Benedict Arnold

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Benedict Arnold

Benedict Arnold (* 3. Januar 1740jul./ 14. Januar 1741greg. in Norwich, Connecticut; † 14. Juni 1801 in London, England) war ursprünglich ein Rebell, der im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zunächst als General in der Kontinentalarmee (Continental Army) der 13 rebellierenden Kolonien der nordamerikanischen Ostküste kämpfte. Er lief später zu den Briten über und gilt darum in den Vereinigten Staaten als Urbild eines Verräters.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnold stammte aus einer wohlhabenden Familie. Der Wohlstand der Familie ging durch die Trunksucht seines Vaters verloren, so dass er schließlich mit 13 Jahren eine Lehre bei einem Apotheker machen musste. Seine Lehre brach er jedoch mit 15 Jahren ab, um als Soldat am Siebenjährigen Krieg auf britischer Seite teilzunehmen. 1767 heiratete er Margaret Mansfield, die bereits 1775 starb. Der Ehe entstammten drei Söhne.

Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) kämpfte er erfolgreich in mehreren Schlachten gegen die Briten, wurde bis zum Brigadegeneral beziehungsweise Generalmajor befördert und stand in freundschaftlicher Beziehung zu George Washington. 1775 führte er einen zunächst erfolgreichen Feldzug gegen Kanada. Er wurde in der Schlacht von Québec am 31. Dezember geschlagen und hierbei verwundet. Daraufhin musste er den Rückzug aus Kanada antreten. Sein ungestümer Charakter brachte ihn mehrmals in Schwierigkeiten mit anderen Offizieren und Vorgesetzten. 1777 wurde er in der Schlacht von Saratoga durch General Horatio Gates des Kommandos enthoben; 1778 jedoch übertrug ihm George Washington ein neues Kommando.

In dieser Zeit war er schon Witwer und stürzte sich in das gesellschaftliche Leben, gab Feste und heiratete schließlich mit 38 Jahren die 19-jährige Loyalistin Margaret „Peggy“ Shippen. Zuletzt war er stark verschuldet und verlor jegliches Ansehen beim Kongress, verbunden mit der Drohung, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden.

1780 bemühte er sich erfolgreich um das Kommando über Fort West Point im (späteren) Staat New York. Hiernach verhandelte er heimlich mit dem Kommandeur der britischen Truppen, General Henry Clinton, über die Übergabe des Forts und seiner 3.000 Soldaten an die Briten für einen Preis von £20.000 (umgerechnet heute etwa 3,5 Millionen US-Dollar[1]). Als diese Pläne, durch die Gefangennahme des britischen Majors John André als Spion, entdeckt wurden, desertierte er zur britischen Armee und kämpfte fortan gegen die amerikanischen Truppen. Ein bedeutendes Kommando wurde ihm nicht wieder übertragen.

1782 übersiedelte er mit seiner Frau nach London, 1787 zurück nach Saint John (New Brunswick/Nouveau-Brunswick) und 1791 schließlich wieder nach London.

Nachwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karikatur von Benedict Arnold (zusammen mit Jefferson Davis) in der Hölle, 1865

In den Vereinigten Staaten ist der Name „Benedict Arnold“ ein Synonym für einen Verräter.[2]

Die Geschichte seines Verrates war mehrmals Gegenstand von Kino- und Fernsehverfilmungen, wie z. B. in dem Film: Der scharlachrote Rock (The Scarlet Coat), USA 1955, Regie: John Sturges, oder in der Fernsehserie: Turn: Washington’s Spies.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Benedict Arnold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel basiert stark auf dem gleichnamigen Artikel bei den Artikeln auf Archiving Early America sowie Virtualology.com.

  1. Currency Converter, Pounds Sterling to Dollars, 1264 to Present (Java). Abgerufen am 12. Januar 2018.
  2. Brian F. Carso: "Whom Can We Trust Now?" The Meaning of Treason in the United States, from the Revolution Through the Civil War. Lexington Books, Lanham (MD) 2006, ISBN 978-0-7391-1256-4. OCLC 63692586.