Rubinette

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Rubinette
Malus-Rubinette.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Rafz (Schweiz)
Züchtungsjahr 1966
Markteinführung 1982
Abstammung

Kreuzung aus
'Golden Delicious' × 'Cox Orange'

Liste von Apfelsorten

Rubinette ist eine heute vor allem von Direktvermarktern angebaute, saftig-knackig und feinsäuerlich schmeckende, aber vergleichsweise kleinfrüchtige Apfelsorte. Rubinette ist eine Freie Abblüte (also eigentlich ein Zufallssämling) der Muttersorte Golden Delicious und der Vatersorte Cox Orange. Im Aroma ist sie Cox Orange sehr ähnlich und damit ebenso als Tafelapfel verwendbar.

Die Sorte entstand 1966 und ist seit 1982 im Handel. Rubinette steht unter Sortenschutz.

Die Äpfel der Sorte Rubinette weisen eine grünlich-gelbe, auf der Sonnenseite orangerot gestreifte Färbung auf. Auffällig ist, dass der Stiel in einer sehr kurzen Vertiefung der Frucht sitzt. Geerntet werden die Äpfel ab Ende September, sie sind ohne Lagerung genussreif. In warmen Sommern findet die Ernte oft zu spät statt, da die Äpfel bei Reife noch nicht ausgefärbt sind.[1]

Der Baum wird mittelgroß und bevorzugt gute Böden, auch noch in mittleren Höhenlagen. Es besteht eine hohe Anfälligkeit für Schorf[2] und eine Anfälligkeit für Obstbaumkrebs und Monilinia[1] sowie eine geringe Anfälligkeit für Mehltau.

Die Sorte wächst in allen Anbauformen geeignet, inklusive Spalierobst und Kübelpflanze, ist im Vergleich zu anderen Garten- und Hausäpfeln jedoch pflegeintensiv und krankheitsanfällig.[1]

Verbreitete Mutanten sind die besonders kräftig ausgefärbte Rubinette Rossa und die etwas früher reif werdende Early Rubinette.[1]

Diese Sorte ist für Allergiker geeignet[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Mühl: Alte und neue Apfelsorten. Obst- und Gartenbauverlag des Bayrischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e. V., München 1991, ISBN 3-87596-093-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rubinette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Bayerische Landesanstalt für den Gartenbau und Weinbau: Apfel - neuere und bewährte Sorten für den Erwerbsanbau (Memento vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.is)
  2. Franco Weibel und Andreas Häseli: Organic Apple Production in: D.C. Ferree und I.J. Warrington (Hg.): Apples. Botany, Production and Uses. CABI Publishing 2003, ISBN 0-85199-592-6. S. 561
  3. Bund für Umwelt und Naturschutz – Ortsgruppe Lemgo: Apfelallergie. In: www.bund-lemgo.de. Abgerufen am 21. Oktober 2016.