Peter-Becker-Preis

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Der Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung ist ein erstmals 2005 von der Philipps-Universität Marburg verliehene Auszeichnung für besondere Leistungen in der Friedensforschung. Mit 10.000 Euro Hauptpreisgeld ist er einer der bestdotierten deutschen sozialwissenschaftlichen Auszeichnungen. Zusätzlich wird ein Nachwuchspreis vergeben, der mit 3000 Euro dotiert ist. Der Turnus ist zweijährlich. Die Verleihungszeremonie der Philipps-Universität Marburg findet regelmäßig im Januar des Folgejahrs statt.

Zielsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stifter des Preises ist der Marburger Rechtsanwalt und Autor Peter Becker (* 1941).[1][2] Er will damit Wissenschaftler geehrt sehen, die ihre Theorien in die Tat umsetzen. Aktiv solle an zivilen Friedensprozessen gearbeitet werden, so Becker. „Frieden braucht Fachleute“ betonte Uni-Präsident Volker Nienhaus in seiner Rede zum Festakt am 10. Juni 2005: „Der Peter-Becker-Preis ist ein Zeichen für das zivil-rechtliche Engagement der Universität“.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016
    • Berghof Foundation Berlin
    • Clemens Ronnefeldt, Theologe
    • Özden Melis Uluğ, Sozialpsychologin (Nachwuchspreis)
  • 2014
  • 2012
  • 2010
    • Hauptpreis an Gavriel Salomon von der Universität Haifa, Israel, für sein Lebenswerk als Friedenswissenschaftler und Friedenspädagoge in Theorie und Praxis.
    • Förderpreis für das „Minds of Peace Experiment“ von Sapir Handelman, Harvard, das sich für die gewaltfreie Lösung von Konflikten und das Schaffen von Frieden in Palästina/Israel engagiert.
    • Förderpreis für das „Day Care Center for Arab and Jewish Children at Risk in Jaffa“, das das alltägliche Zusammentreffen von arabischen und jüdischen Risikokindern erleichtern, fördern und unterstützen will.
  • 2008/09
    • Hauptpreis an das Projekt Peace Counts on Tour, getragen von Institut für Friedenspädagogik Tübingen, Agentur Zeitenspiegel und Culture Counts Foundation.
  • 2007
    • Hauptpreis an Herbert Wulf sowohl für sein Lebenswerk als auch für sein jüngstes Buch „Internationalisierung und Privatisierung von Krieg und Frieden“
  • 2005

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Schneckener: Auswege aus dem Bürgerkrieg. Modelle zur Regulierung ethno-nationalistischer Konflikte in Europa. Orig.-Ausg., 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, 628 S., ISBN 3-518-12255-X
  • Herbert Wulf: Internationalisierung und Privatisierung von Krieg und Frieden. Nomos, Baden-Baden 2005, 258 S., ISBN 3-8329-1375-0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf und Veröffentlichungen Peter Becker, energieanwalt.com (abgerufen am 1. Juni 2013) (Memento vom 1. Dezember 2011 im Internet Archive)
  2. Rede von Otto Jäckel zum 70. Geburtstag von Peter Becker, ialana.de/ueber-uns/organe (abgerufen am 1. Juni 2013) (PDF; 94 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]