Jürgen Teipel

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Jürgen Teipel (* 29. Juli 1961 in Kulmbach) ist ein deutscher Schriftsteller.

Jürgen Teipel beim Aufbau der Ausstellung „Zurück zum Beton“ in der Kunsthalle Düsseldorf, 2002

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung im öffentlichen Dienst war er ab 1980 als Veranstalter von Konzerten (u. a. mit Malaria!, Abwärts, The Wirtschaftswunder, Die Toten Hosen), Performances, Ausstellungen sowie Filmabenden tätig. Er war zudem Inhaber eines Tonstudios, DJ, Tourneebegleiter, Musiker und Filmvorführer.[1]

Teipel war Herausgeber des Regensburger Fanzines Marionett, wodurch er auch zum Schreiben kam.[2] Von 1988 bis 2001 war er freier Journalist und schrieb u. a. für Spex, Tempo, Neue Zürcher Zeitung, Rolling Stone, Spiegel und Die Zeit.

2001 veröffentlichte er Verschwende Deine Jugend, einen Dokumentarroman über die Punk- und New Wave-Bewegung in Deutschland. Das Buch wurde zum Verkaufsschlager[3] und gilt u. a. als Auslöser des Punk-Revivals.[1]

Jürgen Teipel, Dirk Mantei und Holger „Groover“ Klein (v. l. n. r.) bei einer Lesung aus Mehr als laut in der Stoffwechselgalerie Mannheim 2014

Nach Erscheinen der von ihm und Frank Fenstermacher zusammengestellten gleichnamigen Doppel-CD[1] kuratierte er 2002 gemeinsam mit Ulrike Groos und Peter Gorschlüter in der Kunsthalle Düsseldorf die Ausstellung „Zurück zum Beton“.

2010 veröffentlichte er unter dem Titel Ich weiß nicht einen Roman über ein Techno-DJ-Quartett, das sich auf gemeinsamer Tour durch Mexiko befindet.[4] 2012 erschien eine erweiterte Neuausgabe von Verschwende Deine Jugend. 2013 erschien sein Buch Mehr als laut über den Zenit der DJ-Culture.[5]

Inspiriert unter anderem durch eine Begegnung mit einem malenden Orang-Utan [6] veröffentlichte er 2018 Unsere unbekannte Familie, einen Band mit 37 dokumentarischen Geschichten[7] über das Zusammenleben von Tieren und Menschen.[8]

Teipel lebt seit 2017 in Schondorf am Ammersee.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Martin Bernstein: Raus aus dem Korsett. Süddeutsche Zeitung, 10. November 2010, abgerufen am 14. Juni 2018.
  2. Jürgen Teipel. Suhrkamp Verlag, abgerufen am 14. Juni 2018.
  3. a b Carolin Fries: Tierisch gute Geschichten. Süddeutsche Zeitung, 6. Mai 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  4. Dietrich Roeschmann: Vom Punk zum Techno: Jürgen Teipels Roman ‚Ich weiß nicht‘. Badische Zeitung, 30. April 2010, abgerufen am 14. Juni 2018.
  5. Pressestimmen: Pop, Punk, Techno und Elektro. Suhrkamp/Insel, abgerufen am 14. Juni 2018.
  6. Sonja Zellmann: Autor: Wir sollten Tiere so achten wie Menschen. Badische Zeitung, 28. Mai 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  7. Jürgen Teipel: Unsere unbekannte Familie – Wahre Geschichten von Tieren und Menschen. Suhrkamp/Insel, 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  8. Katja Hachenberg: Das 15. Kälbchen, ein Pferd als Therapeut und die Freudentänze einer dreibeinigen Katze. literaturkritik.de, 14. Februar 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.