Bad Ischl

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Bad Ischl
Wappen von Bad Ischl
Bad Ischl (Österreich)
Bad Ischl
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Gmunden
Kfz-Kennzeichen: GM
Fläche: 163,06 km²
Koordinaten: 47° 43′ N, 13° 38′ O47.72027777777813.633333333333468Koordinaten: 47° 43′ 13″ N, 13° 38′ 0″ O
Höhe: 468 m ü. A.
Einwohner: 13.734 (1. Jän. 2013)
Postleitzahl: 4820
Vorwahl: 06132
Gemeindekennziffer: 4 07 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrgasse 11
4820 Bad Ischl
Website: www.bad-ischl.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hannes Heide (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(37 Mitglieder)
11 ÖVP, 19 SPÖ,
4 FPÖ, 3 Grüne
Lage der Gemeinde Bad Ischl im Bezirk Gmunden
Altmünster Bad Goisern Bad Ischl Ebensee Gmunden Gosau Grünau im Almtal Gschwandt Hallstatt Kirchham Laakirchen Obertraun Ohlsdorf Pinsdorf Roitham St. Konrad (Oberösterreich) St. Wolfgang im Salzkammergut Scharnstein Traunkirchen Vorchdorf OberösterreichLage der Gemeinde Bad Ischl im Bezirk Gmunden (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Die Stadt Bad Ischl ist ein österreichischer Kurort mit 13.734 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Zentrum des Salzkammergutes im südlichen Teil von Oberösterreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Bad Ischl.

Geografie[Bearbeiten]

Blick auf die Traun, unter den Wolken der Siriuskogl (599 m), über den Wolken die Katrin (1542 m)

Bad Ischl liegt auf 468 m Höhe in Oberösterreich. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 19,6 km, von West nach Ost 17,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 163,06 km². 71,9 % der Fläche sind bewaldet, 7,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Das Zentrum des Ortes ist halbkreisförmig von der Traun und der zufließenden Ischl umgeben; der Rettenbach mündet ebenfalls in Bad Ischl in die Traun.

Blick auf Bad Ischl vom Siriuskogl
Bad Ischl um 1855
Historische Karte von Ischl (1888)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Ahorn (582)
  • Bad Ischl (1888)
  • Eck (166)
  • Haiden (1465)
  • Hinterstein (99)
  • Jainzen (747)
  • Kaltenbach (1408)
  • Kößlbach (99)
  • Kreutern (811)
  • Lauffen (202)
  • Lindau (312)
  • Mitterweißenbach (111)
  • Perneck (280)
  • Ramsau (172)
  • Reiterndorf (2460)
  • Rettenbach (580)
  • Roith (412)
  • Steinbruch (465)
  • Steinfeld (997)
  • Sulzbach (620)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Ahorn, Bad Ischl, Haiden, Jainzen, Kaltenbach, Lauffen, Lindau, Perneck, Reiterndorf und Rettenbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Steinbach am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) Ebensee
St. Wolfgang im Salzkammergut Nachbargemeinden
Strobl (Salzburg) Bad Goisern am Hallstättersee Altaussee (Steiermark)

Geschichte[Bearbeiten]

Frühzeit[Bearbeiten]

Man nimmt an, dass der Raum Bad Ischl schon in der Hallstatt- und La-Tène-Zeit besiedelt war. 15 v. Chr. wurde das Gebiet Teil des Imperium Romanum. Die Anwesenheit der Römer ist durch zwei Inschriftensteine und Streufunde belegt, wovon der eine Stein im 18. Jahrhundert, vermutlich im Zuge des Kirchenumbaues, verloren ging. Dieser, ein Weihestein an Mithras aus der Zeit nach 170, enthielt den Hinweis auf eine statio Esc(ensis) (Zollstation). Erhalten blieb ein römischer Grabstein aus dem 3./4. Jahrhundert. Ein weiterer Weihestein wurde in der nahegelegenen Kienbachklamm für den keltisch/römischen Gott Mars Latobius gefunden. Noricum blieb ein halbes Jahrtausend lang eine römische Provinz. Im Zuge der Völkerwanderung erfuhr das innere Salzkammergut vermutlich einen spürbaren Bevölkerungsrückgang, der jedoch in der Folgezeit durch Zuwanderung von Baiern und Slawen ausgeglichen wurde. Unter Karl dem Großen hatten sich diese Landstriche bereits erholt, wurden aber durch die Streifzüge der Ungarn wieder zurückgeworfen.

