Solingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Solingen Deutschlandkarte, Position der Stadt Solingen hervorgehoben

Koordinaten: 51° 10′ N, 7° 5′ O

Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Höhe: 221 m ü. NHN
Fläche: 89,54 km2
Einwohner: 159.360 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1780 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 42651–42659,
42697, 42699, 42719Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 0212, 02196 (Höhrath)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SG
Gemeindeschlüssel: 05 1 22 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Walter-Scheel-Platz 1
42651 Solingen
Website: www.solingen.de
Oberbürgermeister: Tim Kurzbach (SPD)
Lage von Solingen in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf
NiederlandeBelgienNiedersachsenRheinland-PfalzHessenEssenWuppertalSolingenRemscheidHagenEnnepe-Ruhr-KreisBochumDortmundHerneGelsenkirchenBottropOberhausenMülheim an der RuhrDuisburgKreis MettmannDüsseldorfRhein-Kreis NeussKreis HeinsbergMönchengladbachKrefeldKreis ViersenKreis WeselKreis KleveRhein-Erft-KreisKreis DürenRheinisch-Bergischer KreisOberbergischer KreisKreis RecklinghausenKreis BorkenKreis UnnaMärkischer KreisKreis OlpeHammKreis SoestKreis CoesfeldKreis SteinfurtKreis WarendorfLeverkusenKölnStädteregion AachenBonnRhein-Sieg-KreisStädteregion AachenKreis EuskirchenMünsterKreis Siegen-WittgensteinHochsauerlandkreisKreis PaderbornKreis GüterslohKreis HöxterKreis LippeKreis HerfordKreis Minden-LübbeckeBielefeldKarte
Über dieses Bild

Solingen ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Solingen gehört zum Bergischen Land und zum Bergischen Städtedreieck, die Stadt ist zudem Bestandteil der Metropolregion Rheinland[2] und des Landschaftsverbands Rheinland.

Die Stadt Solingen ist das Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie, insbesondere bei der Herstellung von Klingen sind Unternehmen aus Solingen weltweit führend. Etwa 90 Prozent der deutschen Schneidwaren- und Besteckhersteller sind in Solingen ansässig. Solinger Schneidwaren sind mit der Herkunftsangabe Solingen durch die Solingenverordnung seit 1938 gesetzlich geschützt.[3] Damit ist Solingen die erste Stadt weltweit, die auf diese Weise Schneidwarenprodukte schützt.[4][5] Seit dem 19. März 2012 führt Solingen den offiziellen Zusatz Klingenstadt.[6]

Die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt sind Schloss Burg an der Wupper und die mit 107 Metern höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die Müngstener Brücke. Darüber hinaus hat Solingen ein elektrisches Oberleitungsbussystem, welches zu den größten Europas zählt.[7]

Solingen-Burg: Solinger Stadtwappen als Wegemal[8]
Solingen-Ohligs: Das Galileum Solingen[9] am Walter-Horn-Weg
Solingen-Müngsten: Müngstener Brücke (mit 107 Metern höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands)[10]
Solingen-Wald: Romanischer Westturm der Evangelischen Kirche Wald (erbaut um 1150, ältestes Bauwerk der Stadt Solingen)[11]
Solingen-Gräfrath: Historischer Marktplatz
Solingen-Aufderhöhe: Aufderhöher Busbahnhof
Solinger Hofschaft Rüden: Denkmal Rüdenstein (gestiftet vom Verschönerungsverein Rüden-Friedrichstal e.V.)[12]

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen-Burg: Schloss Burg an der Wupper
Solingen-Merscheid: Hofschaft Dahl
Solingen-Höhscheid: Standesamt der Stadt Solingen im Haus Kirschheide

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen liegt geographisch zwischen Düsseldorf und Köln. Der westlichste Stadtteil Ohligs orientiert sich sehr stark zur Rheinschiene bzw. dem Düsseldorfer Umland. Der südlichste Stadtteil Burg orientiert sich hingegen stark ins Oberbergische Land.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet Solingens hat eine Größe von 89,54 km². Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt 15,68 Kilometer, die größte Nord-Süd-Ausdehnung 11,7 Kilometer. Der geographische Mittelpunkt der Stadt befindet sich hinter dem Haus Damaschkestraße 17 in Solingen-Mitte. Er wurde offiziell ermittelt und mit einem Felsblock gekennzeichnet.[13] Die Stadtgrenze hat eine Gesamtlänge von 62 Kilometern, wovon die Wupper als Fluss eine natürliche Stadtgrenze von ca. 26 Kilometer bildet. Solingen liegt auf 51 Grad 10 Minuten nördlicher Breite und 7 Grad 3 Minuten östlicher Länge. Auf dem gleichen Breitengrad wie Leipzig, London und Quebec und auf dem gleichen Längengrad wie Monaco und Basel.[14] Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich mit 276 Metern über Normalhöhennull am ehemaligen Gräfrather Wasserturm, dem heutigen Lichtturm. Der tiefste Punkt befindet sich in der Ohligser Heide und liegt nur 53 Meter über Normalhöhennull.[15]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Städte und Kreise grenzen unmittelbar an die Stadt Solingen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:

Wuppertal und Remscheid (beides kreisfreie Städte), Wermelskirchen und Leichlingen (beide Rheinisch-Bergischer Kreis), Langenfeld, Hilden und Haan (alle Kreis Mettmann)

DEU Haan COA.svg

Haan

DEU Wuppertal COA.svg

Wuppertal

DEU Wuppertal COA.svg

Wuppertal

DEU Hilden COA.svg

Hilden

Nachbargemeinden DEU Remscheid COA.svg

Remscheid

DEU Langenfeld COA.svg

Langenfeld

DEU Leichlingen COA.svg

Leichlingen

DEU Wermelskirchen COA.svg

Wermelskirchen

Solingen liegt ca. 24 Kilometer östlich von Düsseldorf und ca. 35 Kilometer nördlich von Köln.

Stadtstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Großstadt Solingen entstammt aus dem Zusammenschluss mehrerer Kleinstädte. Dies spiegelt sich auch in der Stadtstruktur wider. Die meisten Stadtteile haben ihr eigenes, kleinräumiges Zentrum, um das herum sie entstanden sind. Die Entwicklungsgeschichte der verschiedenen Stadtteile ist dabei mitunter sehr verschieden. So entstand der Stadtteil Gräfrath rund um das Kloster und seinen altbergischen historischen Ortskern, während etwa Ohligs erst mit Anschluss an den Eisenbahnverkehr ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufblühte. Verbunden sind die einzelnen Stadtteile neben den Hauptdurchgangsstraßen oftmals auch durch kleinere, teils in Serpentinen geführten Straßen, die die vielen Täler durchqueren. Die Stadtteile Gräfrath, Wald, Mitte, Höhscheid und Merscheid liegen im Wesentlichen auf fünf kleineren Höhenrücken, die von Osten nach Westen verlaufen, und einem großen Höhenrücken, dem Solinger Höhenrücken, der sich vom Süden in den Norden erstreckt und in dessen östlichem Tal die Wupper fließt. Zwischen diesen Höhenrücken befinden sich zumeist deutlich tiefer gelegene, bewaldete Bachtäler. Dies sind im Einzelnen (von Norden nach Süden) das Ittertal, das Lochbachtal, das Viehbachtal, das Nacker Bachtal, das Pilghauser Bachtal und das Weinsberger Bachtal.

Die ursprüngliche Besiedelung fand in den sogenannten Hofschaften statt, also in einer Gruppe von wenigen Häusern. Diese bildeten sich nicht selten um einen Schleifkotten, eine Mühle oder ein Hammerwerk herum, deren große Verbreitung die vielen Bäche im Bergischen Land begünstigten. Die heute noch vorhandenen Hofschaften liegen deshalb außerhalb der Hauptdurchgangsstraßen in den Bachtälern oder an der Wupper.[16] Traditionell gab es lange Zeit keine strikte Trennung zwischen Wohn- und Industriegebieten, so dass auch heute noch viele Fabriken inmitten von Wohngebieten zu finden sind. Erst im 20. Jahrhundert begann man, größere Flächen außerhalb der Wohnbebauung für Gewerbe und Industrie auszuweisen. Beispiele dafür sind das Gewerbe- und Industriegebiet am Dycker Feld sowie der erst im neuen Jahrtausend realisierte Businesspark Piepersberg (beide im Stadtteil Gräfrath). Der Ende des 20. Jahrhunderts durch zunehmende Deindustrialisierung einsetzende Strukturwandel hinterließ auch in Solingen seine Spuren. Einige Industriebetriebe gingen in Konkurs oder verlagerten ihren Standort, so dass zum Teil große Industrieflächen im Stadtgebiet leerstanden und -stehen. Durch diverse, beispielhafte Projekte, wie etwa der Umgestaltung des Südparks von der tristen Bahnanlage zu einem kulturellen Szenetreffpunkt ist dem Verfall in der Vergangenheit vielfach entgegengewirkt worden.[17]

Gemarkungsgrenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemarkungsgrenzen im Großraum Solingen bis 1889

Im Vergleich zu den Grenzen der aktuellen Stadtbezirke weichen die Gemarkungsgrenzen erheblich davon ab. Das gänzlich von der Landkarte verschwundene Dorp ist die zweitgrößte Gemarkung Solingens im Südosten des Stadtgebiets. Zur Gemarkung Höhscheid gehört u. a. der Stadtteil Aufderhöhe. Nur die Grenzen des Stadtteils Burg sind identisch mit den Gemarkungsgrenzen. Die Gemarkung Solingen umfasst nur das alte Stadtgebiet vor 1889, d. h. vor der Eingemeindung der ehemaligen Stadt Dorp.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Stadtgebiet Solingens besteht aus fünf Stadtbezirken mit eigener Bezirksvertretung.[18] Der westlichste Bezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ist mit einer Einwohnerzahl von über 43.000 der größte, Gräfrath im Norden ist mit 18.000 Einwohnern der kleinste Solinger Stadtbezirk.

GräfrathWaldOhligsBurgMerscheidAufderhöheHöhscheidSolinger Stadtbezirke
Über dieses Bild

Die fünf Stadtbezirke:

Die acht Stadtteile:

Solinger Wohnquartiere:

Solingen-Gräfrath: Hofschaft Külf
Solingen-Ohligs: Naherholungsgebiet (hier der Stiehlsteich)

Solingen hat sehr viele Wohnquartiere, einige dieser Wohnquartiere sind für das Bergische Land typische Hofschaften, deren Grenzen aber nicht genau festgelegt sind. Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über einen Großteil dieser Wohnquartiere. Sie ist alphabetisch nach Stadtteilen gegliedert, Namenszusätze wie Unten- oder Oben- entfallen.

Aufderhöhe: Aufderbech, Börkhaus, Gosse, Horn, Holzhof, Josefstal, Landwehr, Neu-Löhdorf, Pohligsfeld, Riefnacken, Rupelrath, Siebels, Steinendorf, Ufer, Wiefeldick
Burg an der Wupper: Angerscheid, Höhrath
Gräfrath: Central, Flachsberg, Flockertsholz, Focher Dahl, Fürkeltrath, Heide, Ketzberg, Külf, Nümmen, Piepersberg, Rathland, Schieten, Wasserturm, Zum Holz
Höhscheid: Balkhausen, Bünkenberg, Dorperhof, Friedrichstal, Fürkelt, Glüder, Grünewald, Haasenmühle, Hästen, Katternberg, Kohlsberg, Meiswinkel, Nacken, Pfaffenberg, Pilghausen, Rölscheid, Rüden, Schaberg, Schlicken, Unnersberg, Weegerhof, Wippe, Widdert
Merscheid: Büschberg, Dahl, Dingshaus, Fürk, Fürker Irlen, Gönrath, Hübben, Hoffnung, Limminghofen, Scheuren, Schmalzgrube
Mitte: Dorp, Entenpfuhl, Eick, Grunenburg, Hasseldelle, Kannenhof, Kohlfurth, Krahenhöhe, Mangenberg, Meigen, Müngsten, Neumarkt,[19] Papiermühle, Scheidt, Schlagbaum, Schrodtberg, Stöcken, Stockdum, Theegarten, Vorspel, Windfeln
Ohligs: Bahnhofsviertel, Brabant, Broßhaus, Buschfeld, Caspersbroich, Deusberg, Engelsberg, Engelsberger Hof, Hackhausen, Hansa-Quartier,[20] Keusenhof, Kovelenberg, Mankhaus, Maubes, Monhofer Feld, O-Quartier,[21] Olbo-Park, Poschheide, Scharrenberg, Schnittert, Siedlung am Hermann-Löns-Weg,[22] Suppenheide, Wilzhaus, Verlach
Wald: Bavert, Demmeltrath, Eschbach, Eigen, Fuhr, Garzenhaus, Itter, Kotzert, Lochbachtal, Rolsberg, Vogelsang, Weyer

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen liegt im nordwestdeutschen Klimabereich, wobei das maritime, subatlantisch geprägte Klima zu allgemein kühlen Sommern und relativ milden Wintern führt. Einflüsse des Reliefs und der Landnutzung führen dabei zu unterschiedlichen Ausprägungen der Klimaparameter Temperatur, Feuchte, Wind, Niederschlag und Strahlung. So kann es im Winter etwa in Gräfrath zu einigen Zentimetern Neuschnee kommen, während es zeitgleich im wesentlich flacheren Ohligs regnet.

Solingen gehört nach der Nachbarstadt Wuppertal zu den Städten in Deutschland mit den höchsten Niederschlagsmengen. Dies ist primär darin begründet, dass das Bergische Land von Nordwesten her die erste nennenswerte Erhebung darstellt, so dass sich Wolken vielfach anstauen.[23]

Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf den Zeitraum von Februar 2005 bis Februar 2015. Gemessen wurde an der Wetterstation in Wuppertal-Buchenhofen, die sich an der Stadtgrenze zu Solingen-Gräfrath befindet.

Solingen
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
101
 
5
0
 
 
75
 
6
0
 
 
75
 
10
2
 
 
50
 
16
5
 
 
96
 
19
8
 
 
80
 
22
11
 
 
113
 
24
13
 
 
129
 
22
12
 
 
63
 
20
10
 
 
82
 
15
7
 
 
95
 
10
4
 
 
122
 
6
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [24][25]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Solingen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,3 5,9 10,3 15,8 18,7 21,8 24,2 22,2 19,7 15,4 9,8 5,6 Ø 14,6
Min. Temperatur (°C) 0,2 0,1 1,7 5,0 8,2 11,0 13,4 12,3 9,9 7,2 4,2 1,0 Ø 6,2
Niederschlag (mm) 101 75 75 50 96 80 113 129 63 82 95 122 Σ 1.081
Sonnenstunden (h/d) 1 2 3 4 5 6 5 5 4 3 1 1 Ø 3,3
Regentage (d) 19 18 16 13 16 15 17 19 13 15 19 22 Σ 202
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,3
0,2
5,9
0,1
10,3
1,7
15,8
5,0
18,7
8,2
21,8
11,0
24,2
13,4
22,2
12,3
19,7
9,9
15,4
7,2
9,8
4,2
5,6
1,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
101
75
75
50
96
80
113
129
63
82
95
122
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [24][25]

Naturräume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Teil des Solinger Stadtgebiets liegt gemäß der Gliederung der ehemaligen Bundesanstalt für Landeskunde überwiegend naturräumlich in den Mittelbergischen Hochflächen innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Der westliche Randbereich bei Ohligs befindet sich bereits in der Randzone des Schiefergebirges im Übergang zur Niederrheinischen Bucht.[26]

Die 1963 erfolgte naturräumliche Feingliederung teilt das Stadtgebiet in sechs Naturräume auf. Der Solinger Höhenrücken erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von Gräfrath bis Hästen und basiert auf Gesteinen des Schiefergebirges. Östlich davon fällt der Höhenrücken steil in das Westliche Wupperengtal ab, das sich in Unterburg im weiteren Flussverlauf in dem Unteren Wuppertal fortsetzt. Westlich des Solinger Höhenrückens befinden sich mit einer Geländekante deutlich abgestuft die Ohligser Terrassenriedel, die Teil der höher gelegenen altdiluvialen Rheinterrassen sind. Die Stadtteile Wald, Merscheid, Höhscheid, Widdert, Aufderhöhe und der östliche Teil von Ohligs liegen in diesem Naturraum. Das Heidegebiet der Ohligser Heide und der Bereich südlich davon bis nach Rupelrath gehören zu den Hilden-Lintorfer Sandterrassen. Das Solinger Stadtgebiet bei Burg östlich und südlich der Wupper zählt geologisch und naturräumlich zum Remscheider Bergland.[26]

Landschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wupperberge in Solingen-Müngsten
Der Lochbach in Solingen-Wald

Die Waldflächen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen machen jeweils etwa ein Viertel der Gesamtfläche Solingens aus. Hinzu kommen Wasserflächen mit einem Anteil von rund 1,4 Prozent.[27] Noch nicht eingerechnet sind dabei Freiflächen sowie Parks und Grünanlagen, auf letztere entfällt dabei ein Anteil von zusätzlich etwa 4,2 Prozent.[28] Knapp die Hälfte des Stadtgebiets, annähernd 4000 ha, machen Landschaftsschutzgebiete aus, rund 770 ha, etwa 9 Prozent, sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.[29] Einige Landschaftsobjekte stehen als Naturdenkmale unter besonderem Schutz. Dies sind in den innerstädtischen Bereichen Solingens 157 Bäume und in den Freiräumen Einzelobjekte, Feldgehölze oder Kleinflächen an 113 Standorten, siehe dazu auch die Liste der Naturdenkmäler in Solingen.[30] Den Naturschutz im gesamten Bergischen Städtedreieck zur Aufgabe gemacht hat sich die in Solingen ansässige Biologische Station Mittlere Wupper.[31] Darüber hinaus betreut die Stiftung zum Schutz von Tier und Natur Solingen im Stadtgebiet zahlreiche Biotope, viele davon in den Bachtälern.[32]

Abseits der dichter besiedelten Stadtgebiete gibt es eine Vielzahl von Natur- und Kulturlandschaften.[33] Bedingt durch die Topografie und die mitunter großen Höhenunterschiede im Stadtgebiet sind großflächige, bebaute Gebiete eher selten. Immer wieder zeigen sich in Teilen bewaldete Täler oder abschüssige Freiflächen, die einzelne Wohnplätze voneinander trennen.

Im westlichen Stadtteil Ohligs befindet sich mit der Ohligser Heide ein großes, teils bewaldetes, ehemaliges Heidegebiet, das neben Wald und Heide auch eine Moorlandschaft aufweist. Ein weiteres dichtes Waldgebiet befindet sich um den südöstlichen Stadtteil Burg. Entlang der Wupper sind die teils steilen Hänge der Wupperberge oftmals bewaldet, teilweise bestehen sie auch aus Felsformationen. Zahlreiche Wanderwege erschließen das Tal der Wupper von Solingen aus.

Charakteristisch sind die vielen Bachtäler zwischen den Höhenrücken, die eine Gesamtlänge von rund 200 Kilometern aufweisen.[34] Links und rechts der Bäche erstrecken sich zumeist dichte Wälder oder Wiesen. Kleine Brücken oder Dämme ermöglichen von Zeit zu Zeit die Querung. Größere Agrarflächen befinden sich überall im Stadtgebiet, bevorzugt sind diese allerdings um den Stadtteil Gräfrath und im Bereich Höhscheid und Widdert zu finden.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den prägenden Landschaftsbestandteilen zählen auch die diversen Stand- und Fließgewässer, obwohl sie nur 1,4 Prozent der Gesamtfläche ausmachen. Neben dem größten Fluss, der Wupper, sind unzählige kleine Bäche im Stadtgebiet zu finden, welche zumeist in Wupper oder der Itter münden und in Teilen auch unterirdisch verlaufen. Viele von ihnen fließen in bewaldeten Bachtälern. Die Itter selbst entspringt im Stadtteil Gräfrath, fließt zu großen Teilen entlang der Stadtgrenze zur Nachbarstadt Haan und mündet bei Urdenbach in den Rhein.

Die Sengbachtalsperre bei Höhrath im Süden der Stadt versorgt weite Teile Solingens mit Trinkwasser. Weitere Beispiele für künstlich angelegte Standgewässer sind der etwa 1,5 ha große Stielsteich, den die angrenzende Firma Kronprinz einst für industrielle Zwecke anlegte (andere Quelle behaupten, es wäre eine mit Wasser vollgelaufene, erschöpfte Lehmgrube der Ziegelei Bracken & Cie.), sowie der Stausee im Ittertal.

Stadtgeschichte (um 960–1993)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

um 1646
Karte von Erich Philipp Ploennies: Einzelhöfe (um 1715) im damaligen Großraum Solingen
Der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden genehmigte der damaligen Hofschaft Solingen (heute der Solinger Stadtteil Mitte) am 23. Februar 1374 die Stadtrechte
Abgebranntes Haus der Solinger Familie Genç nach dem Mordanschlag von Solingen (1993)
Aus der Franzosenzeit (1808–1815), Gemälde von Ernst Henseler
Der Mühlenplatz in Solingen-Mitte (um 1840)
Der Mühlenplatz in Solingen-Mitte (2004)
Solinger Innenstadt (um 1840)
Solinger Innenstadt (2003)

Die erste Besiedelung auf heutigem Solinger Stadtgebiet fand wahrscheinlich im 10. Jahrhundert statt. Im Jahre 965 n. Chr. ist in einem Dokument des Kölner Erzbischofs von einem Gut Solagon die Rede, womit Solingen gemeint sein könnte. Zu dieser Zeit (um 960) war das heutige Solinger Stadtgebiet zu fast 100 % bewaldet und das unwegsame Gelände nur sehr dünn besiedelt (weniger als 100 Menschen). Die erste gesicherte Erwähnung einer christlichen Gemeinde in Solingen findet sich in einer auf den 3. Mai 1019 datierten Urkunde des Kölner Erzbischofs Heribert von Köln. In dieser Urkunde wird der Grundbesitz über einen Teil des heutigen Solinger Stadtteils Wald dokomentiert: curtim et ecclesiam que Walda vocatur (Fronhof und Kirche namens Wald).[35]

Das aus Altenberg stammende Grafengeschlecht „de Berg“ zog um 1133 in den heutigen Solinger Stadtteil Burg und errichtete am Fluss Wupper das Schloss Burg. Schloss Burg wurde Sitz der Adelsfamilie und die Grafen von Berg herrschten dort über das nach ihnen benannte Bergische Land. Seit Beginn des 13. Jahrhunderts (um 1210) ist in Solingen das Klingenhandwerk nachweisbar. Erste Schleifer ließen sich an den zahlreichen Bächen im Solinger Stadtgebiet nieder. Die Schleifer organisierten sich bereits Anfang des 14. Jahrhunderts in sogenannten Zünften (in Solingen Bruderschaften genannt) und waren von besondere Bedeutung für die Solinger Wirtschaft.[36] 1492 und 1535 wüteten in der Stadt zwei verheerende Brände. Die Pest brach in Solingen im Jahre 1614 aus. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Schloss Burg nahezu vollständig zerstört. Zwischen 1756 und 1763 zogen wiederholt plündernde Truppen durch die Stadt und haben der Solinger Stadtentwicklung massiv geschadet.

Die Stadt Solingen war bis zur französischen Besatzung im Jahr 1808 Teil des Herzogtums Berg.[37] Das Herzogtum Berg gehörte zuletzt aufgrund von Erbfällen zum Besitz des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph. Am 15. März 1806 trat er das Herzogtum Berg an den französischen Kaiser Napoleon I. im Tausch gegen das Fürstentum Ansbach ab. Unter Kaiser Napoleon wurde das Herzogtum zum Großherzogtum Berg und völlig säkularisiert. Napoleon ernannte Joachim Murat zum neuen Großherzog, der durch ein Dekret vom 13. Oktober 1807 die kommunalen Zuständigkeiten in seinem Großherzogtum neu regelte. Die Franzosenzeit endete mit Napoleons militärischer Niederlage in der Schlacht bei Waterloo 1815. Insgesamt war die französische Besatzungszeit, die im damaligen Großraum Solingen nur sieben Jahre dauerte (1808–1815), von wenigen Erfolgen geprägt. Vor allem gab es in der bergischen Bevölkerung, anders als in den linksrheinischen Gebieten (Aachen, Köln, Bonn), wo die Franzosenzeit ca. zwanzig Jahre dauerte, keine wirklichen Unterstützer der frankophonen Reformpolitik. Der deutsche Landadel blieb wegen der mangelhaften Agrarpolitik kritisch, der Klerus verlor durch die Säkularisierung und Einführung der Gewaltenteilung massiv an Autorität und die Kaufmannsgilde, die eigentlich am meisten von den liberalen Wirtschaftsreformen hätte profitieren müssen, wurde durch die Napoleonischen Kriege und die damit wegbrechenden Absatzmärkte im Ausland eher geschwächt als gestärkt. Die Masse der Solinger Bevölkerung (über 90 %), speziell die einfachen Bauern und Handwerker, litten am meisten unter den französischen Repressalien, insbesondere haben die Familien des Prekariats die Folgen der Zwangsrekrutierungen durch die Grande Armée zu spüren bekommen. 1809 erschien unter französischer Besatzung die erste Solinger Zeitung, der „Verkündiger“, ein Vorläufer des heutigen Solinger Tageblatts.[38]

1815 fiel das Bergische Land an Preußen; Solingen wurde zur Kreisstadt erhoben. Nach der preußischen Städteordnung erhielten 1856 die Orte Burg, Dorp, Gräfrath, Höhscheid, Merscheid und Wald die Stadtrechte. Am 11. August 1891 wurde die Stadt Merscheid in Ohligs umbenannt. 1896 wurde Solingen zur kreisfreien Stadt. Der erste Oberbürgermeister war von 1896 bis 1928 August Dicke. 1897 wurde die Müngstener Brücke, seitdem mit 107 Metern Höhe die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, eingeweiht. Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 traf besonders die exportorientierte Solinger Schneidwarenindustrie schwer, weil die Absatzmärkte im Ausland wegbrachen. Die Städte Gräfrath, Höhscheid, Ohligs, Wald und Solingen wurden am 1. August 1929 durch das Gesetz zur kommunalen Neuordnung zur neuen Großstadt Solingen vereinigt.

Im Dritten Reich wurde das Gesetz zum Schutz des Namens Solingen verabschiedet, das den Markennamen „Solingen“ für Schneidwaren unter Schutz stellte, die in Solingen und Haan hergestellt wurden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde im November 1944 die mittelalterliche Solinger Altstadt durch die Luftangriffe auf Solingen völlig zerstört. Am 17. April 1945 marschierten US-amerikanische Soldaten in Solingen ein. Von 1945 bis 1949 gehörte Solingen zur britischen Besatzungszone.

Im Jahre 1993 geriet Solingen durch einen rechtsextremistischen Brandanschlag, bei dem fünf türkische Mädchen und Frauen getötet wurden, weltweit in die Schlagzeilen (siehe Mordanschlag von Solingen). Als Reaktion auf den Anschlag kam es in der Stadt in den Folgetagen zu Demonstrationen und Ausschreitungen.

Stadtname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens sind zum Teil strittig. Durch die sich im Laufe der Jahrhunderte stetig verändernde Schreibweise gibt es verschiedene Deutungsweisen. Unumstritten ist die Bedeutung des vorderen Wortteils Sol-, der auf ein feuchtes oder morastiges Gebiet hindeutet. Möglich ist diese Ableitung von dem Begriff Sulen, der die Erdbeschaffenheit als matschig und schlammig beschreibt. Die Namensendung -ingen könnte ein typischerweise aus dem alemannischen Raum stammender Zusatz für Ortsbenennungen sein, ganz ohne tiefere Bedeutung.[39]

Die Schreibweise des Namens hat sich über die Jahrhunderte leicht gewandelt. Zwei verschiedene Abwandlungen sind belegt:[40]

  • Solonchon (1067) – Solengen (1168, 1172) – Soileggen (1363, 1366, 1377) oder Soleggen (1365) – Solingen (1174)
  • (Solungun) – Solonchon (1067) – Solungen (1356, 1382) – Solingen

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von 1949 bis 2019 nach nebenstehender Tabelle
Bevölkerung mit Hauptwohnsitz in Solingen (Daten der Statistikstelle der Stadt Solingen)[41]
Jahr Einwohner
1949 146.162
1954 157.430
1959 167.036
1964 173.900
1969 177.087
1974 174.995
1979 169.875
1984 162.574
1989 162.096
1994 165.404
1999 164.676
2004 163.156
2009 160.992
2014 156.369
30. April 2019 163.019[42]

Solingens Bevölkerungszahl stieg vom Mittelalter bis zur Industrialisierung nur sehr langsam. Erst die Industrialisierung und der damit einhergehende Urbanisierungseffekt sorgten dafür, dass die Einwohnerzahl in den Städten Mitteleuropas rasch anstieg, so auch in Solingen. Die heutige Großstadt Solingen ist das Ergebnis mehrerer Zusammenschlüsse von anliegenden Gemeinden über viele Jahrzehnte hinweg. Der ursprüngliche Kernort Solingen (heute Solingen-Mitte) erhielt schon im Jahr 1374 die Stadtrechte. 1896 wurde Solingen zur kreisfreien Stadt. Im Jahre 1910 hatte die damalige (alte) Stadt Solingen bereits mehr als 50.000 Einwohner, insbesondere war die Zuwanderung von Neubürgern für das Bevölkerungswachstum in Solingen ausschlaggebend.

Auf Grund des Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets wurde Solingen 1929 zur Großstadt. Durch den politisch gewollten Zusammenschluss mit den Städten Ohligs (29.768 Einwohnern), Wald (27.443 Einwohnern), Höhscheid (15.854 Einwohnern) und Gräfrath (10.582 Einwohnern) hatte die damals neue Großstadt Solingen am 1. August 1929 ca. 140.000 Einwohner. In den Nachkriegsjahren wuchs die Bevölkerung weiter kräftig. Sie erreichte im Jahre 1972 mit 177.899 Einwohnern ihren bisherigen historischen Höchststand. Schließlich erfolgte im Rahmen des Düsseldorf-Gesetzes am 1. Januar 1975 die Eingliederung der Stadt Burg an der Wupper.[43]

Bevölkerungsprognose bis 2040[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 wächst die Solinger Bevölkerung und lag am 30. April 2019 bei 163.019 Einwohnern.[44]

Der Bevölkerungszuwachs seit 2014 erklärt sich durch die Zuwanderung von Neubürgern, bedeutet: Die Zuzüge nach Solingen übersteigen die Wegzüge und Todesfälle in Solingen. Zudem wird die Klingenstadt durch die Zuwanderung von außen immer jünger. Neubürger sind im Schnitt 32,0 Jahre alt, während die Solinger Urbevölkerung einen Altersdurchschnitt von 44,1 Jahren hat. Seit Beginn der 2010er Jahre ist ein starker Zuzug von jungen Familien aus dem Düsseldorfer Umland (insbesondere aus Haan und Hilden) erkennbar. Nach Angaben der Solinger Stadtverwaltung, wird die Einwohnerzahl in Solingen, in den nächsten Jahren stabil bleiben. Laut Prognose werden im Jahr 2040 mehr als 164.000 Menschen in Solingen leben. Alle Zahlen beruhen auf aktuellen Daten des Solinger Melderegisters. Die verwendete Software hat sich als Standardprogramm speziell für Kommunen etabliert. Diese Datengrundlage ist präziser und hat sich als verlässlicher herausgestellt, als die vom Landesbetrieb IT.NRW, welche rd. 4.000 Einwohner weniger ausweist.[45][46]

„Wir sind eine wachsende Stadt. Im Jahr ziehen ungefähr 1000 neue Bürger nach Solingen.“

Tim Kurzbach, Solinger Oberbürgermeister[47]

Bevölkerungsanteil mit deutscher Staatsangehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Solingen leben 106.658 deutsche Einwohner die keinen Migrationshintergrund haben, diese Personengruppe hat mindestens in zweiter Generation die Deutsche Staatsangehörigkeit. Die Größenordnung entspricht 65,0 % der Gesamteinwohnerzahl von Solingen (Stand: 30. Juni 2017). Einen Migrationshintergrund haben Menschen in Deutschland, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden (Definition nach Statistischem Bundesamt).[48][49]

Migrantenstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Klingenstadt leben Menschen aus 140 Nationen. Der Anteil der Migranten in Solingen wächst und beträgt aktuell 35,0 % der Gesamteinwohnerzahl. Die Ausländerquote in Solingen ist höher als im Bundesschnitt. Am 31. Dezember 2017 hatten insgesamt 26.786 Menschen in Solingen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zu beachten ist, dass Kinder von Migranteneltern, die seit dem Jahr 2000 (Jahr der Gesetzesänderung) die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, nicht mehr mitgezählt werden. Tatsächlich ist also der Anteil der Migrantinnen und Migranten in Solingen höher als der konkret statistisch erfasste Anteil. Die größte Migrantengruppe in Solingen bilden die fast 6.000 italienischen Staatsbürger. Eine doppelte Staatsangehörigkeit haben rund 29.000 Solinger.[50]

Auffällig ist, dass der Anteil der Migranten in der Klingenstadt steigt, je jünger die Menschen sind. Nach einer Datenauswertung von IT.NRW haben immer mehr jüngere Solinger einen Zuwanderungshintergrund. In der Gruppe der über 75-jährigen Einwohner in Solingen liegt der Migrationsanteil bei 11 %, in der Gruppe der unter 3-Jährigen sind es 56 % (Tendenz steigend). Jedes zweite neugeborene Kind in Solingen hat heute einen Migrationshintergrund (Stand: 30. Juni 2017).[51][52]

Seniorenstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine aktuelle (2019) Datenerhebung der Statikstelle IT.NRW ergab, dass Solingen in den nächsten Jahren einen deutlich höheren Senioren-Anteil zu erwarten hat. Demnach werden im Jahr 2040 fast 45.000 Solinger Bürger mindestens 65 Jahre oder älter sein. Damit wächst diese Bevölkerungsgruppe im Vergleich zu 2019 um 32 %. In der Gruppe zwischen 19 und 65 Jahren wird Solingen um mindestens 6.000 Personen schrumpfen.[53]

Flüchtlingsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2335 aufenthaltsberechtigte Flüchtlinge mit abgeschlossenem Asylverfahren waren im Jahr 2018 in Solingen offiziell gemeldet. Bei 516 Geflüchteten läuft das Verfahren noch, 414 haben den Status einer zeitlich befristeten Duldung. 2018 gab es 38 freiwillige Ausreisen und 58 Zwangsabschiebungen. Aktuell (2019) leben 35 unbegleitete Minderjährige in Solingen.[54]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konfessionsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den statistischen Daten mit dem Stand vom 31. Dezember 2018 zufolge verteilen sich die Konfessionen in Solingen wie folgt: [55]

evangelisch römisch-katholisch Konfessionslos u. Sonstige
44.412 (27,2 %) 41.240 (25,3 %) 77.531 (47,5 %)

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Solingen gehörte von Anfang an zum Gebiet des Erzbistums Köln beziehungsweise zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Die nachweisbar erste Kirche muss um das Jahr 1000 errichtet worden sein.[36]

Obwohl in Solingen unter den Grafen von Berg nach und nach die Reformation Einzug hielt, gab es in der Stadt auch weiterhin Katholiken, deren Gemeinde ab 1658 vom Landesherrn neu dotiert wurde. 1701 erhielten sie auch wieder eine eigene Kirche. 1827 wurde Solingen Sitz eines Dekanats (heute Stadtdekanat Solingen) innerhalb des neu umschriebenen Erzbistums Köln, zu dem heute alle zwölf Pfarrgemeinden in der Stadt gehören.

Die Reformation fasste in Solingen nur Zug um Zug Fuß. 1590 entstand eine reformierte Gemeinde, die der Bergischen Synode angeschlossen wurde. Erst 1649 wurde die Pfarrkirche der Stadt den Reformierten übergeben. Lutherische Gemeindeglieder gab es seit Anfang des 17. Jahrhunderts, 1635 wurde eine lutherische Gemeinde gegründet. 1672 wurden die religiösen Verhältnisse in einem Religionsvergleich geregelt. In Gräfrath wurde 1590 ebenfalls das reformierte Bekenntnis eingeführt. 1629 ist dort ein Konsistorium nachgewiesen und ab 1716 gab es auch einige Lutheraner. Beide Konfessionen vereinigten sich ab 1838 zu einer unierten Gemeinde. In ganz Preußen war bereits 1817 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt worden.

Gehörten die protestantischen Gemeindeglieder Solingens anfangs zur Kreissynode Lennep (heute ein Stadtteil von Remscheid), so wurde in Solingen 1843 eine Synode eingerichtet und die Stadt Sitz eines Superintendenten. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Solingen innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu dem die meisten evangelischen Gemeinden Solingens gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Lediglich die Gemeinde Burg an der Wupper gehört weiterhin zum Kirchenkreis Lennep.

Heute gibt es in der Stadt zehn evangelische Gemeinden, elf katholische Gemeinden in drei Gemeindeverbänden sowie eine griechisch-orthodoxe Kirche. Ferner sind verschiedene Freikirchen in Solingen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, (Baptisten- und Brüdergemeinden), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Reformadventisten, eine Gemeinde der Christen Ecclesia, mehrere Freie evangelische Gemeinden (FeG) und die Heilsarmee.

Jehovas Zeugen sind im Solinger Stadtgebiet mit drei deutschsprachigen Versammlungen (Nord, Mitte, Ohligs) vertreten. Außerdem gibt es noch eine italienische und eine russische Versammlung. Die Zusammenkünfte werden in zwei Königreichssälen in Wald und Mitte abgehalten.

