RISC OS

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RISC OS
Entwickler RISC OS Open Ltd. / RISCOS Ltd.
Lizenz(en) Proprietär, Apache-Lizenz
Akt. Version 5.24 (aktuelle RISC OS Open Version vom 25. April 2015)[1]

RISC OS Pi Version 5.24 von April 2018 (aktuelle RISC OS Open Version für den Raspberry PI)[2]

6.20 (letzte proprietäre Version von 2009)

Architekturen ARM
Abstammung
Sonstiges Sprachen: Englisch
Website www.riscosopen.org / www.riscos.com

RISC OS ist ein Betriebssystem mit grafischer Oberfläche. Es wurde vom britischen Unternehmen Acorn Ende der 1980er Jahre für ihren 32-Bit-Computer Archimedes mit ARM-CPU entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RISC OS 2 war die erste Version von RISC OS und ersetzte 1989 das in BBC BASIC geschriebene Übergangsbetriebssystem Arthur des Archimedes. Der Acorn A5000 wurde 1992 mit RISC OS 3 ausgeliefert. 1994 folgte RISC OS 3.5 mit der Einführung des Acorn-Risc-PCs. Die StrongARM-Unterstützung kam 1996 mit RISC OS 3.7. Für den nie erhältlichen Nachfolger des Risc-PCs entwickelte Acorn RISC OS 4. 1998 löste sich Acorn auf und RISC OS ging an die Firma Pace.

In der Folge entstanden 2 Entwicklungszweige von RISC OS. Beide Zweige sind weitestgehend kompatibel für Anwendungsprogramme, aber nicht vollständig. Eine Zusammenführung der beiden RISC-OS-Zweige wird es in absehbarer Zeit nicht geben.

Die Firma RISCOS Ltd. lizenzierte RISC OS 4 und lieferte es 1999 aus. RISCOS Ltd. entwickelte das Betriebssystem als RISC OS Select weiter. Für den ARM9-Rechner A9home passte RISCOS Ltd. ihr RISC OS Select für moderne ARM-Prozessoren an und nannte es 2006 Adjust32. Bei RISC OS Adjust32 wurden zusätzlich die Abhängigkeiten von der alten Acorn-Hardware entfernt. 2007 erschien RISC OS Select 4 unter dem Namen RISC OS 6 und war eine Weiterentwicklung von Adjust32. Die Entwicklung endete in RISC OS 6.20. Die Rechte an diesem Zweig von RISC OS gingen später an 3QD Developments Ltd. über.

Pace selbst passte RISC OS 4 an moderne ARM-CPUs ab ARM9 und XScale an und entfernte die Abhängigkeiten von speziellen Prozessoren, die Acorn entwickelt hatte. Diese Version wurde dann von Castle Technology ab 2002 in ihren XScale betriebenen IYONIX pc als RISC OS 5 eingesetzt und weiterentwickelt. 2003 erwarb Castle RISC OS von Pace. Im gleichen Jahr begann RISC OS Open, erste Teile von RISC OS 5 im Quelltext zu veröffentlichen. Der gesamte Quelltext sollte nach und nach freigegeben werden. Der offene Quellcode von RISC OS 5 wurde ab Ende 2008 auf modernere ARM-Hardware, namentlich das System-on-a-Chip der OMAP-Familie, portiert.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RISC OS ist ein schlankes und schnelles Betriebssystem mit kooperativem Multitasking und läuft, abgesehen von Emulatoren, nur auf Rechnern mit ARM-CPU inklusive StrongARM und XScale. Der Mikrokern des Betriebssystems ist klein. Eine Vielzahl von austauschbaren Modulen ist für Dateisystem, Festplattenzugriff, grafische Oberfläche usw. zuständig. (Diese Module lassen sich aus der grafischen Oberfläche heraus mittels Druck auf die Funktionstaste F12 und der Eingabe von help modules in die Kommandozeile auflisten.) Ein Großteil des Betriebssystems und einige Anwendungsprogramme sind im ROM bzw. im Flash-ROM enthalten. Ein Booten von der Festplatte wie bei anderen Betriebssystemen kann damit entfallen. Ausnahme ist RISC OS Select, bei dem ein Abbild der ROMs von der Festplatte ins RAM geladen wird.

