Traumdeutung

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Traumdeutung bzw. Oneirologie (von griech. ὄνειρος (oneiros), „der Traum“) bezeichnet jene Tätigkeiten und weltanschaulichen Konzepte, die hinter den im Traum erlebten Bildern, Handlungen und Gefühlen jeweils eine bestimmte, meist wichtige symbolische Botschaft vermuten und versuchen, sie methodisch zu deuten.

Die moderne Traumdeutung beruht auf den Forschungen Sigmund Freuds, dessen psychoanalytische Theorie das Traumgeschehen - neben den Erkenntnissen der evolutionsgeschichtlichen Menschwerdung im Reich der Primaten, als unersetzliche Quelle von Informationen über die naturgemäß triebhafte Beschaffenheit der gesunden menschlichen Seele auffasst. Von ihren angeborenen Bedürfnissen her erschloss er sich auch das Verständnis über die Ursachen der seelischen Erkrankungen und ihrer Behandlung in der psychoanalytischen Therapie. In zahlreichen Publikationen legte er dar, welches die Modelle und Methoden der Psychoanalyse sind, die geeignet seien, dem leidenden Menschen sowohl die gesunden als auch die problematischen Anteile seines Seelenlebens bewusst zu machen, damit er sich entscheiden und auf den Weg der Genesung begeben könne, angefangen mit dem Werk Die Traumdeutung. Dieses Buch gehört zu den meistgelesensten und einflussreichsten des 20. Jahrhunderts und es stellt dasjenige dar, mit dem Freud die Psychoanalyse eigentlich begründete.[1]

In der neurologischen Psychologie und Gehirnforschung - auch Gesundheitsorganisationen wie der WHO - herrscht eine höchst polarisierte Diskussion über die Bedeutung des Träumens, den Bereich des Unbewussten in der menschlichen Seele und den neurotischen Formen ihrer Erkrankung, auch über die Sinnhaftigkeit des Ansinnens, Träume und Inhalte des Unbewussten überhaupt verstehen zu wollen. Diese Kontroverse wird dadurch verschärft, dass Freud selbst Mediziner der neurologischen Fachrichtung war, bestrebt bleibend, die Befunde dieses Gebietes der Physiologie ('Körper') mit denen der Traumdeutung und dem ihr zugrunde liegenden Strukturmodell der Psyche ('Geist') abzustimmen.[2] [3]

Geschichte der Traumdeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Traumdeutung oder „Traumdeuterey“[4] lässt sich in Europa vor Allem durch die sogenannten Traumbücher nachvollziehen, in denen Traumsymbolen zukunftsweisende Bedeutungen zugemessen wurden. In der Antike wurde den Träumen eine göttliche oder dämonische Quelle zugeschrieben, die dem Menschen auf diesem Wege eine Botschaft übermittelte oder in Versuchung geführt haben soll, eine volkstümliche Auffassung, die auch die Grundlage der Oneiromantie bildet und von alttestamentlichen Traumdeutern wie Daniel praktiziert wurde. Seit dem Zeitalter der Aufklärung wird der Charakter des Traums als Überbringer von Botschaften philosophisch bezweifelt. Im 18. Jh. wurden sämtliche Formen von Wahrsagerei zunehmend des Aberglaubens und der Scharlatanerie verdächtigt. Der Traum stellte Philosophen und Wissenschaftler vor ein Rätsel. Einerseits sollte eine klare Abgrenzung von Traum und Wirklichkeit vollzogen werden, andererseits wurde versucht, verschiedene Arten von Träumen deutend zu systematisieren. Beispielsweise wurden neben angenommenen übernatürlichen Ursachen (göttliche oder teuflische Einwirkungen) natürliche Ursachen wie Erinnerungen, Gefühlslagen oder Krankheiten diskutiert.[5] Somit fand im 18. Jh. eine Säkularisierung und Psychologisierung bei der Interpretation von Träumen statt.[6]

Kontroverse über Sinn oder Unsinn der Träume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Neurowissenschaft ist man gegenüber dem Versuch der freudschen Psychoanalyse, das psychisch-geistige Innenphänomen der Träume in nahtloser Gemeinschaft mit den physisch-körperlichen Phänomenen der Außen umgebenden Natur zu untersuchen, um in diesem ebenso individuellen wie kollektiv unbewussten Dunklen Kontinent all das an Kenntnissen zu entdecken, derer es bedarf, das Menschengeschlecht von seinem sinnlosen neurotischen Leiden zu heilen, in zwei Fraktionen gespalten. Neurologen wie Crick und Mitchison etwa machen mit dem Versuch Freuds, in der Summe der geist-körperlichen Phänomene ein in sich konsistentes "Gemeinsames" zu orten, kurzen Prozess - sie deuten die Träume einfach als rein physiologischen Ausdruck von neuronalen Gehirnprozessen, in deren Verlauf unwichtige Informationen gelöscht würden; daher erübrige sich nicht nur überhaupt jeder psychologische Deutungsversuch der Träume im Ansatz, es wird durch die Blume auch mitgeteilt, wie es um den Geist eines Denkers wie Freud bestellt sei.