Um das Jahr 1000 hatte sich das Land, das damals zur bairischen Mark ob der Enns gehörte, endlich von den Vernichtungsschlägen erholt. Die Bevölkerung vermehrte sich zusehends, und auch die Salzgewinnung wurde wieder aufgenommen. Über ihre Gefolgsleute, die Herren von Ort, breiteten die steirischen Markgrafen (ab 1180 Herzöge) aus der Familie der Otakare in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts ihr Herrschaftsgebiet auf das innere Salzkammergut aus. Ihnen folgten im Erbwege die Babenberger 1192.

Seit dieser Zeit wurde das Salz wieder zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor des mittlerweile Ischlland genannten Gebietes.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1262 als Iselen, später als Yschl.

Hochmittelalter und der Salzkonflikt[Bearbeiten]

Als ein Jahrhundert später, mittlerweile schon unter der Herrschaft der Habsburger – der Grundherrschaft Wildenstein – ein neuer Salzberg in Goisern entdeckt und zum Abbau freigegeben wurde, kam es seitens des Erzbischofs Konrad IV. von Salzburg zum offenen Konflikt um das Salzmonopol.

Der Zorn des Erzbischofs wurde noch größer, als der Abt Heinrich von Admont, ein habsburgischer Günstling, auch im Gosautal Salz abbaute und in Hallstatt die Salzgewinnung lebhaft betrieb. Seinen Salzhandel teilen zu müssen, schien dem stolzen Erzbischof unerträglich, so entbrannte ein wütender Kampf um die Salzgewinnung und um den Salzhandel. Der Erzbischof brachte eine Beschwerde ein, in der er auf das – vermeintlich nur ihm zustehende – Monopol verwies. Dieser Einspruch wurde vom Habsburger Herzog Albrecht I. aber nicht anerkannt, was den Zorn des Erzbischofs neuerlich vergrößerte. Albrecht richtete in den gefährdeten Orten Befestigungsanlagen ein. So entstand zum Beispiel in Hallstatt eine Schutzwarte, der Rudolfsturm, von dem man das Land weit überblicken konnte.

Als eines Tages das Gerücht aufkam, der Herzog sei an den Folgen einer Vergiftung gestorben, rüstete Erzbischof Konrad zum endgültigen Vernichtungszug gegen die ihm verhassten neu entstandenen Salinen. Er ließ die Abbaustätten zerstören und die dazugehörigen Siedlungen in Schutt und Asche legen. Doch sein Triumph sollte nicht lange währen, da Albrecht I. gar nicht gestorben war, und nun in einer blutigen Fehde Rache am Erzbischof nahm.

Ehemaliges Sudhaus

1297 wurde Friede geschlossen. Diese Abmachung leitete eine Epoche des Aufbaus und des Friedens ein. Neue Berge wurden zur Salzgewinnung herangezogen. Seit 1419 war Burg Wildenstein Sitz der – seit 1452 kaiserlichen – Pfleger, die den habsburgischen Salzhandel verwalteten.[2]

Hauptort des Ischllandes dieser Zeit war Lauffen (erste urkundliche Erwähnung 807, heute Katastralgemeinde von Bad Ischl), 1275/80, in der Zeit der Schlacht von Dürnkrut/Jedenspeigen 1278, mit der das Salzkammergut endgültig an Habsburg gekommen war, von König Rudolf I. zum Markt erhoben worden (der älteste Markt des Salzkammerguts). Für „besondere Verdienste“ verlieh Herzog Albrecht III. 1392 dem Dorf Ischl besondere Rechte.[3] Unter Kaiser Friedrich III. wurde Ischl im Jahre 1466 zum Markt erhoben.[4] 1656 wird dann der Name ‚Salzkammergut‘ für das Besitztum um Bad Ischl das erste Mal urkundlich erwähnt.

1563 wurde der Ischler Salzberg durch das Bergwerk in Perneck erschlossen. Das Pfannhaus (Saline) an der Traun wurde 1571 erbaut (ab dem 19. Jahrhundert als Kolowrat-Sudhaus bezeichnet). Für Generationen von Ischlern wurde somit das Salz zur wichtigsten wirtschaftlichen Grundlage, neben dem bisherigen Transport nun auch in direkter Produktion. Damit gewinnt Ischl gegenüber Lauffen zunehmend an Bedeutung. 1595 baute man die Soleleitung vom Hallstatt über Goisern nach Ischl, 1604/7 die Sudhütte Ebensee mit Verlängerung der Soleleitung.

Reformation und Gegenreformation[Bearbeiten]

Im 17. Jahrhundert musste die Glaubenszugehörigkeit zum Protestantismus bitter erkämpft werden. Aus Salzburg zugewanderte Lutheraner hatten im Zug der Gegenreformation ihre Religion abzuschwören. Wer sich dem Befehl entgegenstellte, wurde gefangengesetzt oder sogar hingerichtet. Viele Protestanten, wie die ursprünglich auf Schloss Pernegg ansässigen Freiherren von Racknitz verließen Österreich. An die 100 Jahre konnte der Protestantismus mit Gewalt unterdrückt werden, bis die Bewegung offen ihr Recht auf freie Religionsausübung einforderte. Das Ansuchen wurde abgelehnt und die aufständischen Protestanten aufgefordert, entweder zum Katholizismus überzutreten oder nach Ungarn und Siebenbürgen auszuwandern (siehe Landler). Da die meisten der betroffenen Familien aber schon seit Generationen im Salzkammergut lebten, blieb der Großteil der Lutheraner im Land und schwor - zumindest nach außen hin - lieber dem Glauben ab. Es handelte sich dabei aber nur um eine Formsache, denn in Wahrheit übten sie ihre Religion heimlich weiter aus (Kryptoprotestantismus), bis Kaiser Joseph II. mit der Einführung des Toleranzpatentes im Jahr 1781 den Protestantismus endlich auch offiziell erlaubte.[5]

Kurort und „Kaiserstadt“[Bearbeiten]

Sisis Teehaus, das Marmorschlössl, jetzt Photomuseum

Die Blütezeit von Ischl beginnt aber, trotz der wirtschaftlichen Vorbedeutung, im 19. Jahrhundert. 1821 kam der Wiener Arzt Franz Wirer nach Ischl und informierte sich über die Kurerfolge des Salinenphysikus Josef Götz, der seit 1807 die Wirkung von Solebädern an erkrankten Salinenarbeitern erprobte. Die ersten etwa 40 (auswärtigen) Kurgäste erschienen 1822. Im Jahr darauf verdoppelte sich die Zahl der Gäste. 1823 kann als eigentliches Gründungsjahr für das erste Ischler Heilbad als Solebad angesehen werden. Die vom Salinenkassier Michael Tänzl in seinem Haus an der Traun errichtete Sole-Badestube (Tänzelbad) musste bereits 1825 erweitert werden.

Ischl stieg schon bald zu einem Kurort von europäischer Bedeutung auf. Die Zahl der Gäste, die nach Ischl kamen - darunter Staatskanzler Metternich und Erzherzog Rudolf - wurde zunehmend größer. 1827 kurte das erzherzogliche Ehepaar Franz Karl und Sophie, die Eltern des späteren Kaisers Franz Josef, hier zum ersten Mal. 1827/1828 errichteten Franz und Magdalena Koch den Posthof (Gasthof zur Post), das erste Hotel des Salzkammergutes.

Die Kaiservilla in Bad Ischl

Den Höhepunkt der Ischler Blütezeit bildete die Zeit von 1849 bis 1914 als kaiserlicher Sommerresidenz unter Kaiser Franz Joseph I. 1853 verlobte sich Franz Joseph mit Elisabeth (Sisi) in Bayern im damaligen Seeauerhaus, das heute das Museum der Stadt Bad Ischl ist.

