Personale Initiatische Therapie

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Die Personale Initiatische Therapie (lat. personare = hindurchtönen, lat. initiare = in etwas hineingehen, einweihen), begründet von Karlfried Graf Dürckheim, ist ein Teilbereich der Atemtherapie als Selbsterfahrung bzw. Selbsthilfe. Als Therapieform ist sie im Atemtherapie-Dachverband AFA – Arbeits- und Forschungsgemeinschaft für Atempflege e.V. vertreten.[1]

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Vorstellung des Psychotherapeuten und Zen-Buddhisten Karlfried Graf Dürckheim ist "initiatische Erfahrung" – Dürckheim spricht von Seinserfahrung – als der Anfang eines "initiatischen Weges" zu verstehen: ein Impuls, das in die Welt zu bringen, was jemand Überweltliches erlebt hat. Dadurch erst wird jemand zur „Person“.

Unterschieden werden folgende Stufen des Personalen:

Allgemeine Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Personalen Initiatischen Therapie (PIT) verschmilzt Dürckheim mehrere psychologische Richtungen, besonders die Psychologie von Carl Gustav Jung, aber auch Elemente von Alfred Adler, Wilhelm Reich und Fritz Perls' Gestalttherapie. Ergänzt wird diese psychologische Basis um die körperliche Innenschau. Es geht in der PIT zunächst um die Entwicklung eines „Organs der Aufmerksamkeit und Spürfähigkeit“ für die leibliche Tiefenerfahrung, die als Tonusgeschehen beschrieben wird.

Die PIT spricht den Menschen als Ganzes an, das Gesunden fängt in der Zelle an. Diese Gesundung soll sich im Alltag sowie im sozialen Miteinander bewähren. Motto: Das Leben lernen. In diesem Sinne werden Impulse gesetzt in der Tagesgestaltung, im Umgang mit Anderen, in der Begegnung mit sich selbst und in dem „Sich-Selbst-Spüren-Lernen“. Je mehr ein Mensch zur Person wird, umso ungehinderter fließt der Atem.

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Form der Übung kann aus dem initiatischen Ansatz heraus praktiziert werden. Grundlegende Elemente sind die von Dürckheim entwickelte Personale Leibtherapie sowie die Atem- und Stimmarbeit.

Personale Leib- und Atemtherapie funktioniert nach Dürckheim nur, wenn „der Körper, den ich habe“ (weltliche Komponente) und der „Leib, der ich bin“ (transzendente Komponente) als Einheit des körperlichen, seelischen und geistigen Ausdrucks gesehen werden. Atem- und Leibübungen lösen die für verschiedene pathologische Entwicklungen ursächlichen Blockaden im Körper. Das dadurch neu gewonnene Körperbewusstsein lässt den Menschen reifen, er wird eine Einheit als Mensch-Geist-Wesen.

Wiederkehrende Therapieformen in den einzelnen Bildungseinrichtungen sind außerdem:

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildung zum PIT-Therapeuten findet in spezialisierten Schulen statt. Sofern die Ausbildungsstätte von der AFA als Lehrinstitut anerkannt ist, dauert sie rund vier Jahre. Sie ist zudem praktischer Teil des berufsbegleitenden Studiengangs „Komplementärtherapie“ mit dem Abschluss Bachelor/Master of Science der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PIT nach Dürkheim findet potentiell Anwendung in allen medizinischen und sozialen Einrichtungen, vor allem in Reha-Zentren, Lungenheilanstalten sowie in psychosomatischen Kliniken. Sie erweist sich als hilfreich sowohl in Kindergärten und in der Jugend- und Behindertenarbeit als auch in Altenheimen und bei der Begleitung Schwerkranker und Sterbender.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AFA® Arbeits- und Forschungsgemeinschaft für Atempflege e.V. (gegründet 1958)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]