Rasenbinse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Rasen-Haarsimse)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rasenbinse
Deutsche Rasenbinse (Trichophorum cespitosum subsp. germanicum)

Deutsche Rasenbinse (Trichophorum cespitosum subsp. germanicum)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Rasenbinsen (Trichophorum)
Art: Rasenbinse
Wissenschaftlicher Name
Trichophorum cespitosum
(L.) Hartm.

Die Rasenbinse (Trichophorum cespitosum) ist eine Pflanzenart aus den Gattung Rasenbinsen (Trichophorum) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Flora Batava, Volume 6

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rasenbinse ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 35, manchmal bis zu 60 Zentimetern. Charakteristisch ist die meist igelförmige Gestalt ihrer dichten starren Horste. Ihre Stängel sind aufrecht und glatt. Die Blattspreite ist 3 bis 10 mm lang.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Ährchen sind 3 bis 8 mm lang sowie etwa 3 mm breit, eiförmig bis linealisch und enthalten 3-20 Blüten. Die Spelzen sind spitz, lineal-lanzettlich, gelb- oder rötlich-braun mit grüner Mittelrippe. Die zwei untersten Spelzen haben eine stumpfe Spitze; sie sind etwa so lang wie das Ährchen. Es sind fünf bis sechs Perianthborsten vorhanden; sie sind etwa 1,5-mal so lang wie das Nüßchen und braun. Das Nüßchen ist eiförmig-dreikantig, 1,5 bis 2 mm lang und grau- bis gelb-braun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 104.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rasenbinse ist eine kennzeichnende Pflanzenart nährstoffarmer Moore, von Feucht- und Moorheiden sowie von Moorwäldern.

Fruchtstand der Deutschen Rasenbinse (Trichophorum cespitosum subsp. germanicum)

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Scirpus cespitosus durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Trichophorum cespitosum (L.) Hartm. wurde 1849 durch Carl Johan Hartman veröffentlicht.

Von Trichophorum cespitosum gibt es zwei Unterarten:[1]

sowie die Hybride der zwei Unterarten:

  • Trichophorum cespitosum nothosubsp. foersteri (Swan) D.A.Simpson[1]

Die makroskopische Unterscheidung der Unterarten und der Hybride erfolgt anhand der Tiefe der Ausrandung der oberen Blattscheide und der Länge der zugehörigen Blattspreite.

Die oberste Blattscheide der Deutschen Rasenbinse ist gegenüber dem Ansatz der Blattspreite meist mehr als 2 Millimeter tief ausgerandet. Die oberste Blattspreite ist etwa zweimal so lang wie der Ausschnitt tief ist. Bei der Gewöhnlichen Rasenbinse ist oberste Blattscheide dagegen gegenüber dem Ansatz der Blattspreite etwa 1 Millimeter tief ausgerandet und die Blattspreite ist etwa fünfmal so lang wie der Ausschnitt tief ist. Bei der Hybride ist der Ansatz der Blattspreite 1 bis 2 Millimeter tief ausgerandet und die Blattspreite etwa dreimal so lang wie der Ausschnitt tief ist. [2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Rafaël Govaerts (Hrsg.): Datenblatt Trichophorum. bei World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens Kew , Zugriff am 20. September 2015.
  2. Henning Haeupler & Thomas Muer: Bildatlas der Farn und Blütenpflanzen Deutschlands. Ulmer, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3364-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rasenbinse (Trichophorum cespitosum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien