Stadtmuseum Alsfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Regionalmuseum Alsfeld)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadtmuseum Alsfeld
Eingang zum Museum
Der Eingang des Museums am Minnigerode-Haus
Daten
Ort Alsfeld, Deutschland
Art
Historisches Museum
Eröffnung 1897 (Ersteröffnung), 1975 (Umzug und Wiedereröffnung)
Leitung
Andreas Ruhl
Website
ISIL DE-MUS-002313

Das Stadtmuseum von Alsfeld (ehemals: Regionalmuseum) wurde 1897 aufgrund bürgerschaftlicher Initiativen als historisches und kunstgeschichtliches Museum gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wurde im Jahre 1897 von heimatgeschichtlich interessierten Alsfelder Bürgern gegründet und war bis 1913 im städtischen Weinhaus und anschließend bis 1975 im Hochzeitshaus untergebracht. Im Rahmen der Altstadtsanierung wurde 1975 durch die Stadt Alsfeld der Umbau der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude Minnigerode-Haus und Neurathhaus mit zugehöriger Scheune und den Innenhöfen durchgeführt und das Museum eingerichtet. Träger des Museums ist der Geschichts- und Museumsverein Alsfeld.

Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten ist das Museum gegenwärtig geschlossen. Die Wiedereröffnung soll spätestens 2022 zur 800-Jahr-Feier der Stadtrechte Alsfelds erfolgen.

Sammlung und Exponate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der stadtgeschichtlichen Sammlung sind auch vor- und frühgeschichtliche Funde, wie Faustkeile und keltische Halsringe ausgestellt. Es gibt auch regionale Trachten und einen Handwerkersaal mit Möbeln zu sehen. Weiterhin Gemälde und Kunstgegenstände mit einem regionalen Bezug, beispielsweise das Gemälde "Die Beschießung Alsfelds durch die Niederhessen" von 1646 oder die französische Tapete "Réjouissances populaires aux Champs-Elysées à l'occasion de la Fête du Roi" von 1814 welche einst ein Bürgerhaus zierte und jetzt im Biedermeierraum ausgestellt ist.

Neben dem Bayerischen Nationalmuseum in München gehörte um 1900 das Stadtmuseum Alsfeld zu den wenigen Häusern mit einem hohen Anteil an Judaica, dies wurde als Zeichen der Gleichstellung und Integration der Juden gesehen.[1] Hinzu kamen der Toraschrein und andere Gegenstände der örtlichen jüdischen Geschichte, die aus der 1938 niedergebrannten Synagoge gerettet werden konnten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Jäkel: Das Regionalmuseum Alsfeld
  • Regionalmuseum Alsfeld. In: Rund um Alsfeld, Ausgabe 2012, S. 32.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neurathhaus Alsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Minnigerode-Haus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jens Hoppe: Jüdische Geschichte und Kultur in Museen, S. 61

Koordinaten: 50° 45′ 2,5″ N, 9° 16′ 12,3″ O