 37 % aus Frankreich, zu 14 % aus Pakistan, zu 11 % aus Kenia und zu 9 % aus Südafrika.

Das gesamte Straßennetz umfasst rund 900 km, davon sind etwa 500 km befestigt. Grande Comore und Anjouan besitzen ringförmige Küstenstraßen. Es bestehen Schiffs- und Flugverbindungen zwischen den Inseln. Der wichtigste Hafen ist Mutsamudu auf Anjouan. Auf Grande Comore gibt es einen internationalen Flughafen. Der bislang unbedeutende Tourismus wird mit französischer und südafrikanischer Unterstützung gefördert. Die meisten Gäste kommen aus Frankreich. Das Bildungsniveau ist gering und begünstigt so die Subsistenzwirtschaft, eine hohe Arbeitslosigkeit von ca. 20 % in (1996)[7] ist die Folge.

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste im Jahr 2002 Ausgaben von umgerechnet 33,95 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 27,9 Mio. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,4 % des BIP.[7][8][9]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Sport[Bearbeiten]

Die beliebteste Sportart auf den Komoren ist Fußball. Der Verband wurde am 12. September 2005 zusammen mit Osttimor in die FIFA aufgenommen. 1979 trug die Nationalmannschaft ihr erstes Freundschaftsspiel aus, das mit 1:6 gegen Réunion verloren ging. Das erste offizielle Spiel, also nach der Aufnahme in die FIFA, war ein Spiel gegen Jemen 2006, das mit 0:2 verloren wurde. Der erste Sieg gelang 1990, wiederum in einem Spiel gegen Réunion, mit 1:0.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Christina Westenberger: Komoren. Reise-Handbuch. 2., überarbeitete Auflage. Stein, Kronshagen 1998 (1. Auflage 1995), ISBN 3-89392-221-0.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Komoren – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Komoren

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Komoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Komoren – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikimedia-Atlas: Komoren – geographische und historische Karten
 Wikivoyage: Komoren – Reiseführer

Quellen[Bearbeiten]

  1. CIA – The World Factbook: Übersicht zu den Komoren
  2. International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008
  3. Human Development Index, abgerufen am 10. Oktober 2013
  4. Abdourahim Said Bakar (1988). „Small Island Systems: A Case Study of the Comoro Islands“. Comparative Education 24 (2, Special Number (11): Education and Minority Groups): 181–191. doi:10.1080/0305006880240203.
  5. a b c http://www.afro.who.int/home/countries/fact_sheets/comoros.pdf
  6. PDF bei ddata.over-blog.com
  7. a b c d The World Factbook
  8. Index mundi
  9. The Europe World Year 2004, S. 1253
  10. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4

-12.18333333333344.233333333333Koordinaten: 12° S, 44° O