Zur scheinbaren Gegenposition tendieren Gerhard Roth und weitere, indem sie ein spezielles von ihnen untersuchtes Phänomen entsprechend interpretierten. Konkret ging es um den Vergleich der durch die Kernspintomografie sichtbar gemachten Hirnaktivität mit den bewussten Denkinhalten der darüber während dieser Versuche befragten Probanden: Die Aktivität ihrer mit einer zu lösenden Aufgabe konfrontierten Gehirne gelangt an ein Maximum, ohne dass den Versuchskandidaten die Lösung hierbei schon bewusst wäre; so scheinen z. B. auch die Entscheidungen längst vor dem Moment „gefällt“, ab dem die Probanden äußern könnten, dies willentlich/ bewusst 'selbst' getan zu haben. Roth erachtet dies Phänomen als Beleg für das von Freud postulierte "Unbewusste", das der darin beheimateten Triebe und Instinkte wegen von wesentlicher Bedeutung für seine Traumdeutung bzw. -analyse ist.

Sigmund Freud: Analyse der Träume und deutenden Synthese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komplementarität des "Lebens-" und "Todestriebs", Synthese & Analyse: die in sich unlustvoll aufgebaute Spannung des Bogens (bios) und sein die Spannung lustvoll entladendes Werk (thanatos). Hierbei wird das Phänomen rechts seinen Schwachpunkt treffend beseitigt; entnommen aus Freud-Einstieg

Als "Analyse" bezeichnet Freud seine unschätzbar wertvolle Methode, weil nicht zuletzt auch der Traum - in Vorbereitung auf die ihn verstehen wollende Deutung, in seine Teile (Symbole) zerlegt wird - eine Vorgehensweise, die bekanntlich die gängige darstellt in allen Wissenschaften beim Versuch, für beliebige ihrer Fragestellungen experimentell reproduzierbare Lösungen zu entdecken. Es geht also um Sachverhalte: symbolische Handlungen oder Phänomene, deren Zusammenhänge man ihrer Kompliziertheit wegen noch nicht durchschaut, so werden diese 'Komplexe' auseinandergenommen bzw. in zunehmend simplere Teile zerlegt, um es leichter zu haben, deren u.U. bereits elementaren Formen und Funktionen zu verstehen. Gelingt die Lösung des Rätsels, aus welchen funktional zusammenwirkenden Teilen z.B. ein Atom oder die Seele des Homo sapiens besteht, beinhaltet dieselbe, dass die zuvor untersuchten Einzelteile zu einem in sich ebenso widerspruchsfreien wie funktionalen Ganzen wiederzusammengefügt wurden, so wie es das Wort "Synthese" besagt. Analyse und Synthese bilden also das Gemeinsame (Wesen) am Grunde des problemlösenden Denkens, zwei komplementäre Seiten desselben, die trotz ihrer widereinander strebenden Verschiedenheit doch wechselseitig zusammen gehen, und zwar so, dass Freud in ihnen einen sich auf alles erstreckenden Antagonismus entdeckte: den die Synthese unlustvoll (noch) begehrenden Lebenstrieb (eros) mit dem des sie über die Analyse lustvoll erzielenden Todes (thanatos).

Freud war nicht der erste im Abendland, dem diese Entdeckung gelang; schon Heraklit dokumentiert in seiner Schrift die wie bei all seinen Aphorismen poetisch hochverdichtete Erkenntnis: "Des Bogens Name ist Leben (das 'synthetische' Zusammenklebenwollen, das Begehren), das von ihm verrichtete Werk der Tod (die 'analytische' Zerlegung)." Auch freilich:

"Wir sollen nicht leichthin urteilen über die größten Dinge."

Freuds erstes Seelenmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freud kam auf Grundlage der Erfahrungen, die er mit seinen Patienten machte, zunächst auf den Gedanken, dass es in Hinblick auf die Herkunft und Art der verschiedenen Symbole eines Traumes drei eigene Bereiche in der menschlichen Seele gebe, die sich voneinander auf quasi räumliche Weise abgrenzen ließen:

  1. Das Bewusste: Seine verschiedenen, sich auch symbolisch mitteilenden Inhalte (Vorstellungen, Gedanken und Wahrnehmungen) können willentlich in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und wieder beiseite gelegt werden.
  2. Das Vorbewusste: Dies sind Inhalte des "Gedächtnis", auf die das Bewusstsein zwar nicht sofort zugreifen kann, die ihm jedoch relativ leicht "einfallen". Sie tauchen z. B. auch durch gezieltes Suchen nach Zusammenhängen auf, so wie in Bezug auf einem Menschen, dessen Gesicht man zwar kennt (ob konkret 'Draußen' vor Augen oder 'nur' innerlich im Traum ist egal), von dem man sich zunächst nicht mehr erinnern kann, wie er hieß oder heißt.
  3. Das Unbewusste: Trotz erheblicher Anstrengungen gelingt dem Bewusstsein nicht, die Inhalte diesen Bereiches in seinen eigenen zu befördern. Wahrscheinlich handelt es sich um Bedürfnisse, die vom gut erzogenen Vorbewussten her mit Straf- und Liebesverlustangst bedroht werden und daher einer gewaltsamen "Verdrängung" unterliegen, so bedarf es zu ihrerer Bewusstmachung des Handwerkszeugs der Psychoanalyse, ihrer Modelle und Methoden. Unter letzteren zu nennen besonders: das methodische "Freien Assoziieren" über die Symbole der sonst rätselhaft oder von narzisstisch gehassliebten Illusionen umhüllt bleibenden Wunsch- oder Albträume.

