Peter Ritzen

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Peter Ritzen

Peter Ritzen (* 21. Januar 1956 in Gent) ist ein flämischer Pianist, Komponist und Dirigent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ritzen studierte Klavier und Kammermusik am ehemaligen Königlichen Konservatorium in seiner Heimatstadt Gent und setzte sein Studium am Mozarteum in Salzburg (1981-1983) bei der russischen Pianistin Tatjana Petrowna Nikolajewa fort. Er schloss 1984 sein Studium mit dem „Diplôme Supérieure d'Exécution“ für Klavier an der „École Normale de Musique de Paris Alfred Cortot“ in Paris ab.

Als Konzertpianist war Ritzen in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten tätig, insbesondere als Interpret von Franz Liszt und Theodor Leschetizky.[1]

1991 gründete er den Leschetizky-Verein in Bad Ischl. Zusammen mit Margret Tautschnig, der Urenkelin Theodor Leschetizkys, eröffnete er im selben Jahr die Internationale Leschetizky Sommer Akademie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ritzen leitet dabei das Akademie Orchester, das junge Musiker aus der westlichen und der fernöstlichen Hemisphäre zusammenbringt.[2]

Seine Beschäftigung mit der chinesischen Kultur schlägt sich nieder in einer Reihe von Kompositionen mit Bezug auf China und chinesische Tradition. Ritzen war er in den Jahren 2000 und 2004 künstlerischer Leiter des Internationalen Klavierwettbewerbs Theodor Leschetizky in Taipeh, Taiwan. 2005 wurde seine Symphonie Heavenly Peace, ein Werk mit mehr als 400 Aufführenden, im Nationalen Konzerthaus in Taipeh uraufgeführt.

2015 wurde Ritzen künstlerischer Leiter des „New Cosmos International Music Festival“. Das Festival verbindet fernöstliche Musiker und Kultur mit der europäischen Musiktradition.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klavier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chinesische Rhapsodie Nr.1 (1987)
  • Chinesische Rhapsodie Nr.2 Dance of the little happy Buddhas (1989)
  • Chinesische Rhapsodie Nr.3 Chinese Market (1989)
  • Sonate für Klavier (Adamant Variationen) (1991)
  • ward Winning Movie Themes: 13 freie Transcriptionen über Filmthemen (1999)
  • 4 Transkriptionen über Wiener Walzer (Johann Strauss, Franz Lehár, Robert Stolz) (2008)
  • 4 Transkriptionen über chinesische Volkslieder (2009)

Kammermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3 Spanische Lieder für Sopran und Klavier (Gedicht von Santiago Rupérez-Durá) (1989)
  • 15 Transkriptionen über chinesische Volkslieder für Sopran und Streicher (1998)
  • Klavierquintett in Fis moll (2006)
  • Zwei Lieder auf Gedichte von Mark Eyskens für Sopran, Bariton und Klavier (2015)

Klavierkonzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konzert Nr.1 China in the Year of the Dragon. (Paraphrase über die südchinesische Oper: A Fantastic Dream in the Garden) (1989)
  • The Last Empress (Paraphrase über die chinesische Peking Oper 'Last Empress' (1908)) (1994)
  • Konzert für Taiwan (2000)

Orchesterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chinesisches Requiem. Libretto von Santiago Rupérez Durá. (1990–1994)
  • Chinesische Violinen-Rhapsodie (1994)
  • Chinesisches Flötenkonzert (1995)
  • Symphonisches Gedicht Hua Chiao für Sopran und Orchester. Libretto: Santiago Rupérez Durá(1997)
  • Symphonie Heavenly Peace. Libretto: Santiago Rupérez Durá (2003)
  • Symphonische Weihdichtung Finis est infinitus. Libretto: Peter Ritzen (2009)
  • Kantate Wilde Roos. Libretto: Gedichte von Anton van Wilderode (2001)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.naxos.com/person/Peter_Ritzen_26301/26301.htm, abgerufen 15. April 2011
  2. http://www.leschetizky.com/orchestra

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]