Pharmazieingenieur

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Hier überwacht Apothekerin von der Apothekeninspektion (rechts) in der Schweriner Fritz-Reuter-Apotheke die Entnahme von Proben durch die Pharmazieingenieurin (links).

Ein Pharmazieingenieur (auch Pharmazie-Ingenieur) gehört in Deutschland zum pharmazeutischen Personal in der Apotheke und wurde an Ingenieurschulen in der DDR ausgebildet.

Das dreijährige Studium bezog sich vor allem auf die Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln. Innerhalb des Rechtsraumes der DDR durften sie den Apotheker als Apothekenleiter vertreten, im Bereitschaftsdienst eingesetzt werden und in Ausnahmefällen auch eine Ausgabestelle (kleinere Apotheke) leiten. Mit der Wiedervereinigung haben Pharmazieingenieure ähnliche Befugnisse wie Apothekerassistenten erlangt. Diese dürfen den Apotheker nach Meldung bei der zuständigen Behörde vier Wochen vertreten, wenn sie hinsichtlich ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten dazu befähigt sind und im Vorjahr mindestens sechs Monate hauptberuflich in einer öffentlichen Apotheke tätig waren.[1]

Seit der deutschen Wiedervereinigung werden keine Pharmazieingenieure mehr ausgebildet. Daher ist ihre Zahl rückläufig, so waren im Jahr 2005 9.266 Apothekerassistenten und Pharmazieingenieure in den öffentlichen Apotheken in Deutschland beschäftigt, im Jahr 2011 waren es nur noch 7570.[2]

Das Gehalt der Pharmazieingenieure in der Apotheke hängt von den Berufsjahren und dem Bundesland ab, in dem die Tätigkeit ausgeübt wird. Eine Orientierung über die Bezahlung bietet der Gehaltstarif[3], nach dem die Vergütung ab Juli 2013 zwischen 2463 und 2750 Euro (brutto) liegt. Ab 1. Juli 2015 steigen diese Werte auf 2.500 bis 2.791 Euro, je nach Berufsjahr. Die Tarifverträge im Apothekenwesen werden zwischen ADEXA – Die Apothekengewerkschaft, und dem ADA (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken) bzw. der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein abgeschlossen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. § 2 Abs. 6 Apothekenbetriebsordnung
  2. ABDA-Bericht Zahlen, Daten, Fakten 2011 (Memento des Originals vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abda.de
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 7. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.adexa-online.de Gehaltstarif des Arbeitgeberverbands Deutscher Apotheker und der Apothekengewerkschaft ADEXA, gültig ab 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014.