Ad-acta-Legung der Hypnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorpsychoanalytische Methoden, wie die von Freud zeitweilig praktizierte Hypnose, stellten sich als ungeeignet-illusionäre Werkzeuge heraus, die Inhalte des Unbewussten "Dark Continents" hinauf ins Tageslicht des bewussten Denkens zu befördern: Das suggestiv beeinflusste Ich des Klienten gehorcht wohl den Anweisungen des es gut mit ihm meinenden Therapeuten (u. U. in einem auf Anhieb als negativ erkennbar werdenden Sinne), es erfasst in diesem wachkomaähnlichen Zustand jedoch nicht, worum es eigentlich geht.[7] Psychosomatisch Lahme und Blinde werden auf Geheiß ihres charismatischen Hypnotieurs (oder infolge Autosuggestion) wieder springend und sehend - "hinterher aber wird's schlimmer als zuvor" (Jesus v. Nazareth). Somit verfehlte auch die von Freud einst selbst vorgenommene Hypnose das Ansinnen der anschließend entwickelten Psychoanalyse, ihrem Klienten über die Vermittlung dezidierter Selbsterkenntnis bezüglich seiner inneren Situation auf Erden einen therapeutisch wirksam sein könnenden Beitrag zur Erlösung vom Leiden zu leisten.

Das 3-Instanzen-Modell der Seele ("Strukturmodell")[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freud ergänzte bald die drei anfänglich erörterten Bereiche seiner ersten Topologie mit denen des 3-Instanzen- oder auch "Strukturmodells" der Seele.[8] Beschrieben wird eine Struktur, die verschiedene miteinander kooperierende Funktionen beherbergt: das Ich, das Über-Ich und das Es - und die für Freud identisch ist mit dem Gesamtorganismus des Lebewesens. Diese Seelenkonzeption unterscheidet sich von denen der Religionen dadurch, dass 'geistiges' Ich und 'körperliches' Über-Ich (Psyche und Physis) zwar als verschiedene Aspekte der Seele aufgefasst werden, nicht jedoch in der Weise, dass eine dieser Instanzen konkret abgetrennt von den anderen zu existieren vermöchte. Aus psychoanalytisch-naturwissenschaftlicher Sicht "sterben Geist und Seele zugleich mit ihrem Körper", während die Seelen nach Auffassung der Religionen den Tod ihrer Leiber als 'reine Geister' überleben - der theologischen Logik nach auch versehen mit einem Gedächtnis, um im 'Jenseits' von einer wissenschaftlich nicht weniger unfassbaren Macht zur Rechenschaft gezogen und belohnt oder bestraft werden - gleich so wie einst das ohmächtige Kind von seinen als allmächtig empfundenen Eltern. Lohn und Strafe erfolgen hierbei je nach Sünd- oder Frömmigkeit der toten Seelen, verurteilt gemäß des Gut-Böse-Kriteriums der es dogmatisch festgelegt habenden, moral-totemischen Verhaltensvorschriften.

Freud war kein Atheist, er glaube an die Gottheit des Logos, der das Gemeinsame aus Innerlich-Äußerem (Denkwahrnehmenfühlentun) ist. Körper und Geist und die spezifischen Leistungen der Seele (des Es, als Gesamtorganismus gedacht) generieren sich daher aus einer universalen Energie, die er des Es noch präexistierend annahm, zur "Libido" ernannte und ihren Eigenschaften nach wie folgt unterschieden als auch wieder zusammengeführt hat: A - das Begehren nach der beim Ich lustvoll spürbar werdenden Bedürfnisbefriedigung (Abbau von Spannungen, die als Unlust wahrgenommen werden); B - die Ökonomie (Streben nach Minimalisierung der energetischen Investitionen, bei gleichem Profit)[9]; und C- Das Wandlungsvermögen, die Plastizität, Anheft- und Ablösbarkeit der Libido an beliebige ihrer Vorstellungen, Geschöpfe. Es ist immer dieselbe ihrem Lustprinzip folgende Energie, die sich in und als verschiedene angeborene Bedürfnisse manifestiert (sie und deren Organe aus sich erschafft) und schließlich auch das Realitätsprinzip des Ichs miteinbegreift.

Das Strukturmodell der Seele (auch 3-Instanzen-Modell genannt), ergänzt um die 6 Bedürfnisse des Es. Siehe Freud-Einstieg

Unabtrennbar an diese noumenal-undimensionale Energie gebunden sind die 3 Instanzen und sonstigen Organe der Seele mit ihren spezifischen Funktionen. Sie ergänzen einander – solange der Organismus gesund bleibt – ohne dass es zu pathogenen inneren Konflikten käme:

  • Das Es ist die Quelle der Triebe und Instinkte (ererbte Handlungsmuster).
  • Das Ich-Bewusstsein stellt die Befähigung dar, die Instinkte den Faktoren der umgebenden Realität angemessen zu lenken, um die Befriedigung der Bedürfnisse zu erlangen (hierbei ergänzt das Realitäts- das Lustprinzip).
  • Das Über-Ich schließlich verkörpert jenes Organ, das die diesbezüglich entweder positiv oder negativ ausfallenden Erfahrungen in sich aufnimmt.

Die Verbindung zwischen Seele und Neurologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Arzt, der vom Fach der Neurologie und denen der allgemein biologischen Forschung kam, unternahm Freud den naturwissenschaftlich selbstverständlichen Versuch, die Instanzen seines Seelenmodells mit entsprechend befähigten Zell- und Gehirnzentren zu assoziieren, ein Vorhaben, für dessen Fortsetzung seit jüngerem detailgenauere Befunde vorliegen, als es zur Zeit Freuds gab. Auf Grundlage dieser Ergebnisse der aktuellen Neurologie schlägt Carlos Gutiérrez Sáenz in den illustrierten Seiten 15-18 seines "Freud-Einstieg" vor

  1. das Es - das weitgehend aber nicht ganz deckungsgleich mit dem Unbewussten ist - 'unten' im Hirnstamm unterzubringen (dort laufen die Information aller angeborenen Bedürfnisse der Seele gebündelt zusammen, z. B. über die energetischen Situation des Organismus, so dass sie ggf. das Verlangen nach Nahrung meldet ),
  2. das Ich-Bewusstsein ganz 'oben' im Neocortex (der Aufgabe dieser 'Grauen Rinde' wegen, die 'vom Hirnstamm' herauf drängenden Bedürfnisse mit der umgebenden Realität abzustimmen, wofür die dortigen Faktoren nach taug- und untauglich differenziert und motorisch angemessen behandelt werden )
  3. und das Über-Ich - ungefähr identisch mit dem Vorbewussten - im Limbischen System.

