Ministerialdirektor

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Ministerialdirektor (MD) ist die Amtsbezeichnung eines Beamten mit herausgehobener Dienststellung. Er bekleidet nach dem beamteten Staatssekretär das zweithöchste Amt innerhalb der Beamtenhierarchie der Bundesrepublik Deutschland. Ministerialdirektoren dienen bei obersten Behörden des Bundes oder Bundesländer (Ministerien, Bundestags- und Bundesratsverwaltung, Bundespräsidialamt, Bundeskanzleramt, Bundespresseamt u. a.). Sie sind in der Regel in die Besoldungsgruppe B 9 eingestuft.[1]

Meistens haben sie die Funktion eines Abteilungsleiters in der Ministerialbürokratie inne und sind Vertreter des ihnen vorgesetzten Staatssekretärs. Als politische Beamte können sie jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden.

Beim Lesen des Organisationsplans eines Ministeriums ist zu beachten, dass für einen Ministerialdirektor kurz MinDir oder MDir geschrieben wird. MinDirig oder MDirig bezeichnen hingegen einen Ministerialdirigenten.

Baden-Württemberg und Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Baden-Württemberg und Bayern ist der Ministerialdirektor der ranghöchste Beamte seines Ministeriums. Er ist als Amtschef Leiter der Verwaltung und allgemeiner und ständiger Vertreter seines Ministers und stellt die Schnittstelle zwischen Verwaltung und der politischen Ebene, die vom Minister und dem Staatssekretär vertreten wird, dar. Die Staatssekretäre in Bayern sind sämtlich parlamentarische Staatssekretäre, also Abgeordnete des Bayerischen Landtages, die Mitglied des Kabinetts sind.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Bogumil, Werner Jann: Verwaltung und Verwaltungswissenschaft in Deutschland: Einführung in die Verwaltungswissenschaft. Springer-Verlag 2015, ISBN 3-322-95687-3, S. 88.