Philip Aaberg

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Philip Aaberg (* 8. April 1949 in Havre, Montana) ist ein US-amerikanischer Pianist und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philip Aaberg wuchs in Chester, Montana auf und spielte dort schon in jungen Jahren Klavier. Ersten Klavierunterricht erhielt er mit vier Jahren. Seinen ersten Auftritt als Pianist hatte er mit sieben Jahren. Mit vierzehn spielte er Schlagzeug und Orgel in einer Rock ’n’ Roll-Band, die er gemeinsam mit seinem Bruder auf der Highschool gegründet hatte. Er spielte Baritonhorn und Tuba in der Chester Highschool Band. Mit fünfzehn nahm er am Whitworth College in Spokane, Washington bei Margaret Saunders Ott, einer Absolventin der Juillard School of Music und Leiterin der Fachbereichs Klavier des Colleges. Für Aaberg bedeutete dies eine zwölfstündige Zugfahrt einfach.[1] Seine ersten Konzerte als Klaviersolist mit großem Orchester gab er im Alter von sechzehn Jahren. Er spielte mit Orchestern in Spokane, Bozeman and Billings.[1][2] Die High School schloss er 1967 ab.[3] Seine musikalischen Fähigkeiten verschafften ihm eine Leonard Bernstein Scholarship [Stipendium] an der Harvard University, das er mit einem Bachelor of Arts abschloss. danach studierte er Klavier bei Kenneth Drake. Darauf ging er nach Kalifornien und spielte Rock- und Popmusik ein. Er war Keyboarder der The Elvin Bishop Band und ging mit Peter Gabriel auf Tournee.[1] Mit Kenny Rogers, Vince Gill und The Doobie Brothers machte er Schallplattenaufnahmen und spielte mit John Hiatt, Vinnie Colaiuta und weiteren bekannten Künstlern.[1][4] 1985 begann er ernsthaft mit der Komposition eigener Musik und er unterschrieb einen Vertrag mit Windham Hill Records. Seine Plattenkarriere begann 1985 mit dem Album High Plains, erschienen bei Windham Hill Records, mit Solo- und Ensembleaufnahmen. Das Album erhielt sehr gute Kritiken und verschaffte ihm internationale Anerkennung.[1] Aaberg spielte mit dem Boston Pops Orchestra, nahm beim Marlboro Chamber Music Festival teil, spielte Erstaufführungen zeitgenossischer Werke mit dem Paul Dresher Ensemble und spielte mehr als 200 Alben für die Serie All-American Jazz für PBS ein. Dies brachte ihm 2008 eine Emmy Nominierung ein. 2008 erhielt er auch für den Soundtrack zum von Montana PBS produzierten Film Class C: The Only Game in Town eine Emmy Nominierung.[1]

Seit 2000 produziert Aaberg seine Platten unter dem eigenen Label Sweetgrass Music, das er mit seiner Frau Patty gründete. Sein Soloalbum Live from Montana wurde 2001 für einen Grammy in der Kategorie Best New Age Album nominiert.[1][5] Aaberg beherrscht verschiedenste Musikstile wie Rock, New-Age, Boogie-Woogie, Blues und Jazz bis hin zur Klassik und hat in allen Bereichen von Musikkritikern gelobte, teilweise preisgekrönte Platten eingespielt. Inzwischen liegt sein Schwerpunkt bei kammermusikalischem Jazz.

Seit 2002 lebte er mit seiner Frau und seinem Sohn Jake wieder in Chester. Hier betrieben sie das The Great Northern Bed & Breakfast.[6] Aaberg erhielt den Governor's Award for the Arts und einen Montana Arts Council Innovator Award. Am 14. Dezember 2012 verlieh ihm die Montana State University die Ehrendoktorwürde.[1] Nach 14 Jahren in Chester zog Aaberg 2017 mit seiner Familie nach Helena (Montana).[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • High Plains (1985) – Piano solo
  • Upright (1989) – Piano solo und Rock Ensemble
  • Out Of The Frame (1988) – Piano solo und Ensemble
  • Meridian (1991) – Piano solo
  • Cinema (1992) – Piano solo
  • Christmas (2000) – Piano solo
  • Field Notes (2000) – Piano solo
  • Live from Montana (2002) – Piano solo
  • Blue West (2005) – Piano solo
  • High Plains Christmas (2013) – Piano solo
  • Versatile (2017) – Piano solo[7][8]

Mit anderen Künstlern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Shape Of The Land (1986) – mit den Gitarristen Michael Hedges und William Ackerman
  • Morning Walk (1987) – als Mitglied der Gruppe Metamora
  • Meridian (1990) – in Zusammenarbeit mit Bernie Krause
  • A Wild Christmas (1995) – in Zusammenarbeit mit Bernie Krause
  • A Christmas Heritage (1998) – als Mitglied der Gruppe New Grange
  • New Grange (1999) – als Mitglied der Gruppe New Grange
  • Tasting The Wine Country (2001) – als Mitglied des Mike Marshall Quintet
  • The Romantic Music of Eric Funk (2001) – Latvian National Symphony Orchestra, Terje Mikkelsen (Leitung), Philip Aaberg (Klavier)
  • Beyond Spirit Tailings (2005) – in Zusammenarbeit mit Ellen Baumler
  • CrossTime (2008) – in Zusammenarbeit mit Darol Anger
  • Three Part Inventions – Improvisations on Bach (2009) – in Zusammenarbeit mit Eugene Friesen und Tracy Silverman
  • Montana Wild Cats (2013) – Jack Walrath, Philip Aaberg und Kelly Roberti

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h MSU to award honorary doctorate to composer, musician Philip Aaberg at December commencement. Montana State University, 2. Dezember 2013, abgerufen am 26. Oktober 2017 (englisch).
  2. Darol & Phil Aaberg. darolanger.com. Abgerufen am 5. Februar 2012.
  3. Aus dem Begleittext zur CD „Live from Montana“
  4. Philip Aaberg: pianist & composer. Sweetgrass Music. Abgerufen am 14. Dezember 2009.
  5. Philipp Aaberg. In: Grammy Awards. Recording Academy, abgerufen am 26. Oktober 2017 (englisch).
  6. a b Aabergs' businesses are for sale in Chester. In: Great Falls Tribune. (englisch, greatfallstribune.com [abgerufen am 4. Dezember 2017]).
  7. Marga Lincoln for the Independent Record: Philip Aaberg holds “Versatile” CD launch party hosted by Helena Symphony. In: Helena Independent Record. (helenair.com [abgerufen am 4. Dezember 2017]).
  8. Versatile. In: Sweetgrass Music. 10. Oktober 2017 (englisch, sweetgrassmusic.com [abgerufen am 4. Dezember 2017]).