Philoxenos von Mabbug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mor Philoxenos von Mabbug, auch Xenajas von Mabbug und Aksenāyâ Mabûḡāyâ (* um 450 in Tahal; † 10. Dezember (?) 523 in Philippopolis in Thrakien) war ein syrischer Theologe, der sich als Gegner der Zwei-Naturen-Lehre des Konzils von Chalkedon profilierte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte in Edessa und im Kloster Mor Gabriel im Tur Abdin, wo er auch eine Weile als Mönch weilte. Später wurde er Bischof von Mabbug und wirkte in Antiochia an Intrigen (484 und 512) mit, die zur Absetzung des chalzedonensischen Patriarchen und zur Einsetzung Severus von Antiochias führten. Er wurde 519 durch Justin I. nach Paphlagonien und dann nach Philippopolis in Thrakien verbannt, wo er starb.

Philoxenos veranlasste eine Überarbeitung des syrischen Neuen Testaments. In der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien wird er hoch geschätzt und als Heiliger verehrt.

Unter dem Namen des Philoxenos sind drei Anaphoren, d. h. Formulare der eucharistischen Liturgie, überliefert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roger-Youssef Akhrass, Les trois anaphores attribuées à Philoxène de Mabboug. Introduction, texte critique et traduction, in: Syriac Orthodox Patriarchal Journal 54 (2016) 65-192.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theresia Hainthaler: Philoxenus. In: Wolfgang Wassilios Klein (Hrsg.): Syrische Kirchenväter. Kohlhammer, Stuttgart 2004, S. 180–190, ISBN 3-17-014449-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]