Rio Miño

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Dieser Artikel behandelt den Fluss Miño/Minho auf der iberischen Halbinsel. Für den gleichnamigen Fluss in Jamaika siehe Rio Minho (Jamaika).
Rio Miño
Lage des Miño

Lage des Miño

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Spanien, Portugal
Flusssystem Rio Miño
Quelle Serra de Meira, Provinz Lugo, Spanien
43° 11′ 21″ N, 7° 31′ 45″ W43.189166666667-7.5291666666667695
Quellhöhe ca. 695 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Caminha in den Atlantik41.865277777778-8.86972222222220Koordinaten: 41° 51′ 55″ N, 8° 52′ 11″ W
41° 51′ 55″ N, 8° 52′ 11″ W41.865277777778-8.86972222222220
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 695 m
Länge 308 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 12.486 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
340 m³/s
Großstädte Ourense
Mittelstädte Lugo
Kleinstädte Tui, Caminha
Río Miño bei Tui

Río Miño bei Tui

Der Rio Miño (spanisch und galicisch) bzw. Minho (portugiesisch) ist ein 310 Kilometer[1] langer Fluss im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Er fließt durch die autonome Gemeinschaft Galicien in Spanien und bildet in seinem Unterlauf auf 70 Kilometern Länge die Grenze zu Portugal.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Río Miño hat seinen Ursprung im Zusammenfluss mehrerer Quellflüsse im Pedregal de Irimia in den Bergen der Serra de Meira, einem westlichen Ausläufer des Kantabrischen Gebirges in der Provinz Lugo. Anschließend fließt er zumeist in südliche und südwestliche Richtungen; zwischen der portugiesischen Kleinstadt Caminha und dem spanischen A Guarda (span. La Guardia) am Fuße des Berges Santa Trega (span. Santa Tecla) mündet der Miño in den Atlantik. Die letzten 33 Kilometer des Flusses sind schiffbar.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Der Río Miño hat zahlreiche Nebenflüsse – die wichtigsten sind der Río Sil, der Río Arnoia, der Río Avia, der Río Neira, der Río Ladra und der Río Búbal.

Stauseen[Bearbeiten]

Bis zur spanisch-portugiesischen Grenze gibt es fünf Stauseen (encoros) am Río Miño, danach bis zur Mündung keinen mehr.

  • Encoro de Belesar, 654 hm3
  • Encoro de Peares, 182 hm3
  • Encoro de Velle, 17 hm3
  • Encoro de Castrelo de Miño, 60 hm3
  • Encoro de Frieira, 44 hm3

Orte[Bearbeiten]

Bedeutende Ortschaften und Städte entlang des Río Miño sind die alten Bischofsstädte und Provinzhauptstädte Lugo und Ourense sowie die Orte Tui und Valença, bekannt ist auch das am Jakobsweg gelegene Portomarín, das dem Belesar-Stausee weichen musste und 50 Meter höher neu aufgebaut wurde. Der Fluss hieß in der Antike Minius und hatte den gleichen Verlauf wie heute, führte aber mehr Wasser. Bei Valença überquert den Fluss etwa sechs Kilometer südwestlich der Stadt eine einbogige römische Brücke, die Ponte Velha von Chamozinhos.

Nutzung[Bearbeiten]

Im Mittelalter wurde der Río Miño als Verkehrs- und Handelsweg genutzt; auch Fischfang (Lachs etc.) wurde betrieben. Bereits in römischer Zeit begann man mit dem Anbau von Rebstöcken; die Weißweine aus der Anbauregion Minho VR sind in Aussehen und Geschmack dem Vinho Verde vergleichbar. Die fünf Staussen dienen der Flussregulierung und der Stromerzeugung.

Ökologie[Bearbeiten]

Die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Uferzonen und die Einleitung von ungeklärten Abwässern haben zu einer erheblichen Verschmutzung des Flusses geführt. Wegen der Staumauern und der Verschmutzung gelangen kaum noch Wanderfische wie Lachse und Meerforellen flussaufwärts zu ihren Laichplätzen; Aale und Neunaugen gelangen nicht mehr von den Flüssen ins Meer.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Río Minho – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Angaben zu Länge und Quellhöhe des Flusses weichen in den verschiedenen Beiträgen zum Teil deutlich voneinander ab – am zuverlässigsten scheint noch diese Quelle zu sein.