Rolf Griebel

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Rolf-Eberhard Griebel (* 15. September 1949 in Ansbach) ist ein deutscher Bibliothekar. Er war von 2004 bis 2014 Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek in München.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Griebel legte am mathematisch-naturwissenschaftlichen Platengymnasium in Ansbach das Abitur ab und studierte Geschichte, Germanistik und Sozialwissenschaften an der Universität Würzburg. Während dieser Zeit war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Nach dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (1973) und der Promotion zum Dr. phil. (1978) absolvierte er an der Universitätsbibliothek Regensburg und an der Bayerischen Bibliotheksschule in München das Bibliotheksreferendariat.

Nach dem Assessorexamen (1980) war Griebel zunächst bis 1987 als Direktions- und Fachreferent an der Universitätsbibliothek Bamberg tätig, bevor er als Leiter der Erwerbungsabteilung und Stellvertreter des Direktors an die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg wechselte. Nach der Wende war Griebel in der Deutsch-deutschen Expertengruppe Bibliotheken und in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Bibliothekswesen aktiv am Neuaufbau des wissenschaftlichen Bibliothekswesens in den neuen Bundesländern beteiligt. 1994 kam er als Leiter der Hauptabteilung Erwerbung an die Bayerische Staatsbibliothek. 2000 wurde er zum Vertreter des Generaldirektors und 2004 zum Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek berufen. Unter seiner Leitung (2004–2014) hat die Bayerische Staatsbibliothek ihre Stellung als eine der führenden internationalen Forschungsbibliotheken in vielfältiger Partnerschaft mit der Wissenschaft nachhaltig ausgebaut und sich zu einem Innovationszentrum für digitale Informationstechniken entwickelt. Ein entscheidender Meilenstein war der Abschluss der Public-Private-Partnership mit Google (2007). 2008 wurde die Bayerische Staatsbibliothek zur Bibliothek des Jahres gekürt.

2011 erhielt Griebel das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland

Griebels Nachfolger und bisherige Stellvertretende Generaldirektor Klaus Ceynowa trat sein Amt am 1. April 2015 an.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht aus der Kabinettssitzung 24. Februar 2015