Peter Friedrich Kanngießer

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Peter Friedrich Kanngießer (* 3. Mai 1774 in Glindenberg; † 7. April 1833 in Greifswald) war ein deutscher Historiker, Dichter und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanngießer studierte in Halle (Saale). Er war ab 1799 Lehrer an der Schule in Bunzlau und ab 1805 Professor für griechische und römische Literatur am Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau. Kanngießer war als Hausfreund der Familie bekannt mit Karl von Holtei, dem er 1817 beim Nachholen des Abiturs zur Seite stand. Er habilitierte sich 1814 als Privatdozent an der Universität Breslau und wurde 1817 als ordentlicher Professor für Geschichte an die Universität Greifswald berufen.

In Greifswald wandte er sich der pommerschen Spezialgeschichte und der Altertumskunde zu. Im Jahre 1821 wurde Kanngießer zum Rektor der Universität gewählt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Palmenhain. Breslau 1805 (E-Kopie)
  • Tataris, oder das befreiete Schlesien, in 18 Gesängen. 1811
  • Oden. 2 Bände 1814
  • Grundriß der Alterthumswissenschaft. Halle 1815 (E-Kopie)
  • Die alte komische Bühne in Athen. Breslau 1817 (E-Kopie)
  • Mittheilungen aus Greifswald und Pommern. 1821
  • Geschichte von Pommern bis auf das Jahr 1129. Band 1: Bekehrungsgeschichte der Pommern zum Christenthume, Greifswald 1824 (E-Kopie)
  • Des Prokopius von Cäsarea Geschichte seiner Zeit. 4 Bände, Greifswald 1827–1831

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor PylKanngießer, Peter Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 15, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 79 f.
  • Michael Sachs: ‘Fürstbischof und Vagabund’. Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Fürstbischof von Breslau Heinrich Förster (1799–1881) und dem Schriftsteller und Schauspieler Karl von Holtei (1798–1880). Nach dem Originalmanuskript Holteis textkritisch herausgegeben. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 35, 2016 (2018), S. 223–291, hier: S. 279 f.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Ludwig Julius Caspar MendeRektor der Universität Greifswald
1821
Johann Karl Fischer