Produktsuchmaschine

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Eine Produktsuchmaschine ist eine spezielle Art von Suchmaschine, die strukturierte Artikeldaten durchsucht, welche in einem Computer oder Netzwerk gespeichert worden - beispielsweise im Internet. Eine Produktsuchmaschine wird oft auch mit einem Preisvergleichsportal gleichgesetzt und tritt als Mittler zwischen Händler und Verbraucher auf, indem sie Artikeldaten aggregiert auf einer Plattform darstellt. Die Suchmaschinen arbeiten meist händlerübergreifend und liefern so Verbrauchern einen transparenten Überblick über Produkte und Preise. Neben der bloßen Angabe von Artikeldetails und Preisinformationen bieten einige Produktsuchen auch Echtzeitinformation und Verfügbarkeiten an, die anzeigen, ob ein bestimmtes Angebot noch auf Lager ist.

Arten von Produktsuchmaschinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Online-Produktsuchmaschinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktsuchmaschinen für Online-Artikel gibt es seit etwa 2001. Die Konkurrenz in diesem Segment ist groß, was einige Anbieter veranlasst hat, sich auf spezifische Produktkategorien zu spezialisieren, beispielsweise Elektronik oder Technik.

Ein Beispiel für eine große Online-Produktsuche ist idealo.de. Zu Produkten werden Testergebnisse, Nutzermeinungen, Preisverlauf und Datenblätter zur Verfügung gestellt.

Eine weitere ist Google Shopping. Google hat erkannt, dass auch die Nachfrage für lokale Angebote im Internet steigt. Deswegen führte Google 2010 das Feature „local shopping“ ein. Der Konzern arbeitete dabei mit ausgewählten Einzelhändlern in der Entwicklung zusammen und bietet ab sofort auch die Verfügbarkeit lokaler Angebote an.[1]

Lokale Angebotssuchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lokale Angebotssuchen haben sich seit etwa 2008 im Markt entwickelt, mit der Idee lokale Angebote auch online verfügbar zu machen und damit Einzelhändlern auch online einen Reichweitenkanal zusätzlich zum Printprospekt zu bieten. Einzelhändler haben durch solche Plattformen die Möglichkeit, auch Haushalte zu erreichen, die keine Printwerbung im Briefkasten erhalten möchten. Trotzdem entfallen nach einer Studie des EHI Retail Instituts noch etwa die Hälfte aller Marketingausgaben des Einzelhandels in den Printbereich einschließlich Druck und Verteilung der Werbezettel und Kataloge.[2]

Die Relevanz lokaler Angebotssuchmaschinen steigt. Laut einer Studie der Kelsey Group suchen 97 % aller Verbraucher Produkte erst online, bevor sie lokal einkaufen gehen. Folgende Kanäle dienen dabei als Informationsquelle:

  • 90 % Suchmaschinen
  • 48 % suchen über Online-Branchenverzeichnisse
  • 42 % Preisvergleichs-Portale und Produktsuchmaschinen
  • 24 % vertikale Nischen-Portale[3]

Mobile Angebotssuchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wachstum des Smarthphone-Segments und des mobilen Internets veranlasst auch Händler, mobil auffindbar zu sein. Nutzer können sich mittels verschiedener Apps über online- und lokale Angebote informieren. Auch Barcode- sowie QR-Code-Scanner sind teilweise schon auf den Telefonen vorinstalliert.

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich zu Produktsuchmaschinen gibt es noch weitere spezialisierte Suchdienste, wie zum Beispiel Branchenverzeichnisse, Personensuchmaschinen oder Jobportale.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.inc.com.Google Opens Local Shopping Feature to Small Businesses. Abgerufen am 29. November 2011.
  2. Zukunfts-Szenarien zur Kommunikation des Handels 2025. EHI, archiviert vom Original am 16. Dezember 2014, abgerufen am 4. Februar 2016.
  3. Kelsey Group.Verbraucherstudie - Online suchen, aber offline & lokal einkaufen. Abgerufen am 29. November 2011.