Seit dem Sommer des Jahres 1863 kam der bedeutende Komponist Anton Bruckner immer zum Geburtstag des Kaisers, sowie zu anderen festlichen Anlässen des Kaiserhauses als Hoforganist nach Ischl. Bruckner bezeichnete sich selbst gerne als „Organist des Kaisers“. Er spielte am 31. Juli 1890 zur Hochzeit der Erzherzogin Marie Valerie mit Erzherzog Franz Salvator auf der Orgel Variationen über die Kaiserhymne, verbunden mit dem Halleluja aus dem Messias von Georg Friedrich Händel. Anschließend war Bruckner zum Diner ins Hotel Post eingeladen. Am 2. August 1890 gab Bruckner ein eigenes Orgelkonzert. Häufig besuchte er seinen Freund Attwenger. An der Stadtpfarrkirche erinnert eine Gedenktafel an Bruckners Aufenthalte. Auch im Gästebuch der Konditorei Zauner befindet sich ein Eintrag Bruckners.

Ischl war Sommerdomizil vieler anderer populärer Komponisten, vor allem Johann Strauß, Franz Lehár und Johannes Brahms, aber auch andere Musikschaffende der Jahrhundertwende verbrachten hier regelmäßig den Sommer; viele von ihnen suchten wohl auch die Nähe des vor Ort weilenden Hofstaates. So entwickelte sich Ischl schon während der Zeit der Donaumonarchie zum Künstlertreffpunkt von Weltgeltung. Noch heute werden alljährlich während der Sommermonate im Kurhaus Operettenwochen veranstaltet.

Am 18. Juli 1914 verfasste Kaiser Franz Joseph in der Kaiservilla in Bad Ischl das Manifest An meine Völker!, in dem er dem Königreich Serbien den Krieg erklärte. Dies sollte der Beginn des Ersten Weltkriegs werden.[6]

Schon 1906 war Ischl in Bad Ischl umbenannt worden. Im Jahr 1920 wurde Bad Ischl von der Landesregierung die Bezeichnung Kurort zuerkannt und 1940 wurde Bad Ischl zur Stadt erhoben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Bad Ischl zur amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der amerikanischen Militärverwaltung wurde ein DP-Lager zur Unterbringung sogenannter Displaced Persons eingerichtet. Das Lager wurde von der UNRRA verwaltet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Der Stadtrat (Stadtregierung) besteht aus 9 Mitgliedern. Den Vorsitz des Stadtrates hat der Bürgermeister, der von der Bevölkerung direkt gewählt wird. Die zwei Vizebürgermeister sowie die Stadträte werden vom Gemeinderat gewählt, wobei auch die Ressortaufteilung durch den Gemeinderat bestimmt wird.

  • Bürgermeister: Bürgermeister ist Hannes Heide, SPÖ
  • Der Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen:

SPÖ: 5 Mandate, ÖVP: 3 Mandate, FPÖ: 1 Mandat.

  • Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen (Stand 2009):

SPÖ 19 Mandate, ÖVP 11 Mandate, FPÖ 4 Mandate, Grüne 3 Mandate.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein schwarzer Dreiberg, auf dessen mittlerer und hinterer Kuppe eine schwarze Gämse steht; auf der vorderen ein Eschenbaum mit grünen Blättern. Die Gemeindefarben sind Schwarz-Gold-Grün.

Das Marktwappen wurde Ischl im 15. Jahrhundert durch Kaiser Friedrich III. verliehen. Da die ursprüngliche Urkunde bei einer Feuersbrunst 1490 zerstört worden war, wurde das Wappen von Kaiser Maximilian I. im Jahr 1514 erneut bestätigt.
Die Gämse deutet auf die Hochwildjagd in den nahen Bergrevieren und der Baum soll an den ehemaligen großen Eschenwald im Ischler Tal erinnern.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Ischl
Museum der Stadt Bad Ischl
Die Lehár-Villa bei Nacht

Das Stadtbild von Bad Ischl ist durch Bauten des Historismus, im Besonderen der Gründerzeit, geprägt. Die Stadt nennt sich auch „Kaiserstadt“, im Gedenken an Kaiser Franz Joseph. Bad Ischl ist Mitglied im Verband Kleine historische Städte.

Museen[Bearbeiten]

  • Kaiservilla und Kaiserpark: ehemalige Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I.
  • Museum der Stadt Bad Ischl: im ehemaligen Hotel Austria
  • Lehár-Villa: ehemaliges Anwesen von Franz Lehár
  • Museum Fahrzeug-Technik-Luftfahrt
  • Photomuseum im Marmorschlössl: das Marmorschlössl ist das ehemalige Teehaus von Kaiserin Sisi
  • Freilichtmuseum Ischlerbahn
  • Haenel-Pancera-Familienmuseum

Sakralbauten[Bearbeiten]

Profanbauten[Bearbeiten]

  • ehemaliges Hotel Elisabeth (früher Hotel Tallachini): Eröffnung 1844
  • ehemaliges Hotel Post:
  • ehemaliges Sud- oder Pfannhaus (Kolowrat-Sudhaus): 1834 erbaut
  • Kongress & TheaterHaus: 1873–1875 erbaut
  • Lehár-Filmtheater (Lehartheater)
  • Neues Kurhaus: 1932 nach Plänen von Clemens Holzmeister errichtet
  • ehemaliges Kurmittelhaus (heute: Eurotherme Bad Ischl)
  • Plaßmühle (Niedermühle): urkundlich erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt, erbaut zwischen 1599 und 1607. Dreiflügeliger Bau mit Galerien. 1639 Freisitz des Zacharias Plaß von Mühlleiten, nach dem die Niedermühle seit damals benannt wird.
  • Postamtsgebäude: erbaut 1895
  • Sophiens Esplanade: errichtet um 1830, erweitert 1869
  • Trinkhalle: 1829 bis 1831 von Franz Lössl erbaut, unter Denkmalschutz stehend
  • Villa Seilern: 1881 erbaut, im Eigentum der Lehrerkrankenkasse, Hotelbetrieb
  • Villa Blumenthal: An der Straße nach Lauffen, 1893 auf der Weltausstellung in Chicago gezeigt. Das aus amerikanischer Pechkiefer errichtete Gebäude wurde zerlegt und 1895 von Oskar Blumenthal in der Kaltenbachau neu aufgestellt. Es wird daher auch als „Urahn des Fertighauses“ bezeichnet.
  • Alte Ischlerbahnbrücke: 2007 abgerissen

Sonstige Bauwerke[Bearbeiten]

Maximilianbrunnen an der Traun
Dr. Franz Wirer-Denkmal,1839

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Franz-Karl-Brunnen (1881)
  • Hasner-Denkmal (1893)
  • Kaiser-Jagdstandbild, 1910 enthüllt, geschaffen von Georg Leisek (1869–1936)
  • Kaiser-Franz-Joseph-Kreuz, 1910 auf der Katrin errichtet
  • Lehár-Denkmal (1958)
  • Maria-Louisen-Quelle (1840)
  • Maximilianbrunnen: 1868 errichtet zum Gedenken an Ferdinand Maximilian von Österreich, den 1867 hingerichteten Kaiser von Mexiko
  • Onderdonk-Brunnen (1951)
  • Rudolfs-Denkmal (1839)
  • Stelzhamer-Denkmal
  • Dr. Franz Wirer Denkmal: (1839), Begründer des ersten Solebades in Bad Ischl

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Internationaler Chorwettbewerb Bad Ischl[8][9]
  • Lehár-Festival Bad Ischl (Operettenfestspiele), jährlich im Sommer
  • Internationales Boogie ’n’ Blues Festival Shake the Lake
  • All American Music Festival
  • Advent in Bad Ischl
  • Bauernherbst
  • Jeden Dienstag im Sommer veranstaltet die Salinenmusikkapelle zehn Kurkonzerte. Diese finden schon seit 125 Jahren statt und sind fester Bestandteil des Ischler Kulturkalenders.
  • Am 1. Adventsonntag findet jährlich ein Festgottesdienst statt, welcher der Hl. Barbara gewidmet ist. Dieser wird von der Salinenmusikkapelle musikalisch umrahmt. Die Kapelle gibt anschließen einen Wunsch-Frühschoppen.
  • Kaiserfest der Bürgerkapelle Bad Ischl auf der Esplanade: jährlich am 15. August
  • Kaiserbummel im Stadtzentrum: jährlich am 17. August
  • Kaisermesse in der Stadtpfarrkirche: am 18. August (Geburtstag von Kaiser Franz Joseph)
  • Kaiserlauf: jährlich im September
  • Katrin-Berglauf
  • Glöcklerlauf: jährlich am 5. Jänner

Kultur[Bearbeiten]

  • Die Literaturzeitschrift perspektive wurde 1977 als Schülerliteraturzeitung in Bad Ischl gegründet.
  • Heimatverein Bad Ischl: Der Heimatverein Bad Ischl bezweckt die Erforschung und Pflege der Heimat und ihres Volks- und Brauchtums; die Gewinnung weitester Kreise der Bevölkerung für diese Aufgaben, die Weckung vertiefter Heimatliebe, die Ergänzung der einschlägigen Sammlungen der Stadtgemeinde Bad Ischl, Unterstützung (Mitarbeit) und Förderung beim Museum der Stadt Bad Ischl, die Durchführung von Ausstellungen, Veranstaltungen und Vorträgen.
  • Landesausstellung 2008: Das Salzkammergut war der Titel der Landesausstellung, die im Jahr 2008 stattfand. 13 Gemeinden beteiligten sich an dieser regionalen Ausstellung. Diese Gemeinden präsentierten das Salzkammergut von all seinen attraktiven Seiten, als Wirtschaftsregion ebenso wie als Kulturregion. Rund 12,3 Millionen Euro flossen aus dem Kultur- und dem Tourismusbudget des Landes in das Projekt der Landesausstellung 2008. In jeder teilnehmenden Gemeinde waren andere Schwerpunkte und Akzente zu sehen. Menschen, Mythen, Monarchen – unter diesem Titel war in Bad Ischl eine Ausstellung in der historischen Trinkhalle zu sehen.
  • Landesgartenschau 2015: Des Kaisers neue Gärten ist des Titel der oberösterreichischen Landesgartenschau, welche in diesem Jahr in Bad Ischl auf einem 20 ha großen Gelände stattfindet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bad Ischl ist eine Kur- und Tourismusstadt mit ca. 385.000 Nächtigungen pro Jahr. Als Ferienregion Bad Ischl ist die Stadt und ihre umliegenden Gemeinden Teil des Salzkammerguts als touristisches Konzept.

Außerdem ist Bad Ischl eine Schul- und Einkaufsstadt mit ca. 850 Gewerbetreibenden (Klein- und Mittelbetriebe).

Verkehr[Bearbeiten]

Stadtbus Bad Ischl

Bahn[Bearbeiten]

Bad Ischl liegt an der 1877 fertiggestellten Salzkammergutbahn zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning. Der Bahnhof von Bad Ischl liegt im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe des Kurzentrums.

Von 1893 bis 1957 bestand auch die schmalspurige Salzkammergut-Lokalbahn, die Bad Ischl mit Salzburg verband. Das 1889 geplante Projekt einer Bergbahn auf die Hütteneckalm wurde nicht realisiert.

Straße[Bearbeiten]

Bad Ischl liegt an der Salzkammergut Straße B 145, die von Vöcklabruck bis Trautenfels in der Steiermark verläuft. Die Wolfgangsee Straße B 158 verbindet Bad Ischl mit Salzburg.

Bus[Bearbeiten]

Durch Bad Ischl verkehren viele Postbus-Linien, die meisten enden in Bad Ischl. Bad Ischl ist durch diese mit Salzburg, Gmunden, St. Wolfgang und Hallstatt verbunden. Durch Bad Ischl fährt ein Stadtbus und ein Bus zur Katrinseilbahn.

Bildung[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Geboren in Bad Ischl[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Josef H. Handlechner, Hannes Heide: Bad Ischl und das Ischlland. Verlag Wigodruck.at, 2008.
  •  Dieter Neumann, Rudolf Lehr: Bad Ischl und die Habsburger. Tourismusverb. Bad Ischl, Bad Ischl 1992, ISBN 3-9500153-0-2.
  •  Wirer-Verein (Hrsg.): Die Gschwandtner-Chronik. Traunspiegel Verlag, Bad Ischl 2008.
  •  Leopold Schiendorfer: Perneck. Ein Dorf im Wandel der Zeit. Eigenverlag, 2006.
  •  Stephen Sokoloff: Goldene Wege. Kultur- und Naturschätze vom Traunsee bis Bad Ischl. Neu-Media-GmbH, Neumarkt i.H. 2005, ISBN 3-200-00436-3.
  •  Heimatbuch des Marktes Lauffen. Eigenverlag, 2005.
  •  Heimatverein Bad Ischl (Hrsg.): Bad Ischl, Heimatbuch 2004. Verlag Rudolf Wimmer, Bad Ischl 2004.
  •  Heinrich Prochaska: Ischls Chronik. Geschichte des Badeortes Ischl 1823 bis 1923. Verlag Rudolf Wimmer, Neuauflage o.J.
  •  Georg J. Kranzler: Ischls Chronik. Verlag Rudolf Wimmer, 1881, Reprint 1983.
  •  Franz Karl Erb, Ischler Wochen-Rundschau (Hrsg.): Ischls Chronik. Von den Anfängen bis 1856. Bad Ischl 1982.
  •  Edwin Zellweker: Bad Ischl. Werden-Wesen-Wandlung. Wien / Bad Ischl 1951.
  •  Leo Kegele: Das Salzkammergut nebst angrenzenden Gebieten in Wort und Bild. Wien / Pest / Leipzig 1898.

Film[Bearbeiten]

  • Bad Ischl - Die Erfindung der Sommerfrische. Dokumentarfilm, Deutschland, 2011, 43 Min., Buch und Regie: Monika Kirschner, Produktion: Tag/Traum, ZDF, arte, Erstsendung: 21. Mai 2012 bei arte, Reihe: Kur Royal (1/5), Filminformationen von arte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Ischl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Ischl – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2.  Oberösterreichisches Landesarchiv (Hrsg.): Herrschaftsarchiv Wildenstein. Inventar. Linz 2003 (PDF).
  3.  Urkunde. Wien Pfingsttag nach St. Gilgentag, 5. September 1392 (Orig. Perg. anh. Siegel in Holzkapsel, Inv.Nr. 1 Gemeindearchiv Bad Ischl, heute Oberösterreichisches Landesarchiv; Gedruckt in Kanzler: Geschichte von Ischl S. 91., n. Gemeindearchiv Bad Ischl (PDF; 83 kB). OÖLA, Linz 2003).
  4.  Urkunde. Wiener Neustadt Freitag vor Sonntag Letare, 14. März 1466 (Orig. Perg. anh. Siegel fehlt, Inv.Nr. 5 Gemeindearchiv Bad Ischl; Gedruckt in Kanzler: Geschichte von Ischl S. 104., n. Gemeindearchiv Bad Ischl. OÖLA, Linz 2003.).
  5.  Elisabeth Mansfeld, Universität Wien (Hrsg.): Juristische Aspekte der Ketzerverfolgung im Erzherzogtum Österreich in der Regierungszeit Karls VI. Dissertation. Wien März 2008, II. Die österreichischen Erblande 2.2. Das Land ob der Enns, S. 136–147 (othes.univie.ac.at (PDF; 8,0 MB)).
  6. An Meine Völker! Bad Ischl, am 28. Juli 1914. (auf Wikisource)
  7. Land Oberösterreich: Wappen der Gemeinde Bad Ischl
  8. Homepage
  9. Internationaler Chorwettbewerb in Bad Ischl mit Teilnehmerrekord
  10. Berühmte Künstler zu Gast in Ischl. Stadtamt Bad Ischl, abgerufen am 24. Juli 2013.