Ramtel

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Ramtel
Stadt Leonberg
Koordinaten: 48° 47′ 20″ N, 9° 1′ 35″ O
Höhe: ca. 400 m ü. NHN
Postleitzahl: 71229
Vorwahl: 07152

Ramtel ist ein Stadtteil am östlichen Stadtrand von Leonberg in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ramtel liegt, naturräumlich gesehen, wie eben auch noch der Leonberger Stadtkern etwas weiter in dieser Richtung, am Nordwestrand des Unterraums Glemswald-Randhöhen des Glemswaldes.[1] Es steht am rechten Hang des Tals der eben aus dem Inneren Glemswald ausgetretenen Glems und auf dem anschließenden Hochplateau des kleinen Sporns Bock auf Höhen von etwa 370 bis 475 m ü. NHN.[2] Im Untergrund stehen Mittelkeuper-Schichten an, größtenteils der Gipskeuper (Grabfeld-Formation), auf den höchsten Lagen am Nordostrand nach der letzten von drei nahen, fast parallelen Störungslinien übergangslos der geologisch viel höhere Stubensandstein (Löwenstein-Formation).[3]

Ein Meßtischblatt aus den 1920er Jahren zeigt im Bereich des heutigen Stadtteils noch keinerlei Besiedlung.[4]

Stadtentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Krieg gab es hier nur vereinzelte Häuser. Das Gebiet war durch die Reichsautobahn von Leonberg und Eltingen getrennt. In der Nachkriegszeit wurden überwiegend Reihen- und Mehrfamilienhäuser gebaut. Die neu hinzugekommenen Bewohner waren meist Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten. In den späten siebziger Jahren kamen gehobene Wohngebiete in Hanglage hinzu. Auf Grund der hohen Grundstückspreise ist die Bebauung auch hier vergleichsweise dicht. Industriebauten am östlichen Stadtteilrand wurden in den letzten Jahren zum Teil durch Bürogebäude ersetzt.

Beispiele interessanter Architektur aus den 1960er Jahren sind die August-Lämmle-Schule und die nahe gelegene Versöhnungskirche. Die Lebensqualität im Ortsteil Ramtel hat sich durch den Bau des Basistunnels der Autobahn 81 erheblich verbessert. Dennoch ist Ramtel eine Wohnsiedlung ohne Ortskern und ohne gewachsene Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten sind durch die Ansiedelung von mehreren Diskountern, einer Apotheke, eines Optikers, einer Bäckerei, eines Metzgers sowie einer Getränkehandlung gegeben.

Zwischen 1961 und 1993 lebte der Architekt Karl-Hans Neumann im Ramtel, der zu den bedeutenden Architekten der Nachkriegszeit in Baden-Württemberg zählt. Er erbaute unter anderem die Bruder-Klaus-Kirche (Gemeindezentrum Klaus-van-der-Flüe) sowie das Dillmann-Gymnasium in Stuttgart, für das er zusammen mit dem Architekten Peter Salzbrenner den Paul-Bonatz-Preis erhielt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7220 Stuttgart Südwest

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Huttenlocher, Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 Stuttgart. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1949, überarbeitet 1967. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)
  2. Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise) (Detailkarte von Ramtel und Umgebung).
  3. Geologie nach den Layern zu Geologische Karte 1:50.000 auf: Mapserver des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) (Hinweise)
  4. Meßtischblatt 7220 Möhringen von 1929 in der Deutschen Fotothek

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]