Periphrase

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Die Periphrase (altgriechisch περί peri, deutsch ‚um herum‘ und φράζειν phrazein, deutsch ‚reden‘; lateinisch circumlocutio) ist eine erweiternde Umschreibung eines Begriffs, einer Person oder eines Sachverhalts.

Beispiele:

  • Halbgötter in Weiß (Ärzte)
  • der Vater des Wirtschaftswunders (Ludwig Erhard)
  • gepresste Milch (Käse)
  • jenes höhere Wesen, das wir verehren (Gott)
  • der Allmächtige (Gott)
  • das Auge des Gesetzes (Polizei)
  • das Land, wo Milch und Honig fließen, das gelobte Land (Kanaan)
  • das Heilige Land (Israel)

Periphrasen werden oft verwendet, um die Wiederholung eines Begriffs zu vermeiden. Sie werden auch gebraucht, um Sachverhalte euphemistisch auszudrücken, z. B. aus dem Leben scheiden statt sterben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tetjana Midjana: Die Periphrase. Stauffenburg-, Tübingen 2005, ISBN 3-86057-786-7.
  • Monika Vogel: Ter quinque volumina. Zahlenperiphrase in der lateinischen Dichtung von ihren Anfängen bis ins zweite Jahrhundert n. Chr. Aschendorff, Münster 2014, ISBN 978-3-402-14448-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Periphrase – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen