Reinhart Lempp

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Reinhart Lempp (* 21. Oktober 1923 in Esslingen am Neckar; † 20. Februar 2012 in Stuttgart[1]) war ein deutscher Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und emeritierter Professor der Universität Tübingen. Er war Ehrendoktor der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und als Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher – nicht zuletzt als Bearbeiter des Kapitels „Kinder- und Jugendpsychiatrie“ im von Rainer Tölle herausgegebenen Springer-Lehrbuch Psychiatrie – wie auch einiger populärer Werke hervorgetreten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühkindliche Hirnschädigung und Neurose. Habilitationsschrift Tübingen 1963. Huber, Bern 1964
  • Eine Pathologie der psychischen Entwicklung. Huber, Bern 1967
  • Lernerfolg und Schulversagen. Eine Kinder- und Jugendpsychiatrie für Pädagogen. Kösel, München 1971
  • Psychosen im Kindes- und Jugendalter, eine Störung des Realitätsbezugs. Eine Theorie der Schizophrenie. Huber, Bern 1973
  • Jugendliche Mörder. Eine Darstellung an 80 vollendeten und versuchten Tötungsdelikten von Jugendlichen und Heranwachsenden. Huber, Bern 1977
  • Extrembelastung im Kindes- und Jugendalter. Über psychosoziale Spätfolgen nach nationalsozialistischer Verfolgung im Kindes- und Jugendalter anhand von Aktengutachten. Huber, Bern 1979
  • Gerichtliche Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ein Lehrbuch für Ärzte, Psychologen und Juristen. Huber, Bern 1983
  • Vom Verlust der Fähigkeit, sich selbst zu betrachten. Eine entwicklungspsychologische Erklärung der Schizophrenie und des Autismus. Huber, Bern 1992, ISBN 3-456-82124-7.
  • Die seelische Behinderung bei Kindern und Jugendlichen als Aufgabe der Jugendhilfe. Boorberg, Stuttgart 1994; 5. überarb. A. 2006, ISBN 3-415-03633-2.
  • Das Kind im Menschen. Nebenrealitäten und Regression – oder: Warum wir nie erwachsen werden. Klett-Cotta, Stuttgart 2003, ISBN 3-608-94062-6.
  • Nebenrealitäten. Jugendgewalt aus Zukunftsangst. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-86676-077-6.

Populäre Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kinder für Anfänger. Mit Zeichnungen von Loriot. Diogenes, Zürich 1968; Neuauflage 2007, ISBN 978-3-257-06584-8
  • Eltern für Anfänger. Mit Zeichnungen von Loriot. Diogenes, Zürich 1973; Neuauflage 2007, ISBN 978-3-257-06583-1
  • Die Ehescheidung und das Kind. Ein Ratgeber für Eltern. Kösel, München 1976
  • Problemkinder. Ein Ratgeber für Eltern (mit Manfred Brauneiser). Kösel, München 1977
  • Hat das Kind denn einen Hirnschaden? Ein Ratgeber. Kösel, München 1979
  • Ist Erziehung Glückssache? Gespräche (mit Manfred Brauneiser). Kösel, München 1980
  • Kinder unerwünscht. Anmerkungen eines Kinderpsychiaters. Diogenes, Zürich 1983
  • Familie im Umbruch. Kösel, München 1986
  • Enkel für Anfänger. Mit Zeichnungen von Loriot. Diogenes, Zürich 1989; Neuauflage 2007, ISBN 978-3-257-06585-5
  • Die autistische Gesellschaft. Geht die Verantwortlichkeit für andere verloren? Kösel, München 1996
  • Kinder können nerven. Ein Handbuch für gestresste Eltern. Diogenes, Zürich 2006, ISBN 3-257-06502-7
  • Generation 2.0 und die Kinder von morgen. Aus der Sicht eines Kinder- und Jugendpsychiaters. Schattauer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-79452-877-6

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilleistungs-Störungen im Kindesalter. Huber, Bern 1979
  • Adoleszenz. Biologische, sozialpädagogische und jugendpsychiatrische Aspekte. Huber, Bern 1981
  • Psychische Entwicklung und Schizophrenie. Die Schizophrenien als funktionelle Regressionen und Reaktionen. Huber, Bern 1984
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie – eine Bestandsaufnahme. Tagungsbericht. Rheinland, Pulheim 1985
  • Ärzte sehen die Schule. Untersuchungen und Befunde aus psychiatrischer und pädagogisch-psychologischer Sicht. Beltz, Weinheim 1987
  • Reifung und Ablösung. Das Generationsproblem und seine psychopathologischen Randformen in anthropologischer, psychoanalytischer, kinder- und jugendpsychiatrischer und gesellschaftlicher Sicht. Huber, Bern 1987
  • Die Therapie der Psychosen im Kindes- und Jugendalter. Huber, Bern 1990
  • Forensische Psychiatrie und Psychologie des Kindes- und Jugendalters. Steinkopff, Darmstadt 1999; 2. überarb. A. 2003, ISBN 3-7985-1385-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/hochschule_artikel,-Reinhart-Lempp-ist-im-Alter-von-88-Jahren-gestorben-_arid,164649.html Pionier der Kinder- und Jugendpsychologie Reinhart Lempp ist im Alter von 88 Jahren gestorben, abgerufen am 24. Februar 2012