In diesem ca. die Gehirnmitte kennzeichnenden Organ werden die "Erfahrungen", die das neocortikale Ich-Bewusstsein durch Ausübung seiner Funktionen veranlasst, in Form neuronaler Netzwerke fest verankert (Prägungsphänomen), um sie nicht zu 'vergessen' und den 'Geist' des Ich-Bewusstseins künftig bei seiner Aufgabe zu beraten. Die im Über-Ich gesammelten und dort vorbewusst gewordenen Erfahrungen melden sich teils unaufgefordert beim Neocortex zurück (z. B. in Form der Träume), teils vermag das dort tätige Ich aber auch, sich willentlich an sein 'limbisches' Über-Ich zu wenden, um darin nach einer einst gemachten, gegenwärtig möglicherweise erneut nützlichen Erfahrung zu suchen.

Freuds Traumdeutung im allgemeinen Therapiekontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freud begründete die moderne Traumdeutung vor dem Hintergrund seiner ausgeprägten Kenntnisse über die seiner Zeit noch junge Evolutionstheorie Darwins und eröffnete in seinem Werk Die Traumdeutung eine Theorie, deren methodische Anwendung ermögliche, sich der Herkunft des menschlichen Trieblebens aus dem Reich seiner primatischen Vorfahren bewusst zu werden - ebenfalls deren Bedeutung für das Glück und die seelische Gesundheit. Seiner Theorie gemäß handelt es sich bei den Träumen weder nur um Produkte einer bloßen Verarbeitung vorheriger Tageserlebnisse, noch wohne ihnen irgendein prophetischer Gehalt inne. Vielmehr sei der Traum als eine in gewisser Weise halluzinierte 'Erfüllung' insbesondere jener Triebwünsche zu verstehen, die dem Betroffenen zuvor aus oft neurotischen Gründen versagt geblieben waren - genauer gesagt: infolge jener Straf- und Liebesentzugsängste, die dem Zusammenhang der Erziehung entstammten. Diese Maßnahmen führten zur Errichtung eines Abwehrmechanismus, anhand dessen das kindliche Ich begann, die erzieherisch bedrohten Bedürfnisse seines Es abzulehnen, zu fürchten und schließlich ins Unbewusste zu verdrängen. Der Traum birgt demnach eine moralisch höchst heikle „Botschaft“, eine, die regelmäßig zurück in die problematische Beziehung des Kindes zu seinen es traumatisierenden Bezugspersonen führe - nach dort, wo die Ursachen der leidensvollen Gegenwart lägen, die die Betroffenen veranlassen, sich unter all dem begreiflichen Mißtrauen des von anderen an seiner Seele beschädigten Menschen um Rat an die psychoanalytische Traumdeutung zu wenden. In der Tiefenpsychologie steht daher vor allem weiteren die "zwischenmenschliche" Beziehung zwischen Klient und Arzt im Mittelpunkt der Methode und wird hierbei der Beachtung des Phänomens der "Übertragung" innerseelischer Vorgänge auf die gegenüberbefindliche Person eine herausragende Bedeutung beigemessen. Erst unter Berücksichtigung dieses Phänomens der "Projektionen" beginnt die methodische „Entschlüsselung“ der Träume im Dienste des Es-eigenen Selbsterkenntnis-Bedürfnis, dessen Erfüllung darüber hinaus eine existentielle Bedeutung für die Diagnostik hat und wiederum die Voraussetzung einer fundierten Therapie ist. Ohne Selbsterkenntnis bezüglich der Beschaffenheit des Trieblebens und die Ursachen seiner Verdrängung, keine bewusst anstrebbaren, sich heilsam auswirkenden Änderungen des Verhaltens, im Sinne des Es.

Den für die Verdrängung (Psychoanalyse) der Es-Bedürfnisse in den Bereich des Unbewussten jenseits der Sphäre bewusster Wahrnehmbarkeit maßgebliche Abwehrmechanismus nannte Freud in Anlehnung an eine Maßnahme der Machtpolitik auch „die Zensur“, der Vorgang, der der Gestaltung der Träume zugrunde liegt, wird als „Primärprozess“ bezeichnet. Er vollzieht sich im Unbewussten, aus den sich dort regenden Bedürfnissen des Es, von denen das der Erziehung 'gut' unterworfene, artig domestizierte Ich deswegen im Wachzustand entweder nichts mehr oder nur verstümmelte Reste mitbekommt, begleitet von neurotischen Zwängen und Phobien weiterer beliebiger Art. Der Schlaf setze jedoch die darin wirkenden Straf- und Liebesentzugsängste - somit auch die Zensur herab und ermögliche so den verdrängten Inhalten, sich im Vorbewussten zu den emotionalisierten Symbolen der Träume zu verkleiden und in dieser etwas deutlicheren Form das Bewusstsein zu erreichen.

