Robert Michael Weiß

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Robert Michael Weiß (* 1. August 1956 in Wien) ist ein österreichischer Jazzmusiker (Piano), Cembalist und Komponist. Er war bis 2010 stellvertretender Leiter des Josef Matthias Hauer-Konservatoriums der Stadt Wiener Neustadt, seit 2010 ist er stellvertretender Leiter der Josef Matthias Hauer-Musikschule.[1][2]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiß studierte ab 1975 Klavier, Musik- und Instrumentalpädagogik an der Wiener Musikhochschule, ab 1976 Jazz-Piano (bei Fritz Pauer) am Konservatorium der Stadt Wien, Cembalo und Josef Matthias Hauers Zwölftonspiel beim Hauer-Schüler Victor Sokolowski. 1984 besuchte er einen Workshop von George Russell.

Ab den späten 1970er Jahren trat Weiß international auf, zunächst im Duo Gemini mit Woody Schabata auf Marimba und Vibraphon (Jazzfestival Middelheim, Belgien 1978) und bei der ersten Tournee des Vienna Art Orchestra. Als Pianist ist er auf der ersten österreichischen Jazz-Produktion auf CD zu hören: Woody Schabatas „May-Rimba“. Seit der Gründung 1983 gehört er zum „Pipetet“ von Franz Koglmann. Weiter trat er im Duo mit Lee Konitz, Jim Pepper, Roger Bobo und auch mit dem Geiger Ernst Kovacic auf.

Weiß war der Dirigent der Österreichischen Erstaufführung (2000) von „M is For Man, Music, Mozart“ von Louis Andriessen/Peter Greenaway. Er bildete das Tanz-Musik-Duo „zweiacht“ mit der Tänzerin Doris M. Reisinger (seit 2002). Er ist der musikalische Leiter der Jazz-Bigband 11concertBand (CD und Tour „Mingus Music“, 2007; „Money Jungle“, 2008). Weiter spielte er im Duo mit dem Bassposaunisten Dave Taylor (Brucknerhaus Linz, Wien, Passau, 2008). 1999 war er Artist in Residence für „musik aktuell – neue musik in niederösterreich“. Er leitet die Jazzabteilung des Josef Matthias Hauer-Konservatoriums (bis 2010) bzw. der Josef Matthias Hauer-Musikschule (seit 2010).

Weiß trat auch als Autor zahlreicher Zwölftonspiele hervor und schrieb Kompositionen und Improvisationskonzepte an der Schnittstelle zwischen Jazz und moderner Konzertmusik. Kompositionen von ihm spielte das „Manhattan Brass Quintet“, New York, das Koehne Quartett oder das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester. Er gilt in Österreich als der führende Spezialist für die Kompositionen von Josef Matthias Hauer.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Strukturwandel an den öffentlich-rechtlichen Konservatorien Österreichs infolge des Bologna-Prozesses – Beispiel: Josef Matthias Hauer Konservatorium und Musikschule der Stadt Wiener Neustadt. Diplomarbeit 2008, abgerufen am 3. November 2015.
  2. Josef Matthias Hauer Musikschule. Abgerufen am 3. November 2015.
  3. Eintrag (MICA)