Hochfrequenz

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Hochfrequenz (HF, englisch RF für radio frequency) ist in der Elektrotechnik die Bezeichnung für Frequenzen über den hörbaren Schallwellen, die als Niederfrequenz bezeichnet werden. In der Akustik wird dieser Frequenzbereich als Ultraschall bezeichnet. In der Medizin sind die Frequenzbänder anders eingeteilt. Dort werden schon Frequenzen oberhalb 1 kHz als HF bezeichnet.

Die Einordnung der Hochfrequenz und hochfrequenztechnischer Systeme hängt von den Abmessungen der Bauelemente ab. In der Elektrotechnik wird der Frequenzbereich von 9 kHz bis zum langwelligen Licht (THz-Bereich) als Hochfrequenz bezeichnet. Die EMV-Normung beginnt bei 9 kHz.

Gemäß der Leitungstheorie müssen auch schon 50-Hz-Hochspannungsleitungen ab etwa 1000 km Länge als Hochfrequenz-Systeme behandelt werden, denn sie sind bei dieser Länge bereits λ/4-lange Leitungen (siehe Ferranti-Effekt).

Alle Anlagen zur drahtlosen Nachrichtenübermittlung arbeiten im Hochfrequenzbereich, abgesehen von einigen Ausnahmen wie Sanguine und ZEVS.

Hochfrequenz wird mit Koaxialkabeln, oberhalb etwa 1 GHz mit Hohlleitern übertragen. Lösbare Koaxialkabelverbindungen werden i. d. R. durch Koaxialstecker ermöglicht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzwelle

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Detlefsen, Uwe Siart: Grundlagen der Hochfrequenztechnik. 2. Auflage. Oldenbourg Verlag, München Wien 2006, ISBN 3-486-57866-9.