Ruderergometer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Concept 2 Ruderergometer, Model C
WaterRower M1 HighRise, WaterRower Ash

Ein Ruderergometer ist ein Sportgerät, mit dem die bei körperlicher Arbeit erbrachte Leistung gemessen werden kann. Simuliert wird die Bewegung in einem Ruderboot.

Im Rudersport werden Tests auf Ruderergometern der Firma Concept2 seit Ende der 1970er Jahre verwendet, um die Ausdauerleistungsfähigkeit von Athleten zu beurteilen. Leistungstests als Stufentest oder der 2000 Meter Maximaltest sind standardisiert und werden im Leistungssport regelmäßig absolviert. Auch im Breitensport und in Fitnessstudios haben Ruderergometer eine starke Verbreitung.

Modelle[Bearbeiten]

Ruderergometer gibt es mit durch Reibung, Luft, Magnetismus und Wasser gebremsten Widerstandssystemen und ermöglichen eine Messung der körperlichen Leistung. Modelle verschiedener Hersteller informieren mit Hilfe von Displays zusätzlich zur Leistung in Watt über Trainingsdaten wie Herzfrequenz, Schlagfrequenz, Trainingsstrecke, Energieverbrauch oder den Kraftverlauf. Zur Steigerung der Motivation sorgen kabellose Ruderrennen und kleine Spiele.

Die bekanntesten Hersteller von Ruderergometern sind Concept2 (Model D und E), RowPerfect und WaterRower.

Wettkämpfe[Bearbeiten]

Seit im Jahr 1981 das Ruderergometer Model A der US-amerikanischen Firma Concept2 auf den Markt kam, finden – insbesondere im angloamerikanischen Raum – Wettkämpfe auf Concept2-Ruderergometern statt. Der bekannteste Wettkampf sind die CRASH-B World Indoor Rowing Championships in den Vereinigten Staaten. Mittlerweile haben sich in einer Vielzahl von Ländern Wettkampfserien auf dem Concept2-Ruderergometer etabliert. In Deutschland wurde 1996 erstmals eine Deutsche Ruderergometer Meisterschaft ausgetragen.

Rudertechnik[Bearbeiten]

Siehe auch: Rudern

Die Rudertechnik auf einem Ruderergometer entspricht weitestgehend der Bewegung in einem Ruderboot. In der Auslage sind Hüft-, Knie- und Sprunggelenk gebeugt. Die Unterschenkel sind senkrecht, der Oberkörper liegt fast auf den Oberschenkeln auf. Die Arme sind natürlich gestreckt. Der Durchzug beginnt mit dem Strecken der Beine. Schultern und Oberkörper werden eingespannt und bewegen sich während des Beinstoßes kontinuierlich Richtung Rücklage. Die Arme werden erst gebeugt, wenn die Hände in Höhe der Knie angelangt sind. In der Rücklage sind die Beine gestreckt, ohne die Knie durchzudrücken. Der Oberkörper wird in einer leichten Rücklage stabilisiert. Der Griff wird bis an den unteren Rippenbogen gezogen, die Ellenbogen werden nahe am Körper vorbeigeführt. Unmittelbar nach dem Durchzug werden die Arme gestreckt und dabei die Hände bis zu den Knien geführt. Der Oberkörper folgt der Bewegung der Hände und wird flüssig aus der Rücklage aufgerichtet. Erst nach dem Aufrichten des Oberkörpers setzt das Rollen ein. Das Vorrollen erfolgt bewusst und entspannt mit gleichmäßiger Geschwindigkeit.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Terry O’Neill, Keith Atkionson, Celia Atkinson: Indoor Rowing Trainingshandbuch. Concept2, abgerufen am 16. Oktober 2013 (PDF-Format; 1,8 MByte, deutsch).