Qiu Miaojin

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Qiu Miaojin (邱妙津; * 29. Mai 1969 in Landkreis Changhua; † 25. Juni 1995 in Paris) war eine taiwanische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre entschlossene Haltung zur weiblichen Homosexualität hatte großen Einfluss auf dieses Literaturgenre in Taiwan. Sie besuchte zunächst die Premier High School für Mädchen in Taipei und studierte dann Psychologie an der National Taiwan University. Sie arbeitete als Beraterin und dann als Journalistin für die Wochenzeitschrift Der Journalist. Im Jahr 1994 zog sie nach Paris und begann ein Studium in klinischer Psychologie und Feminismus an der Universität Paris VIII. Sie starb vermutlich durch Suizid, angeblich hat sie sich selbst mit einem Küchenmesser erstochen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihr bekanntestes Werk Aufzeichnungen eines Krokodils erhielt sie den Literaturpreis der China Times im Jahr 1995.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufzeichnungen eines Krokodils (鱷魚手記 Èyú shǒujì, 1994), Übersetzung ins Deutsche aus dem Chinesischen/Taiwanchinesischen von Martina Hasse, erschienen im Ulrike Helmer Verlag, 2019, ISBN 978-3-89741-441-9
  • Der Selbstmordbrief aus Montmartre (蒙馬特遺書 Méngmǎtè yíshū, 1996)
  • Journal 1989–1995, Tagebücher zwei Bände, (邱妙津日記 Qīu Miàojīn rìjì, 2007)
  • Beiträge in Angelwings: Contemporary Queer Fiction from Taiwan, University of Hawaii Press, 2003, ISBN 0824826523

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tze-Lan D. Sang: The Emerging Lesbian: Female Same-Sex Desire in Modern China, University of Chicago Press, Januar 2003, ISBN 0226734803
  • Jens Damm: Homosexualität und Gesellschaft in Taiwan 1945 bis 1995, LIT Verlag Münster, 2003, ISBN 3-8258-6674-2