In Vorbereitung eines Deutungsversuchs: das "Freie Assoziieren"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Beispiel der Methode des "Freien Assoziierens" an dieser Stelle einbauen, am besten in Form der 4 oder 5 Symbole eines kurzen, prägnanten Traums.)

Das, was dem Ich-Bewusstsein in dieser Form beim Erwachen in Erinnerung bleibt, wird als der manifeste Trauminhalt bezeichnet (s. u.). Die Inhalte des Unbewussten – bei denen es sich immer um Bedürfnisse wie Hunger, Lust usw. handele (s. u.) – werden mit den Erlebnissen der vorherigen Tage (sogenannten Tagesresten), Eindrücken aus dem Langzeitgedächtnis und selbst Anteilen bewusster Erwägungen vermischt, alles „verdichtet“ zu primitiv oder auch höchst komplex anmutenden „filmischen“ Sequenzen und ohne Rücksicht gegen den im Wachzustand gewohnten Zeitverlauf „verschoben“.[10] Ebenfalls erscheinen gelegentlich die anderen Naturgesetze wie die Schwerkraft als aufgehoben, was insgesamt dazu führe, dass sich der Sinn eines Traumes erst über den Umweg der Analyse erschließen lasse. Hauptverantwortlich dafür, dass die „Botschaft“ eines Traumes nicht unmittelbar nachvollzogen werden könne, sei aber die Zensur, die während des Schlafes zwar herabgesetzt, jedoch nicht gänzlich aufgehoben werde.

Die „tiefsten“ Inhalte der Träume entstammen Freuds Theorie zufolge dem so genannten Es, das weitreichend mit dem Unbewussten identisch ist– also triebhaften Bedürfnissen, die befriedigt werden sollen: teils, weil sie nach Auffassung der Psychoanalyse für die Erhaltung des Organismus unabdingbar sind (z. B. der Drang nach Ernährung), teils, weil erforderlich für seine Vermehrung (sexuelle Bedürfnisse).

Diese biologisch verankerten Wünsche, denen die geistigen der Neugierde und solche sozialer Natur hinzukommen: die Mutter-Kind- und die Gruppenbindungsbedürfnisse, bilden nach Freud das Hauptreservoir der psychischen Energie, der so genannten Libido. Aus ihrer Quelle gestalte sich der gesamte biologische Organismus und die von Freud nach drei Instanzen unterschiedene Strukturdynamik der Seele: das Es, das Ich und das Über-Ich. Alle drei Instanzen werden als verbunden mit spezifischen, auch organisch repräsentierten Funktionen dargelegt, die im Zustand der seelischen Gesundheit konfliktfrei kooperieren. Erst die Erziehung zu Moral und Reinlichkeit, deren Vorschriften und Verhaltensnormen während der Kindheit vom Über-Ich verinnerlicht werden, seien dafür verantwortlich, dass diese Kooperation gestört wird und etliche Anteile der dem Es eigenen Triebwünsche das Ich-Bewusstsein nicht mehr erreichen. Dennoch blieben sie im Unbewussten erhalten, und so stelle jeder Traum einen Versuch des Es dar, diese Triebwünsche dem Ich, entgegen den Forderungen der moralisch geprägten Über-Ich-Inhalte, bewusst zu machen. Aus diesen einander widerstrebenden Forderungen ergebe sich der sogenannte latente Inhalt des Traumes, seine in Symbolen verkleidete, einer Deutung bedürfenden Botschaft. Die latenten Trauminhalte werden von Freud auch Traumgedanken genannt.

Im Gegensatz hierzu verweist der Begriff des manifesten Traumes auf das, was dem Träumer in Gestalt der ihm meist unverständlichen Symbole beim Erwachen im Gedächtnis haften blieb; er entspricht also nicht der „unter“ der bewusst erinnerten Oberfläche „latent“ vorliegenden, erst durch die analytische Arbeit aufzudeckenden Botschaft. Zu ihr gelange der Psychoanalytiker vor allem anhand die freien Assoziationen, die sein Klient über jedes Symbol seines Traumes anfertigen soll.[11] Für die freie Assoziation wird der Träumer aufgefordert, sowohl spontane, unkritische als auch gezielt beschreibende Einfälle über die Symbole seines Traumes zu gewinnen. Mit Hilfe dieser zusätzlichen Informationen könne die unter der erinnerten Traumoberfläche verborgen gebliebene (latente) Botschaft ausfindig gemacht werden. Unter Berücksichtigung der hier z. T. genannten Mechanismen der Traumarbeit: u.a. die Verschiebung, Verdichtung und Symbolbildung überhaupt, kann der Traum entschlüsselt werden.[10]

C. G. Jung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl Gustav Jung verstand den Traum als unmittelbar deutlich werdende Darstellung der inneren Wirklichkeit des Träumenden, d. h. es bedürfe von diesem keiner freien Assoziationen, um den Traum verstehen zu können. Jung stellte fest, dass man durch freie Assoziation von jedem beliebigen Objekt gleichermaßen zu den eigenen Komplexen gelange. Eine Untersuchung nach den Methoden Freuds führe jeweils zu den persönlichen Komplexen und damit weg vom spezifischen Traumsinn. Das besondere an Träumen seien jedoch die im Traum spezifisch verwendeten Symbole. Um den spezifischen Traumsinn zu verstehen, schlägt Jung statt der freien Assoziationen, die vom Traummaterial wegführen, eine "Umkreisung, deren Zentrum das Traumbild bleibt",[12] als Methode zur Traumdeutung vor. Indem man jedes einzelne Symbol eines Traumes mit direkt dazugehörigen persönlichen Assoziationen anreichert, sowie mit den unpersönlichen Amplifikationen, könne der Traumsinn deutlich werden.

Jung prägte auch den Begriff des kollektiven Unbewussten, ein Bereich, aus dem Kultur-unabhängig gleiche Motivbilder entstehen[13] – z. B. Animus und Anima als "Personifikationen des Unbewussten", als Bild der Seele, das sich in Träumen meist in weiblicher Gestalt im Manne und als männliche Gestalt in der Frau zeigt.[14]

Jung teilte Freuds Auffassung, dass Träume ein "Königsweg zum Unbewussten" seien. Jedoch unterscheiden sich die Ansätze C. G. Jungs und Freuds wie oben angedeutet folgendermaßen:

  • Dadurch, dass Jung die unpersönliche, kollektive Bedeutung des jeweiligen Symbols zu den persönlichen Assoziationen hinzunimmt. Jung betonte, dass es keine „gebrauchsfertige systematische Anleitungen zur Traumdeutung“ gibt, „als ob man einfach ein Nachschlagewerk kaufen und ein bestimmtes Symbol und seine Bedeutung heraussuchen könnte. Kein Traumsymbol kann von dem Menschen, der davon geträumt hat, abgetrennt werden; denn es gibt keine allgemeingültige Deutung für einen Traum.“ Motive und Symbole müssen jeweils „im Kontext des Traumes, nicht als sich selbst erklärende Chiffren gesehen werden“.[15] Die Traumdeutung „hängt ( ...) von der persönlichen Situation des Einzelnen ab“. Jung betont: „Zwei verschiedene Personen können fast genau den gleichen Traum haben. Wenn aber zum Beispiel der eine jung und der andere alt ist, so sind auch ihre Probleme verschieden, und es wäre absurd, beide Träume auf dieselbe Weise zu interpretieren.“ Er schildert als Beispiel den Traum eines Mannes, der an der Spitze einer Gruppe junger Männer über ein weites Feld reitet. Der junge Mann überspringt im Traum einen Wassergraben, während die anderen hineinstürzen. Dieser Traum wurde von einem "jungen, vorsichtigen, introvertierten Mann" geträumt. Jung hörte einen entsprechenden Traum auch von "einem alten Mann mit mutigem Wesen, der ein aktives und unternehmendes Leben geführt hatte", und zum Zeitpunkt des Traumes krank war und Arzt und Krankenschwester viel Mühe bereitete, weil er ihren Anweisungen nicht folgte. Für Jung war klar, "dass der Traum dem jungen Mann ermutigend sagte, was er tun sollte, dem alten Mann aber klarmachte, was er immer noch tat und was ihm Schwierigkeiten bereite".[16]
  • Für Freud waren die freien Assoziationen seiner Patienten maßgeblich für die Auslegung derer Träume. Unerlässlich für seine Arbeit waren ihm dabei zum einen sein Strukturmodell der Psyche, zum anderen die Forderung, dass zwischen den Bedürfnissen der gesunden Psyche und biologischen Befunden kein Widerspruch bestehen dürfe. Freud kritisierte bei C. G. Jung, dass dessen Methode die Naturwissenschaften zu sehr außer Acht lasse. Jung hingegen verstand sich als Empiriker - und somit Naturwissenschaftler - und betont an vielen Stellen seines Werkes die Hypothesenhaftigkeit seiner Begriffe und Konzepte. In seiner Auseinandersetzung mit Freud erörterte er jedoch auch die Bedeutung der persönlichen, individuellen Voraussetzungen des Forschers für die von einem Einzelnen entwickelte Psychologie.[17] Er reflektierte auch über die Grenzen der naturwissenschaftlichen, statistischen Arbeitsweise für subjektive Fragen des Individuums.[18]
  • Nach Jung spricht der Traum eine eigene Bildersprache, die es zu verstehen gilt, die jedoch direkt ausdrückt, was der Traum "zu sagen" hat.[19] Nach Freud wirkt im Traum ein Zensor, der die Traumaussage verzerrt.
  • Während nach Freud der Traum eine versteckte Wunscherfüllung bringt, ist der Traum nach Jung ein natürliches Phänomen, das die bewusste Haltung des Ichbewusstseins kompensiert und ausgleicht.[20]

Traumdeutung in weiteren Richtungen der Psychotherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestalttherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gestalttherapie werden Träume als existenzielle Botschaften des Träumenden betrachtet. Die bekannte psychoanalytische Traumdeutung (rein verbale Arbeit mit den Symbolen und Erforschen des latenten Trauminhalts) wird ersetzt durch die szenische Darstellung des Traumes sowie durch Dialoge mit ausgewählten Traumteilen. Der Träumer kann die vorkommenden Personen und Gegenstände als enteignete Teile von sich und seiner Umwelt erforschen, erkennen und integrieren.

Daseinsanalyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entsprechend der Daseinsanalyse ist Träumen eine Art In-der-Welt-sein (siehe Heidegger) wie der Wachzustand. Der Unterschied zeichnet sich dadurch aus, dass dem Träumer nur das erscheint, was seiner stimmungsgemäßen Befindlichkeit in hohem Maße entspricht. Träume geben Aufschluss über Offenheit und Verschlossenheit gegenüber den eigenen Seinsmöglichkeiten. Es gibt keine Sinnsuche hinter der erinnerten Traumoberfläche, es werden nur die erkennbaren Bedeutungsgehalte erfragt. Bei der Interpretation des Manifesten (Erinnerten) werden Analogien zwischen Traumgeschehen und Verhaltensweisen, Emotionen und Konflikten in der Wachwelt gesucht. Im Gegensatz zu Freud, der das Unbewusste in Triebwünschen verwurzelt sieht, lehnt Binswanger diese Sicht und Herangehensweise ab und setzt dem eine Ganzheit der Person entgegen, die er mit der Terminologie Heideggers und der Methode Husserls fundiert.