Weitere christliche Religionsgemeinschaften in Solingen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Solinger Stadtverwaltung leben in Solingen ca. 5.500 Muslime (Schätzung 2019). Eine offizielle Statistik, wie bei der evangelischen und katholischen Kirche, gibt es in Solingen nicht.[56] Die tatsächliche Anzahl der muslimischen Mitbürger ist wahrscheinlich für die Klingenstadt höher.[57]

Aktuell gibt es in Solingen acht Moscheen:[58]

  • DITIB Solingen-Mitte (Kasernenstraße 31)[59]
  • DITIB Solingen-Wald (Heukämpchenstraße 5)
  • Solingen Camii (Konrad-Adenauer-Straße 22)
  • Selimiye Camii (Flurstraße 27)
  • Mesjid An Nour (Florastraße 14b)
  • Ohligs Süleymaniye Mosche (Querstraße 9)
  • Islamisches Kulturzentrum (Klauberger Str. 1)
  • Islamische Gemeinde Milli Görüs (Van-Meenen-Straße 19a)

Eine öffentliche salafistische Szene gibt es seit 2012 in Solingen nicht mehr.[60][61]

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jüdischer Friedhof am Estherweg, Blick auf das zweitälteste Gräberfeld

Möglicherweise schon ab der Mitte des 16. Jahrhunderts zogen die ersten Juden nach Solingen, viele kamen auch mit ihren Familien im 17. und 18. Jahrhundert. Sie waren zunächst meist als Kleinhändler tätig, handelten mit Textilien oder betätigten sich als Metzger. Der heute noch bestehende Jüdische Friedhof muss im Jahre 1718 bereits existiert haben. Ab dem 19. Jahrhundert wuchs dann, bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt, auch die Zahl der Juden in Solingen rasch an. Eine Synagogengemeinde gründete sich offiziell im Jahre 1853, in den Folgejahren wurde der Bau einer ersten Solinger Synagoge geplant, der schließlich an der Malteserstraße in der Innenstadt verwirklicht und am 8. März 1872 eingeweiht wurde.[62]

Zum Zeitpunkt der Machtübernahme Adolf Hitlers im Jahre 1933 gab es in Solingen 217 gläubige Juden.[63]

Stolperstein für Max Leven

Die Synagoge wurde, wie viele weitere im ganzen Land, in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesetzt und dadurch völlig zerstört. Sie wurde nie wieder aufgebaut. Auch der jüdische Redakteur Max Leven wurde in dieser Nacht durch Mitglieder der Solinger NSDAP gefoltert und ermordet. Weitere Juden wurden in den Folgejahren in Konzentrationslager verschleppt und umgebracht. Unter ihnen war auch der Solinger Industrielle Alexander Coppel, Sohn des in Solingen gesellschaftlich wie politisch einflussreichen Unternehmers und späteren Ehrenbürgers Gustav Coppel.[64] Für weitere Opfer der Nationalsozialisten, darunter viele Juden, siehe auch die Liste von NS-Opfern aus Solingen. An zahlreichen Orten im Stadtgebiet erinnern heute Stolpersteine an ehemalige jüdische Bewohner. Der Friedhof schloss nach einer letzten Bestattung im Jahre 1941, heute ist er als Baudenkmal geschützt.[65] Sein ältester erhaltener Grabstein stammt aus dem Jahr 1820.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind einige der überlebenden Solinger Juden wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, darunter auch der Arzt und Schriftsteller Emil Kronenberg. Viele weitere fanden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Beginn der 1990er-Jahre ihre neue Heimat in Solingen. Im Jahre 2002 beteiligte sich die Stadt Solingen zusammen mit Remscheid, Velbert und Wuppertal am Bau der neuen Bergischen Synagoge in Wuppertal. Die Anzahl der heute in Solingen lebenden Juden wurde 2010 auf etwa 200 geschätzt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus (Neubau) am Walter-Scheel-Platz
Rathaus (Altbau) an der Cronenberger Straße

Die Bürger der Stadt Solingen konnten bereits seit 1374, dem Jahr des Erlangens der Stadtrechte, einen Rat und einen Bürgermeister wählen. Der Bürgermeister wechselte jährlich am 24. Juni. An der Stadtspitze Solingens steht seit 1856 ein Oberbürgermeister, der während der Zeit des Nationalsozialismus (1933 bis 1945) von der NSDAP eingesetzt wurde und nicht in einer demokratischen Wahl von Solinger Bürgern gewählt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen Oberbürgermeister ein. Später gab es einen von den Einwohnern gewählten Rat der Stadt, dessen Mitglieder man als Stadtverordnete bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor, der in seiner Funktion die Stadtverwaltung leitete, wählte der Rat ab 1946.

Im Jahre 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung abgeschafft. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 1999 direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.

Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1800–1801: Johann Peter Schmitz
  • 1801–1802: Johann Daniel von Recklinghausen
  • 1802–1803: Johann Daniel Eickhorn
  • 1803–1804: Johann Heinrich Poensgen
  • 1804–1805: Johann Wilhelm Eickhorn III
  • 1805–1806: Johann Peter Schmitz
  • 1806–1807: Peter Johann Abraham Schmitz
  • 1807–1808: Johann Caspar Döpper
  • 1808–1812: Karl Ludwig Goebel
  • 1812–1817: Johann Wilhelm Grah
  • 1817: Melchior Hopmann
  • 1817–1835: Karl Klönne
  • 1835–1843: Peter Müller
  • 1843: Wilhelm Grund
  • 1843–1858: Christoph Alexander Wilhelm von Keller
  • 1858–1870: Josef Lambert Tripp
  • 1870–1894: Gustav van Meenen
  • 1894–1896: Friedrich Haumann (erstes Stadtoberhaupt mit dem Titel Oberbürgermeister)
  • 1896–1928: August Dicke (Oberbürgermeister mit der aktuell längsten Amtszeit)
  • 1928–1930: Hermann Schmidhäußler (kommissarisch)
  • 1930–1933: Josef Brisch, SPD (kommissarisch)[66]
  • 1933–1937: Helmut Otto (von der NSDAP eingesetzt)
  • 1937–1945: Rudolf Brückmann (von der NSDAP eingesetzt)

Oberstadtdirektoren 1946–1997[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbürgermeisterwahl 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stichwahl am 27. September 2015 gewann Tim Kurzbach (SPD) mit 55,61 % der Stimmen die Wahl zum neuen Oberbürgermeister. Sein Gegenkandidat von der Solinger CDU war Frank Feller, der 44,39 % der Wählerstimmen bekam. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,3 %. Kurzbach ist seit dem 21. Oktober 2015 amtierender Oberbürgermeister und wurde am 29. Oktober 2015 in einer Sondersitzung des Solinger Stadtrats in der Festhalle Ohligs als neuer Oberbürgermeister im Amt vereidigt. Die Amtszeit für Tim Kurzbach endet regulär im Oktober 2020.

Ehrenamtliche Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014–heute: Ernst Lauterjung, SPD (erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters)
  • 2014–heute: Carsten Voigt, CDU (zweiter ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters)

Die ehrenamtlichen Bürgermeister werden vom Stadtrat gewählt und nehmen überwiegend repräsentative Aufgaben wahr.

Solinger Kommunalwahl 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Wahl zum Oberbürgermeister/in, sowie zum neuen Stadtrat und den fünf Bezirksvertretungen, ist für den 13. September 2020 vorgesehen. Aktuell haben sich folgende Kandidaten von ihren Parteien zur Oberbürgermeisterwahl 2020 aufstellen lassen:

  • Tim Kurzbach (SPD-Amtsinhaber)[67]
  • Jan Michael Lange (Bürgergemeinschaft für Solingen)[68]
  • Raoul Brattig (FDP)[69]

Nach der Änderung des NRW-Kommunalwahlgesetzes im April 2019 wurde die Möglichkeit einer Stichwahl (zweiter Wahlgang) abgeschafft. Zukünftig ist wieder der Kandidat direkt gewählt, der im ersten Wahlgang die einfache Stimmenmehrheit erhält. Auch die Wahlkreiszuschnitte wurden geändert, für die Kommunalwahl 2020 ist nicht mehr die Einwohnerzahl eines Ratswahlkreises entscheidend, sondern die Zahl der tatsächlich wahlberechtigten Bürger. Nicht-EU-Bürger und Jugendliche unter 16 Jahre haben in Nordrhein-Westfalen kein Wahlrecht. Die nächste Wahlperiode dauert von September 2020 bis September 2025.[70][71]

Verwaltungsvorstand der Stadt Solingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbürgermeister Tim Kurzbach vor dem Rathaus in Solingen-Mitte (2017)

Der Oberbürgermeister und die gewählten Beigeordneten bilden den Verwaltungsvorstand. Den Verwaltungsvorsitz hat der Oberbürgermeister. Die Beigeordneten sind kommunale Wahlbeamte auf Zeit und werden vom Stadtrat für die Dauer von jeweils acht Jahren gewählt. Rechte und Pflichten des Verwaltungsvorstandes sind in der Solinger Gemeindeordnung festgelegt (§ 70). Der Verwaltungsvorstand tagt in der Regel wöchentlich unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters, der ein Vetorecht hat.

Das Gremium verantwortet kommunale Grundsatzangelegenheiten der Stadt Solingen in folgenden Handlungsfeldern:

  • Aufstellung des Haushaltsplans
  • Finanzkontrolle über die städtischen Ausgaben
  • Verwaltungsentscheidungen mit besonderer Bedeutung für die Stadt Solingen
  • Personalmanagement der städtischen Führungskräfte (insbesondere der jeweiligen Amtsleiter und Geschäftsführer der städtischen Tochterunternehmen)[72]
Ressort 1: Verwaltungssteuerung Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), im Amt seit 2015[73]
Ressort 2: Finanzen, Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, Beteiligungen Beigeordneter und Stadtkämmerer Ralf Weeke (SPD), im Amt seit 2001[74]
Ressort 3: Bürgerservice, Recht, Ordnung und Soziales Beigeordneter Jan Welzel (CDU), im Amt seit 2015[75]
Ressort 4: Jugend, Schule, Integration, Kultur und Sport Beigeordnete Dagmar Becker (Grüne), im Amt seit 2015[76]
Ressort 5: Planung, Bauen, Verkehr und Umwelt Beigeordneter und allgemeiner Vertreter des Oberbürgermeisters Hartmut Hoferichter (parteilos), im Amt seit 2001[77]

Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Solinger Stadtrats 2014
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
34,1 %
29,6 %
11,2 %
5,0 %
4,9 %
4,3 %
3,0 %
2,6 %
2,5 %
2,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+0,7 %p
+5,9 %p
-1,9 %p
+0,6 %p
-6,4 %p
-6,1 %p
+3,0 %p
+2,6 %p
+2,5 %p
-0,9 %p
Sitzverteilung im
Solinger Stadtrat 2019
          
Insgesamt 52 Sitze
  • Solingen AKTIV: 1
  • SPD: 15
  • Linke: 3
  • Grüne: 6
  • BfS: 4
  • CDU: 17
  • FDP: 3
  • FBU: 1
  • Gerd Schlupp (parteilos, gewählt für die Piraten, Sympathisant der AfD): 1
  • Stephan Hövels (zuletzt Mitglied der Bürgerbewegung pro Deutschland): 1

Der Solinger Stadtrat wurde am 25. Mai 2014 gewählt und hat insgesamt 53 Sitze. Die aktuelle Legislaturperiode endet am 13. September 2020. Im Solinger Stadtrat sind aktuell zehn verschiedene Parteien oder Gruppierungen vertreten. Politische Entscheidungen und Beschlüsse werden im Rat der Stadt Solingen mit wechselnden Mehrheiten getroffen. Eine klare Aufteilung in Regierungsparteien und Opposition ist seit der Kommunalwahl im Mai 2014 nicht vorhanden. Für eine Mehrheit müssen mindestens 27 Stimmen organisiert werden. Eine feste Koalition oder Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen im Solinger Stadtrat gibt es nicht. Für die Haushaltsbeschlüsse der vergangenen Jahre fand sich jeweils eine große Mehrheit aus CDU, SPD, Grünen, FDP und der BfS. Die CDU stellt als größte Fraktion 17 Ratsmitglieder. Die SPD verfügt über 15 Mandate. Es folgen: Grüne (6 Sitze), BfS (4), FDP (3), Linkspartei (3). Weitere Mitglieder des Stadtrats stellen die Freie Bürger-Union (1) und Solingen-Aktiv (1). Außerdem gibt zwei parteilose Ratsmitglieder.

Der jeweils aktuell amtierende Oberbürgermeister hat gemäß Gemeindeordnung zwar eine Stimme im Rat, aber keinen Sitz. Als fraktionsloses Ratsmitglied leitet er die Stadtratssitzungen.[78]

Die Sitze der einzelnen Parteien verteilen sich seit dem 25. Mai 2014 wie folgt:[79]

Wahlperiode CDU SPD Grüne BfS1 FDP Die Linke Solingen Aktiv Freie Bürger-Union parteilos (Schlupp und Hövels) Gesamt
2014–2020 17 15 6 4 3 3 1 1 2 52
1 Am 30. August 2017 hat die Bürgerfraktion Solingen einstimmig beschlossen, den Namen in Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) zu ändern. Die Namensänderung wurde ab dem 1. September 2017 wirksam.[80]

Bezirksvertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder der fünf Stadtbezirke hat eine eigene Bezirksvertretung, die im Falle der beiden kleineren Bezirke Gräfrath und Wald aus 13, ansonsten aus 15 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder dieser Vertretung werden Bezirksvertreter genannt, der Vorsitzende einer Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister.[81] Die Bezirksvertretungen sind für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig und haben ein Anhörrecht zu allen relevanten Dingen im Stadtbezirk. So kümmern sie sich etwa um Angelegenheiten des Straßenverkehrswesens, des Schulwesens sowie um die Pflege des Ortsbildes in ihrem Bezirk und fungieren als lokale Schnittstelle zwischen dem Rat, der Stadtverwaltung und dem Bürger.

Die Solinger Bezirksvertretungen wurden am 25. Mai 2014 von den Wahlberechtigten des Stadtbezirks gewählt. Die aktuellen Legislaturperioden für die Bezirksvertretungen enden am 13. September 2020.

Die fünf Bezirksbürgermeister:

Jugendstadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich zum Stadtrat besitzt die Stadt ein Vertretungsgremium für Jugendliche. Der Jugendstadtrat besteht aus 21 Jugendstadträten und wird alle zwei Jahre von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren gewählt. Er soll Probleme der Jugend aufgreifen und zu ihrer Lösung beitragen. Mit Hilfe des Stadtrates gelang es dem Jugendstadtrat zum Beispiel, die Skaterhalle Rollhaus zu verwirklichen, ein Integrationsprogramm für Migranten zu entwickeln, eine Nachtexpresslinie zur ehemaligen Diskothek Getaway einzurichten und ein Jugendkulturfestival zu etablieren. Zu den neu hinzugekommenen Projekten zählt seit einigen Jahren unter anderem auch die Entwicklung des bei Jugendlichen beliebten Südparks.

Vom 18. bis zum 22. Mai 2015 wurde an den Solinger Schulen der aktuelle, zehnte Jugendstadtrat gewählt.[82]

Schuldenstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im aktuellen Haushaltsjahr 2019 beträgt der Gesamtschuldenstand über 900 Mio. Euro (langfristige Verbindlichkeiten, kurzfristige Kassenkredite, Wertpapierschulden und Investitionskredite zusammen).

Die Finanzsituation Solingens ist deutlich schlechter als die vieler anderer Großstädte in Deutschland. Die Überschuldung der Klingenstadt trat im Jahr 2014 ein, dass bilanzielle Eigenkapital von Solingen ist seitdem vollständig aufgebraucht. Im Jahr 2018 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung in Solingen 5.841,29 Euro pro Einwohner. Diverse Sparmaßnahmen waren bisher wenig erfolgreich. Solingen versucht seit Jahren, mit NRW-Finanzzuweisungen einen Haushaltsausgleich zu erreichen. So werden im Rahmen der Gemeindefinanzierung für das Jahr 2020 ca. 97 Millionen Euro in die Klingenstadt fließen, was laut Stadtkämmerer Ralf Weeke (SPD) bei weitem nicht ausreicht, um die im Haushalt veranschlagten Kosten zu decken.[83]

Ab dem Jahr 2021 muss die Klingenstadt den Haushaltsausgleich aus eigener Kraft schaffen, es können dann keine neuen Kredite mehr aufgenommen werden.[84][85][86]

Wappen und Siegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtflagge

Das wohl älteste bekannte Stadtsiegel ist einer Altenberger Urkunde aus dem Jahre 1468 angehängt.[87] Es zeigt den Schutzpatron der Stadt, den Heiligen Clemens, der vermutlich bereits seit dem 10. Jahrhundert Patron der Stadt ist.[88] Ihm zu Ehren tragen die katholische Stadtkirche und ihre Vorgängerbauten seit Jahrhunderten seinen Namen, seit 1974 erinnert überdies ein vom lokalen Künstler Hendryk Dywan geschaffenes Denkmal vor der Kirche an den Heiligen. Der Legende nach fand er den Märtyrertod durch Ertränken mithilfe eines Ankers. Bereits auf einem frühen Stadtwappen von 1630 wurde jener Anker als Attribut für Clemens verwendet.

Nach der Städtevereinigung von 1929 erhielt das Stadtwappen eine fünftürmige Mauerkrone, die Solingen als Großstadt klassifiziert und nicht etwa – wie oft fälschlicherweise angenommen – für die fünf Städte steht, aus denen das heutige Solingen gebildet wurde. Am 17. Juli 1935 erhielt die Stadt Solingen offiziell das Recht zum Führen eines neuen Stadtwappens, hinzu kamen zwei gekreuzte Schwerter mit goldenen Griffstücken, welche die Bedeutung der Klingenstadt als Herkunftsort hochwertiger Schneidwaren hervorheben soll. Der Entwurf stammt vom Kunstmaler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher.[89]

Wappen von Solingen
Blasonierung: „In Blau ein goldener Anker, zwei silberne, schräg gekreuzte, gestürzte Schwerter mit goldenen Griffen überdeckend und mit den Spitzen verschränkt. Auf dem oberen Schildrand eine goldene Mauerkrone mit fünf Zinnentürmen, je mit Durchlass und zwei Zinnen.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg eine Patenschaft für die folgende Gemeinde:[90]

PolenPolen Złotoryja (Goldberg) in Polen seit 1955

Die Stadt unterhält ferner Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

NiederlandeNiederlande Gouda in den Niederlanden seit 1957
FrankreichFrankreich Chalon-sur-Saône in Frankreich seit 1960
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Blyth in Großbritannien seit 1962
IsraelIsrael Ness Ziona in Israel seit 1986
SachsenSachsen Aue in Sachsen seit 1990
SenegalSenegal Thiès in Senegal seit 2016
NicaraguaNicaragua Jinotega in Nicaragua seit 2016

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortseingangsschild mit dem Schriftzug Klingenstadt

Seit dem Mittelalter bildet Solingen, erkennbar schon am Beinamen Klingenstadt, das Herz der deutschen Schneidwarenindustrie. Rund 90 Prozent der gesamtdeutschen Schneidwaren- und Besteckbranche ist in Solingen ansässig.[5] In Solingen macht sie heute mit 21 Prozent Anteil am Gesamtumsatz des produzierenden Gewerbes einen wichtigen Wirtschaftszweig aus.[91] Auch der Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e. V. ist in Solingen beheimatet.[92]

Im Laufe der Jahrzehnte sind jedoch weitere Wirtschaftszweige hinzugekommen, vor allem die Automobilzulieferung und die Galvanotechnik. Rund 150 Unternehmen sind in Solingen der Galvanobranche zuzuordnen, womit die Stadt bundesweit einen bedeutsamen Standort der Branche darstellt. Außerdem befindet sich in der Stadt seit 1993 das Institut für Galvano- und Oberflächentechnik (IGOS), das etwa die Beratung und Fortbildung, die Schicht- und Schadenanalyse sowie Korrosionsprüfungen zu seinen Dienstleistungen zählt.[93] Die größten Vertreter der Automobilzulieferer-Branche in Solingen sind zum Beispiel die Unternehmen Accuride (ehemals Kronprinz) oder BIA Kunststoff- und Galvanotechnik. Letzterer ist heute der größte private Arbeitgeber der Stadt. Auch der Rasierbedarf-Hersteller Wilkinson Sword und die ehemalige Konzernmutter Energizer, einer der weltgrößten Batterien-Hersteller, unterhalten ein Werk beziehungsweise ihren Deutschlandsitz in Solingen;[94] ebenso befindet sich in der Stadt das größte deutsche Haribo-Werk.[95]

Die Stadt Solingen unterhält überdies ein Gründer- und Technologiezentrum, das seit 1998 auf dem Fabrikgelände des Schneidwaren-Unternehmens Friedrich Herder Abraham Sohn in Solingen-Höhscheid angesiedelt ist.[96] Es dient der Unterstützung in Form von Beratung und Weiterbildung von Gründern in Solingen. Die historische Dampfmaschinenhalle dient dem ARD-Format Wissen vor acht als Kulisse.[97]

Im Jahre 2016 erbrachte Solingen, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,967 Milliarden €. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 31.277 € (Nordrhein-Westfalen: 37.416 €/ Deutschland 38.180 €) und damit unter dem regionalen und nationalen Durchschnitt. In der Stadt gab es 2016 ca. 72.400 erwerbstätige Personen.[98] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 7,2 % und damit leicht über dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen mit 6,4 %.[99]

Klingenherstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Worte Meves Berns und Me fecit Solingen weisen auf ein von Meves Berns in Solingen gefertigtes Schwert hin
LVR-Industriemuseum Solingen in der Gesenkschmiede Hendrichs

Die Waffenherstellung, in der Hauptsache Schwerter, begann in Solingen bereits früh: Der erste urkundliche Nachweis über eine Klingenfertigung stammt aus dem Jahr 1363. Die zwei wesentlichen Gründe für die Ansiedelung der Klingenfabrikanten waren zum einen die reichlich vorhandenen Bäche und Flüsse, die die entscheidende Energie lieferten, und zum anderen die Nähe zur damals schon bekannten Handelsstadt Köln. Im Jahre 1401 erhielten die Härter und Schleifer in Solingen das Privileg zum Bilden einer Zunft.

