Romance XXX

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Filmdaten
Deutscher Titel Romance XXX
Originaltitel Romance
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Catherine Breillat
Drehbuch Catherine Breillat
Produktion Jean-François Lepetit,
Catherine Jacques (ausführend)
Musik Raphaël Tidas,
DJ Valentin
Kamera Yorgos Arvanitis
Schnitt Agnès Guillemot
Besetzung

Romance XXX (Alternativtitel: Romance und Romance X), mit dem Untertitel Was wissen Sie über Männer?, ist ein Film der französischen Regisseurin Catherine Breillat, der im Jahre 1999 in die Kinos kam.

Handlung[Bearbeiten]

Marie und Paul sind ein Paar. Sie liebt ihn, doch er weigert sich, mit ihr zu schlafen. Das führt nicht zur Trennung des Paares, sondern zu einer Reihe von sexuellen Abenteuern Maries. Sie schläft mit verschiedenen Männern und lässt sich auch zu Bondage-Sex verführen. In ihrem einzigen sexuellen Akt mit Paul wird Marie zuletzt schwanger. Bei einer von Marie absichtlich ausgelösten Gasexplosion in ihrer gemeinsamen Wohnung stirbt Paul. Am Ende bringt Marie einen Sohn, den sie nach ihrem verstorbenen Partner benennt, auf die Welt.

Besonderes[Bearbeiten]

Romance XXX hat vor allem wegen seiner beachtlichen Bandbreite an gezeigten sexuellen Praktiken weltweite kontroverse Diskussionen ausgelöst. Auch der Auftritt von Pornostar Rocco Siffredi in einer Gastrolle lenkte viel Aufmerksamkeit auf diesen Film. Trotzdem ist der Film weitab normaler pornografischer Filme angesiedelt. Nicht zuletzt deswegen, weil er völlig auf die genreübliche Bildsprache verzichtet – und sogar mit ihr bricht. Wenn sich Marie benutzen lässt, ist das nicht erregend, sondern eher verstörend. Gezeigt wird eine junge Frau, die noch nicht mit ihrem Leben und ihrer Sexualität zurechtkommt.

Ebenfalls anders als bei fast allen Pornofilmen ist die in sich geschlossene Handlung. Nicht die Sexszenen geben den Weg des Filmes vor, sexuelle Szenen illustrieren einzig den Weg Maries in der Geschichte und sind dabei nie Selbstzweck.

Trotz dieser offensichtlichen Unterschiede zu pornografischen Filmen und der Anerkennung der dramatischen Handlung bemängeln viele Kritiker, dass der Film am Ende einfach nur langweilig ist und zu keiner Zeit wirklich zu fesseln vermag.

Catherine Breillat hatte große Sorgen, dass Mitglieder ihres Teams die Dreharbeiten abbrechen würden, wenn sie erfahren, dass ein professioneller Pornodarsteller mitspielt. Sie teilte dies dem Team erst einen Tag vor dem Dreh der entsprechenden Szene mit. Lediglich der Tontechniker protestierte mit der Feststellung, dass dies kein Kino sei.

Das Filmplakat wurde in den USA verboten.

Filmkritik[Bearbeiten]

  • Merten Worthmann schreibt in der Wochenzeitung Die Zeit, in Romance würden Schlachten geschlagen, die längst geschlagen worden seien. Es gehe längst nicht mehr um die sexuelle Freiheit, sondern um ihre fragwürdige Ernte. Der Film scheint dem Kritiker zu plakativ, zu wenig am konkreten Schicksal orientiert: In dem Film würden „Planspiele“ mit „beredten Pappkameraden vor Signalfarbenkulisse“ durchgeführt.[1]
  • Das Lexikon des internationalen Films gratuliert der Regisseurin zu ihrer unverkrampften Darstellung der Sexualität ohne jede falsche Scham. Romance sei alles andere als ein Pornofilm. Der Film stelle unverblümt die Sinnsuche einer Frau dar, „kompromisslos und in all ihrer Widersprüchlichkeit“. Andererseits sieht der Rezensent Hans Jörg Marsilius eine gewisse „Thesenhaftigkeit“ und „Überstilisierung“ in dem Film, der ihm Vitalität und Überzeugungskraft raube.[2]
  • Rüdiger Suchsland schreibt im Filmmagazin artechock, der Film sei nur anstößig, insofern er gängige Schemata unterlaufe. Wörtlich schreibt er: „Ansonsten ist ROMANCE ein harter unvoyeuristischer Film, klug und radikal, manchmal spröde, aber auch ironisch – eine Zumutung im bestmöglichen Sinn.“[3]
  • Der Kritiker Michael Dlugosch fand die Dialoge und das Ende des Films klischeehaft gekünstelt. Aber insgesamt gesehen sei Romance ein bemerkenswerter Beitrag zur Filmkunst, die poetischen Bilder blieben noch lange in Erinnerung, schreibt er auf filmrezension.de.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Merten Worthmann: Einhaltung der Kampfzone. In: Die Zeit, Nr. 25/2000
  2. Romance XXX im Lexikon des Internationalen Films
  3. artechock.de
  4. filmrezension.de