Peñón de Alhucemas

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Peñón de Alhucemas
Peñón de Alhucemas von der marokkanischen Küste aus gesehen
Peñón de Alhucemas von der marokkanischen Küste aus gesehen
Gewässer Mittelmeer
Inselgruppe Alhucemas-Inseln
Geographische Lage 35° 13′ N, 3° 53′ W35.213319444444-3.8893055555556Koordinaten: 35° 13′ N, 3° 53′ W
Peñón de Alhucemas (Spanien)
Peñón de Alhucemas
Peñón de Alhucemas (rechts)
Peñón de Alhucemas (rechts)

Peñón de Alhucemas (Peñón: spanisch für Felsblock) ist eine zu Spanien gehörende knapp 2 ha große Insel vor der Küste Nordafrikas, die 400 m vor der marokkanischen Mittelmeerküste nahe der namensgleichen Stadt Al-Hoceima liegt. Sie wird direkt von der Regierung in Madrid verwaltet, gehört nicht zu einer der Autonomen Regionen Spaniens und ist somit eine Plaza de soberanía. Sie gehört zur EU und zur Eurozone.

Einen ähnlichen Status haben die Städte Ceuta und Melilla sowie die Regionen Peñón de Vélez de la Gomera, Islas Chafarinas und Isla del Perejil.

Der Peñón de Alhucemas und die nahen Eilande Isla de Mar und Isla de Tierra werden zusammen als Alhucemas-Inseln bezeichnet. 1560 wurden die zusammengenommen nur 0,06 km² großen Inseln während der Türkenkriege vom regionalen Sultan an Spanien abgetreten. 1921 gab es während des Rifkriegs den Versuch einer Einnahme durch Abd el-Krim. Der Peñón de Alhucemas wird lediglich von einer kleinen Garnison militärisch genutzt und ansonsten nicht bewohnt. Der Turm einer ehemaligen Kirche ist weithin sichtbar. Auf den Inseln gibt es keinen Hafen, es ist nur ein Ankerplatz vorhanden.

Flüchtlingsvorfall im Sommer 2012[Bearbeiten]

Ende August 2012 gelangten etwa 90 Flüchtlinge aus subsaharischen Ländern in zwei Gruppen auf die nur etwa 100 Meter vor einem marokkanischen Strand gelegene Isla de Tierra. 16 von ihnen (eine Schwangere, elf Kinder und deren Mütter) wurden von den spanischen Behörden nach Melilla gebracht. Die restlichen Flüchtlinge wurden in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2012 von der spanischen Guardia Civil auf Booten zu dem der Insel gegenüberliegenden Strand gebracht, wo sie von marokkanischen Polizisten und Soldaten in Empfang genommen wurden. Von Menschenrechtsorganisationen wurde diese Vorgehensweise als rechtswidrig kritisiert.

Siehe auch[Bearbeiten]