Im 16. Jahrhundert folgte dann ein großer Zuzug von Messermachern in der Stadt; dieses Jahrhundert gilt zusammen mit dem darauffolgenden als Höhepunkt der Klingenherstellung in Solingen. „… me fecit Solingen“ (dt. „… Solingen fertigte mich“) als Kennzeichnung auf Schwertern wurde zum Synonym für hochwertige Klingen in ganz Mitteleuropa. Die Solinger Schwerter waren bei fast allen Herrscherhäusern in dieser Region gefragt und deren Qualität geschätzt.

Im Laufe der Zeit kamen weitere Produktionszweige hinzu. So wurde 1571 die Messermacherzunft gegründet, wenig später auch die der Scherenmacher. Die Herstellung der Klingen zu diesen Zwecken war aufgeteilt in die Schleifer, die in ihren Kotten an den Solinger Bächen unter Umständen zu 100 Personen zusammenarbeiteten, und die Härter sowie die Reider, die auf den Höhenrücken der Stadt in den sogenannten Hofschaften zusammenlebten und -arbeiteten.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestimmte die Schneidwarenindustrie die gesamte Solinger Wirtschaft. Erst der Erste Weltkrieg setzte dem kontinuierlichen Aufschwung der Klingenfabrikation ein Ende, da die Absatzmärkte fehlten, denn die Solinger Industrie war vom Weltmarkt abgeschnitten. Daneben wirkten sich auch Arbeitslosigkeit und Kriegsdienst negativ auf die Wirtschaft aus. 1938 verabschiedete die Reichsregierung ein Gesetz zum Schutz des Namens Solingen.

In der Nachkriegszeit sorgte die Mechanisierung in der Solinger Schneidwarenproduktion für steigende Produktivität. Allerdings sank die Produktion in den Jahren von 1959 bis 1989 um etwa die Hälfte. 1994 trat schließlich das 1938 verabschiedete Gesetz zum Schutz des Namens Solingen außer Kraft und wurde durch die vergleichbare Solingenverordnung ersetzt.[100]

Seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurden in hunderten Kleinbetrieben Solingens Rasierklingen gefertigt. Heute sind große Marktanteile an internationale Unternehmen verloren, allen voran an Wilkinson Sword, das seinen deutschen Firmensitz in Solingen unterhält.[101]

Seit Mitte September 2012 wirbt die Stadt auf ihren Ortseingangsschildern offiziell mit dem Zusatz Klingenstadt.[102] Auf diese Weise sollen Touristen auf die Bedeutung Solingens als Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie aufmerksam gemacht werden. Diese Tradition wird nicht nur auf den Ortsschildern gepflegt, sondern auch durch Museen in verschiedenen Stadtteilen: Deutsches Klingenmuseum in Gräfrath, Balkhauser Kotten und Wipperkotten in Höhscheid, sowie die Loos’n Maschinn in Widdert und das LVR-Industriemuseum, die Gesenkschmiede Hendrichs, in Merscheid.

Unternehmen der Schneidwarenbranche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scherenrohlinge in der Gesenkschmiede Hendrichs

Neben großen Messer- und Küchenartikelherstellern wie Zwilling, Wüsthof und Böker, haben vor allem kleine Betriebe mit unter 50 Mitarbeitern ihren Sitz in Solingen. In vielen Fällen sind die Hersteller auf einzelne Produktbereiche spezialisiert. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über einige der in Solingen ansässigen Unternehmen der Schneidwarenbranche. Jedes Unternehmen ist nur einmal aufgeführt, obwohl es teilweise Überschneidungen gibt:[103]

Teilbereich Unternehmen
Bestecke Amefa, Burghaus, Carl Mertens, Justinus, GGS, Marsvogel, Paul Adrian Stahlwarenfabrik, Picard und Wielpütz
Blankwaffen WKC, Schmitz
Friseurbedarf Cerena, United Salon Technologies
Industrieklingen FBS Balke, Lutz, Martor, Mozart
Küche und Haushalt Böker, Burgvogel, Daniel Danger, Diogenes, DKS Stahlwaren, Felix, Friedrich Engels und Cie., Gebr. Stamm, Gehring, Güde, Löwenmesser, Nesmuk, Otter, Robert Klaas, Robert Herder Windmühlenmesser, Wüsthof, Zwilling
Instrumente aller Art
(Maniküre, Pediküre etc.)
Alcoso, Becker Manicure, Dorko, Esta, Gösol, Hollmo, KAD, Karl Hammacher, Malteser, Mörser, Niegeloh, Nippes, Otto Herder Manicure, Otto Röhrig, Otto Rüttgers, Paul Dinger & Söhne, Pfeilring, RSG, Vom Orde, Witte
Rasiermesser und -zubehör DOVO, Giesen und Forsthoff, Wacker, Waldmin und Saam, Wilkinson Sword
Scheren Carl Schwarte, Dreiturm, Kretzer, Robuso, Wilhelm Halbach, Witte, Textilia, Erich Hartkopf
Outdoor-, Spezial- und Taschenmesser Böker, Eicker, Eickhorn, Friedrich Olbertz, Hartkopf, Herbertz, Hubertus, Linder, Otter Messer, Puma, Richartz

Bedeutende Arbeitgeber in Solingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch die Globalisierung sind große Industrieunternehmen mit mehr als tausend Mitarbeitern inzwischen die absolute Ausnahme in der Klingenstadt. Die meisten jener Betriebe erlebten zum Ende der 1990er, ihren Niedergang oder verkleinerten drastisch ihre Beschäftigtenzahl (siehe auch den Unterpunkt Ehemalige Unternehmen). Seit der Jahrtausendwende gewinnen reine Dienstleistungsunternehmen in der Solinger Wirtschaft immer mehr an Bedeutung.

Die folgende Tabelle stellt nur die größeren Solinger Unternehmen dar, die eine Beschäftigtenzahl von mindestens 100 Mitarbeitern haben. Ungenannt bleiben die zahlreichen, teilweise seit Jahrzehnten in Solingen ansässigen kleinen Familienunternehmen die zwar weniger als 100 Mitarbeiter haben, aber dennoch von wesentlicher Bedeutung für die Solinger Wirtschaft sind.

Aufgeführt sind sie in alphabetischer Reihenfolge, Namenszusätze oder Rechtsformen wurden der Übersicht halber in der Regel ausgelassen:

Firmensitz von Walbusch in Solingen-Merscheid
Firmensitz von ZWILLING in Solingen-Höhscheid
Goldbär als Fassadengestaltung am Haribo-Werk in Solingen-Gräfrath
Firmensitz von Wilkinson in Solingen-Mitte
Firmensitz von BIA in Solingen-Merscheid
Firmensitz der Martor KG in Solingen-Gräfrath
Unternehmen Branche Beschäftigtenzahl (gerundet)
Accuride Automobilzulieferer 500[104]
Adient Automobilzulieferer 280[105]
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Solingen Arbeiterwohlfahrt 150[106]
Bergische Krankenkasse Krankenkasse 130[107]
BIA Kunststoff- und Galvanotechnik Automobilzulieferer 1.040[108]
Bong Briefumschläge 200[109]
Borbet Automobilzulieferer 600[110]
Brangs + Heinrich Verpackungen 170[111]
BSS Bohnenberg GmbH Logistikausstater 120[112]
CCL-Design Automobilzulieferer 150[113]
codecentric AG Softwareentwickler 400[114]
Diakonisches Werk Bethanien Medizinische Versorgung 1.000[115]
Forst Technologie Räumtechnik 130[116]
General Electric Healthcare Medizintechnik 400[117]
Haribo Süßwaren 900[118]
IPS Industrie- und Personalservice Personaldienstleistungen 200
item Industrietechnik Industrietechnik 200
J.C. König Tiefziehteile 170[119]
Junkerwerk Linder Schaumstoffverarbeitung 200[120]
KTS Automobilzulieferer 200
Lebenshilfe Ortsverband Solingen Behindertenwerkstätten 720[121]
LUTZ Blades Schneidwaren 250
Martor Schneidwaren 140
McDonald’s Schnellrestaurant 150
Stadtverwaltung Solingen öffentlicher Dienst 2.400[122]
Stadt-Sparkasse Solingen Sparkasse 580[123]
Stadtwerke Solingen öffentlicher Dienst 650[124]
Städtisches Klinikum Solingen Medizinische Versorgung 1.600
Sankt-Lukas-Klinik Medizinische Versorgung 700
Technische Betriebe Solingen öffentlicher Dienst 480
United Salon Technologies Schneidwaren 230[125]
VS Guss Automobilzulieferer 185[126]
Walbusch Mode 730[127]
WebID Solutions Fintech 450[128]
Wilkinson Sword Schneidwaren 650[129]
Ed. Wüsthof Dreizackwerk Schneidwaren 340[130]
Zwilling J. A. Henckels Schneidwaren 500[131]

Ehemals bedeutende Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele, zum Teil sogar weltberühmte Unternehmen prägten die Solinger Wirtschaft darüber hinaus in der Vergangenheit.[132]

  • Mit Rasspe hatte in Solingen lange Zeit einer der weltweit größten Hersteller von Landmaschinenteilen seinen Firmensitz. Ende des 20. Jahrhunderts kam der Niedergang und die Belegschaft wurde drastisch reduziert. Wenig später verlagerte man den Firmensitz in das benachbarte Wermelskirchen. Das Areal der Firma am Stöcken in Solingen-Mitte bildet heute die größte brachliegende Industriefläche der Stadt.
  • Ähnlich erging es dem Haushaltswarenriesen Krups, der in den 1960er- und 1970er-Jahren seine Blütezeit erlebte. Zeitweilig beschäftigte das Unternehmen über 3.000 Menschen. Seit Konkurs der Konzernmutter Moulinex im Jahre 2001 folgte auch für Krups der Niedergang; ein Großteil der Produktionsstätten am Standort Solingen wurde abgerissen. Weiterhin werden durch die französische Groupe SEB unter dem Markennamen Krups Haushaltsgeräte produziert. Am Firmensitz in Solingen sind indes nur noch der Zentralkundendienst des Unternehmens, ein zentrales Warenlager sowie ein Werksverkauf ansässig.
  • Auch die Ohligser Firma Bremshey gehörte zu den bedeutendsten Unternehmen der Stadt. Mit ihrem bekanntesten Produkt, dem unter dem Markennamen Knirps bekannt gewordenen, zusammenschiebbaren Regenschirm, erlangte sie weltweite Berühmtheit. Anfang der 1970er-Jahre hatte das Unternehmen etwa 3.000 Beschäftigte. Nach finanziellen Engpässen zu Beginn der 1980er-Jahre reduzierte das Unternehmen zunächst seine Belegschaft drastisch, bevor es 1982 komplett aufgelöst wurde.[133]
Aktie der Aktien-Brauerei Ohligs, umgestempelt auf „Aktien-Brauerei Beckmann AG“
  • Die Rheinische Türschließerfabrik, 1903 von dem Werkmeister Adolf Boge und dem Schlosser Fritz Kasten in Solingen gegründet, wurde zu einem der europäischen Marktführer für Türschlösser. Nach der Übernahme durch ein US-amerikanisches Unternehmen und dem Zusammenschluss mit Firmen aus Velbert zur BKS GmbH wurde das Unternehmen in den 1920er-Jahren nach Velbert verlegt.
  • Die Ohligser Aktien-Brauerei wurde 1899 durch die Brauerei Beckmann, die bereits seit 1753 existierte, gegründet und war ununterbrochen in deren Besitz. 1972 kam es zur Verschmelzung der Brauerei Beckmann mit der Aktien-Brauerei Ohligs zur „Aktien-Brauerei Beckmann AG“. 1991 erfolgte die Einstellung des Braubetriebes bei der Aktien-Brauerei Beckmann AG und zur Umfirmierung in Beckmann Beteiligungs-AG. 1996 wurde deren Sitz nach Düsseldorf verlegt. Zuletzt war sie an Autohäusern beteiligt. Im Gebäude der alten Mälzerei in Ohligs befand sich von 1991 bis 2018 die Discothek Getaway.[134]

Einzelhandelsstandorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen-Ohligs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Düsseldorfer Straße im Stadtteil Ohligs ist die längste zusammenhängende Einkaufsstraße in Solingen. Die ca. 1 km lange Shoppingmeile, die vom Hauptbahnhof bis zum Ohligser Marktplatz geht, ist überwiegend geprägt von inhabergeführten Einzelhandelsgeschäften. Als reine Fußgängerzone ist die Düsseldorfer Straße heute der größte Einzelhandelsstandort im Solinger Westen und wird im Ohligser Volksmund auch kurz genannt. Heute bilden die restaurierten Hausfassaden ein historisches Ensemble aus der Gründerzeit (1870–1914).

Ab dem Frühjahr 2021 wird die Düsseldorfer Straße modernisiert. Die Ohligser Shoppingmeile soll unter anderem: mit wasserdurchlässigen Pflastersteinen neu gepflastert und der Baumbestand reduziert werden. Ein völlig neues Lichtkonzept mit stromsparender LED-Straßenbeleuchtung soll die Attraktivität der Ohligser Fußgängerzone massiv steigern. Die Solinger Stadtverwaltung investiert ca. 4,8 Mio. Euro in die Modernisierung. Die Düsseldorfer Straße ist zudem immer im Mai der Hauptveranstaltungsort von Solingens größtem Volksfest, dem Ohligser Dürpelfest.[135]

Solingen-Mitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einkaufszentrum Hofgarten (2018)
Schleifer an der Pließtscheibe am Walder Rundling (2011)

Zwischen der Kölner Straße und der Goerdelerstraße findet man schwerpunktmäßig die meisten Einzelhandelsgeschäfte in Solingen-Mitte. Das größte Einkaufszentrum der Klingenstadt, der Hofgarten befindet sich in diesem Solinger Stadtteil.[136]

Solingen-Wald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum des Stadtteils Wald befindet sich die kleinste Fußgängerzone Solingens; sie ist zugleich auch die jüngste. Im Wesentlichen erstreckt sie sich entlang am Walder Rundling. Der Walder Rundling ist der Mittelpunkt im Solinger Stadtteil Wald, er liegt direkt an der evangelischen Kirche Wald.[137]

Solinger Wochenmärkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich beleben drei regelmäßig stattfindenden Wochenmärkte das Gemeindeleben in den Solinger Stadtteilen. Die Lebensmittel Nahversorgung wird durch die Wochenmärkte an den Standorten: Neumarkt in Solingen-Mitte; am Marktplatz in Ohligs und auf dem Marktplatz in Solingen-Wald sichergestellt. Betrieben werden alle drei Solinger Wochenmärkte von der Solinger Wochenmärkte UG. In der Vergangenheit wurde beispielsweise ein Brezeltag in Ohligs, ein Oktoberfest in Wald und ein Jazzfrühstück in Mitte auf den Solinger Wochenmärkten veranstaltet.[138]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptbahnhof im Solinger Stadtteil Ohligs (2007)
Busbahnhof am Graf-Wilhelm-Platz (2010)
Obus in Höhscheid

Solinger Hauptbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ohligs befindet sich der größte und wichtigste Bahnhaltepunkt Solingens: der Solinger Hauptbahnhof. Von Ohligs aus ist der Kölner Hauptbahnhof in ca. 40 Minuten, der Düsseldorfer Hauptbahnhof in ca. 30 Minuten und der Wuppertaler Hauptbahnhof in ca. 15 Minuten zu erreichen. Der Solinger Hauptbahnhof ist an Intercity-Express- und Intercity-Verbindungen angeschlossen, sowie mit den wichtigsten Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien verbunden.[139]

In Solingen gibt es zudem auch die Haltepunkte Solingen Grünewald, Solingen Mitte, Solingen Schaberg und Solingen Vogelpark.[140]

Oberleitungs- und Dieselbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museums-Obus des Obus-Museums

Solingen ist eine der letzten drei Städte in Deutschland, die noch über ein Oberleitungsbussystem verfügen. Es umfasst die sechs Durchmesserlinien 681 bis 686 und ist mit einer Streckenlänge von 56,6 Kilometern das mit Abstand größte in Deutschland, deutlich vor den beiden anderen Netzen in Esslingen am Neckar und Eberswalde. Der Obus bedient das gesamte Stadtgebiet bis in die Randbezirke. Die längste Linie, die 683, verbindet den Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel mit dem Solinger Stadtteil Burg. Zentrale Knotenpunkte sind die Busbahnhöfe Graf-Wilhelm-Platz und der Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof in Ohligs.

Weltweit einzigartig ist die zum Wenden der Obusse vorgesehene Drehscheibe Unterburg an der ehemaligen Endhaltestelle Burg Brücke, die seit der Verlängerung der Linie 683 im November 2009 nicht mehr planmäßig in Betrieb ist; sie wurde durch eine Wendeschleife an der Eschbachstraße ersetzt. Die Drehscheibe selbst bleibt vorerst für den Museumsbetrieb bei Sonderfahrten erhalten und kommt so gelegentlich zum Einsatz, etwa im Rahmen der Rittertour, einer regelmäßigen Touristenfahrt mit dem historischen ÜHIIIs. Die Drehscheibe Unterburg wurde erst Mitte 2004 aufwendig saniert.

Die Stadtwerke Solingen verfügen derzeit (2015) über 50 einsatzfähige Gelenk-Obusse:[141]

  • 15 des Schweizer Unternehmens Hess (Baujahr 2008/09)
  • 15 des niederländischen Unternehmens Berkhof (Baujahr 2001/02)
  • 20 des belgischen Unternehmens Van Hool (Baujahr 2002/03)

Hinzu kommen zwei Solo- (Baujahr 1959 und 1986) und ein Gelenk-Obus (Baujahr 1984) des Herstellers MAN. Diese historischen Obusse gehören dem Obus-Museum Solingen, das im Jahre 1999 gegründet wurde und sich den Erhalt ausrangierter Fahrzeuge zur Aufgabe macht.[142] In regelmäßigen Abständen verleiht das Museum seine Oldtimer an die Stadtwerke Solingen, die diese zur Vermeidung von Standschäden im Linienverkehr einsetzt.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen neben den Obuslinien dreizehn Dieselbuslinien des Verkehrsbetriebs, die allerdings vordringlich über Nebenstrecken führen. Die Solinger Stadtwerke bedienen mit ihren Dieselbuslinien überdies Ziele in den Nachbarstädten Haan und Leichlingen. Alle Verkehrsmittel in Solingen sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Süden, etwa nach Leichlingen, Wermelskirchen, Burscheid oder Köln, gilt seit dem 1. Februar 2005 einheitlich der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg.

Autobahnanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtautobahn Viehbachtalstraße verbindet Solingen-Mitte mit dem Ohligser Unterland

Die Stadtautobahn Viehbachtalstraße verläuft von Solingen-Mitte bis zur Bonner Straße im Ohligser Unterland. Die Viehbachtalstraße besitzt keinen direkten Anschluss an das Fernstraßennetz und wurde auf Solinger Stadtgebiet als vierspurige Stadtautobahn L 141n realisiert. Seit den 1970er-Jahren streiten Solinger Kommunalpolitiker darüber, ob es sinnvoll ist, die Lücke zwischen der Viehbachtalstraße und dem Autobahnkreuz Langenfeld an der A 3 zu schließen, um auf diese Weise den direkten Anschluss der Klingenstadt an das Fernstraßennetz zu verbessern. Eine Anschlussstelle auf Solinger Stadtgebiet ist in der Kommunalpolitik zurzeit nicht mehrheitsfähig. Solingen und Reutlingen sind die einzigen Großstädte in Deutschland, die nicht an ein Fernstraßennetz angeschlossen sind.

Die Autobahnanschlussstelle Solingen befindet sich wenige Kilometer südlich von Ohligs auf dem Gebiet der Stadt Langenfeld an der Stadtteilgrenze zu Solingen-Aufderhöhe. Seit dem Jahre 1936 ist Solingen mit dieser Anschlussstelle an das Fernstraßennetz angebunden. Das Hildener Kreuz liegt mit der Anschlussstelle Hilden ca. acht Kilometer nordwestlich entfernt.[143][144]

Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korkenziehertrasse in Höhe der Hundewiese Fuhr

Bedingt durch die mitunter steile Topografie der Stadt ist dem Radverkehr vonseiten der Politik lange Zeit keine große Bedeutung beigemessen worden. Die Nachkriegsstädteplanung stellte daher den Fokus auf den Ausbau der Verkehrswege für den motorisierten Individualverkehr. So ließ z. B. der Ausbau des zentralen Knotenpunktes Schlagbaum in der Nordstadt in den 1970er-Jahren Planungen für Radwege gänzlich außen vor. Erst um die Jahrtausendwende fand ein gesellschaftliches Umdenken statt, das dem Radverkehr einen höheren Stellenwert beimaß und auch in Solingen seine Spuren hinterließ. So wurde 1995 der Runde Tisch Radverkehr ins Leben gerufen, der die Stadt Solingen in Fragen des Radverkehrs berät, auf Probleme aufmerksam macht und z. B. am von der Stadt veröffentlichten Fahrradstadtplan und dem Radverkehrskonzept mitwirkt.[145]

Schwerpunktmäßig behandelt wurde seither etwa die Umnutzung einstmaliger Bahntrassen hin zu Radwegen. Beispielhaft ist hier die im Rahmen der Regionale 2006 realisierte Korkenziehertrasse, die den Solinger Südpark ohne nennenswerte Steigung mit den Stadtteilen Wald und Gräfrath sowie den Nachbarstädten Haan und Wuppertal-Vohwinkel verbindet. Ebenso als Beispiel dient die Bergbahntrasse, die, als ehemaliger Streckenabschnitt der Barmer Bergbahn, die Solinger Stadtmitte mit Müngsten und dem Brückenpark verbindet. Auch dieses Projekt erlebte seine Umsetzung im Zuge der Regionale.[146] Darüber hinaus wird dem Radverkehr auch bei einzelnen Infrastrukturprojekten der Gegenwart einen höheren Stellenwert zuerkannt. Dies trifft allerdings nicht beim Umbau der Konrad-Adenauer-Straße zu, bei dem der Radverkehr umwegig über weniger frequentierte Hauptstraßen der Nordstadt geführt werden soll.[147]

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Was den Radverkehr behindert, kommt Wanderern zu Gute: die Wupperberge und auch die Bachtäler sind durch zahlreiche Wanderwege überall im Stadtgebiet erschlossen. Der bekannteste und zugleich mit knapp 70 Kilometern der längste, um das gesamte Stadtgebiet verlaufende Wanderweg ist der Klingenpfad, der mit dem Wegezeichen S gekennzeichnet ist. Weiterhin gibt es diverse Themenwanderwege, etwa den Merscheider Scherenweg, Rund um Merscheid oder Rund um die Sengbachtalsperre. Um Burg befindet sich ebenfalls ein Waldschadenslehrpfad und mit dem rund 3,5 Kilometer langen Willi-Lohbach-Weg auch ein Geologischer Lehrpfad. Deutlich flacher ist die Ohligser Heide, die ihrerseits durch Wanderwege erschlossen ist.[148]

Seilbahn Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil Burg an der Wupper dient als zur Überwindung der rund 90 Höhenmeter zwischen den Ortsteilen Ober- und Unterburg seit dem Jahre 1952 eine Luftseilbahn. Die Seilbahn Burg wird überwiegend touristisch genutzt, da sie den historischen Stadtteil Unterburg auf direktem Weg mit dem Schloss verbindet, doch auch Anwohner verwenden sie als innerörtliches Verkehrsmittel.

Stadtentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionale 2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionale 2006 war ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal für die Entwicklung des Bergischen Städtedreiecks. Im Rahmen der Regionale entwickelten die drei Städte seit 2001 gemeinsame und eigene Projekte, die städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Akzente für den Strukturwandel in der Region setzen. Ziel war es, die Region zu profilieren und zukunftsfähig zu machen. Ein großes Netzwerk von Sachverständigen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Institutionen der Region entstand für die Arbeit an der Regionale. Von der Regionale gingen für Solingen starke städtebauliche Impulse aus.

Forum Produktdesign: Der ehemalige denkmalgeschützte Hauptbahnhof wurde behutsam restauriert und beherbergt das Institut im neuen Südpark.

Im Jahr 2006 wurden zum Abschluss des Programms auf der Bergischen Expo '06 die Ergebnisse der Kooperation sowie die Leistungen und Qualitäten der Region präsentiert.

In Solingen wurden folgende Projekte verwirklicht:

City 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der umgestaltete Entenpfuhl

Die Nachfolge der Regionale 2006 trat City 2013 an. Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung der bereits seit 1991 in verschiedenen Innenstadtkonzepten entwickelten Grundgedanken zur Aufwertung der gesamten Innenstadt. Besonders der Nordstadt war bei der Regionale 2006 zuvor kaum Beachtung geschenkt worden, so sollte das Projekt City 2013 unter anderem die bislang vernachlässigten Bereiche aufwerten. Überdies sollten die Ansätze aus vergangenen Programmen weiterentwickelt werden.

Im Rahmen von City 2013 wurden und werden die folgenden Teilprojekte umgesetzt:[149]

  • Fassadenprogramm – Bereitstellung von öffentlichen Geldern zur Sanierung von Häuserfassaden in der Innen-, der Süd- und der Nordstadt
  • Alter Markt/Kirchstraße/Küstergasse/Linkgasse/Ohliger Tor – Umgestaltung des zentralen innerstädtischen Bereiches um den Alten Markt mit neuer Pflasterung und neuen Gestaltungsobjekten
  • Stadtkirche und Fronhof – Renovierung der evangelischen Stadtkirche aus dem Jahr 1956 und Öffnung nach außen hin zum Fronhof, Attraktivierung des Fronhofes, Errichtung eines Kirchencafés in der Stadtkirche, Aufwertung des Gebäudes
  • Entenpfuhl/Untere HauptstraßeNeugestaltung und Aufwertung des Platzes am Entenpfuhl inklusive der gesamten unteren Hauptstraße, neue Gestaltung und neue Gestaltungsobjekte
  • Kölner StraßeNeugestaltung des südlichen Tors zur Innenstadt, Aufwertung der Straße mit neuem Fahrbahnbelag und Grünstreifen
  • Konrad-Adenauer Straße/Theater und KonzerthausNeugestaltung des nördlichen Tors zur Innenstadt, Aufwertung der Straße mit neuem Fahrbahnbelag, Parkplätzen und Grünstreifen, Umgestaltung und Aufwertung des Theater-Umfeldes

Im Zusammenhang mit dem Projekt stand der Bau und die Eröffnung des neuen Einkaufszentrums Hofgarten am Graf-Wilhelm-Platz. Auch der Abriss der alten Polizeiinspektion an der Goerdelerstraße sowie der Neubau an der Kölner Straße und der Neubau des Finanzamtes an gleicher Stelle an der Goerdelerstraße waren zusätzlich zu City 2013 Bestandteil der weitreichenden Veränderungen in der Innenstadt.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Printmedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlagshaus des Solinger Tageblatts

Die älteste Solinger Tageszeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung am Ort, ist das im Verlag B. Boll erscheinende Solinger Tageblatt; als weitere Tageszeitung erscheint die Solinger Morgenpost, eine Lokalausgabe der Rheinischen Post. Ableger des Solinger Tageblatts ist das wöchentlich erscheinende kostenlose Anzeigenblatt Das Solinger. Zudem erscheint einmal in der Woche die Solinger Wochenpost. Ende 2005 wurde erstmals der Solinger Stadtanzeiger veröffentlicht, der sich als unabhängiges Stadtmagazin versteht und einmal im Monat erscheint. Vier Mal pro Jahr erscheint überdies das lokale Kulturmagazin Engelbert, das bis zu 40.000 Leser pro Ausgabe erzielt.

Seit Mitte der 1990er-Jahre erschien die Straßenzeitung DIE STRASSE. Aufgrund fehlender Subventionierung musste das Projekt seinen Betrieb Ende Mai 2011 zwischenzeitlich einstellen. In der Folgezeit versuchten Solinger Medienmacher, das Projekt durch eine übergreifende Zusammenarbeit zu erhalten. Dies gelang Ende 2011 in Form einer Kooperation mit dem Fifty-Fifty-Projekt.[150]

Onlinemedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Web-Log Solinger Bote bot in Form einer kommunalen Onlinezeitung ein weiteres Informationsmedium. Das Projekt wurde in seiner ursprünglichen Form von einer Gruppe ehrenamtlich arbeitender Redakteure gegründet und existierte seit dem 1. Dezember 2010. Seit November 2013 war der Solinger Bote Teil der gewerblichen Medienunternehmen der Stadt, bis die Seite im Juni 2018 vom Netz ging und der Betrieb eingestellt wurde. Im Herbst 2016 ging Das SolingenMagazin online, das als City-Blog bzw. lokale Onlinezeitung aktuelle Ereignisse und Veranstaltungen abdecken möchte.

Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1992 ist in Solingen-Mitte der private Radiosender Radio RSG ansässig. Als Lokalradio und Teil der Mediengruppe Radio NRW sendet er aktuelle Nachrichten für Solingen und die Nachbarstadt Remscheid. Über den Solinger Funkturm am Zentral sendet er auf der Frequenz 94,3 MHz für das gesamte Solinger Stadtgebiet. Für die Nachbarstadt Remscheid gibt es die Frequenzen 92,2 sowie 107,9 MHz. Im Städtischen Klinikum sendet seit 1978 der ehrenamtliche Krankenhausfunk „Studiowelle 2“.[151]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsgericht Solingen

Solingen ist der Sitz einiger öffentlicher Einrichtungen und Gebäude. Das Amtsgericht Solingen ist eines der fünf dem Landgericht Wuppertal untergeordneten Gerichte und befindet sich unweit des Arbeitsgerichts in der Solinger Innenstadt. Letzteres ist zuständig für Rechtsstreitigkeiten in Solingen und der Nachbarstadt Wermelskirchen. Ferner befindet sich die Polizeiinspektion Solingen des Polizeipräsidiums Wuppertal im neuen Dienstgebäude an der Kölner Straße, Außenstellen der Polizei befinden sich in den Stadtbezirken. Im Stadtteil Ohligs existiert eine Geschäftsstelle der Bundesagentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Die Berufsfeuerwehr Solingen unterhält im Stadtgebiet drei Feuer- und Rettungswachen: am Katternberg sowie in den Stadtteilen Ohligs und Wald. Darüber hinaus bestehen acht Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Die gemeinsam mit der Stadt Wuppertal betriebene Feuerwehrleitstelle befindet sich in der Nachbarstadt.

Die Stadt betreibt drei Bürgerbüros als Zweigstellen der Stadtverwaltung in der Stadtmitte, dem Stadtteil Höhscheid und Ohligs. Eine Stadtbibliothek befindet sich in den Clemens-Galerien, ebenfalls in der Stadtmitte.

Weitere Ämter, Stellen und Einrichtungen werden im Rahmen der Zusammenarbeit der drei benachbarten bergischen Großstädte gemeinschaftlich betrieben, darunter das in Solingen ansässige Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, das für alle Städte im Bergischen Städtedreieck zuständig ist.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Solingen befinden sich drei Krankenhäuser, der stationären und ambulanten medizinischen Grundversorgung:

  • Klinikum Solingen (716 Betten), Solingen-Wald
  • Sankt-Lukas-Klinik (345 Betten), Solingen-Ohligs
  • Krankenhaus Bethanien (120 Betten), Solingen-Aufderhöhe

Das Klinikum Solingen ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und seit 1977 akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln. Das Klinikum verfügt über 15 fachärztlich geleitete Kliniken, Institute und interdisziplinäre Zentren. An der oberen Schwanenstraße in Ohligs wurde 1962 ein neues Krankenhaus fertiggestellt, die katholische St.-Lukas-Klinik. Die St.-Lukas-Klinik, die mitten in der Ohligser Heide liegt, wurde seit den 2000er Jahren kontinuierlich erweitert und modernisiert. Die Klinik verfügt heute über ein bundesweit renommiertes Schlaganfallzentrum. Die Sankt-Lukas-Klinik wird aktuell von der Kplus Gruppe betrieben. Das Krankenhaus Bethanien hat sich als Fachklinik auf die Diagnostik und Behandlung sämtlicher Lungenerkrankungen spezialisiert und wird als Klinik für Pneumologie und Allergologie/Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin überregional in Anspruch genommen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen hat im aktuellen Schuljahr 2019/20:

Solingen ist die erste und aktuell (2019) einzige Großstadt in Nordrhein-Westfalen, die keine Hauptschule hat.[152]

Zudem sind in Solingen die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Gräfrath sowie das Walter-Bremer-Institut in der Stadtmitte beheimatet. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln seit 1977 ist ferner das Städtische Klinikum Solingen zu nennen. Darüber hinaus unterhält Solingen eine städtische Musikschule, die auf dem ehemaligen Werksgelände des Unternehmens Kieserling in der Südstadt untergebracht ist. Die Bergische Volkshochschule wird in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Wuppertal betrieben.

Im Schuljahr 2016/17 gab es in Solingen 22 spezielle Vorbereitungsklassen für Schüler mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen.

Berufskollegs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technisches Berufskolleg Solingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technisches Berufskolleg Solingen

Das Technische Berufskolleg Solingen liegt in Solingen-Mitte und wurde 1823 als Sonntagsschule der damaligen Stadt Höhscheid gegründet. Ein neues Schulgebäude für das technische Berufskolleg wurde 1904 feierlich eingeweiht und diente als wirtschaftliches Instrument von Solinger Arbeitgebern um die Konkurrenzsituation zum Erzrivalen Sheffield auf dem Schneidwarenmarkt zu verbessern. Im Laufe der Zeit sind beachtliche Besteck- und Klingenentwürfe sowie flächige Gestaltungen erstellt worden.

Gegenwärtig bildet das Berufskolleg unter anderem staatlich geprüfte Techniker für Industriedesign und Galvanotechniker aus. Es hat etwa 2.000 Schüler, die in den Schulformen Berufsschule, Berufsfachschule und Technisches Gymnasium beschult werden. Vom Hauptschulabschluss bis zur fachgebunden Hochschulreife können alle in NRW anerkannten Schulabschlüsse erworben bzw. nachgeholt werden. Das Technische Berufskolleg ist zudem als Ausbildungsstätte für Galvaniseure und Graveure bundesweit bekannt. Zudem befindet sich auf dem Grundstück die überbetriebliche Ausbildungsstätte der Solinger Maler- und Lackiererinnung.

Friedrich-List-Berufskolleg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich-List-Berufskolleg

Das Friedrich-List-Berufskolleg ist ein kaufmännisches Berufskolleg mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung. Die Schule wurde 1857 als kaufmännische Berufsschule gegründet und hatte an verschiedenen Schulstandorten im Solinger Stadtgebiet ihren Sitz. Seit dem Schuljahr 1958/59 befindet sich das Friedrich-List-Berufskolleg in der Solinger Innenstadt am Vorspel. Es hat über 1.200 Schüler, die in den Schulformen Berufsschule, Berufsfachschule und Wirtschaftsgymnasium beschult werden. Vom Hauptschulabschluss bis zur Allgemeinen Hochschulreife können alle im Bundesland Nordrhein-Westfalen anerkannten Schulabschlüsse erworben bzw. nachgeholt werden.

Im Gebäude des Friedrich-List-Berufskollegs ist seit dem Schuljahr 2009/10 auch das Walter-Bremer-Institut ansässig, eine staatlich anerkannte Lehranstalt für pharmazeutisch-technische Assistenten.

Mildred-Scheel-Berufskolleg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mildred-Scheel-Berufskolleg mit Schwerpunkten in Sozial- und Gesundheitswesen befindet sich in Solingen-Merscheid an der Beethovenstraße. Das Berufskolleg vermittelt in einem differenzierten Unterrichtssystem verschiedene berufliche Qualifizierungen. Darüber hinaus können vom Hauptschulabschluss bis zur Allgemeinen Hochschulreife alle allgemeinbildenden Abschlüsse erworben bzw. nachgeholt werden. Benannt wurde das Berufskolleg nach Mildred Scheel, der Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten und gebürtigen Solingers Walter Scheel, die sich durch ihr soziales Engagement auszeichnete und unter anderem die Deutsche Krebshilfe gründete.[153]

Gesamtschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander-Coppel-Gesamtschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alexander-Coppel-Gesamtschule wurde 1982 als Städtische Gesamtschule Solingen gegründet und ist somit die älteste Solinger Gesamtschule. Zunächst war die Schule in einem Gebäude an der Elsa-Brändström-Straße untergebracht. Am jetzigen Standort Wupperstraße startete der Unterricht am 22. August 1983 mit zwölf Klassen. Seitdem ist die Schule stetig gewachsen. Den etwa 1.300 Schülern und etwa 100 Lehrkräften stehen unter anderem eine Mensa, zwei moderne Sporthallen, eine Mediathek, sowie ein eigener Bereich für die Fünftklässler zur Verfügung.

Die Gesamtschule ist benannt nach dem Solinger Unternehmer Alexander Coppel. Die Umbenennung der Städtischen Gesamtschule zum Schuljahr 2015/2016 wurde in der Ratssitzung am 7. Mai 2015 einstimmig beschlossen. Im Zusammenhang damit stellte die Schule den Antrag, UNESCO-Projektschule zu werden.[154]

Friedrich-Albert-Lange-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Schuljahr 1990/91 wurde die Friedrich-Albert-Lange-Schule im Stadtteil Wald gegründet. Die nach Friedrich Albert Lange benannte Schule bezog die Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule Wald und erhielt vier Jahre später ihr erstes Erweiterungsgebäude. Ein weiteres Nebengebäude entstand zwischen 1995 und 1996 für die Schüler der Klassen fünf und sechs. Ende 2001 wurde eine zweite und größere Turnhalle eingeweiht sowie 2012 eine weitere Multifunktionsturnhalle. Ein Highlight im Schuljahr sind die überregional bekannten Walder Theatertage.

Im Jahr 2007 wurde die Friedrich-Albert-Lange-Schule zu einer von fünf NRW-Sportschulen ernannt.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule im Stadtteil Ohligs ist an zwei Standorten untergebracht. In der Uhlandstraße befinden sich die fünften bis siebten Klassen, die achten bis zehnten Klassen und die Oberstufe an der Querstraße.[155] Die Schule ging aus dem gleichnamigen Gymnasium hervor, das im Zuge der Errichtung der Gesamtschule aufgelöst wurde. Heute besuchen einschließlich der gymnasialen Oberstufe etwa 1.300 Schüler die Gesamtschule. Sie nahm im Schuljahr 2009/10 den Ganztagsbetrieb auf.

Die Scholle bietet als einzige weiterführende Schule in Solingen Italienisch als zweite Fremdsprache ab der achten Klasse an.

Städtische Gesamtschule Höhscheid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Schuljahr 2014/15 existiert in Höhscheid eine Gesamtschule. Mit 108 Schülern der fünften Klasse nahm sie den Schulbetrieb im Gebäude der ehemaligen Hauptschule Höhscheid auf.

Gymnasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August-Dicke-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August-Dicke-Schule

Die August-Dicke-Schule ist ein städtisches Gymnasium mit etwa 1.000 Schülern und rund 74 Lehrern. Das Gebäude liegt nahe dem Stadtkern an der Schützenstraße und grenzt an die Theodor-Heuss-Schule an. Die Genehmigung der Regierung für die Gründung der heutigen August-Dicke-Schule wurde am 15. August 1873 erteilt. Den Namen verdankt die Schule dem Oberbürgermeister der Stadt Solingen in den Jahren 1896–1928, August Dicke, einem Ehrenbürger der Stadt Solingen, der die Entwicklung Solingens zu Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat.

Anlässlich der Einweihung wurde das Schulgebäude in der Presse als „schönste Schule Westdeutschlands“ bezeichnet. Die Architektur ist Ausdruck ihrer Zeit: Das Gebäude ist massiv, viergeschossig mit roter Backsteinfassade im symmetrischen und gesteigerten Aufbau mit horizontaler und rhythmischer Gliederung.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/04 wurde an der August-Dicke-Schule eine Klasse mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil eingerichtet. Zusätzlich zum Unterricht erhalten die Schüler dieses Kurses ein zusätzliches naturwissenschaftliches Unterrichtsangebot in Form einer Arbeitsgemeinschaft, das ursprünglich für die fünften bis achten Klassen verpflichtend war. Im Rahmen der Schulzeitverkürzung (G8) wurde auch der naturwissenschaftliche Zusatzunterricht verkürzt und endet inzwischen bereits nach der 7. Klasse. Er ist für die Profilschüler nach wie vor verpflichtend, aber nicht versetzungsentscheidend. In den achten und neunten Klassen besteht im Wahlpflichtbereich die Möglichkeit der naturwissenschaftlichen Schwerpunktbildung. Mit Beginn des Schuljahres 2010/11 ist an der August-Dicke-Schule ein weiterer Kurs mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt eingerichtet worden. Ehemalige bekannte Schüler sind die Malerin Bettina Heinen-Ayech, die Politikwissenschaftlerin Hiltrud Naßmacher, die Bildhauerin Gertrud Kortenbach der Baseballer Kai Gronauer und der Fußballer Christoph Kramer.

Gymnasium Schwertstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gymnasium Schwertstraße

Das städtische Gymnasium Schwertstraße liegt im Zentrum Solingens. Es wurde am 15. Oktober 1841 als Höhere Bürgerschule gegründet und ist damit das älteste Solinger Gymnasium. Das während des Zweiten Weltkriegs fast komplett zerstörte Schulgebäude wurde nach dem Krieg an alter Stelle wieder aufgebaut. Heute hat das Gymnasium etwa 1.000 Schüler.

Die Schule bietet einen bilingualen Zweig für Englisch und eine Streicherklasse an, in der die Schüler in Kooperation mit der Solinger Musikschule Unterricht an Streichinstrumenten erhalten. Bekannte ehemalige Schüler sind unter anderem Rudolf Cronau, Walter Scheel, Michael Lesch, Johannes Schuy, Richard David Precht und Veronica Ferres.

Humboldtgymnasium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Humboldtgymnasium

Das Humboldtgymnasium, benannt nach den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, besteht seit 1903 und liegt in Solingen-Wald an der Stadtteilgrenze zu Ohligs. Das Humboldt hat ca. 900 Schüler und etwa 80 Lehrer. Das Schulgebäude wurde 1978 saniert und 2002 um einen Neubau erweitert. Zudem verfügt die Schule über eine eigene separate Sporthalle, die voraussichtlich bis Frühjahr 2019 saniert wird.

Gymnasium Vogelsang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulzentrum Vogelsang

Das Gymnasium Vogelsang wurde zum Schuljahr 1972/73 neu gegründet und ist damit das jüngste der vier Solinger Gymnasien. Zunächst im sogenannten Roten Esel (das Mauerwerk bestand aus roten Ziegelsteinen) an der Friedrich Ebert-Straße im Stadtteil Wald untergebracht, zog das Gymnasium im Schuljahr 1979/80 an ihren heutigen Standort im Solinger Wohngebiet Vogelsang, auf einer Anhöhe zwischen den Solinger Stadtteilen Wald und Gräfrath. Es teilt sich seine Räumlichkeiten mit der Realschule Vogelsang und bildet auf diese Weise mit rund 1.700 Schülern, davon etwa 1.000 am Gymnasium den größten Schulkomplex Solingens. Als einziges Solinger Gymnasium bot es seit Mitte der 1980er-Jahre in den fünften bis siebten Klassen einen Montessori-Zweig mit mehreren Wochenstunden Freiarbeit an. Ein weiterer pädagogischer Schwerpunkt ist der musisch-künstlerische Bereich mit Musik, Theater und bildender Kunst, zum Beispiel der Unterricht in Streicherklassen, also dem Erlernen eines Streichinstruments im Musikunterricht in den fünften und sechsten Klassen sowie Leistungskurse im Fach Kunst in der gymnasialen Oberstufe. Im Schuljahr 2009/10 nahm das Gymnasium Vogelsang, beginnend mit der fünften Klasse, als erstes Gymnasium in Solingen den Ganztagsbetrieb auf.

Im Frühjahr 2019 gab die Solinger Stadtverwaltung bekannt, dass der aktuelle Gebäudezustand am Gymnasium Vogelsang so schlecht ist, dass nur noch ein total Abriss der Immobilie am Vogelsang infrage kommt. Bis zum Schuljahr 2027/28 soll ein komplett neues Gebäude neben dem bisherigen errichtet werden. Das alte Schulzentrum Vogelsang soll ab 2029 abgerissen werden.[156]

Realschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert-Schweitzer-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Solingen-Wald, unweit des Humboldtgymnasiums, gelegene Albert-Schweitzer-Schule war bei ihrer Gründung im Jahre 1953 die erste mittlere Schule in Solingen. Ihren heutigen Namen erhielt sie allerdings erst 1956 nach dem deutsch-französischen Arzt Albert Schweitzer. Die Schule zeichnet sich durch ihre Kooperation mit den Stadtwerken Solingen sowie der Musikschule aus und bietet auch eine Bläserklasse an.

Realschule Vogelsang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Realschule Vogelsang bildet zusammen mit dem Gymnasium Vogelsang Solingens größten Schulkomplex mit rund 1.700 Schülern, von denen etwa 700 die Realschule besuchen. Er befindet sich im Norden Solingens auf der Grenze von Solingen-Gräfrath und -Wald. Die Realschule Vogelsang bietet als einzige Realschule in Solingen einen Montessori-Zweig in den fünften bis zehnten Klassen an. Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt in der Berufswahlorientierung. So unterhält die Realschule Vogelsang zahlreiche Kontakte zu weiterführenden Schulen und lokalen Unternehmern verschiedener Branchen.

Theodor-Heuss-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nach Theodor Heuss, dem ersten deutschen Bundespräsidenten, benannte Realschule befindet sich im Solinger Stadtteil Mitte, unweit der August-Dicke-Schule und hat etwa 750 Schüler. Zahlreiche beispielhafte Projekte und Arbeitsgruppen grenzen die Schule von anderen ab. Im Schuljahr 2011/12 wurde die Schule auf den Ganztagsbetrieb umgestellt.

Sekundarschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtische Sekundarschule Solingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Solingen-Mitte existiert seit dem Schuljahr 2013/14 im Gebäude der ehemaligen Hauptschule Central eine Sekundarschule.[157]

Volkshochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volkshochschulen und Familienbildungsstätten von Solingen und der Nachbarstadt Wuppertal haben sich zur Bergischen Volkshochschule zusammengeschlossen. Seit 2006 erscheint zweimal pro Jahr ein gemeinsames Kursprogramm für beide Städte. Neben der beruflichen wird auch eine allgemeine Ausbildung mit kulturellen, politischen, ökonomischen und linguistischen Aspekten angeboten. Zudem werden die Teilnehmer nach Wunsch auch bei Fragestellungen zur Familienbildung unterstützt.

Solinger Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunstmuseum Solingen im alten Gräfrather Rathaus

Das Theater und Konzerthaus mit Pina-Bausch-Saal, Großem und Kleinem Konzertsaal in der Stadtmitte bildet seit über 50 Jahren das Zentrum größerer kultureller Veranstaltungen in der Stadt. Es wird vom Kulturmanagement der Stadt Solingen betrieben. Darüber hinaus besteht das Kulturzentrum COBRA im Stadtteil Merscheid. Es wurde 1984 von der Kultur-Initiative Die Provinz lebt Solingen e. V. initiiert und 1994 eröffnet. Heute bildet es einen Ort für Kultur, der neben einer großen Bühne ein regelmäßiges Kinoprogramm anbietet.[158][159]

Die beiden mittlerweile privat betriebenen Häuser Festhalle Ohligs und Walder Stadtsaal bilden die Zentren für kulturelle Veranstaltungen in Ohligs und Wald. Das Deutsche Klingenmuseum im ehemaligen Kloster in Solingen-Gräfrath bietet neben Blankwaffen aus Solinger Produktion auch eine der größten Bestecksammlungen der Welt. In den Räumlichkeiten von Schloss Burg untergebracht befindet sich das Bergische Museum. Es führt durch das mittelalterliche Leben der Ritter und des Adels als wichtiger Bestandteil der frühen Geschichte des Bergischen Landes. Ausgestellt sind unter anderem Ritterrüstungen und Schwerter.

Blick auf das Wasserrad des Wipperkottens

Im alten Gräfrather Rathaus ist mit dem Kunstmuseum Solingen – dem ehemaligen Museum Baden – ein vielseitiges Kunstmuseum mit Städtischer Kunstsammlung, der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, der Sammlung Gerhard Schneider (Verfemte Kunst), der Exil-Literatur-Sammlung Jürgen Serkes und der Sammlung Arthur Dorp entstanden. In den Räumlichkeiten des Museums eröffnete zu Beginn des Jahres 2015 Deutschlands erstes Zentrum für verfolgte Künste.[160][161]

Auch die Industriegeschichte Solingens kann an verschiedenen Orten erfahren werden. Die Gesenkschmiede Hendrichs des LVR-Industriemuseums ist eine über hundert Jahre alte Scherenschlägerei und Gesenkschmiede, in der auch heute noch auf traditionelle Weise Scheren von Hand gefertigt werden. Im Schleifermuseum Balkhauser Kotten an der Wupper werden die für Solingen typischen und bedeutsamen historischen Schleifmethoden veranschaulicht. Das Kuratorium Balkhauser Kotten e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kotten als heimatgeschichtliches Museum zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Museum Plagiarius im Südpark
Balkhauser Kotten – Solinger Schleifkotten an der Wupper
Logo vom Galileum Solingen

Das Schleifermuseum im Wipperkotten zeigt die traditionelle Herstellung von Messern im letzten in Solingen erhaltenen Doppelkotten, ebenfalls an der Wupper. Loos’n Maschinn im Stadtteil Widdert stellt dagegen als ehemalige Dampfschleiferei die Arbeitsstätte der Solinger Schleifer des ausgehenden 19. Jahrhunderts dar. Als diese von der Wasserkraft auf Dampfkraft umstellten, nannten sie ihre neuen Schleifkotten Maschinnen. 1895 gab es 107 davon – einer dieser Bauten wurde mustergültig erneuert, ein Raum und ein Treppenhaus sind erhalten und werden vom Förderverein Industriemuseum Solingen e. V. unter dem Namen Loos’n Maschinn als Ausstellungsraum betrieben.

Ebenfalls erwähnenswert ist das Laurel & Hardy-Museum. Im Walder Kotten privat betrieben, setzt es das Leben und Wirken der Stars von Dick und Doof originell in Szene. Das Museum Plagiarius, das wohl weltweit erste Museum gegen Produktpiraterie, befindet sich im Kopfbau der Güterhallen am ehemaligen Hauptbahnhof im heutigen Südpark. Es eröffnete am 1. April 2007 im Zuge der Umgestaltung des Geländes um den ehemaligen Hauptbahnhof.

Einzigartig ist überdies das vollständig museal erhaltene Waschhaus Weegerhof. Eröffnet im Jahre 1928 inmitten der Spar- und Bauvereinssiedlung Weegerhof war es bis in das Jahr 2005 in Betrieb. Das Museum zeigt mit seiner original erhaltenen Ausstattung und den Maschinen aus den späten zwanziger Jahren den Alltag der Hausfrauen zu jener Zeit. Die Einrichtung wird durch moderne, multimediale Ausstellungstechnik aufgewertet.[162] Außerdem gibt es ein ehrenamtlich betriebenes Hofschaftsmuseum. Es befindet sich in der Hofschaft Buscher Feld in Gräfrath und veranschaulicht das Hofschaftsleben vergangener Generationen in einem museal erhaltenen, bergischen Fachwerkhaus.[163]

Galileum Solingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Galileum Solingen ist das einzige Planetarium weltweit, das in einen stillgelegten Kugelgasbehälter gebaut wurde. Eine zusätzliche Sternwarte wurde in einem daneben gelegenen Neubau platziert. Der Standort befindet sich am Walter-Horn-Weg 1 unterhalb des Solinger Hauptbahnhofs. Das Planetarium bietet Platz für über 80 Besucher. Vom Foyer im Erdgeschoss bis zur Sternwarte im Dachgeschoss dreht sich alles um das Thema Sterne und Weltall.[164][165][166]

„Der Weltraum mit seinen unendlichen Weiten wird im neuen Galileum Solingen erlebbar sein.“

Dr. Frank Lungenstraß, Schatzmeister der Walter-Horn-Gesellschaft e.V.[167]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solingen trägt in der deutschen Rockszene den Beinamen Rock City No. 1, was daher rührt, dass in der Stadt viele Rockbands gegründet wurden. Zu den bekanntesten zählt etwa die Band Accept. Auch andere Bands haben ihre Wurzeln in der Klingenstadt, darunter unter anderem Aclys, Lockjaw und S.Y.P.H. In Solingen gibt es einen Cow Club, der sich für die Förderung von Jugendkultur und Rockmusik einsetzt und vor allem jungen Musikern und Bands in der Stadt unter die Arme greift.[168]

Gemeinsam mit der Nachbarstadt Remscheid unterhält Solingen die Bergischen Symphoniker als Orchester in öffentlicher Trägerschaft. In der Stadt gibt es überdies diverse traditionelle Chöre, darunter den Bergischen Männerchor 1801 e. V. der sich rühmt, der älteste Männerchor Deutschlands zu sein. Die Stadt unterhält darüber hinaus eine städtische Musikschule, die bereits 1946 gegründet wurde.[169]

Ferner ist in Solingen seit dem Jahre 1976 die Zentralstelle für den deutschsprachigen Chorgesang in der Welt angesiedelt. Diese sieht sich als zentrale Anlaufstelle für deutschsprachige Chöre in verschiedenen Ländern und zählt die Kontaktaufnahme und den Informationsaustausch unter den Chören zu ihren Aufgaben. Seit 2008 ist die Zentralstelle Chorgesang der Musikschule angegliedert.[170]

Seit Ende November 2016 besitzt Solingen eine eigene Hymne.[171] Das Musikvideo, in dem auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach eine kleine Rolle übernimmt, zeigt Sehenswürdigkeiten, Bauwerke und Veranstaltungen der Stadt.[172]

Orte des Gedenkens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahnmal Solinger Bürgerinnen und Bürger

An einigen Orten in der Stadt finden sich Denkmale, im Wesentlichen solche des Gedenkens an lokal bedeutende Persönlichkeiten oder Kriegerdenkmale.[173] Das bekannteste jedoch ist das Mahnmal Solinger Bürgerinnen und Bürger, das als Reaktion auf den fremdenfeindlichen Mordanschlag 1993 entstand. Es befindet sich vor der Mildred-Scheel-Schule in Merscheid und zeigt zwei Metall-Skulpturen, die ein Hakenkreuz zerreißen, umrahmt von Metallringen mit den Namen ihrer Spender.

Ebenfalls bekannt sind das Denkmal des Rüdensteins am Ufer der Wupper bei Rüden, das Reiterstandbild von Graf Engelbert I. auf Schloss Burg sowie das Denkmal der Solinger Liëwerfrau an der Kirchtreppe in der Innenstadt. Am Alten Markt befindet sich das Denkmal des Heimatdichters Peter Witte und am Fronhof die Metall-Halbkugel, die an den Gründungspunkt der Stadt Solingen erinnern soll. Das aus zwei Schleifsteinen bestehende Czimatis-Denkmal am Czimatisplatz ist benannt nach dem gleichnamigen Solinger Arzt, der die vor allem bei Schleifern auftretende Staublunge erfolgreich bekämpfte, In der Nähe der Walder Kirche steht das Schleiferdenkmal des Solinger Künstlers Hendryk Dywan. Vor der Sparkasse im Stadtteil Unterburg existiert das Denkmal des sogenannten Kiepenkerls, der unterwegs ist, die Burger Brezel zu transportieren. An der Unnersberger Allee im Stadtteil Höhscheid befindet sich eine 1997 initiierte Waschbeton-Skulptur, die an die Städtepartnerschaft zum niederländischen Gouda erinnern soll.[174]

Partnerschaftsdenkmal Gouda, Unnersberger Allee

Kriegerdenkmale finden sich auf diversen Friedhöfen überall im Stadtgebiet. Ebenso gibt es an verschiedenen Orten, etwa vor dem Klingenmuseum, überdimensionierte Scheren, die auf die Bedeutung Solingens als Klingenstadt aufmerksam machen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die damals noch Kaiser-Wilhelm-Brücke genannte Müngstener Brücke (1912)
Innenhof von Schloss Burg

Das älteste Bauwerk Solingens ist der mittelalterliche Turm der Evangelischen Kirche Wald. Der romanische Westturm wurde im 12. Jahrhundert (um 1150) von katholischen Christen zu Ehren des Heiligen Sebastian erbaut. Heute ist er der Mittelpunkt und das Wahrzeichen des Stadtteils Wald und gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Wald.[175]

Mindestens 600 Jahre alt und damit das zweitälteste Gebäude ist die Kapelle St. Reinoldi in Rupelrath. Die 1890 bis 1892 errichtete St.-Clemens-Kirche mit ihren beiden Sichtbeton-Turmspitzen von Dominikus Böhm ist ein markantes Wahrzeichen der Solinger Innenstadt. Die sonstigen bedeutenden Bauwerke liegen jedoch außerhalb der im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstörten Innenstadt. Das Schloss Burg ist eine wieder aufgebaute mittelalterliche Burganlage aus dem 12. Jahrhundert, die ihre historische Gründung den Grafen von Berg verdankt und lange Zeit deren Residenz war, bevor diese nach Düsseldorf übersiedelten. Seit der Zugehörigkeit zu Solingen 1975 ist sie das meistbesuchte Wahrzeichen der heutigen Stadt Solingen. Darüber hinaus befinden sich weitere, jahrhundertealte Schlösser, Burgen und Adelssitze im Stadtgebiet, darunter das Schloss Caspersbroich und das Wasserschloss Hackhausen, siehe dazu auch die Liste der Burgen und Schlösser in Solingen.