Demonstration of Drag&Drop and Modules in RISC OS v370
Demonstration of Drag&Drop and Modules in RISC OS v522

Das Betriebssystem schreibt oder liest von sich aus, also ohne Zutun des Anwenders, nach dem Bootvorgang keine Daten auf oder von einen Festwertspeicher. Dies bedeutet z. B., dass man nach dem Bootvorgang beim Raspberry PI die Speicherkarte entnehmen kann. RISC OS läuft einfach weiter. SD-Karten werden damit geschont. Wenn externe Festplatten einen entsprechenden Stromsparmodus eingebaut haben, kann es aber auch sein, dass diese erst immer wieder anlaufen müssen, will der Anwender etwas speichern oder laden.

RISC OS ist kein Mehrfachbenutzersystem. Es gibt keine Anmeldemasken oder Benutzerkonten. Das System ist damit völlig offen. Nach dem Starten landet man unmittelbar in der Oberfläche und kann sofort arbeiten. Ein Anmelden entfällt. Jeder Anwender kann sich alles ansehen und nahezu alles manipulieren. Dies macht das gesamte System für den Anwender sehr durchsichtig.

Die grafische Oberfläche von RISC OS ist auf die Bedienung mit einer Maus spezialisiert. Es wird eine Dreitastenmaus benötigt. Die linke Maustaste wird wie von anderen Systemen her gewohnt verwendet. Die mittlere Maustaste (bzw. Druck auf das Scrollrad) öffnet das einem Fenster oder Symbol (nur auf der Symbolleiste) zugehörige POP-Up-Menü. Ein Menü und den damit verbundenen langen Mauswegen am oberen Fenster- oder Bildschirmrand gibt es nicht. Die POP-Up-Menüs erscheinen immer in unmittelbarer Nähe des Mauszeigers und lassen sich mit Hilfe der Maus frei verschieben und platzieren. Die rechte Maustaste dreht entweder einen Befehl um oder hat eine andere, sinnvolle Funktion. Wählt man z. B. mit der rechten Maustaste einen Menüpunkt aus, so wird das Menü nicht geschlossen und man kann so gleich weitere Menüpunkte auswählen, ohne zuvor umständlich erst wieder mit der mittleren Maustaste das gleiche Untermenü aufrufen zu müssen. Klickt man mit der rechten Maustaste auf einen Pfeil der Bildlaufleiste, bewegt sich die Leiste in die entgegengesetzte Richtung des Pfeiles. Fenster lassen sich mit Hilfe der rechten Maustaste auf dem Bildschirm verschieben, ohne diese in den Vordergrund zu holen. Mit Hilfe der rechten Maustaste kann man sich durch Klick auf das Schließkreuz eines Dateifensters rückwärts durch das Dateisystem hangeln (also im Pfad zurückgehen). Die Inhalte von Fenstern lassen sich durch "Festhalten" mit der rechten Maustaste auf einen Laufbalken zweidimensional verschieben. Die x-y-Bewegung der Maus wird so auf den Fensterinhalt übertragen. Dabei bewegen sich beide Laufbalken gleichzeitig. Das funktioniert unter RISC OS bei jedem Programm. Es gibt programmabhängig viele weitere Verwendungen der rechten Maustaste, um die Arbeit am Computer ganz erheblich zu erleichtern und zu beschleunigen. Die Bedienung der Oberfläche ist weitgehend konsistent, d. h. sie geschieht immer gleich, egal, welches Programm man verwendet.

Der Desktop besteht seit ARTHUR aus zwei Teilen. Der obere und größere Teil des Desktops ist die Pinnwand. Auf ihr können Dateien und Fenster abgelegt werden. Bei den Dateien handelt es sich aber nur um Verknüpfungen zu den entsprechenden Dateien im Dateisystem. Die Pinnwand dient damit unter RISC OS als Dockingstation. Sie besitzt keinen eigenen Speicherplatz. Der untere Teil des Desktops besteht aus einer Leiste, die man Iconbar oder Symbolleiste nennt. Dort findet man links die Symbole für die vorhandenen physikalischen Ein- und Ausgabemedien wie Laufwerke und Drucker und rechts die Symbole für die geladenen Anwendungsprogramme (sowie ganz rechts den schon unmittelbar nach dem Start vorhandenen Aufgabenmanager). Jedes dieser Symbole hat ein Menü, das stets mit der mittleren Maustaste geöffnet wird. Mit einem Klick der linken (oder in Spezialfällen auch rechten Maustaste) öffnet sich das Fenster des Dateimanagers des jeweiligen Laufwerkes bzw. das Fenster des Anwendungsprogrammes. Einzelne Fenster erhalten kein Symbol auf der Iconbar.

