Rodleben

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Rodleben
Wappen von Rodleben
Koordinaten: 51° 53′ 43″ N, 12° 11′ 59″ O
Höhe: 73 m
Fläche: 20,49 km²[1]
Einwohner: 1458 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2005
Eingemeindet nach: Dessau
Postleitzahl: 06861
Vorwahl: 034901
Haus Elbeland (Gemeindezentrum)
Ev. Kirche zu Rodleben

Rodleben ist ein Stadtteil von Dessau-Roßlau, einer kreisfreien Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt. Er liegt westlich des Stadtteils Roßlau nördlich der Elbe.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Rodleben gehörte der Ortsteil Tornau und die Wohnplätze Bernsdorf, Bernsdorfer Heide und Galgenbreite.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals Erwähnung fand der Ort im Lehnbuch des Grafen Albrecht I. von Anhalt im Jahr 1307 als Rodeleve. Die romanische Dorfkirche Rodleben entstand aber bereits Ende des 12. Jahrhunderts. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort 1626 bei der Schlacht um die Dessau-Roßlauer Elbbrücke nahezu vollständig zerstört. Ursprünglich zu Anhalt-Zerbst gehörig, fiel Rodleben 1797 bei der Aufteilung des Anhalt−Zerbster Stammlandes mit der gesamten Roßlauer Gegend an Anhalt-Köthen.

Am 1. Juli 1950 wurde Tornau eingegliedert.[2] Die Gemeinde Rodleben gehörte zur Verwaltungsgemeinschaft Rosseltal und lag im Landkreis Anhalt-Zerbst. Durch die Eingemeindung nach Dessau am 1. Januar 2005 verlor Rodleben seine politische Selbstständigkeit.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün ein silberner Pfahl begleitet von einem silbernen Flug.“

Der Bezug zur nahen Elbe stellt sich durch den Pfahl dar. Die Besonderheit, dass hier alljährlich bis 70.000 Saat- und Blessgänse überwintern ist einmalig und wird durch den Flug ausgedrückt. Zudem unternahmen die anhaltischen Fürsten hier schon früher Jagd auf Wassergeflügel.

Das Wappen wurde 2002 vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chemiker und Unternehmer Walther Schrauth (1881–1939) verstarb in Rodleben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rodleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angabe zur Fläche laut eigenen Berechnungen der Kommunalen Statistikstelle der Stadt Dessau-Roßlau
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Rodleben und Brambach - zwei neue Dessauer Ortsteile. www.dessau.de, abgerufen am 27. November 2011