Überregional bekannt ist auch die Müngstener Brücke. Mit einer Höhe von 107 Metern ist sie Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke. Sie verbindet Solingen mit Remscheid und überspannt dabei das Tal der Wupper. Ein weiteres Wahrzeichen der Gesamtstadt ist der historische Ortskern um den Marktplatz im Stadtteil Gräfrath sowie der zum Lichtturm umgebaute ehemalige Wasserturm, der sich ebenfalls in Gräfrath befindet.

Typische Wohnstraße mit gründerzeitlicher Bebauung in Höhscheid

Trotz schwerer Zerstörungen insbesondere der innerstädtischen Bereiche Solingens während des Zweiten Weltkriegs hat in der Stadt eine Fülle historischer Bausubstanz überlebt. Besonders Bauten aus der Zeit zwischen 1860 und dem Ersten Weltkrieg sind erhalten. Aufgrund der Kriegszerstörungen, Abrisse und baulicher Verdichtung in der Nachkriegszeit sind sie allerdings seltener in geschlossenen Ensembles anzutreffen, sondern über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Sie sind Zeugnisse der großen wirtschaftlichen Bedeutung Solingens und des gesamten bergischen Raumes als Industriestandort im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Solinger Nordstadt mit dem Viertel um die Kurfürsten-, Klemens-Horn-, Cäcilien- und Sonnenstraße sowie das Viertel um den Bismarckplatz in Höhscheid.

Typisch für Solingen sind große und aufwändige Fabrikantenvillen, die schon seit der Frühindustrialisierung im beginnenden 19. Jahrhundert häufig direkt neben den Betrieben entstanden sind. Sie liegen vorzugsweise an den heute innerstädtischen Verbindungsstraßen zwischen den ehemals selbstständigen Städten und an den Ausfallstraßen. Eine große Zahl dieser Villen ist bis heute erhalten.[176] Eines der selteneren Beispiele für eine Fabrikantenvilla des 18. Jahrhunderts ist das heute als Standesamt genutzte Haus Kirschheide.

In Solingen stehen noch viele mehrstöckige gründerzeitliche Mietshäuser, der größte Teil in den innerstädtischen Bereichen. Viele sind durch beträchtliche bauliche Veränderungen aus der Nachkriegszeit, etwa dem Einbau neuer Türen und Fenster oder in Teilen entfernter Ornamentik nicht mehr im ursprünglichen Zustand erhalten. Die historische Bausubstanz kann so vom Passanten häufig nicht erkannt und erlebt werden, die Aussagekraft vieler Denkmale ist so gemindert. Behutsame Rekonstruktionen führten jedoch beispielhaft zu einer Wiederherstellung des intendierten Erscheinungsbildes.

Vor allem in den Solinger Hofschaften finden sich vielerorts jahrhundertealte bergische Fachwerkhäuser, die aber in den meisten Fällen vielfache bauliche Veränderungen durchgemacht haben. Erwähnenswert sind aufgrund ihrer Größe und Dichte an historischem Baubestand beispielsweise die Hofschaften Dahl in Merscheid, Bech in Wald sowie Keusenhof, Obenmankhaus oder Maubes in Ohligs. Zu den Wohnhäusern gehören zudem vielerorts Kotten, Mühlen und Hämmer, die ebenfalls häufig in Fachwerkbauweise entstanden. Aufgrund des feuchten Klimas im Bergischen Land wurden die Fachwerkhäuser, besonders entlang der Höhenrücken, oftmals mit einer Schieferverkleidung versehen. Unzählige dieser so nicht unmittelbar als Fachwerkhäuser auszumachenden Gebäude stehen an den Hauptdurchgangs- und Nebenstraßen überall im Stadtgebiet. Sonstige Sehenswürdigkeiten sind der Wipperkotten, der letzte original erhaltene Doppel-Schleifkotten an der Wupper mit Schleiferei, Museum, Denkmal und Designerwerkstätte sowie der Balkhauser Kotten, ein altes Zeugnis der handwerklichen Geschichte Solingens und heute ein sogenanntes Arbeitsdenkmal. Die 1903 eingeweihte Sengbachtalsperre war zum Zeitpunkt ihrer Errichtung eine der ersten Trinkwassertalsperre Deutschlands. Sie liegt im Südosten des Stadtgebiets und versorgt große Teile der Stadt mit Trinkwasser.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Burg bei der Kultursommernacht 2011

Die nachfolgende Auflistung ist eine kleine Auswahl der größten Festivitäten in Solingen. Ungenannt bleiben die zahlreichen, teilweise seit Jahrzehnten, regelmäßig stattfindende Veranstaltungen diverser kleiner Solinger Vereine.

Im März findet die Autoschau der örtlichen Kfz-Innung im Theater- und Konzerthaus statt, auf der zunehmend aktuelle Elektroautos namhafter Hersteller präsentiert werden. Im April folgt die Kultur Nacht Solingen, sowie in der Nacht zum 1. Mai das Walpurgisfest mit Hexenmarkt auf Schloss Burg. Am Muttertags-Wochenende, dem zweiten im Monat Mai, finden das Marktfest auf dem historischen Marktplatz und das Heimatfest der Hofschaft Nümmen in Gräfrath statt. Als Nachfolger der eingestellten Messermacher-Messe ist ab Mai 2020 im Theater- und Konzerthaus die Knife Solingen geplant, die als Präsentationsforum für Produktneuheiten Solinger Schneidwarenunternehmen dienen soll.[177] Im Juni finden alljährlich die Walder Theatertage statt. Ebenfalls im Juni gibt es zudem eine Vielzahl der sogenannten kleinen Hahnenköpperfeste in den Solinger Hofschaften sowie das Jugendkulturfestival, einst vom Jugendstadtrat initiiert. Zu Sommerbeginn finden dann Mittelaltermärkte auf Schloss Burg statt.

Impression vom 38. Solinger Zöppkesmarkt

Im Monat Juli folgt die Bergische Kunstausstellung im Kunstmuseum Solingen, im August die Echt.Scharf.Solingen.Sommerparty in der gesamten Innenstadt mit unter anderem einem Bühnenprogramm auf dem Neumarkt, einem verkaufsoffenen Sonntag und einem Winzerfest auf dem Fronhof. Der Zöppkesmarkt, ein traditioneller Trödelmarkt im Innenstadtbereich, findet immer am zweiten Wochenende im September statt. Ferner wird im September das Schleiferfest am historischen Wipperkotten an der Wupper gefeiert. Im Oktober gibt es das Brückenfest mit festlichen Aktivitäten in den Solinger Stadtteilen Mitte und Ohligs.[178] Im Dezember folgt schließlich der Weihnachtsdürpel in Ohligs vor der evangelischen Stadtkirche an der Wittenbergstraße, bei der aus 24 weihnachtlich geschmückten Holzhütten Kulinarisches und handgemachte Adventsgestecke angeboten werden.[179][180][181]

Ohligser Dürpelfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Düsseldorfer Straße in Ohligs findet immer das Dürpelfest statt

Im Monat Mai findet immer das Ohligser Dürpelfest statt. Das Dürpelfest, im Solinger Volksmund auch kurz Dürpel genannt, ist weit über die Grenzen der Klingenstadt hinaus bekannt und hat sich vom kleinen Ohligser Straßenfest (1975) zum größten Open-Air-Event im Bergischen Städtedreieck entwickelt.[182] Jährlich besuchen über 100.000 Menschen an drei Veranstaltungstagen das Dürpelfest in Ohligs-Mitte.[183][184] Es gibt über 40 Stände und einen Kirmes-Platz mit Fahrgeschäften, sowie Live-Musik von unterschiedlichsten Coverbands und Solokünstlern.

Stadtführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führungen durch die Stadt mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten werden seit 2004 von der Interessengemeinschaft Stadtführungen Solingen angeboten.[185] Im Jahr 2014 nahmen insgesamt rund 2.300 Personen an den von 16 Stadtführern ehrenamtlich angebotenen Führungen teil. Themenschwerpunkte bilden etwa die Industriegeschichte der Stadt, die Bachtäler und die Wupper, die Hofschaften, die architektonischen Zeugnisse der Gründerzeit oder die einzelnen Stadtteile selbst.[186]

Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Solingen gesprochene Mundart wird Solinger Platt genannt. Sie zählt zu den (west-)bergischen oder auch niederbergischen Mundarten, die zur Südniederfränkischen Dialektgruppe gehören, welche wiederum Teil der Limburgischen Dialektgruppe ist.

Das Solinger Platt gehört zum Ost-Limburgisch/Ripuarischen Übergangsgebiet. Damit ist es weder eindeutig Teil der niederdeutschen noch der mitteldeutschen Sprachgruppe, sondern teilt sich Spracheigenschaften beider Gruppen. So wird in Solingen das Wort ich als iech beziehungsweise als hochdeutsches ich ausgesprochen, was auf die mitteldeutsche Sprachgruppe hindeutet. Das Wort machen wird jedoch wie bei niederdeutschen Dialekten maken ausgesprochen.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportstätten und Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Stadion am Hermann-Löns-Weg in Ohligs
Tierpark Fauna am Rande der Gräfrather Heide
ehemaliges Hallenbad Vogelsang

Solingen stellt professionellen wie hobbymäßigen Sportlern eine Vielzahl an Sportstätten zur Verfügung.[187] Darunter befinden sich elf Sporthallen, sieben Gymnastik- sowie zwei Judohallen. Außerdem gibt es vierunddreißig Turnhallen und einundzwanzig Freizeitanlagen im Freien. Letztere beinhalten neben der Radrennbahn Dorperhof das Baseballstadion am Weyersberg, die Herbert-Schade-Sportanlage am Schaberg und das Walder Stadion, sowie diverse Kunstrasenplätze.

Das ehemalige Zweitliga-Stadion am Hermann-Löns-Weg in Ohligs[188] war Jahre lang Heimstätte des traditionsreichen Fußballvereins Union Solingen.[189] Das Stadion wurde im Oktober 2018 abgerissen.[190][191][192]

Alle Sportflächen insgesamt haben eine Größe von rund 50 Hektar.[193]

In Solingen-Mitte existiert für den professionellen Schwimmsport und das Schulschwimmen die Klingenhalle. Für Hobby-Schwimmer wurde im Stadtteil Wald, im Jahr 2019, das neue Hallenbad Vogelsang eröffnet.[194] Daneben gibt es zwei Freibäder, das in der Ohligser Heide gelegene Heidebad und das von einem privaten Förderverein betriebene Freibad Ittertal im Stadtteil Wald. Ebenfalls im Ittertal gibt es eine Eisbahn unter freiem Himmel. Schließlich existiert außerdem die von der Lebenshilfe betriebene Eissporthalle in der Solinger Stadtmitte.

Im Historischen Freizeitpark im Ittertal steht Besuchern neben einigen anderen Attraktionen ein über 100 Jahre altes Wasserkarussell und ein Märchenwald zur Verfügung.

In Solingen gibt es zwei Tierparks: den Tierpark Fauna in Gräfrath und den Solinger Vogel- und Tierpark in Ohligs. Daneben gibt es eine städtische Waldschule in Glüder.

Für Kinder und Jugendliche besonders attraktiv ist das einst vom Jugendstadtrat initiierte Rollhaus, das unter anderem eine Indoor-Halfpipe-Anlage anbietet. Einer der größten Spielplätze ist der in der Ohligser Heide gelegene Abenteuerspielplatz Engelsberger Hof, in der sich auch die mit Spendenmitteln restaurierte Lok Schnaufi befindet. Ein großer Hallenspielplatz befindet sich mit dem Tiki-Kinderland in den Hallen eines ehemaligen Baumarktes im Stadtteil Höhscheid.

Drei Minigolfplätze verteilen sich über das Stadtgebiet; sie befinden sich an der Scheider Mühle, am Campingplatz in Glüder sowie im Brückenpark. Städtische Jugendzentren bestehen in der Stadtmitte sowie den Stadtteilen Gräfrath und Aufderhöhe.

Parks und Grünanlagen, Kleingärten, Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müngstener Brückenpark unterhalb der gleichnamigen Brücke

Grünanlagen und Parks machen mehr als vier Prozent der Gesamtfläche Solingens aus.[27] Zu den größten Anlagen zählen der im Stadtteil Wald befindliche Botanische Garten mit einer Fläche von etwa 7 Hektar, das Naherholungsgebiet Bärenloch im Nordosten der Innenstadt, der Walder Stadtpark hinter dem alten Walder Rathaus und der mittlerweile durch den Verein Lebenswertes Solingen e. V. ehrenamtlich gepflegte Gustav-Coppel-Park im Südosten der Stadt, außerdem der Südpark rund um den ehemaligen Hauptbahnhof. Auch der im Rahmen der Regionale 2006 entstandene Brückenpark am Wupperufer in Müngsten bildet eine beliebte Grünanlage im Zentrum des Bergischen Städtedreiecks. So entfallen 75 Hektar der Gesamtfläche Solingens auf Grünanlagen, darüber hinaus gibt es Spiel- und Bolzplätze auf rund 26 Hektar.[193]

Überdies prägen das Stadtbild einige Kleingartenkolonien mit schätzungsweise einem Anteil von 75 Hektar an der Gesamtfläche.

Etwa 40 Hektar machen Friedhöfe aus. Zu den größten gehören der Parkfriedhof im Stadtteil Gräfrath und der Waldfriedhof Hermann-Löns-Weg in Ohligs.[193]

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es eine Reihe von Sportvereinen, die in den verschiedensten Sportarten tätig sind. Einige von ihnen sind sehr erfolgreich in ihrem Bereich und errangen in der Vergangenheit einige Titel. Die folgende Auflistung ist alphabetisch nach Sportarten sortiert und enthält die wichtigsten, in Solingen ansässigen Vereine, die in der jeweiligen Sportart aktiv sind. Hinzu kommen eventuelle Erfolge. Die Vereinsnamen wurden der Übersichtlichkeit halber zumeist um das Gründungsjahr sowie den Zusatz e. V. verkürzt.

American Football

Im American Football ist besonders erwähnenswert der 2006 gegründete AFC Solingen Paladins e.V., der aktuell (2019) in der 2. Football-Bundesliga Nord spielt.[195]

American Square Dance

Die Sportart des Square Dance wird vor allem von den Crossing Swords Solingen betrieben.

Automobilsport

Den Automobilsportbereich prägt der in Solingen ansässige Motorsportverein Streetgeneration.

Baseball

Logo der Alligators

Einen der bekanntesten Sportvereine der Stadt bilden die Solingen Alligators. Der erfolgreiche Baseball-Sportverein spielt in der ersten Bundesliga, wurde 2006 und 2014 Deutscher Meister sowie 2005 und 2013 Vizemeister. Überdies war er in den Jahren 2004 und 2006 Vize-Europapokalsieger.

Badminton

Im Badminton sind mehrere Solinger Vereine aktiv. Darunter der DJK SG Solingen, der Wald-Merscheider Turnverein die BSG-Kiesering Solingen in der Solinger Südstadt sowie der in der Regionalliga spielende STC Blau-Weiß Solingen. Letzterer gilt offiziell als zweitältester Badmintonverein Deutschlands.

Basketball

Die Sportart Basketball prägt vor allem der BG TSG/DJK Solingen. Er spielt in der zweiten Regionalliga NRW.

Billard

Im Bereich Billard aktiv ist der 1920 gegründete Sportverein SBC Solinger Billard Club.

Boule

Der Boule Club Solingen 1992 ist in der Stadt in der Sportart Boule aktiv.

Boxen

Im Bereich des Boxens erwähnenswert ist die Polizeisportvereinigung Jahn Solingen.

Eishockey

In der Eishockey-Regionalliga spielend ist der Sportverein EC Bergisch Land erwähnenswert.

Eiskunstlauf

Im Bereich Eiskunstlauf aktiv ist der Solinger Turnerbund Eiskunstlauf und Eistanz.

Fechten

Mehrere Solinger Vereine beschäftigen sich mit dem Fechten. Das sind im Einzelnen der Wald-Merscheider Turnverein, die Germania Solingen sowie der Solinger Turnerbund.

Fußball

Logo des ehemaligen Vereins Union Solingen

Im Bereich Fußball ist vor allem der ehemalige Fußballverein Union Solingen erwähnenswert. Die Union Solingen entstand am 24. Juli 1974 durch die Fusion des OSC Solingen und dem VfL Solingen-Wald. Unter dem Namen Union Solingen gelang im Mai 1975 der Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord. Sechs Jahre später qualifizierte sich die Union für die eingleisige 2. Bundesliga. In der Saison 1983/84 erreichten die Solinger mit dem fünften Tabellenplatz ihren sportlichen Zenit. Ein Jahr später erreichte die Mannschaft im DFB-Pokal das Viertelfinale, wo sie mit 1:2 an Borussia Mönchengladbach scheiterte. Nach der Saison 1988/89 stieg die Union aus der 2. Bundesliga ab. Im Jahr 2012 hat sich die Union nach einem Zusammenschluss mit dem BSC Aufderhöhe offiziell in BSC Union Solingen 1897 e. V. umbenannt und ist Mitglied im Fußballverband Niederrhein. Aktuell (Saison 2018/19) spielt die BSC Union Solingen in der Kreisliga B (9. Liga).[196][197]

Heute noch aktiv ist im Bereich Frauenfußball der SV Eintracht Solingen. Er spielt in der Niederrheinliga, seine zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Im Herrenbereich ist der in der Landesliga spielende VfB Solingen klassenhöchster Verein der Stadt.[198]

Handball

Im Handball bekannt ist vor allem der Bergische Handball-Club 06 (BHC), der 2005 aus der Fusion des LTV Wuppertal und der SG Solingen hervorging. Er spielt heute in der Handball-Bundesliga. Daneben sind auch der Ohligser Turnverein 1888, der Solinger Turnerbund, der Wald-Merscheider Turnverein und der HSV Solingen-Gräfrath im Handball aktiv.

Kanu

Den Bereich Kanusport prägt der im Jahre 1888 gegründete Ohligser Turnverein.

Leichtathletik

In der Leichtathletik aktiv sind der 1951 gegründete Solinger Leichtathletik Club, der Solinger Turnerbund sowie der Wald-Merscheider Turnverein.

Pool Billard

Der Verein BC Solinger Niner’s beschäftigt sich mit dem Pool Billard.

Radsport

Die beiden Radsportvereine Velo Solingen und RC Schwalbe 03 sind in Solingen aktiv. Sie nutzen die Radrennbahn Dorperhof.

Rugby

Wald-Merscheider Turnverein

Im Bereich Rugby aktiv ist vor allem der Wald-Merscheider Turnverein, gegründet 1861.

