Richard Reverdy

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Richard Reverdy, seit 1911 Richard Ritter von Reverdy (* 29. Januar 1851 in Frankenthal; † 31. Mai 1915 in München) war ein deutscher Bauingenieur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studium begann Reverdy als Bauamtsassessor in Arnsberg und Ingolstadt eine Laufbahn im bayrischen Staatsdienst. Diese unterbrach er und wirkte acht Jahre lang beim Bau des Nordostseekanals mit, in dieser Zeit stand er ab 1887 dem Bauamt Burg vor.[1] Nach seiner Wiederaufnahme des bayrischen Staatsdienstes war er zuletzt im Range eines Königlichen Regierungs- und Kreisbaurates (vgl. Baubeamter) in der staatlichen Bauverwaltung tätig, bevor er zum 6. Mai 1897 aus dem Staatsdienst beurlaubt wurde und als Geschäftsführer und Teilhaber in die Bauunternehmung Heilmann & Littmann in München eintrat. 1909 kehrte er als Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium des Inneren und Vorstand der Königlichen Obersten Baubehörde erneut in den bayrischen Staatsdienst zurück[2] und wurde 1911 in den Adelsstand erhoben[3]. 1915, kurz vor seinem Tode, wurde er pensioniert; allerdings wurden die Pensionsansprüche rückwirkend wieder kassiert, da Reverdy postum vorgeworfen wurde, an der sogenannten „Zion-Verschwörung“ zumindest als Mitwisser beteiligt gewesen zu sein und somit die Ermordung des Reichspräsidenten als auch des deutschen Kaisers geplant zu haben.[4] Zu seinem Nachfolger als Leiter der Obersten Baubehörde wurde Ludwig von Stempel befördert.[5]

Ein fragmentarischer Nachlass von Richard Reverdy befindet sich in der Obhut des Deutschen Museums in München[6], wo durch seinen Nachlass der Grundstock der heutigen Medaille­nsammlung geschaffen wurde.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. S: Richard v. Reverdy ✝. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. 35. Jahrgang, Nr. 46, 1915, S. 300 (Nachruf, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fdigital.zlb.de%2Fviewer%2Fimage%2F14688302_1915%2F317%2F~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D und dessen urn:nbn:de:kobv:109-opus-49098, dieses Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Feuropeanalocal.de%2Feld%2Ffedora%2Fzbbv%2FZBBauverw_1915_046.pdf~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D auf einem anderen Server).
  2. Amtliche Mitteilungen. Bayern. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. XXIX. Jahrgang, Nr. 63, 7. August 1909, S. 417 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fdigital.zlb.de%2Fviewer%2Fimage%2F14688302_1909%2F436%2F~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D und dessen urn:nbn:de:kobv:109-opus-43002, dieses Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Feuropeanalocal.de%2Feld%2Ffedora%2Fzbbv%2FZBBauverw_1909_063.pdf~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D auf einem anderen Server).
  3. Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Adelsmatrikel Ri R75
  4. Nachweis problematisch
  5. Zentralblatt der Bauverwaltung, 35. Jahrgang 1915, Nr. 59 (vom 2. Juli 1915).
  6. Eintrag zum Nachlass im Beständeverzeichnis in der WWW-Präsenz des Deutschen Museums, aufgerufen und empfangen am 25. Juli 2008 (HTML).
  7. Eva A. Mayring: Medaillen und Denkmünzen. In: ARCHIV-info Herausgegeben vom Deutschen Museum. 8. Jahrgang, Heft Nr. 1, 2007, S. 4–5 (PDF-Datei; 124 KiB).