Ralf Michalowsky

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Ralf Michalowsky, Sept. 2013

Ralf Michalowsky (* 3. April 1950 in Gladbeck) ist ein deutscher Politiker und seit Juni 2014 gemeinsam mit Özlem Demirel Landessprecher der Partei DIE LINKE. NRW. Er war von 2007 bis 2010 im Landesvorstand der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen und Landtagsabgeordneter von 2010 bis 2012.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Michalowsky absolvierte nach der Volksschule eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann und arbeitete einige Jahre in dem Beruf. Über die Fachoberschule kam er zum Studium der Wirtschaftswissenschaften und Soziologie und beendete 1977 sein Studium an der Universität Essen als Diplom-Ökonom. Seit 1978 arbeitete er als Fachbereichsleiter an der Volkshochschule in Gladbeck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit seinem 17. Lebensjahr ist Ralf Michalowsky politisch tätig. Über die Friedensbewegung, die politische Ausländerarbeit, die Zivildienstbewegung kam er zur Politik. Von 1970 bis 1994 war er Mitglied der SPD und für diese Partei von 1976 bis 1978 auch Mitglied im Rat der Stadt Gladbeck. Von 1994 bis 2000 war er Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. In dieser Partei war er von 1995 bis 2000 Stadtverbandssprecher und 1995 Landtagskandidat im Wahlkreis.

Seit 1972 ist Ralf Michalowsky Gewerkschaftsmitglied. Er gehört der GEW und ÖTV und später ver.di an. Seit 2001 ist er auch Attac-Mitglied.

2004 war er Gründungsmitglied der WASG. Für diese Partei war er im Landtagswahlkampf 2005 Direktkandidat im Landtagswahlkreis Recklinghausen III und auf Platz 8 der Landesliste. 2005 wurde er Mitglied im Landesvorstand der WASG in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Mai 2007 und Oktober 2007 war er als Pressesprecher Mitglied im Übergangsvorstand von Die Linke in Nordrhein-Westfalen. Von Oktober 2008 bis Juli 2010 war er stellvertretender Landessprecher und Pressesprecher der Linken in Nordrhein-Westfalen.

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2010 wurde er über die Landesliste in den Landtag gewählt. Die Landtagsfraktion der Linken wählte ihn auf ihrer konstituierenden Sitzung am 11. Mai 2010 zum Parlamentarischen Geschäftsführer; das Amt übte er bis zum Juni 2011 aus. Michalowsky ging in den Haupt- und Medienausschuss und war dort Sprecher, ferner in den Sportausschuss und den Kulturausschuss. Seit Juni 2011 war er Mitglied im Innenausschuss. Von November 2010 bis März 2011 vertrat er DIE LINKE im WDR-Rundfunkrat.

Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 wurde Ralf Michalowsky für DIE LINKE in den Kreistag von Recklinghausen und am 16. Juni 2014 von seiner Fraktion zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Auf dem Landesparteitag am 21./22. Juni 2014 in Siegen wählte DIE LINKE. NRW den Gladbecker Ralf Michalowsky und die Kölnerin Özlem Alev Demirel zu ihren Landessprechern.

Sueddeutsche.de schrieb am 14. Mai 2010, Michalowsky gehöre zur sozialistischen Linken in der Fraktion.[1]

Michalowskys Auftritte und Äußerungen zum Gaza-Konflikt 2014 wurden auch von Parteifunktionären der Linken kritisiert.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sueddeutsche.de vom 14. Mai 2010: Die Spitze des Wahnsinns.
  2. Reimar Paul: Antisemitismus auf Pro-Gaza-Demos. „Nazimörder Israel“, in: TAZ, 20. Juli 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ralf Michalowsky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien