Plancha

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Plancha Grill zum Einbauen
Plancha Grill zum Einbauen

Die Plancha (span. eiserne Platte) ist eine Art des Grills, die aus Spanien stammt. Im Gegensatz zu einem klassischen Grillrost wird auf einer glatten Platte gegrillt, wodurch Speisen schonender und aromatischer zubereitet werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert haben Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gusseiserne Platten mit sich geführt. Diese haben sie auf das offene Feuer gelegt und ihr Essen darauf gegart. Später wurde die Plancha für große Feste und Feierlichkeiten genutzt, da schnell enorme Mengen an Essen zubereitet werden kann.

Die Plancha erfreut sich heute Beliebtheit in Spanien, aber auch in Frankreich. 

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptmerkmal der Plancha ist die 5-20 mm dicke, aber glatte Grillplatte, die aus Edelstahl, Gusseisen, Stahl oder Aluminium besteht. Die Plancha gibt es als Standgerät mit Gas- oder Elektrobrennern oder zum Auflegen auf herkömmliche Rostgrills. Dabei ist die Plancha leicht abgeschrägt, damit Fett und Flüssigkeiten in den integrierten Fettauffangbehälter fließen können.

Optisch ähnelt die Plancha dem japanischen Teppanyaki. Auf beiden Grills wird mit indirekter Hitze gegrillt. Im Gegensatz zum Teppanyaki kann die Plancha aber bis zu 350 Grad heiß werden. 

Durch die hohen Temperaturen und die flache Grillplatte lässt sich das Grillgut mit viel Flüssigkeit garen. Hierbei entsteht der sogenannte Leidenfrost-Effekt. Die Flüssigkeiten verdampfen beim Auftreffen auf die Planchaplatte und das Grillgut schwimmt darauf und wird schonend und saftig gegart. Der Zucker in den Lebensmitteln karamellisiert durch die Maillard-Reaktion sofort und das Grillgut behält seinen aromatischen Geschmack.

Auf einer Planchaplatte lassen sich ohne zusätzliche Hilfsmittel Fleisch, Fisch, Gemüse und Desserts zubereiten, wodurch sie sich von Rostgrills unterscheidet. Durch das indirekte Grillen tropft kein Fett oder Flüssigkeiten auf eine offene Flamme, sodass keine dioxinhaltigen Stoffe entstehen. 

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]