Klientenzentrierte Psychotherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die klientenzentrierte Psychotherapie orientiert sich am manifesten Trauminhalt. Bei der Interpretation werden Traumstimmung, -wahrnehmung und -handlung aufgegriffen und als Möglichkeit zur Selbstaktualisierung eingesetzt. Als Selbstaktualisierung wird die innere Kraft zum Wachstum und zur Selbstverwirklichung verstanden.

Focusing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begründer des Focusing, Eugene T. Gendlin, sieht in der Traumarbeit einen Zugang zu bewusstseinsfernen Persönlichkeitsanteilen. Gedeutet werden körperliche Reaktionen, wenn der Träumer im Wachzustand ein weiteres Mal in die Traumbilder eintaucht. Die Befragung über die körperliche Resonanz, dem sogenannten Felt Sense, ermöglicht dabei neue Bedeutungsaspekte. Der Träumer kann auch die Rolle von Teilen seines Traums einnehmen, ähnlich wie bei der Traumarbeit in der Gestalttherapie.

Andere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calvin Hall begründete 1953 eine Theorie, wonach Träume als ein kognitiver Prozess betrachtet werden sollen. Hall argumentierte, dass ein Traum ein Gedanke, oder eine Serie von Gedanken darstelle, die einem im Traum widerfahren.[21] Die Traumbilder sind in diesem Sinne visuelle Repräsentationen der persönlichen Vorstellung dieser Gedanken. Nach Calvin Halls Theorie wäre beispielsweise ein Traum, in dem der Träumer von einem Freund angegriffen wird, als Angst vor Freundschaft zu interpretieren.

Ann Faraday war in den 1970er Jahren mitverantwortlich für die steigende Popularität der Traumdeutung. Sie veröffentlichte Bücher zur Trauminterpretation und organisierte Gruppen, in denen Träume erzählt und analysiert wurden. Faraday konzentrierte sich dabei auf die Umlegung der Träume auf bestimmte Lebensereignisse. Im Besonderen stellte Faraday fest, dass die Mehrzahl der Träume auf Ereignisse zurückzuführen sei, die dem Träumer in den letzten ein oder zwei Tagen widerfahren seien.[22]

In den 1980er und 1990er Jahren untersuchten Wallace Clift und Jean Dalby Clift den Zusammenhang zwischen Bildern, die im Traum produziert werden, und dem Wachleben des Träumers. In ihren Publikationen beschrieben sie Muster beim Träumen und Methoden, diese Muster zu analysieren.[23][24]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sigmund Freud: Die Traumdeutung. Fischer-Taschenbuch, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-10436-X.
  • Sigmund Freud: Schriften über Träume und Traumdeutungen. Fischer-Taschenbuch, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-10437-8.
  • C. G. Jung: Traum und Traumdeutung. dtv, München 1997, ISBN 3-423-35123-3.
  • Klaus-Uwe Adam: Therapeutisches Arbeiten mit Träumen. Theorie und Praxis der Traumarbeit. 2. Auflage. Springer, 2005, ISBN 3-540-28827-9.
  • Holger Bertrand Flöttmann: Träume zeigen neue Wege – Systematik der Traumsymbole. 3. erw. Auflage. BOD Verlag, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-2088-5.
  • Michael H. Wiegand (Hrsg.): Schlaf & Traum. Neurobiologie, Psychologie, Therapie. Schattauer Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-7945-2386-5.
  • Claire Gantet: Der Traum in der frühen Neuzeit. Ansätze zu einer kulturellen Wissenschaftsgeschichte. de Gruyter, Berlin/New York 2010, ISBN 978-3-11-023112-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Renate Schlesier: Hermeneutik auf dem Königsweg zum Unbewussten: Freuds Traumdeutung (1900). In: Walter Erhart/Herbert Jaumann [Hrsg.]: Jahrhundertbücher: Große Theorien von Freud bis Luhmann. Beck, München 2000, S. 14
  2. Peter Gay: Freud – Eine Biographie für unsere Zeit. Fischer, 2006, ISBN 3-596-17170-9, S. 55.
  3. Ernest Jones: Sigmund Freud Leben und Werk. Band 1, dtv 1984, ISBN 3-423-04426-8, S. 110–111.
  4. Zedler, Universal-Lexicon, Artikel Traum-Deuterey
  5. Krünitz: Oekonomische Encyklopädie, Artikel Traum.
  6. Claire Gantet: Der Traum in der frühen Neuzeit. Ansätze zu einer kulturellen Wissenschaftsgeschichte. de Gruyter, Berlin, New York 2010, ISBN 978-3-11-023112-0, S.432 ff. und S. 468 ff.
  7. Sigmund Freud, Massenpsychologie und Ich-Analyse: "Ich weiß mich (...) an eine dumpfe Gegnerschaft gegen diese Tyrannei der Suggestion zu erinnern. Wenn ein Kranker, der sich nicht gefügig zeigte, angeschrieen wurde: »Was tun Sie denn? Vous vous contre-suggestionnez!« so sagte ich mir, das sei offenbares Unrecht und Gewalttat. Der Mann habe zu Gegensuggestionen gewiß ein Recht, wenn man ihn mit Suggestionen zu unterwerfen versuche."
  8. Siehe Freuds Metapsychologie "Das Ich und das Es" (1923)
  9. Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzips, 1. Kapitel: „In der psychoanalytischen Theorie nehmen wir unbedenklich an, daß der Ablauf der seelischen Vorgänge automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird, das heißt, wir glauben, daß er jedesmal durch eine unlustvolle Spannung angeregt wird und dann eine solche Richtung einschlägt, daß sein Endergebnis mit einer Herabsetzung dieser Spannung, also mit einer Vermeidung von Unlust oder Erzeugung von Lust zusammenfällt. Wenn wir die von uns studierten seelischen Prozesse mit Rücksicht auf diesen Ablauf betrachten, führen wir den ökonomischen Gesichtspunkt in unsere Arbeit ein. Wir meinen, eine Darstellung, die neben dem topischen und dem dynamischen Moment noch dies ökonomische zu würdigen versuche, sei die vollständigste, die wir uns derzeit vorstellen können, und verdiene es, durch den Namen einer metapsychologischen hervorgehoben zu werden.“
  10. a b Freud, Sigmund: Die Traumdeutung. [1900] Gesammelte Werke, Band II/III, S. Fischer, Frankfurt / M, folgende Seitenangaben aus: Taschenbuchausgabe der Fischer-Bücherei, Aug. 1966; VI. Die Traumarbeit, S. 234 ff.; VII. Zur Psychologie der Traumvorgänge, A. Das Vergessen der Träume, S. 432 f.
  11. Freud: Über den Traum, Die Traumdeutung, inauguriert 1899, verlegt 1900, Möller-Hartmann, mündl. Mitteilung, 27. September 2007, Fortbildungsreihe über 100 Jahre Traumdeutung 2007.
  12. C. G. Jung u. a.: Der Mensch und seine Symbole: Patmos Verlag Düsseldorf, Zürich 1968. Erstausgabe Men and his Symbols, London 1964. Folgende Seitenangabe entstammt der 16. Auflage 2003 der Sonderausgabe von 1999, S. 29. (im Kapitel Über den Einfluss der Träume).
  13. Der Archetyp ist eine Tendenz, Vorstellungen zu erzeugen, die sehr variabel sind, ohne ihr Grundmuster zu verlieren. Siehe C. G. Jung: Traum und Traumdeutung. C. G. Jung Taschenbuchausgabe in elf Bänden, Band 4, herausgegeben von Lorenz Jung. Zitiert aus der 12. Auflage 2005, ISBN 3-423-35173-X, S. 54 (Kapitel: Der Archetypus in der Traumsymbolik).
  14. Marie-Louise von Franz: Der Individuationsprozess. In: C. G Jung u. a.: Der Mensch und seine Symbole Patmos Verlag, Düsseldorf/ Zürich 1968. (Erstausgabe Men and his Symbols. London 1964). Folgende Seitenangabe entstammt der 16. Auflage 2003 der Sonderausgabe von 1999, ISBN 3-530-56501-6, S. 177. (Im Kapitel: Die Anima als Frau im Manne). und C. G. Jung: Seele, Seelenbild. In: Definitionen. In: Gesammelte Werke. Band 6, Walther-Verlag, Solothurn, Düsseldorf 1995, ISBN 3-530-40081-5, par. 805–813.
  15. C. G. Jung u. a.: Der Mensch und seine Symbole, Patmos Verlag Düsseldorf, Zürich 1968. Erstausgabe Men and his Symbols, London 1964. Folgende Seitenangabe entstammt der 16. Auflage 2003 der Sonderausgabe von 1999, S. 53 (im Kapitel: Die Funktion der Träume).
  16. C. G. Jung u. a.: Der Mensch und seine Symbole. Patmos Verlag Düsseldorf, Zürich 1968. Erstausgabe Men and his Symbols, London 1964. Folgende Seitenangabe entstammt der 16. Auflage 2003 der Sonderausgabe von 1999, S. 66 (im Kapitel: Das Typenproblem).
  17. C. G. Jung: Der Gegensatz Freund und Jung. In: Freud und die Psychoanalyse. In: Gesammelte Werke. Band 3. Walter-Verlag, Solothurn, Düsseldorf, 1995, ISBN 3-530-40079-3, par. 775 u. 784.
  18. Z. B. im Brief von C. G. Jung an Henry A. Murray vom August 1956, in: Briefe Band 3, Walter-Verlag, Olten, Freiburg, 1973 (3. Auflage von 1990, ISBN 3-530-40760-7), S. 50.
  19. C. G. Jung: Traum und Traumdeutung. C. G. Jung Taschenbuchausgabe in elf Bänden, Band 4, herausgegeben von Lorenz Jung. 12. Auflage. 2005, ISBN 3-423-35173-X, S. 50 ff. (Kapitel: Der Archetypus in der Traumsymbolik) und S. 25 ff. (Die Sprache der Träume).
  20. C. G. Jung: Traum und Traumdeutung. C. G. Jung Taschenbuchausgabe in elf Bänden, Band 4, herausgegeben von Lorenz Jung. 12. Auflage. 2005, ISBN 3-423-35173-X, S. 50 (Kapitel: Der Archetypus in der Traumsymbolik).
  21. A Cognitive Theory of Dreams
  22. Ann Faraday: The Dream Game. (1990), HarperPrism. S. 3
  23. [Jean Dalby Clift: Core Images of the Self: A Symbolic Approach to Healing and Wholeness. (1992) The Crossroad Publishing Company. ISBN 0-8245-1218-9.]
  24. Jean Dalby Clift, Wallace Clift: The Hero Journey in Dreams. (1988) The Crossroad Publishing Company. ISBN 0-8245-0889-0