Platte (Schneeberg)

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Platte
Gipfel

Gipfel

Höhe 885 m
Lage Bayern, Deutschland
Gebirge Fichtelgebirge
Koordinaten 50° 1′ 7″ N, 11° 53′ 26″ OKoordinaten: 50° 1′ 7″ N, 11° 53′ 26″ O
Platte (Schneeberg) (Bayern)
Platte (Schneeberg)
Gestein Granit

Die Platte ist ein 885 m hoher Berg im bayrischen Hohen Fichtelgebirge.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Platte liegt im südlichen Schneebergmassiv im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge auf der Rhein-Elbe-Wasserscheide. Nahegelegene Orte sind Fichtelberg im Westen und Tröstau im Osten. Grundeigentümer ist der bayerische Staat.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blockmeer auf dem Plattengipfel

Der Gipfelbereich besteht aus einer gewaltigen Blockhalde aus kantigen Granitplatten, seltene Moose und Flechten besiedeln die Felstrümmer. Das Gebiet ist mit 4,1 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Unterhalb des Gipfels ist der Berg von Nadelwald bewachsen.[1] Die Waldbewirtschaftung erfolgt durch die Bayerischen Staatsforste, Forstbetrieb Fichtelberg.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde die Platte erstmals 1393 als „die plancken“ bei einer Rainungsbeschreibung des Waldes genannt, der damals dem Burggrafen von Nürnberg gehörte. Wegen des plattenartigen Gipfelbereichs erhielt der Berg seinen Namen.

Geotop[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Blockmeer am Gipfel ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als wertvolles Geotop (Geotop-Nummer: 479R025) ausgewiesen.[2]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Höhenweg und der Fränkische Gebirgsweg führen vom Silberhaus (Ortsteil der Gemeinde Tröstau an der Bundesstraße 303 – Fichtelgebirgsstraße/E48) zum Gipfel. Vom höchsten Punkt mit Holzkreuz gibt es hervorragende Ausblicke in das Wunsiedler Becken mit der Leupoldsdorfer Seenplatte im Vordergrund, südöstlich zur Hohen Matze, zur Kösseine, zum Steinwald, nördlich zum Waldstein und zum Kornberg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2.
  • Rudolf Thiem: Der Schneeberg – höchster Berg des Fichtelgebirges. Hrsg.: Fichtelgebirgsverein e.V. (= Schriftenreihe Das Fichtelgebirge. Heft 13). Wunsiedel 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Platte (Fichtelgebirge) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern: Digitale Topographische Karte 1:50 000, BayernViewer (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geodaten.bayern.de, abgerufen am 18. Juni 2011
  2. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotop Blockmeer am Gipfel der Platte WNW von Tröstau (abgerufen am 15. Oktober 2017).