Powerbank

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Powerbank mit Ladezustandsanzeige (blaue LEDs)
typische Anschlüsse: USB (Ausgang) und Micro-USB (Eingang)

Eine Powerbank ist ein mobiler Zusatzakku insbesondere für Smartphones und Tablets, größere Exemplare versorgen auch Notebooks.[1] Es ist ein mobiler Energiespeicher mit einem Schaltwandler, der eine konstante Ausgangsspannung, meist 5 Volt bereithält.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fortschreitende Miniaturisierung und die Entwicklung zu immer flacheren mobilen Endgeräten setzt der Kapazität der in die Geräte integrierbaren Akkus technische Grenzen. Um die Verwendungsdauer der Geräte zu Verlängern, gibt es daher diese zusätzlichen, extern anschließbaren Speicher.

Technisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Powerbank ist gewöhnlich mit einer oder mehreren Lithium-Ionen-Akkuzellen ausgerüstet, daher ist die Mitnahme im Flugzeug aufgrund der Brandgefahr an Bedingungen geknüpft.[1] Sie enthält einen Schaltregler zur Stabilisierung der Ausgangsspannung und Strombegrenzung sowie oft Leds zur Anzeige des Betriebs- bzw. Ladezustands. Die Stromabgabe erfolgt über einen oder mehrere USB-Anschlüsse (meist Typ A), geladen wird die Powerbank meist über einen Micro-USB-Anschluss. Die möglichen Lade- und Entladeströme sind nicht standardisiert und können von den USB-Spezifikationen abweichen. Powerbanks mit anderen Ausgängen, z. B. für FireWire oder Thunderbolt, wären technisch möglich, sind jedoch in der Praxis nicht anzutreffen.

Die Akkus in Powerbanks mit USB-Ausgang haben Kapazitäten (=elektrische Ladungsmenge) zwischen unter 1.000 mAh bis über 20.000 mAh. Die Angaben beziehen sich auf den verbauten Akku, nicht auf die entnehmbare elektrische Energie, denn die Akkuspannung von 3,7 Volt muss auf 5 Volt angehoben werden und der Wirkungsgrad des Schaltwandlers abgezogen werden. Zusätzlich sind die Angaben oft deutlich zu optimistisch. Es ergibt sich ein reales Energiespeichervermögen von ca. 3 Wh bis 70 Wh.[2] (Zum Vergleich, ein Elektro-Leichtfahrzeug wie der Renault Twizy stellt mit seinen Zellen real nutzbare 6.100 Wh zur Verfügung.) Der maximale Strom kann zwischen 500 mA und über 3 A variieren.

Für Laptops werden aber entsprechend größere Geräte angeboten, die über Adapter Notebooks mit den dort üblichen Spannungen von z. B. 12 V oder 19 V versorgen.[1]

Dedizierte Ausgänge
Digitale Ladezustandsanzeige

Zusatzfunktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Komfortausstattung können eine eingebaute Taschenlampe oder die digitale Anzeige des Lade- und Betriebszustands gehören.[3] Nur Powerbank, die gleichzeitig ge- und entladen werden können, sind als Pufferbatterie geeignet. Nicht jede Powerbank ist für Apple-Geräte geeignet oder sie funktioniert nur mit einem proprietären Ladekabel dieses Herstellers. Manche Powerbanks weisen zwei oder mehr Ausgänge auf, von denen oft einer dediziert für iPhones oder iPads vorgesehen ist.

Es gibt hochstromfähige Powerbanks, die dediziert oder als Zusatzfunktion zur Starthilfe bei PKW eingesetzt werden können, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aber versagen, denn Lithium-Akkus sind im Gegensatz zu Bleiakkus sehr kältempfindlich.[4]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Powerbanks – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Rudolf Opitz: Mobile Kraftwerke. In: c't. 2020, abgerufen am 29. Juli 2020.
  2. Moritz Jäger: Kaufberatung Powerbanks: Unterwegs Strom tanken. In: heise online. 21. Juli 2020;.
  3. Hans-Heinrich Pardey: Powerbank: Reservetank für Smartphone und Tablet. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 20. November 2018]).
  4. Test Start Booster. In: ADAC. 19. Januar 2016;: „Keines der getesteten Produkte erfüllt seine Leistungsangaben bei -18 °C, lediglich eines bei 0 °C.“