Poronin

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Poronin
Wappen von Poronin
Poronin (Polen)
Poronin
Poronin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Tatrzański
Gmina: Poronin
Fläche: 7,7879 km²
Geographische Lage: 49° 21′ N, 20° 0′ OKoordinaten: 49° 20′ 41″ N, 20° 0′ 23″ O
Höhe: 740 m n.p.m.
Einwohner: 3500 (31.12.2007)
Postleitzahl: 34-520
Telefonvorwahl: (+48) 18
Kfz-Kennzeichen: KTT
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Nationalstraße 47
Landstraße 961
Schienenweg: Linie 99 (EIC, TLK)
Nächster int. Flughafen: Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice
Sołectwo
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 8 Ortschaften
Fläche: 83,55 km²
Einwohner: 11.427
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1217052
Verwaltung (Stand: 09.06.2015)
Bürgermeister: mgr Bronislaw Stoch
Adresse: ul. Józefa Piłsudskiego 5
34-520 Poronin
Webpräsenz: www.poronin.pl



Poronin liegt an der Mündung des Poroniec in den Weißen Dohnst (Biały Dunajec) und ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde im Süden Polens. Der Ort ist ca. 7 km südöstlich der Stadt Zakopane an der Landesstraße 47 und 80 km von der Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolens Krakau entfernt. Bis zur Slowakische Grenze sind es 10 km.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Poronin gehören folgende acht Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Bustryk
Małe Ciche
Murzasichle
Nowe Bystre
Poronin
Suche
Stasikówka
Ząb

Ząb ist mit 1013 m n.p.m. das höchste Dorf Polens [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1624 wurde die seit dem 13. Jahrhundert bestehende Siedlung zum Dorf Poronin ernannt. 1806 entstand eine Kapelle. 1833 entstand eine unabhängige Gemeinde mit der Kirche Maria Magdalena.

Lenin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1913 bis 1614 verbrachte Wladimir Iljitsch Lenin im Gasthauses Gutów-Mostowych die Sommermonate. Poronin war damals bedeutender als Zakopane und Sommerresidenz bekannter Persönlichkeiten. Lenin traf sich hier öfter mit Kampfgenossen. Nach Verfolgung durch die K&K-Behörden verließ Lehnin Polen.

Im Jahr 1947 wurde im Gebäude des Gasthauses ein Lenin-Museum eingerichtet. Auf dem angrenzenden Platz errichtete man 1950 eine Leninstatue, eine Spende der Arbeiter Leningrads. Bis zur Schließung des Museums 1990 war es eine Pilgerstätte von Anhängern aus der UdSSR, Polen und anderen verbündeten Ländern. Deswegen mussten alle Züge grundsätzlich in Poronin anhalten [3]

Das Museum wurde 1990 geschlossen und das Denkmal abgerissen. Heute beherbergt das Gebäude das Kulturzentrum der Gemeinde [4]

Tourismus, Kultur und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ząb ist die stilvolle Holzkirche St. Anne (Świętej Anny) mit regionalem Dekor.

Die Stadt ist bis heute ein beliebter Winter-Urlaubsort. Es gab hier auch eine K30-Skisprungschanze, die Galicowa Grapa. Der Betrieb wurde in den achtziger Jahren eingestellt. Seitdem verfällt die Anlage.

Bei der Internationalen Friedensfahrt 1988 startete am Sonntag den 15. Mai in Poronin die 6. Etappe. Uwe Ampler gewann das Bergzeitfahren/Einzelfahren nach Zakopane [5][6][7].

Verkehr und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiße Dohnst war früher für die Holzflößerei bedeutsam. Jetzt werden für Touristen Floßfahrten veranstaltet.

Der Bahnhof wird mit EIC-Zügen der PKP und von TLK regelmäßig bedient. Bis 1990 hielten alle Züge auf dem Bahnhof für die zahlreichen Besucher des Lenin-Museums. Im Verhältnis zur Bedeutung des Ortes ist der Bahnhof daher ziemlich groß [8]

Poronin liegt an der Nationalstraße 47, der Hauptverbindung zum Wintersportzentrum Zakopane.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Ząb (gm. Poronin) Informacje ogólne (polnisch)
  3. Conspirator: Lenin in Exile von Helen Rappaport (englisch)
  4. Poronin: obcięli Leninowi głowę (polnisch)
  5. Neues Deutschland: Jentzsch und Ampler erfolgreich
  6. LinkFang: Internationale Friedensfahrt 1988
  7. Friedensfahrt, Course de la Paix, Wyscig Pokoju, Zavod Miru
  8. Ogólnopolska Baza Kolejowa: Poronin (polnisch)