Schach

Ebenfalls einer der bekanntesten Solinger Sportvereine ist der Solinger SG 1868, der im Bereich Schach aktiv ist. Er spielt in der ersten Bundesliga, ist aktueller und Deutscher Rekordmeister sowie Europapokalsieger.[199]

Schwimmen

In Solingen gibt es mehrere Schwimmvereine. Darunter sind der TSV Solingen Aufderhöhe, der Schwimmverein SV Solingen Süd, der SC Solingen, der Ohligser Turnverein sowie die DLRG Bezirk Solingen.

Segeln

Mit Segeln beschäftigt sich der Segel-Club Solingen.

Sportkegler

Den Bereich Kegelsport prägt der im Jahre 1900 gegründete Verein Solinger Kegler, dem die Klubs SK 66/99 Solingen und KSF Blau-Weiß Solingen-Hilden angehören, letzterer ist heute aktiv in der 2. Bundesliga.

Sportschützen

In Solingen gibt es eine Vielzahl Sportschützen-Vereine. Dies sind im Einzelnen: Höhscheider Schützenverein, St. Sebastianus Schützenbruderschaft Solingen Weeg, Sportschützen Solingen Mangenberg, Schützenverein Solingen-Aufderhöhe, Merscheider Schützenverein, Tontauben- und Gebrauchswaffenschießverein Solingen TUG sowie SSC Magnum Solingen.

Taekwondo

Im Bereich Taekwondo aktiv ist die Polizeisportvereinigung Jahn Solingen.

Tauchen

Vereinsmäßig getaucht wird im Schwimmverein SV Solingen Süd sowie im TSC WASPO Bergisch Land.

Tennis

Erfolgreich und in der ersten Bundesliga im Tennis spielend ist der STC '02. Darüber hinaus gibt es den Ohligser Turnverein und den Wald-Merscheider Turnverein, die auch über eine Tennis-Sparte verfügen.

Tischtennis

Meisterschaftsteilnahme wird von folgenden Vereinen angeboten: Solingen Blades, TTC Blau Weiß Solingen und TTC Stöcken 1950 e. V. (ehemals TTC Rasspe)

Turnen

In der Sportart Turnen aktiv sind der Ohligser Turnverein, der Solinger Turnerbund und ebenfalls der Wald-Merscheider Turnverein.

Volleyball

Im Bereich Volleyball beschäftigt sind die Bergischen Volleys (bis 2017 TSG Solingen Volleys), deren erste Männermannschaft seit der Saison 2016/2017 in der Volleyball-Bundesliga spielt. Des Weiteren erwähnenswert sind der Ohligser Turnverein sowie der Wald-Merscheider Turnverein.

Sportveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gewinner der Straßenweltmeisterschaften von 1954: Louison Bobet (hier 1951)

In der Vergangenheit waren Solingen und seine Sportstätten mehrmals Austragungsort verschiedener bedeutsamer Sportereignisse. Im Einzelnen fanden folgende Veranstaltungen in Solingen statt:

  • Am 21. und 22. August 1954 war Solingen Austragungsort der UCI-Straßen-Weltmeisterschaften. Auf dem extra dafür eingerichteten Klingenring kämpften über 200 Radfahrer in strömendem Regen um den Weltmeistertitel.
  • Das erste Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft der U-15-Juniorinnen fand am 6. Mai 2003 in Solingen statt. Die deutsche Auswahl besiegte die Niederlande mit einem 1:0 im Walder Stadion.
  • Am 26. Februar 2005 fand auf einer Kunstschneerampe am historischen Marktplatz in Solingen-Gräfrath unter dem Namen Ride the Stairway die erste Snowboard- und Mountainbike-Meisterschaft statt.
  • Das zweite NRW-Turnfest mit verschiedensten Veranstaltungsbestandteilen und mit weit über 10.000 Besuchern wurde vom 22. bis 25. Juni 2011 gemeinsam mit der Nachbarstadt Remscheid in beiden Städten veranstaltet.[200]
  • Vom 16. bis zum 18. März 2012 wurde in Solingen die deutsche Meisterschaft im Bogenschießen ausgetragen.

Die teilnehmerstärkste, regelmäßige Sportveranstaltung ist der sogenannte Klingenlauf. Alljährlich an Fronleichnam nehmen hunderte Menschen an den Läufen mit unterschiedlichen Distanzen durch die Solinger Innenstadt teil. Auch Staffelläufe sind Teil des Programms.[201]

Traditioneller Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Sportart zum Ende des 19. Jahrhunderts war das Pöhlsches Schieten, ähnlich dem französischen Boule oder dem schweizerischen Bootschen. Seit den 1990er Jahren wird es wieder in Solingen gespielt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wohl berühmteste Sohn der Stadt ist der vierte deutsche Bundespräsident Walter Scheel (1919–2016). Der FDP-Politiker war ab 1961 erst Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, dann von 1969 bis 1974 Außenminister und Vizekanzler.

Als weitere Persönlichkeiten sind der langjährige Beobachter (1949–1977) der politischen Szene in Bonn, Walter Henkels (1906–1987), die Tänzerin und Choreographin Pina Bausch (1940–2009), Telekom-Chef Timotheus Höttges (* 1962), WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn (* 1964), Schriftsteller und Philosoph Richard David Precht (* 1964), sowie die Schauspielerin Veronica Ferres (* 1965) und der Fußball-Nationalspieler Christoph Kramer (* 1991), der 2014 mit seiner Mannschaft Weltmeister wurde, zu nennen.

Auch SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann (1906–1962) wurde in Solingen geboren.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Solingen hat seit ihrer Städtevereinigung im Jahre 1929 bislang nur einer Persönlichkeit die Ehrenbürgerwürde verliehen. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Bundespräsidenten und gebürtigen Solinger Walter Scheel, dem diese Auszeichnung 1976 zuteil wurde. Die Stadt vergibt jedoch weitere Auszeichnungen an Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Dabei handelt es sich um den Kulturpreis der Bürgerstiftung Solingen 600, den Ehrenring der Stadt Solingen und den Ehrenpreis der Stadt Solingen, die Schärfste Klinge. Diese Auszeichnungen werden in unregelmäßigen Abständen vergeben.

Vor der Städtevereinigung wurden unter anderem der langjährige Solinger Kommunalpolitiker Rudolf Schwarz, der langjährige Landrat des Kreises Solingen, Karl Friedrich Melbeck im Jahre 1886,[202] :15 sowie am 18. Oktober 1908 der Solinger Unternehmer Gustav Coppel, der der Stadt unter anderem das Coppelstift als psychologische Beratungsstelle schenkte, zu Ehrenbürgern ernannt. Außerdem wurde diese Auszeichnung dem langjährigen Solinger Oberbürgermeister und Initiator der Städtevereinigung, August Dicke, zuteil, der das Amt des Oberbürgermeisters mehr als 31 Jahre lang ausübte und schließlich am 1. April 1928 zum Ehrenbürger ernannt wurde. Auch Reichskanzler Otto von Bismarck wurde im Jahre 1895 zum Solinger Ehrenbürger ernannt.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hapag-Frachtschiff Solingen vor Belize
  • In den Jahren zwischen 1955 und 1957 liefen insgesamt fünf Frachtschiffe der sogenannten Solingen-Klasse vom Stapel. Bestimmt waren sie für den Einsatz auf der Hamburg-Amerika Linie (HAPAG).
  • Seit September 2011 ist das vom City-Spiel-Verlag produzierte Brettspiel Das Solingen Quiz erhältlich, das Wissenswertes über die Sehenswürdigkeiten, die Geschichte und die Ortsteile von Solingen vermittelt.[203] Durch Sponsoren und Förderer wurden alle Solinger Grundschulen mit Klassensätzen des Spiels ausgestattet, damit es im dritten Schuljahr, in dem das Thema Heimatkunde auf dem Lehrplan steht, als Ergänzung zum Unterricht genutzt werden kann.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Bergisches Land – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bergisches Land

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Silbergleit: Preußens Städte. Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages. Heymann, Berlin 1908, OCLC 7907545.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch. (= Deutsches Städtebuch. Band III 3). Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1956, DNB 454817053.
  • Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. 3 Bände. Braun, Duisburg
    • Band 1: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. 1969, DNB 457973358.
    • Band 2: Von 1700 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. 1972, ISBN 3-87096-103-1.
    • Band 3: Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, ISBN 3-87096-126-0.
  • Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Band 7: Rheinland. Marburg an der Lahn 1978, ISBN 3-87969-122-3.
  • Gottlieb Heinrich: Aufzeichnungen und Erinnerungen aus meinem Leben. hrsg. von H.-J. Momberger. Wuppertal 2009, ISBN 978-3-940439-11-6. (Bürgermeister von Sonnborn, Vohwinkel, Wald)
  • Cornelia Konejung, Hans Kadereit: Solinger Profile. Verlag Zinke, Schwerin 2009, ISBN 978-3-932746-94-9.
  • Literatur zu Solingen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen – Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950 = Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege 74. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2009. ISBN 978-3-88462-292-6
  • J. Beese, K. Dörken: 625 Jahre Solingen – Eine Handreichung zum Stadtjubiläum. 1999.
  • Matthias Kunde: Solingen Von Oben – Das „Dankeschön-Buch“ für alle, die Solingen lieben. 2. Auflage. mavía Verlag, Solingen 2015, ISBN 978-3-9816519-5-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Solingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Solingen – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Solingen – Reiseführer
WiktionaryWiktionary: Solingen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Quellen und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2018 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  2. Rp Online: Solingen: Kurzbach im Vorstand der Metropolregion. In: rp-online.de. 21. Februar 2017, abgerufen am 21. Februar 2017.
  3. https://www.gesetze-im-internet.de/solingenv/BJNR383300994.html
  4. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-geschuetzte-marke-seit-1938-10053957.html
  5. a b Hansjörg Laute, Uli Preuss: Echt.Scharf.Solingen. Hrsg.: Norbert Beleke. 1. Auflage. Beleke, 2007, ISBN 978-3-8215-0564-0, S. 7 f.
  6. Klingenstadt Solingen: Erste Namenszusätze für NRW-Städte genehmigt. In: Rheinische Post. 19. März 2012, abgerufen am 11. März 2015.
  7. http://www.obus.info/obus/solingen/
  8. Weitere Informationen zum Wegedenkmal auf Tettis Blog, abgerufen am 26. Januar 2015.
  9. https://galileum-solingen.de/impressum/
  10. https://www.youtube.com/watch?v=m3XKh_p3aK0
  11. Andreas Sassen/Claudia Sassen: Ein vergessenes Baudenkmal – Die romanische Basilika in Wald. In: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land 57 (2007), Heft 3, S. 13–18, hier S. 18
  12. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/denkmal-ruedenstein-steinerner-vierbeiner-wacht-ueber-die-wupper_aid-38258469
  13. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/geographisch.htm
  14. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/fakten-ueber-solingen-vermutlich-noch-nicht-wussten-12878039.html
  15. Statistische Daten zum Stadtgebiet (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 22. Januar 2015 (PDF; 6 KB)
  16. Geschichtlicher Überblick auf der privaten Internetseite solingen-internet.de, abgerufen am 24. Januar 2015.
  17. Der Südpark – Chancen und Möglichkeiten. (Memento vom 25. Juli 2015 im Webarchiv archive.today) auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015.
  18. Die Bezirksvertretungen. (Memento vom 28. Januar 2015 im Webarchiv archive.today) auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015.
  19. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen_aid-39197893
  20. RP ONLINE: Solingen: 600 neue Arbeitsplätze im Hansa-Quartier?. In: www.rp-online.de.
  21. Martin Oberpriller: Abrissarbeiten auf Olbo-Gelände in Solingen in vollem Gang. In: rp-online.de.
  22. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/erste-rohbauten-stehen-auf-dem-ehemaligen-stadiongelaende-in-ohligs_aid-39345661
  23. Pressebericht auf presseportal.de, abgerufen am 28. März 2015.
  24. Klimadaten für Solingen auf wetterdienst.de, abgerufen am 28. März 2015.
  25. Übersicht über die Anzahl der Sonnenstunden auf holidaycheck.de, abgerufen am 28. März 2015.
  26. a b Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, Heinrich Müller-Miny: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Blatt 108/109: Düsseldorf/Erkelenz. 1963 und Digitalisat der zugehörigen Karte (PDF; 7,4 MB)
  27. a b Flächennutzung (Memento des Originals vom 28. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015 (PDF; 6 KB)
  28. Stadtgebiet nach Nutzungsarten (Memento des Originals vom 28. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015 (PDF; 6 KB)
  29. Norbert Motzfeld: Freiraum- und Grünflächen in Solingen (Memento des Originals vom 13. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.galk.de, 2006, S. 6 (PDF; 2 KB)
  30. Naturdenkmale (Memento des Originals vom 21. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 20. November 2015.
  31. Website der Biologischen Station auf bsmw.de, abgerufen am 24. Januar 2015.
  32. Porträt der Stiftung zum Schutz von Tier und Natur in Solingen auf stiftung-tier-natur-sg.de, abgerufen am 16. Dezember 2015.
  33. Weitere Informationen auf solingen-natur.de, abgerufen am 24. Januar 2015.
  34. Norbert Motzfeld: Freiraum- und Grünflächen in Solingen (Memento des Originals vom 13. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.galk.de, 2006, S. 4 (PDF; 2 KB)
  35. Urkunde abgedruckt in Erich Wisplinghoff: Rheinisches Urkundenbuch. Ältere Urkunden bis 1100, Band 1: Aachen–Deutz, Peter Hanstein-Verlag, Bonn 1972, Nr. 131, S. 190–195; Digitalisat bei Universitäts- und Landesbibliothek Bonn.
  36. a b Zeittafel zur Solinger Geschichte (Memento des Originals vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 25. Januar 2015.
  37. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 9–13.
  38. Jörg Engelbrecht: Bürgerliche Reformen und imperiale Machtpolitik am Niederrhein und Westfalen. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler über Rhein und Weser. Köln 2007, S. 101.
  39. Weitere Informationen zur Namensherkunft auf der privaten Internetseite solingen-internet.de, abgerufen am 25. Januar 2015.
  40. H. Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. Band 1: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. S. 17–18.
  41. https://www.solingen.de/C12581EE0036EAEC/files/bevoelkerungsentwicklung_1949-2017.pdf/%24file/bevoelkerungsentwicklung_1949-2017.pdf
  42. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/mehr-neubuerger-ziehen-nach-solingen-12279667.html
  43. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 292.
  44. https://solingenmagazin.de/willkommenspakete-fuer-solingens-neubuerger/
  45. https://solingenmagazin.de/prognose-solingens-bevoelkerung-wird-weiter-wachsen/
  46. https://www.solingen.de/de/aktuelles/prognose-solinger-bevoelkerung-waechst-bis-2040-auf-knapp-167000/
  47. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-haushalt-2020-eine-schwarze-null-mit-risiken_aid-46089035
  48. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Fachserie 1 Reihe 2.2 „Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2015“, erschienen am 16. September 2016, korrigiert am 27. Januar 2017, Download unter [1], Seite 7
  49. https://www.bamf.de/DE/Service/Left/Glossary/_function/glossar.html?lv3=3198544
  50. https://www.solingen.de/de/aktuelles/solingens-bevoelkerung-ist-auch-2017-gewachsen
  51. Jeder dritte hat ausländische Wurzeln. In: Solinger Tageblatt.
  52. Solingen wächst nicht mehr. In: Solinger Tageblatt.
  53. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/jeder-vierte-bald-ueber-jahre-12822295.html
  54. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/3265-fluechtlinge-wohnen-solingen-12232904.html
  55. Bevölkerung nach Konfession 2008–2018
  56. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/politik-steigt-debatte-moschee-12360237.html
  57. https://www.solingen.de/de/aktuelles/mulimisches-leben-in-solingen/
  58. https://www.moscheesuche.de/moschee/stadt/Solingen/2521
  59. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ditib-verzichtet-auf-minarett-an-neuer-moschee-in-solingen_aid-39690791
  60. Wie der Staat Salafisten aus Solingen verjagt. In: Die Welt. 12. Juni 2012, abgerufen am 15. Februar 2015.
  61. Salafisten in Solingen. In: Solinger Tageblatt. 17. November 2014, abgerufen am 15. Februar 2015.
  62. Geschichte der Juden in Solingen auf jüdische-gemeinden.de, abgerufen am 20. Mai 2015.
  63. Informationen zur Geschichte des Judentums in Solingen auf der privaten Internetseite solingen-internet.de, abgerufen am 26. Januar 2015.
  64. Weitere Informationen zur Familie Coppel (Memento des Originals vom 25. Mai 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lebenswertes-solingen.de auf lebenswertes-solingen.de, abgerufen am 20. Mai 2015.
  65. Denkmalliste (Memento des Originals vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 20. Mai 2015.
  66. Demokratisch gewählter Oberbürgermeister war der Kommunist Hermann Weber, dessen Wahl jedoch vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf, Bergemann, nicht anerkannt und stattdessen ein kommissarischer Oberbürgermeister eingesetzt wurde.
  67. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/tim-kurzbach-ich-trete-2020-wieder-an_aid-20648367
  68. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ob-kandidat-lange-wir-wollen-einen-wechsel-13071728.html
  69. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-die-fdp-hat-den-27-jaehrigen-raoul-brattig-nominiert_aid-46277105
  70. https://www.waz.de/politik/keine-stichwahl-mehr-landtag-aendert-kommunalwahlrecht-id216936675.html
  71. https://www.wr.de/politik/landespolitik/wirbel-ums-wahlrecht-das-steckt-hinter-der-blitzreform-id216923349.html
  72. https://www.solingen.de/de/dienstleistungen/10/
  73. https://www.solingen.de/de/inhalt/01-vita-oberbuergermeister-tim-kurzbach/
  74. https://www.solingen.de/de/inhalt/vita-ralf-weeke/
  75. https://www.solingen.de/de/inhalt/vita-ordnungsdezernent-jan-welzel-7444618/
  76. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ausgestattet-mit-dem-gefuehl-fuer-die-stadt_aid-21201475
  77. https://www.solingen.de/de/inhalt/vita-stadtdirektor-hartmut-hoferichter/
  78. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/parteien-bringen-sich-2020-stellung-10227751.html
  79. RP ONLINE: Kommunalpolitik Halbzeitbilanz: Bürgerbeteiligung - von anderen lernen. In: www.rp-online.de.
  80. BfS-Bürgergemeinschaft für Solingen e.V.. In: www.facebook.com.
  81. Vorsteher werden Bezirksbürgermeister. In: Solinger Morgenpost. 15. Juli 2011, abgerufen am 11. März 2015.
  82. Solingen: Jugendstadtrat gewählt. In: Solinger Bote. 29. Mai 2015, abgerufen am 6. Juni 2015.
  83. https://rp-online.de/nrw/landespolitik/die-nrw-staedte-mit-der-hoechsten-pro-kopf-verschuldung_iid-14081549#6
  84. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-haushalt-2020-eine-schwarze-null-mit-risiken_aid-46089035
  85. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/steuerzahlerbund-warnt-solingen-steigenden-zinsen-12813520.html
  86. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-2021-gibt-es-keine-landeshilfe-mehr-aus-dem-staerkungspakt_aid-36590745
  87. Weitere Informationen zu den Stadtsymbolen auf zeitspurensuche.de, abgerufen am 6. Juni 2015.
  88. Informationen zu Clemens auf zeitspurensuche.de, abgerufen am 6. Juni 2015.
  89. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/sg-600jahre.htm
  90. Städtepartnerschaften@1@2Vorlage:Toter Link/www2.solingen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf solingen.de, abgerufen am 11. März 2015.
  91. Informationen zum Wirtschaftsstandort (Memento des Originals vom 15. März 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 25. Januar 2015.
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