Uwe Ulrich Jäschke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Uwe Ulrich Jäschke (* 12. Juli 1955 in Frankfurt-Höchst) ist ein deutscher Geograph und Kartograf. Er ist Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Ulrich Jäschke wurde im Frankfurter Stadtteil Höchst geboren und besuchte von 1962 bis 1966 die Volksschule in Hattersheim am Main. Danach wechselte er auf die Main-Taunus-Schule, wo er 1974 sein Abitur bestand. Danach verpflichtete er sich für zwei Jahre als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr. Die Bundeswehr verließ er 1976 als Leutnant der Reserve. Als Reservesoldat wechselte er 1977 in den Militärgeographischen Dienst der Bundeswehr und wurde nach mehreren Wehrübungen 1984 zum Major der Reserve befördert.[1]

Nach dem Verlassen der Bundeswehr begann er 1976 an der FH München ein Studium der Kartografie, das er 1980 mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) beendete. Er setzte sein Studium fort mit einem Zweitstudium der Geographie mit den Nebenfächern Botanik/Bodenkunde und Statistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, das er 1986 als Diplom-Geograf abschloss. Gleichzeitig hatte er sich ab 1984 selbstständig gemacht mit einer Kartografischen Werkstatt in Hattersheim. Nach Abschluss des Studiums in Frankfurt blieb er mit einer Teilzeitarbeitsstelle als Institutskartograf am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeographie der Universität Frankfurt beschäftigt. Er begann am dortigen Institut 1990 mit den Arbeiten zu seiner Doktorarbeit, welche er im Dezember 2000 mit der Promotion abschloss. Noch während seiner Promotion hatte er 1994 den Ruf als Professor für Thematische Kartographie und Geographie an die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden erhalten, den er auch annahm und gleichzeitig seine Kartografische Werkstatt in Hattersheim schloss.[1]

Er ist Vorstandsmitglied in der Deutsch-Namibischen Gesellschaft und redaktioneller Mitarbeiter beim Namibia Magazin und der Afrika Post. Bei den Sächsischen Heimatblättern ist er im Redaktionsbeirat.[1]

Uwe Ulrich Jäschke ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.[1]

Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und dem Landesvermessungsamt Sachsen war die Aufgabenstellung Atlaskarten von Sachsen zu erstellen und zu gestalten.[2] Das Projekt wurde 2010 beendet.[3]

Digitalisiertes Koloniales Bildarchiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitarbeit an dem DFG-Projekt zur Präsentation von historischem Bildmaterial im Internet mit Standard-Computern.[2] Während seiner Zeit an der Goethe-Universität in Frankfurt war Jäschke einer der zwei Mitarbeiter, die 1989 begonnen hatten, das vorhandene Bildmaterial zu sichten und in Datenbanken einzupflegen. An der Entwicklung des Projekts mit veränderten Zielsetzungen war er dann weiter beteiligt.[4]

Historisch-statistische Grundkarte – Pilotprojekt Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jäschke ist Projektleiter bei diesem Pilotprojekt zur Erfassung, Vektorisierung und Präsentation historischen Karteninhalts mit modernen Mitteln, insbesondere des Internets.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Projekt- und Forschungsaktivitäten der Fakultät Geoinformation : 20 Jahre HTW Dresden, Dresden, 201, DNB 102573193X
  • Sachsen. Landtag: Aspekte Sächsischer Landtagsgeschichte: Sächsischer Landtag, Dresden, 2011, DNB 1046850660
  • 15 Jahre „Koloniales Bildarchiv“ an der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Dresden, 2004, DNB 97207953X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Beruflicher Werdegang auf der Website der HTW Dresden
  2. a b c Projekte auf der Website der HTW Dresden
  3. Website des Projekts
  4. Aufsatz von Jeschke auf der Website des DFG-Projekts (abgerufen am 13. Juni 2015)