Fenster und Programme sind bei RISC OS üblicherweise voneinander getrennt. Das Schließen eines Fensters bedeutet bei RISC OS nur, dass tatsächlich auch nur dieses eine Fenster geschlossen wird. Will man ein Programm beenden, geschieht dies üblicherweise über das POP-UP-Menü des entsprechenden Symbols auf der Symbolleiste. Einzelne Ausnahmen hiervon sind möglich.

Unter RISC OS kann ein Programm viele verschiedene Fenster gleichzeitig offen halten. Pro Fenster gibt es immer nur ein Dokument. Eine komplizierte Fenster-in-Fenster-Technik wie auf anderen Systemen bietet RISC OS nicht an.

Das Speichern und Laden von Daten in und aus Programmen funktioniert bereits seit den Anfangstagen von RISC OS nicht aus diesen Programmen heraus. Da die Oberfläche Multitasking anbietet, nutzt man dieses aus. So gibt es unter RISC OS keine umständliche Speicherdialogbox, wo man sich ein jedes Mal wieder umständlich durch das Dateisystem hangeln muss. Unter RISC OS öffnet man ein Fenster des Dateimanagers, welches die Inhalte eines ganz bestimmten Verzeichnisses auf einem Laufwerk oder Speichermedium abbildet. Das Fenster des Anwendungsprogramms platziert man daneben oder dahinter und zieht entweder zum Laden per Drag and Drop das Symbol der Datei ins Fenster der Anwendung und lässt es dort "fallen" (Maustaste loslassen), oder man ruft zum Speichern über das POP-UP-Menü der Anwendung bzw. durch Druck auf die Taste F3 den Speicherdialog auf und zieht das Dateisymbol in das entsprechende Fenster vom Dateisystem. Da sich viele verschiedene Fenster des Dateimanagers gleichzeitig öffnen und auf der Oberfläche frei platzieren lassen, hat man gleichzeitig nahezu beliebig viele verschiedene Pfade zur Verfügung, die von jedem Anwendungsprogramm aus genutzt werden können. Diese Technik funktioniert, indem der Dateimanager und die Anwendungsprogramme miteinander kommunizieren.

Diese Technik beschränkt sich aber nicht auf die Kommunikation zwischen Anwendungsprogrammen und dem Dateimanager. Es ist auch möglich, Dateisymbole mit der Maus zwischen verschiedenen geöffneten Fenstern des Dateimanagers selbst per Drag & Drop zu bewegen. Damit lassen sich Dateien auf verschiedenen Laufwerken und in verschiedene Verzeichnisse kopieren. Will man eine Datei verschieben, so muss man beim Anklicken und Festhalten eines Dateisymbols mit der Maus gleichzeitig die Umschalttaste gedrückt halten. Dies stellt die logische Erweiterung des Prinzips vom Norton Commander (mit 2 Spalten) oder der Dateiverwaltung von GEOS dar. Nur dass unter RISC OS gleichzeitig viel mehr als nur zwei verschiedene Speicherorte geöffnet und darüber hinaus frei auf dem Bildschirm platziert werden können.

Als letzte Konsequenz ist aber auch das direkte Speichern und Laden zwischen verschiedenen Anwendungsprogrammen möglich, indem man das entsprechende Symbol anstatt über einem entsprechenden Fenster des Dateimanagers über dem geöffneten Dokument eines anderen Anwendungsprogramms fallen lässt. Die mit einem Programm erzeugten Daten werden damit direkt einem anderen Programm übergeben. Natürlich funktioniert dies nur, wenn das entsprechende Programm mit den Daten auch etwas anfangen kann bzw. diese Technik unterstützt. Unter RISC OS lassen sich damit viele kleine Programme für die Erledigung einer einzigen Aufgabe miteinander verwenden bzw. kombinieren. Ein einziges Programm muss nicht mehr alles können. Vergleichbar ist es mit dem Konzept der Tool Chain (Werzeugkette) von Unix, nur hier grafisch umgesetzt. Mit dieser Fähigkeit bietet RISC OS dem Anwender neben der extrem hohen Bediengeschwindigkeit und Bedienkonsistenz gleichzeitig ein hohes Maß an Freiheit und Kreativität.

