Rivière Chaudière

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Rivière Chaudière
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Chaudière-Wasserfall

Chaudière-Wasserfall

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Chaudière-Appalaches in Québec (Kanada)
Flusssystem Sankt-Lorenz-Strom
Abfluss über Sankt-Lorenz-Strom → Atlantischer Ozean
Ursprung Lac Mégantic
45° 31′ 7″ N, 70° 52′ 39″ W45.518611111111-70.8775355
Quellhöhe 355 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Sankt-Lorenz-Strom bei Lévis46.7425-71.2780555555560Koordinaten: 46° 44′ 33″ N, 71° 16′ 41″ W
46° 44′ 33″ N, 71° 16′ 41″ W46.7425-71.2780555555560
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 355 m
Länge 193 km[1] (nach anderen Quellen 209 km)
Einzugsgebiet 6682 km²[2]
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
114 m³/s
Linke Nebenflüsse Bras Saint-Victor, Rivière Beaurivage
Rechte Nebenflüsse Rivière du Loup, Rivière Famine
Großstädte Lévis
Mittelstädte Saint-Georges, Sainte-Marie
Kleinstädte Beauceville
Gemeinden Vallée-Jonction
Einzugsgebiet des Chaudière

Einzugsgebiet des Chaudière

Der Rivière Chaudière ist ein rechter Nebenfluss des Sankt-Lorenz-Stroms in der kanadischen Provinz Québec.

Flusslauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt im Lac Mégantic und fließt nordwärts, zunächst durch die Ausläufer der Appalachen, anschließend durch die Sankt-Lorenz-Ebene. Schließlich mündet er bei Lévis, gegenüber der Provinzhauptstadt Québec, in den Strom. Er ist 193 km lang und entwässert ein Gebiet von 6682 km². Knapp vier Kilometer vor der Mündung befinden sich die Chutes de la Chaudière, ein 35 m hoher Wasserfall.[3]

Die Chaudière durchquert insgesamt 262 Seen mit einer Gesamtfläche von 62 km². Die mittlere Abflussmenge beträgt bei Saint-Lambert-de-Lauzon 114 m³/s, wobei der Wert zwischen 11 m³/s und 470 m³/s (Frühjahrshochwasser) schwankt; der historische Höchstwert beträgt 1760 m³/s. Die wichtigsten Zuflüsse sind Rivière du Loup, Rivière Famine, Rivière Beaurivage und Bras Saint-Victor. Der Fluss gilt als sehr artenreich; an ihm leben fast 50 % aller Tierarten in Québec, namentlich 330 von 653 der in der Provinz bekannten Wirbeltierarten.

Geschichte[Bearbeiten]

Nahe dem Wasserfall lebten einst die Abenaki, die den Fluss Kikonteku nannten, was „Fluss der Felder“ bedeutet. Auf Karten von Samuel de Champlain findet sich der Name Rivière des Etchemins, diese Bezeichnung wird jedoch heute für einen anderen Fluss etwas weiter östlich verwendet. Anschließend wurde er eine Zeitlang als Rivière du Sault de la Chaudière, bis sich schließlich Ende des 18. Jahrhunderts Rivière Chaudière durchsetzte. Der Fluss war für die französischen Kolonisten von großer Bedeutung, da er eine natürliche Verbindung zwischen Neufrankreich und den britischen Kolonien im Süden darstellte. Während der Invasion von Kanada 1775 zogen hier die Truppen von Benedict Arnold durch, bei ihrem Versuch, die Stadt Québec einzunehmen.

Wasserkraftanlagen[Bearbeiten]

An den Chutes des la Chaudière in Lévis befindet sich das Chaudière-Wasserkraftwerk (46.715511-71.28519).[4] Es besitzt 2 Kaplan-Turbinen (S-Turbine oberstrom) mit einer Gesamtleistung von 24 MW. Die Fallhöhe beträgt 35 m. Das am 14. März 1999 in Betrieb genommene neue Wasserkraftwerk ersetzt eine ältere Anlage.[4][5]

Verschmutzung[Bearbeiten]

Nach dem Eisenbahnunfall von Lac-Mégantic am 6. Juli 2013 verschmutzen etwa 100.000 Liter Rohöl den Rivière Chaudière.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rivière Chaudière – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Atlas of Canada - Rivers
  2. Bureau d'audiences publiques sur l'environnement du Québec (PDF; 103 kB)
  3. Commission de toponymie du Québec: Chutes de la Chaudière
  4. a b innergex.com
  5. Commission de toponymie du Québec: Centrale des Chutes-de-la-Chaudière
  6. Zugunglück in Lac-Mégantic - Ermittler prüfen kriminellen Hintergrund. In: Süddeutsche.de. 10. Juli 2013, abgerufen am 10. Juli 2013.