Harry Rag

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Harry Rag, eigentlich Peter Braatz, weiteres Pseudonym Petrus Braatzi (* 24. September 1959 in Solingen) ist ein deutscher Musiker, Filmregisseur, Filmeditor und Filmproduzent. Sein Künstlername, Harry Rag, den er 1977 als Gitarrist und Sänger der Band S.Y.P.H. annahm, bezieht sich auf den gleichnamigen Song der Rockband The Kinks.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harry Rag ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und hat nach einer abgeschlossenen Lehre bis 1982 als Handwerker gearbeitet. 1980 hat er kurzzeitig in Düsseldorf eine Designerschule besucht. Seit 1977 ist er Songwriter, Sänger und Gitarrist der Gruppe S.Y.P.H., die zu den ersten deutschen Punkbands gehörte.

Von 1982 bis 1988 studierte Harry Rag an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. 1985 war er Gast von David Lynch bei der Produktion von Blue Velvet in Wilmington, U.S.A. und 1986 war er als Kameramann des 2. Stabs an dem Wim Wenders-Film Der Himmel über Berlin beteiligt.

Seit 1988 arbeitet Harry Rag für „Taris Filmproduction“ als freischaffender Produzent, Regisseur, Kameramann und Filmeditor. Im selben Jahr wurde er mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Er produzierte seitdem zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme oder Videos; zum Teil auch für Fernsehproduktionen wie 1996 eine Reihe von sieben Kurzfilmen für den WDR oder 1999 eine monatliche Wochenendshow für das Slowenische Fernsehen.

Harry Rag ist seit 1993 mit der aus Slowenien stammenden Regisseurin Maja Weiss verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder und lebt in Slowenien.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Der wunderbare Mandarin
  • 1987: Livebeat, Der Plan (VHS)
  • 1987: Der Himmel über Berlin
  • 1988: No Frank in Lumberton
  • 1991: DDR - Ohne Titel
  • 1993: Auf dem Weg zurück
  • 1995: Foto Film 2001
  • 1995: Nevski Melody
  • 1999: Motorkult
  • 1997: Sex Pistols, Welcome Home
  • 1998: Adrian
  • 2001: Steklarski blues
  • 2002: Over the Sun - Under the Moon
  • 2002: Varuh meje
  • 2004: Musik fliegt in der Luft
  • 2007: Nackter als nackt/Live in Berlin, Blumfeld (DVD)
  • 2007: Der Menschliche Fisch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Teipel: Verschwende Deine Jugend. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-518-39771-0, S. 50