Revierjäger

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Revierjäger ist in Deutschland ein staatlich anerkannter[1] Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz.

Ausbildungsdauer und Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildungsdauer zum Revierjäger beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule[2]. Es handelt sich um einen Monoberuf.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Neuordnung ging eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) voraus. Die Ausbildungsordnung aus dem Jahr 1982 war veraltet. Insbesondere der Tierschutz sollte eine deutlich herausragendere Stellung erhalten, als es bislang der Fall war. Das BiBB kam zu dem Ergebnis, dass der aktualisierte Beruf die folgenden Inhalte umfassen sollte:[3]

  1. Jagd- und Reviermanagement, betriebliche Abläufe und Organisation, wirtschaftliche Zusammenhänge
  2. Wildbewirtschaftung, Wildverwertung
  3. Tier- und Artenschutz, Hege
  4. Jagdreviergestaltung
  5. Naturschutz, ökologische Zusammenhänge und Nachhaltigkeit, Monitoring
  6. Waffenkunde, Jagdwaffen und -geräte
  7. Halten und Führen von Jagdhilfstieren
  8. Rechtsgrundlagen des Jagdwesens, Wild- und Jagdschutz
  9. Öffentlichkeitsarbeit, Wild- und Naturpädagogik

Arbeitsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Revierjäger kümmern sich um eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wildbeständen. Sie untersuchen dazu den vorhandenen Lebensraum des Wildes, um gezielte Maßnahmen für den Wild- und Jagdschutz durchzuführen. Sie organisieren den Jagdbetrieb und führen Einzel- und Gesellschaftsjagden durch. Sie bedienen sich dabei so genannter Jagdgebrauchshunde, die sie auch ausbilden, halten und führen. Wird dabei Wild erlegt, so können sie den Zustand des Wildes beurteilen, es fachgerecht zerlegen und vermarkten. Revierjäger müssen neben diesen Tätigkeiten auch in der Lage sein, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und Führungen sowie Veranstaltungen zur Bewirtschaftung im Revier durchzuführen. Sie finden ihren Arbeitsplatz in kommunalen, staatlichen oder privaten Jagd- und Forstbetrieben.

Weiterbildungsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als direkte Weiterbildung ist die Weiterbildung zum Revierjagdmeister möglich.

Bei Studieninteresse und entsprechenden Voraussetzung ist ein Biologie-Studium möglich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausbildungsordnung zum Revierjäger auf juris (PDF-Datei; 67 kB). Abgerufen am 12. November 2010.
  2. Rahmenlehrplan der KMK zum Revierjäger (PDF-Datei; 134 kB). Abgerufen am 12. November 2010
  3. Projektbeschreibung des BiBB zum Revierjäger. Abgerufen am 12. November 2010.