Paul Rosié

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2. von links: Paul Rosié
Briefmarkenblock der DDR (1977)
Signatur Paul Rosiés

Paul Rosié (* 23. Oktober 1910 in Berlin; † 1. November 1984 in Berlin) war ein bedeutender deutscher Grafiker, Karikaturist, Plakatkünstler, Buchillustrator und Schriftsteller.

1927–1930 machte er eine kaufmännische Lehre, danach war er arbeitslos und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch als Laufbursche, Hausdiener, Lohnbuchhalter, Theaterstatist und Schnellzeichner. 1936–1939 studierte er an der Meisterschule für Grafik und Buchgewerbe in Berlin u. a. bei Otto Arpke, Edmund Schaefer, Ulli Huber und Johannes Boehland. 1939–1945 war er Soldat und Kriegsgefangener. Seit 1945 arbeitete er freischaffend in Berlin. 1955–1980 war er Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Weißensee. Seit 1975 war er Honorarprofessor.[1][2] Vorbilder Rosiés waren Olaf Gulbransson und Karl Arnold (Künstler).Seine Kunst steht in der Tradition der Berliner Zeichner Franz Burchard Dörbeck, Theodor Hosemann, Adolf Menzel, Georg Scholz, Paul Simmel, Walter Trier und Heinrich Zille. Paul Rosié ist Vater von zwei Söhnen und einer Tochter.

Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Pankow III in Berlin.

1978 wurde ihm der Vaterländische Verdienstorden in Bronze verliehen.[3] 1981 erhielt er die Otto-Nagel-Medaille.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sing Sing – Singsang. Songs. Herbig, Berlin-Grunewald 1951.
  • Ich will sie schmähen und über den grünen Klee loben. Auskünfte über Artgenossen. Eulenspiegel-Verlag, Berlin 1984.
  • Manfred Eickhölter: Die Buddenbrooks-Illustrationen von Paul Rosié (= Jahresgabe des Fördervereins Buddenbrookhaus. 2002). Schmidt Römhild, Lübeck 2002, ISBN 3-7950-1252-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiografie in: Heiner Wolf (Red.): Jedes Buch ist ein Abenteuer. Ein Almanach. Vierzig Jahre Verlag Neues Leben Berlin. Verlag Neues Leben, Berlin 1986, ISBN 3-355-00043-4, S. 179.
  2. Alice Hartmann: Paul Rosié als Buchillustrator. In: Marginalien. 138, 1995, ISSN 0025-2948, S. 32–41.
  3. Berliner Zeitung, 4. Oktober 1978, S. 5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Paul Rosié – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien