Psychologische Rundschau

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Psychologische Rundschau
Titelblatt der PRU seit 2016
Beschreibung Fachzeitschrift
Fachgebiet Psychologie
Sprache deutsch
Verlag Hogrefe Verlag (Deutschland)
Hauptsitz Göttingen, Bern u. a.
Erstausgabe 1. Oktober 1949
Gründer Gustav von Allesch
Erscheinungsweise quartalsweise
Impact Factor 1,107 (2015)[1]
Herausgeber Christoph Klauer
Weblink Homepage beim Verlag
Artikelarchiv econtent.hogrefe.com
ISSN (Print)
ISSN (Online)

Die Psychologische Rundschau ist eine wissenschaftliche Fachzeitschrift, deren Schwerpunkt die interdisziplinäre Psychologie ist. Sie war eine der ersten nach 1945 erscheinenden (oder wiedererscheinende) Fachzeitschrift für Psychologie in Deutschland und ist das offizielle Organ der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) seit deren Wiedergründung nach 1945.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Psychologischen Rundschau werden theoretische und methodische Entwicklungen auf dem Gebiet der Psychologie erläutert. Der Schwerpunkt liegt bei Arbeiten, die generelle theoretische und methodische Standpunkte reflektieren und dabei auch provokative Positionen vertreten.

In der Fachzeitschrift erfolgt auch eine Diskussion neuer Ideen. Zusätzlich ist die Integration von Grundlagenforschung und Anwendung ein zentrales Ziel der Zeitschrift. In einem Berichteteil erfolgt die Auseinandersetzung mit aktuellen berufs- und wissenschaftspolitischen Fragen. Neben den wissenschaftlichen Informationen veröffentlicht die Psychologische Rundschau als Nachrichtenorgan der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen auch Nachrichten und Termine dieser Berufsverbände. Weiterhin werden Rezensionen psychologischer Tests nach dem TBS-TK-System veröffentlicht [1].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Psychologische Rundschau erscheint seit 1949 vierteljährlich im Hogrefe Verlag (Göttingen). 1949 wurde die Deutsche Gesellschaft für Psychologie in den Westzonen Deutschlands wiederbegründet und die Zeitschrift als deren Organ gegründet. Carl Jürgen Hogrefe war als Universitätsassistent in die Kongressvorbereitung des ersten Nachkriegskongresses 1948 in Göttingen eingebunden und es bestand das Bedürfnis nach einem Publikationsorgan. Angefragten Verlagen war das Risiko zu hoch, der Verlag des früheren Organs der Gesellschaft, der Zeitschrift für Psychologie lag in der Ostzone Deutschlands und deshalb wurde Hogrefe selbst der erste Redakteur und Verleger. Erster Herausgeber war Gustav von Allesch, an dessen Lehrstuhl Hogrefe angestellt war. Auch aus dieser Tätigkeit hat Hogrefe später den Hogrefe Verlag gegründet.[2] Die Zeitschrift Psychologische Forschung erschien bereits im Mai 1949 wieder [3].

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Psychologische Rundschau hatte 2012 einen Impact Factor von 0,733 und lag damit auf Rang 82 von 126 im Social Sciences Citation Index erfassten Zeitschriften in der Kategorie multidisziplinäre Psychologie.[4]

Die Zeitschrift ist in den Datenbanken Social Science Citation Index (SSCI), Research Alert, Current Contents/Social & Behavioral Sciences, Social Sci Search, PsycINFO, PsycLit, PsyJOURNALS, PSYNDEX, Scopus, IBZ, IBR und Europ. Reference List for the Humanities (ERIH) gelistet.

Titelseiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der Jahre ist das Erscheinungsbild mehrfach geändert worden. Hier sind die vier letzten Titelblätter zu sehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TBS-TK bei zpid.de
  2. Gisela Hogrefe (Hrsg.): 50 Jahre im Dienst der Psychologie 1949-1999. Hogrefe Verlag, Göttingen 1999, ISBN 3-8017-1345-8., siehe auch Geschichte auf hogrefe.de
  3. Erste Zeitschrift nach dem 2. Weltkrieg war die Psychologische Forschung - 15. Mai 1949
  4. ISI Web of Knowledge, Journal Citations Reports Social Science Edition, 2012.