Paul Hartmann (Unternehmer)

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Paul Hartmann (* 18. August 1812; † 17. Februar 1884 in Heidenheim an der Brenz) war ein deutscher Unternehmer und Pionier der Verbandstoffindustrie. Er gründete die heutige Paul Hartmann AG in Heidenheim an der Brenz.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Hartmann wurde am 18. August 1812 geboren. Er war das achte von 15 Kindern des Textilunternehmers Ludwig von Hartmann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Paul Hartmann 1834 seine Ausbildung abgeschlossen hatte, trat er in den Betrieb seines Vaters Ludwig ein. 1843 wurden die gesamten Geschäfte auf die drei Söhne Carl, Eduard und Paul übertragen. Paul Hartmann übernahm die Heidenheimer Baumwollspinnerei, sein Bruder Carl die Weißbleiche, Eduard die Spinnerei in Herbrechtingen. Sein Sohn Arthur Hartmann war ein bekannter HNO-Arzt in Berlin.

Als Paul 1867 die „Scheckenbleiche“ erwarb, gründete er einen eigenen Betrieb, die Firma „Paul Hartmann in Heidenheim, Bleiche, Färbereigeschäft und Appreturanstalt“. Mit Hilfe seines Sohnes Albert baute Paul Hartmann den Betrieb zu einer „Verbandstofffabrik“ aus. Die systematische Produktion von Verbandwatte nach Victor von Bruns Methode zur Entfettung von Baumwolle, begann 1873. Ein Jahr darauf startete Hartmann die Produktion antiseptischer Verbandstoffe nach Joseph Listers Methode. 1883 erhielt seine Firma vom Jakobsspital in Leipzig den ersten Großauftrag, den Paul Hartmann abends noch persönlich verpackte. Er starb in Mergelstetten in der „Villa Anna“ seines Sohnes Arthur.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marcus Plehn, Verbandstoff-Geschichte, 1990.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historie: Der Paul zum Hartmann. Abgerufen am 4. Mai 2021.