Porzellanwelten Leuchtenburg

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Blick in die Ausstellung Porzellanwelten Leuchtenburg

Die Porzellanwelten Leuchtenburg sind Teil des Ausstellungskonzeptes der Leuchtenburg (in Seitenroda, Deutschland). Die Ausstellung widmet sich der Geschichte des Porzellans und zeigt diese in künstlerisch inszenierten Welten.[1]

Konzipiert wurde die Dauerausstellung im Auftrag der Stiftung Leuchtenburg im Rahmen der Neuausrichtung der Burganlage mit der Gründung der Stiftung im Jahr 2007. Das neue Konzept knüpft an die musealen Traditionen vor Ort an: schon in den 1980er Jahren stellte das Kreisheimatmuseum Leuchtenburg seine Sammlung Altthüringer Porzellane in der Burganlage aus. Darüber hinaus begründete sich die Entscheidung für das Porzellan mit der geografischen Nähe der Burganlage zu Thüringer Porzellanstandorten und ihrer Lage an der Thüringer Porzellanstraße. Somit verbindet die Konzeption der Porzellanwelten die Geschichte des Werkstoffs mit dessen Bedeutung für den Standort Thüringen in Vergangenheit und Gegenwart.[2]

ARURA

Inhaltlich spannt die Ausstellung den Bogen vom Ursprungsland China hin zu den Hochleistungskeramiken des 21. Jahrhunderts. Erklärtes Ziel der Ausstellung ist es, den Besuchern das ihnen vertraute Material, das sie in ihrem Alltag begleitet, bewusst zu machen und sie dazu anzuregen dieses neu wahrzunehmen.[3] Die Ausstellung versteht sich als Zeitreise durch die Geschichte des Porzellans, erzählt in den Welten „das Fremde“, „das Rätsel“, „das Kostbare“ und „das Alltägliche“, denen der Auftakt „der Prolog“ vorangestellt ist. Konzeptionell zur Seite steht dieser Zeitreise das „Archiv und der Steg der Wünsche“.

Für die Ausstellung wurden zwei Rekorde in Porzellan geschaffen: das größte und kleinste Porzellanobjekt. So steht der nur wenigen Millimeter großen Teekanne aus Porzellan ARURA – der mit 8 Metern größten Vase der Welt von Künstler Alim Pasht-Han – gegenüber.[4]

Das zur Burganlage gehörende Logierhaus aus dem 18. Jahrhundert – später als Jugendherberge genutzt – wurde für die Porzellanwelten Leuchtenburg saniert und um einen Anbau mit Skywalk erweitert.[5] Die Gestalterische Umsetzung des Ausstellungskonzeptes erfolgte durch die Agenturen Triad[6], Kocmoc.net[7] und NAU[8]. Baustart war am 28. März 2011 und die Eröffnung der Ausstellung erfolgte in zwei Teilen am 3. April 2014 und 20. März 2015.[9]

Finanziert wurde das Projekt Porzellanwelten Leuchtenburg aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft in Höhe von rund 7 Millionen Euro im Jahr 2009 und 1,1 Millionen im Jahr 2014 sowie Eigenmitteln der Stiftung Leuchtenburg.[10]

Das Konzept war im Jahr 2016 für den Europäischen Museumspreis nominiert.[11] Im Jahr 2014 wurde die Konzeption mit dem Thüringer Tourismuspreis ausgezeichnet.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemappe Porzellanwelten Leuchtenburg. Abgerufen am 4. September 2016.
  2. Anne Meinzenbach: Die Porzellanwelten Leuchtenburg: zur neuen Dauerausstellung auf der Leuchtenburg; kurzer Abriss zur Geschichte und musealen Nutzung der Burganlage. In: Museumsverband Thüringen (Hrsg.): Thüringer Museumshefte. Band 21, Nr. 1, 2012, S. 32–39.
  3. Anne Meinzenbach: Porzellanwelten Leuchtenburg: eine Burg verändert ihr Gesicht. In: Museumsverband Thüringen (Hrsg.): Thüringer Museumshefte. Band 23, Nr. 2, 2014, S. 9–13.
  4. Anne Meinzenbach: ARURA. Die größte Vase der Welt von Alim Pasht-Han. Hrsg.: Stiftung Leuchtenburg. Seitenroda 2015.
  5. Webseite BCH Hermsdorf. Abgerufen am 4. September 2016.
  6. Webseite Triad. Abgerufen am 4. September 2016.
  7. Webseite Kocmoc.net. Abgerufen am 4. September 2016.
  8. Webseite NAU. Abgerufen am 4. September 2016.
  9. Stiftung Leuchtenburg: Baudokumentation Stiftung Leuchtenburg. Abgerufen am 4. September 2016.
  10. Webseite des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Abgerufen am 4. September 2016.
  11. Webseite des European Museum Forum. Abgerufen am 4. September 2016.
  12. Informationen zum Thüringer Tourismuspreis 2014. Abgerufen am 4. September 2016.