Perry Rhodan – Operation Eastside

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Perry Rhodan – Operation Eastside
Studio Spellbound Entertainment
Publisher Fantasy Productions/Bomico
Erstveröffent-
lichung
1998
Plattform PC (Windows)
Genre Strategie
Spielmodus Einzelspieler und Mehrspieler
Steuerung Tastatur und Maus
Systemvor-
aussetzungen
IBM PC (oder kompatibel), min. Win95, 486 DX, 33 MHz, DirectX kompatible SVGA Grafikkarte (640 x 480), 16 MB RAM, 2x CD-ROM, Win95 kompatible Soundkarte, Maus, 60 MB freier Festplattenspeicher
Medium 1 CD-ROM
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
Information Weltraumstrategiespiel mit Wirtschaftselementen

Perry Rhodan – Operation Eastside ist ein rundenbasiertes Computerspiel aus dem Jahr 1998. Das Szenario und die Handlung des Spiels lehnen sich an dem Inhalt der Perry-Rhodan-Heftserie an.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spielprinzip entspricht dem Genre der 4X-Strategiespiele. Der Spieler entwickelt eine Kolonie auf einem Planeten, kann durch Nutzung der so gewonnenen Ressourcen eine Raumflotte aufbauen und so weitere Planeten kolonisieren oder gegnerische Kolonien erobern. Die Gegner verfolgen ähnliche Ziele, so dass es letztendlich irgendwann zu Konflikten um besiedelbare Planeten kommt. Der Sieg ist entweder durch die Besiedelung einer zuvor festgelegten Anzahl von Sonnensystemen oder durch Eliminierung aller Gegner möglich.

Das Spiel beinhaltet sechs spielbare Rassen - Terraner (Menschen), Arkoniden, Aras, Akonen, Topsider und Springer - die aus den Heftromanen entlehnt sind. Dazu kommt die nicht spielbare Rasse der Blues. Jede Rasse besitzt bestimmte vor- und Nachteile gegenüber anderen. Die Größe des Sternhaufens, in dem gespielt wird, lässt sich vor Spielbeginn festlegen. Dieser wird als dreidimensionale Sternenkarte dargestellt. Einzigartig ist die physikalisch relativ schlüssige Darstellung der einzelnen Sonnensysteme. So werden die Spektralklassen der Sterne, deren Oberflächentemperatur und die daraus resultierenden Bedingungen der umlaufenden Planeten und Monde berücksichtigt. Sowohl Planeten als auch Monde außer Gasplaneten und Himmelskörpern ohne feste Oberfläche sind kolonisierbar.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonien wird durch das Bauen von Gebäuden vorangetrieben, welche bei allen Rassen identisch sind. Neben Wohn- und Versorgungsgebäuden für die Kolonisten werden auch Industrieanlagen sowie Raumhäfen und Werften benötigt. Jedes Gebäude kann beliebig oft gebaut werden, sofern ein passender Bauplatz, die notwendigen Ressourcen und freie Kolonisten vorhanden sind. Der Betrieb der Gebäude erfordert ebenfalls Ressourcen und Arbeitskräfte. Die Wirtschaftskreisläufe sind somit ineinander verzahnt und hängen zusätzlich von der Entwicklungsstufe der Gebäude ab. Zusätzlich beeinflussen die Umweltbedingungen des Siedlungsplaneten die wirtschaftliche Effizienz. Hohe Gravitation und vor allen zu hohe oder zu geringe Temperaturen führen je nach Schwierigkeitsgrad zu signifikant geringerer Produktion. Dementsprechend lassen sich Kolonien in zu großer oder zu geringer Entfernung zum Zentralstern eventuell gar nicht oder nur mit Gebäuden der höchsten Entwicklungsstufe entwickeln. Der Transport von Ressourcen und Kolonisten von einer Kolonie zur anderen ist ebenfalls möglich.

Auch die Forschung spielt eine wichtige Rolle. Dazu müssen bestimmte Gebäude errichtet und betrieben werden. In acht Kategorien sind unabhängig voneinander vier Stufen erforschbar. Hinzu kommt die Forschung nach einer Waffentechnologie gegen die Blues, sobald der Spieler mit diesen in Kampfhandlungen eingetreten ist. Durch das Erreichen einer neuen Technologiestufe stehen hochwertigere Gebäude zur Verfügung oder bessere Raumschiffkomponenten.

Durch die Variation von vier Parametern kann der Spieler verschiedene Raumschifftypen erzeugen. Eine Ausstattung mit Spezialsystemen ist nicht möglich, allerdings kann jedes Raumschiff optional eine Landeeinheit zur Gründung einer neuen Kolonie erhalten. Die Gestaltung der Raumschiffe hängt von der jeweiligen Rasse ab, grundsätzlich können jedoch nur sechs Größenklassen auftreten.

Als weiteres Wirtschaftselement kann der Spieler mit den anderen spielbaren Rassen Handel betreiben. So können Ressourcen und technologische Fortschritte getauscht werden. Jeder Handel führt zu einer Verbesserung der Beziehung. Als weitere diplomatische Interaktion ist lediglich der Abschluss oder das Beenden von Allianzen beziehungsweise defensiven Abkommen möglich und natürlich eine Kriegserklärung oder die Bitte um Frieden.

Kämpfe werden mit Raumflotten von maximal 50 Schiffen auf einer zweidimensionalen, hexagonalen Karte rundenbasiert ausgetragen. Bei Angriffen auf Kolonien nimmt der entsprechende Himmelskörper den Platz eines Raumschiffes ein und kann, sofern planetare Waffen installiert wurden, auf die Angreifer feuern.

Die Spieldauer ist stark abhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad. Dies erklärt sich durch den (stark vereinfacht betrachtet) exponentiell anwachsenden Verwaltungsaufwand, da sowohl die Anzahl der Kolonien ansteigt als auch die Anzahl der Gebäude in jeder Kolonie. Diese Dauer lässt sich durch eine automatische Verwaltung der Planeten verkürzen. Ein geübter Spieler vermag jedoch die Entwicklung einer Kolonie bedeutend effizienter und schneller voranzutreiben als die automatische Verwaltung.

Bezug zur Perry Rhodan Heftserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler muss keinerlei Vorkenntnisse der Heftserie mitbringen und gewinnt durch solche auch keinen wesentlichen Informationsvorteil. Letztendlich wurden die spielbaren Rassen ihren gewünschten Eigenschaften nach so zusammengestellt, wie es gängigen Mustern entspricht. Die so erzeugten Rollen (aggressive Rasse, innovative Rasse, ausgeglichene Rasse, Händlerrasse) wurden dann mit passenden Begriffen aus der Heftserie gefüllt. Technische Details, die in der Heftserie beschrieben sind, wurden hier ohne Rücksicht auf deren eigentliche Bedeutung als wohlklingende Benennung für Gebäude oder Raumschiffkomponenten verwendet. Ähnliches gilt für Namen und Titel.

Technische Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Netzwerkspiele mit bis zu sechs Spielern kann das Programm von einem Originaldatenträger auf sechs Rechnern installiert werden. Die Lizenzbedingungen erlauben diese Art der Installation ausdrücklich. Lediglich der als Server konfigurierte Rechner benötigt den originalen Datenträger.

Das Spielprogramm beinhaltet in seiner ursprünglichen Version einen gravierenden Fehler, wodurch bei jeder Runde Speicherplatz reserviert, jedoch nicht wieder freigegeben wurde. Dadurch wurde der Rechner immer langsamer, bis es zum schließlich Absturz kam. Dies wurde durch einen Patch behoben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]