Anwendungsprogramme befinden sich unter RISC OS in einem Verzeichnis, dessen Name mit einem Ausrufezeichen beginnt. Klickt man kurz zweimal hintereinander (Doppelklick) mit der linken Maustaste auf ein solches Verzeichnis, so wird das Verzeichnis nicht in einem neuen Fenster vom Dateimanager geöffnet. Statt dessen sucht RISC OS nach einer im Verzeichnis liegenden Datei namens !Run und führt diese bei Vorhandensein aus. Anwendungsprogramme werden also über den Dateimanager gestartet. öffnen kann man solche Anwendungsverzeichnisse, wenn man beim Doppelklick mit der linken Maustaste gleichzeitig die Umschalttaste gedrückt hält. Da Anwendungsverzeichnisse auch eine Datei namens !Boot enthalten, welche das System bei erstmaliger Sichtung des Verzeichnisses ausführt, können unter RISC OS Programme nahezu beliebig im Dateisystem vom Anwender selbst platziert werden. Dies wird dadurch ermöglicht, dass alle Pfadangaben innerhalb einer Anwendung relativ zum Installationspfad der Anwendung gemacht werden. Der Pfad einer Anwendung wird in einer Systemvariablen gespeichert und der Programmierer kann dann relativ zu diesem Pfad z. B. seinen Speicher- oder Initialisierungspfad, Anwender-Datenverzeichnisse usw. ansprechen. Den Inhalt der Variablen kann man sich auch anzeigen lassen (Befehl: *show).

Programme werden installiert, indem sie an die entsprechende Stelle, von wo sie ausgeführt werden sollen, kopiert werden. Installationsprogramme sind nicht erforderlich. Die Anwendung kann auch komplett, also nach der Installation, nochmal an einen anderen Ort oder sogar Datenträger verschoben oder kopiert werden. Wenn alle zu einer Anwendung gehörigen Dateien und Verzeichnisse innerhalb des Anwendungsverzeichnisses liegen, verschiebt/kopiert man gleich alles komplett mit an den neuen Speicherort. Hierdurch kann man sich Verzeichnis-Hirarchien aufbauen, welche thematisch geordnet sind (z. B. Ordner mit Textverarbeitung, Grafik, Mathematik, Physik, Spiele usw. in denen dann die dazugehörigen Programme und Daten gespeichert sind) oder einfach eine (Sicherheits-)Kopie auf einem externen Datenträger anfertigen.

Unter RISC OS werden Programme oft in Archiven gepackt zum Download zur Verfügung gestellt oder auf Grund ihrer häufig sehr geringen Größe auch per E-Mail verschickt. Es gibt jedoch auch Installationsprogramme wie PackMan wie man sie von anderen Systemen her kennt.

RISC OS benötigt keine Dateiendungen zur Erkennung des Dateiformates. Das Dateiformat ist ein Attribut der Datei und wird im Dateisystem vermerkt. Wenn man eine Datei im Dateimanager doppelt anklickt, wird von RISC OS zuerst geprüft, ob ein Anwendungsprogramm geladen ist, das mit diesem Dateiformat umgehen kann. Wenn dies nicht der Fall ist, wird bei den angemeldeten Anwendungsprogrammen ein geeignetes Programm gesucht, um die Datei zu öffnen. Alternativ kann man die Datei auf das Anwendungsprogramm in der Symbolleiste oder in dessen geöffnetes Fenster ziehen.

RISC OS bietet mit einem der schnellsten BASIC-Dialekte BBC BASIC auch gleich einen eingebauten ARM-Assembler mit an. Betriebssystemroutinen werden per SWIs zur Verfügung gestellt, welche die einzelnen Betriebssystemmodule zur Verfügung stellen (Befehle: *help, *modules).

Ebenso gibt es eine Vielzahl an Anwendungen für alle Bereiche. Für viele gängige Dateiformate anderer Systeme (Zip, Word, PDF usw.) gibt es Programme, welche diese Formate anzeigen oder gar bearbeiten können.

Es werden auch gängige Netzwerkprotokolle wie z. B. SMB, NFS, FTP und das Acorn/RISC OS eigene ShareFS unterstützt, als Client wie als Server. Ein über das Netzwerk eingebundenes Verzeichnis wird dabei wie ein lokales Verzeichnisse gehandhabt und als Laufwerk auf der Symbolleiste installiert.

Archive können mittels passender Software auch als Dateisystem angesprochen werden. Hierbei öffnet sich z. B. eine Zip-Datei wie ein normales Dateisystem-Fenster und kann dann mit allen Operationen, welche im normalen Dateifenster möglich sind, manipuliert werden (also Hereinziehen von Daten, welche On-the-fly gepackt werden, löschen von Dateien, anlegen von Unterverzeichnissen usw.). Der Anwender merkt auch hier keinen wesentlichen Unterschied zum normalen Dateisystem, die Bedienung geschieht immer gleich (konsistent).

Weiterentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der RISC OS 5 Zweig wird weiterentwickelt. Dieses geschieht vor allem im Hinblick auf aktuelle Hardware wie RaspberryPi, BeagleBoard, Pandaboard, Wandboard, Titanium – welche teilweise auch als betriebsbereite Komplettsysteme unter anderer Bezeichnung käuflich zu erwerben sind. Aber auch ältere Hardware wird dabei weiterhin unterstützt, insbesondere der RiscPC und der A7000 bzw. A7000+. Ebenso wird der Iyonix PC mit Upgrades versorgt. Diese Entwicklung durch RISC OS Open Ltd. wird von der lizenzhaltenden Firma Castle koordiniert, auf deren Servern sich neben den RISC OS Downloads auch ein allgemeines sowie das Entwicklerforum und jede Menge frei verfügbare aktuelle Dokumentation finden.

Damit auch der normale Anwender etwas Einfluss auf die kommende Entwicklung nehmen kann, existiert ein sogenanntes Bounties System, bei dem kleinere Geldspenden in verschiedenen Töpfen solange angesammelt werden, bis die jeweilige Teilentwicklungsaufgabe damit finanziert werden kann.

Im Herbst 2018 wurde RISC OS 5 unter die Apache-Lizenz gestellt.

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Version Rechner Hersteller
1987 Arthur Archimedes A3x0, A4x0 Acorn
1989 RISC OS 2 Archimedes A3x0, A4x0, A3000 Acorn
1992 RISC OS 3.0 / 3.1 alle Archimedes-Rechner Acorn
1994 RISC OS 3.5 Risc PC 600 Acorn
1995 RISC OS 3.6 Risc PC 700, A7000 Acorn
1996 RISC OS 3.7 StrongARM Risc PC, A7000+ Acorn
1999 RISC OS 4.0 Risc PC, A7000(+), RiscStation, Microdigital Mico und Omega RISCOS Ltd.
2001 RISC OS Select 1 Risc PC, A7000(+), RiscStation, Microdigital Mico RISCOS Ltd.
2002 RISC OS Select 2 Risc PC, A7000(+), RiscStation, Microdigital Mico RISCOS Ltd.
2002 RISC OS 5 IYONIX pc Castle Technology
2003 RISC OS Select 3 Risc PC, A7000(+), RiscStation, Microdigital Mico und Omega RISCOS Ltd.
2006 RISC OS Adjust32 A9home RISCOS Ltd.
2007 RISC OS 6 alias RISC OS Select 4 StrongARM Risc PC, A7000(+) RISCOS Ltd.
2015 RISC OS Pi Version 14 23.2.2015 Raspberry Pi u. a. RISC OS Open (Castle)
2018 RISC OS stable 5.24 32bit und 26Bit-Legacy Maschinen RISC OS Open (Castle)

RISC OS für den Raspberry Pi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RISC OS für den Raspberry Pi, kurz RISC OS Pi, basiert auf dem freigegeben Open-Source-Code der RISC OS Open Ltd.

Durch den Paketmanager PackMan lassen sich viele der frei verfügbaren RISC-OS-Programme installieren und upgraden. Der Paketmanager Pling ermöglicht das direkte Installieren kommerziell verfügbarer Software. Viele weitere Programme sind über Händler oder direkt über Webseiten der Autoren erhältlich.

Im Lieferumfang befindet sich auch das GPIO Modul, sowie die zugehörige Dokumentation, mit dem auf einfachste Art das Ansteuern der Input/Output Leitungen des RaspberryPi ermöglicht wird. Zusammen mit dem hochstrukturierten BBC BASIC, was seit jeher Bestandteil von RISC OS ist, oder einer beliebigen anderen Programmiersprache wird der Pi so zum optimalen Ansteuergerät und Makerdevice für alle anstehenden Projekte.

Das Betriebssystem selbst erhält man als Bestandteil der NOOBS DVD des RaspberryPi Projektes oder, aktueller, als direkten Download bei RISC OS Open. Dort kann es auch in Form einer bespielten, sofort einsatzbereiten SD-RAM Karte bestellt werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ROX Desktop – übernimmt Konzepte des RISC OS für Unix-Systeme.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: RISC OS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. riscosopen.org
  2. riscosopen.org