Petersroda

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Petersroda
Wappen von Petersroda
Koordinaten: 51° 34′ 11″ N, 12° 17′ 21″ O
Höhe: 92 m ü. NN
Fläche: 6,22 km²
Einwohner: 607 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 06809
Vorwahl: 034954
Petersroda (Sachsen-Anhalt)
Petersroda
Petersroda
Lage von Petersroda in Sachsen-Anhalt

Petersroda ist ein Ortsteil der Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersroda war bis zur Eingemeindung am 1. Juli 2009 in die Stadt Sandersdorf-Brehna eine selbständige Gemeinde.[1]

Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Bitterfeld.[2] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam er zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1944 gehörte.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die derzeitige Ortsbürgermeisterin ist Simone Engefehr.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein grüner Frosch.“

Das Wappenbild des Frosches gründet sich auf ein von der Gemeinde Petersroda verwendetes Symbol, das einen Frosch darstellt und schon zu DDR-Zeiten Verbreitung fand. Es gibt die Legende, dass in Petersroda einst ein Kind lebte, das wie ein Frosch aussah und sich auch so bewegte. Auch gab es einen Froschbrunnen im Ort. Wahrscheinlicher ist die Herleitung des Wappenbildes aber aus der geografischen Tatsache, dass fünf bis sechs Teiche in der Gemarkung von Petersroda lagen/liegen, die im Frühjahr natürlich ein immenses Froschquaken von sich gaben.

Um keinen Identitätsverlust zur bisher verwendeten Symbolik zu schaffen, wurde das Wappenbild vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch nach den Gepflogenheiten der heraldischen Stilistik grafisch umgesetzt und tingiert.

Der Schild des Wappens ist golden tingiert, wobei Gold in Bezug auf die Getreidefelder steht, die in früheren Zeiten Ernährungsgrundlage der Bewohner waren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vernässungsfläche östlich von Petersroda

Bergbaufolgelandschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich und östlich des Ortsteils erstreckt sich ein Seen- und Waldgebiet als Nachfolge des Bitterfelder Bergbaureviers (Tagebau Goitzsche). Die beiden nächstgelegenen Seen östlich von Petersroda sind der Neuhäuser See und der Ludwigsee (mit Badestelle). Direkt neben Petersroda befindet sich im Osten eine Vernässungsfläche, die zwar von der Fläche her mit dem Ludwigsee mithalten kann, aber noch nicht als eigenständiger See ausgewiesen wird.

Gedenkstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Petersroda liegt an der Bahnstrecke Trebnitz–Leipzig. Außerdem ist er ein Halt der S-Bahnlinie 2 der S-Bahn Mitteldeutschland nach Bitterfeld.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petersroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 22 f.
  3. Der Landkreis Bitterfeld im Gemeindeverzeichnis 1900