Pierre-Charles Roy

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Pierre-Charles Roy (* 1683 in Paris; † 23. Oktober 1764 ebenda) war ein französischer Librettist. Er schrieb insbesondere Operntexte für François Francœur und André-Cardinal Destouches.

Roy und Voltaire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pierre-Charles Roy war bis zu seinem Tod einer der bevorzugten Gegner von Voltaire. Dieser ging soweit zu behaupten, er habe seinen Namen Arouet nur deshalb in Voltaire geändert, um nicht mit Roy verwechselt zu werden. Roy wiederum kritisierte Voltaire in seinen Versen. Besonders schmerzlich für Voltaire war Roys Behauptung, Voltaire sei der Verfasser des berüchtigten Gedichtes über das inzestuöse Verhältnis des Regenten zur Herzogin von Berry. Roy kritisierte auch Voltaires Gedicht über die Schlacht bei Fontenoy. Voltaire verklagte deshalb Roy 1745, erreichte jedoch nur eine mündliche Rüge durch den Richter. Die Prozesskosten gegen den mittellosen Roy wurden Voltaire aufgebürdet. Voltaire fügte Ende 1745 der ersten Ballard-Ausgabe seines Temple de la Gloire vor dem ersten Akt einen allegorischen Kupferstich ein, auf dem Roy von vier Centurionen gegeißelt wird. Roy gab nicht bei und polemisierte 1746 nach Kräften gegen die Aufnahme Voltaires in die Académie française. Er verriss Voltaires Discours für die Aufnahme.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Callirhoé (1712)
  • Les Augustales (1744)
  • La Félicité (1745)
  • Philomèle
  • Bradamante
  • Hippodamie
  • Creüse
  • Semiramis (1718)

Auf die lyrische Tragödie Ariane von Jean-Joseph Mouret in 5 Handlungen und einem Prolog schrieb er das Buch mit François-Joseph de Chancel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergänzungen dazu: s. Michaud, Biographie universelle Bd. XXXVI (1857) S. 666–667. Dort finden sich auch Angaben zu Publikationen seines Werkes.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Uwe Schultz: Madame Pompadour oder die Liebe an der Macht, C. H. Beck, 2004 S. 119.